
Das Kalenderjahr 2025 war in der Region deutlich zu trocken. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der beiden Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV). In beiden Einzugsgebieten zählt das Jahr zu den zehn niederschlagsärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1931. Besonders auffällig waren mehrere sehr trockene Monate sowie ein ebenfalls niederschlagsarmer Dezember.
2025 deutlich unter dem langjährigen Niederschlagsmittel
Im Emscher-Gebiet lag der Jahresniederschlag im Gebietsmittel bei 627 mm (130-jähriges Mittel = 799 mm). Damit landet das Jahr 2025 an der Emscher auf Rang 7 der trockensten Jahre seit 1931. Im Lippe-Gebiet lag das Gebietsmittel mit 565 mm (130-jähriges Mittel = 766 mm) noch niedriger: Das Jahr 2025 landet damit im Lippe-Gebiet sogar auf Platz fünf der trockensten Jahre ab 1931!
Die niedrigste Jahressumme der Stationen von EGLV wurde an der Kläranlage Bönen erfasst. Dort lag der Jahresniederschlag bei 516 mm. Die höchste Jahressumme erreichte die Station Mülheim an der Ruhr-Frohnhauser Weg mit 699 mm. Den höchsten Tagesniederschlag im EGLV-Gebiet erreichte die Station Kläranlage Dinslaken (Lippeverband) am 31. August 2025 mit 38,5 mm.
Insgesamt fielen acht Monate im Jahr 2025 unterdurchschnittlich aus: Besonders trocken waren die Monate Februar und März. Die Niederschlagssummen in den Monaten April, September und Oktober waren vergleichsweise durchschnittlich. Der Januar fiel außergewöhnlich nass aus.
Niederschlag konzentrierte sich auf wenige Tage im Dezember
Auch der Dezember 2025 war in beiden Verbandsgebieten deutlich zu trocken. Der Monatsniederschlag lag jeweils nur bei etwa der Hälfte des 130-jährigen Mittels. Im Emscher-Gebiet liegt der Dezember mit 39,8 mm (130-jähriges Mittel = 73 mm, ein Millimeter entspricht einem Liter pro Quadratmeter) auf Rang 14 der trockensten Dezembermonate seit 1931.
Im Lippe-Gebiet landet der Dezember auf Rang 12. Dort wurden lediglich 33,7 mm Niederschlag erreicht (130-jähriges Mittel = 68 mm). Im Lippe-Gebiet fielen lediglich 33,7 Millimeter Niederschlag (130-jähriges Mittel = 68 mm) dort landet der Dezember auf Rang 12.
Die Monatssummen in den Verbandsgebieten liegen zwischen 26,2 mm an der Station Kläranlage Hünxe und 55,7 mm am Regenüberlaufbecken Mülheim an der Ruhr (Frohnhauser Weg).
Die höchsten Tagesniederschläge im Dezember wurden jeweils am 8. Dezember 2025 erreicht. An diesem Tag fielen im Gebiet der Emschergenossenschaft maximal 30,4 mm an der Station Mülheim an der Ruhr-Frohnhauser Weg.
Im Gebiet des Lippeverbandes wurden rund zehn Millimeter weniger gemessen. An der Station Kläranlage Unna-Billmerich wurde eine Tagessumme von 19,9 mm erreicht. Nahezu der gesamte Monatsniederschlag fiel im ersten Drittel des Dezembers. In der Zeit vom 10. Dezember bis Monatsende war es nahezu komplett trocken – nur etwa 2 mm Niederschlag kamen in dieser Zeit dazu.


Reaktionen
Monatliche Auswertung der Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband – Regenbilanz: Januar fiel zu trocken aus (PM)
Emscher-Lippe-Region. Auch die Niederschlagsmenge im Januar 2026 fiel wie bereits in den zwei Vormonaten erneut unterdurchschnittlich aus – das ist das Ergebnis der hydrologischen Auswertungen der beiden Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV).
Im Emscher-Gebiet fielen im Gebietsmittel 56,9 mm Niederschlag (130-jähriges Mittel = 69 mm; ein Millimeter entspricht einem Liter pro Quadratmeter). Das Gebietsmittel des Niederschlages im Lippe-Gebiet lag im Januar bei 56,0 mm (130-jähriges Mittel = 65 mm).
Die meisten trockenen Tage lagen in der Mitte des Monats im Zeitraum vom 15. Januar bis zum 21. Januar 2026.
Insgesamt betrachtet wurden in den beiden Verbandsgebieten von Emschergenossenschaft und Lippeverband Niederschlagsmengen zwischen minimal 47,5 mm an der Station Kläranlage Lünen-Sesekemündung und maximal 68,5 mm an der Station Pumpwerk Duisburg-Stockum (Alte Emscher) registriert.
Die höchsten Tagesniederschläge wurden im Januar am 9. Januar 2026 erreicht. An diesem Tag fiel im Emscher-Gebiet an der Station Pumpwerk Duisburg-Stockum (Alte Emscher) eine Summe von 13,4 mm. Im Lippe-Gebiet waren es 13,8 mm an der Station Kläranlage Gelsenkirchen-Picksmühlenbach.
Niederschlagsbilanz von Emschergenossenschaft und Lippeverband: Trockener Winter, nasser Februar (PM)
Emscher-Lippe-Region. Als erster Monat des im vergangenen Oktober begonnenen Wasserwirtschaftsjahres fiel der Februar 2026 geringfügig zu nass aus. Das ist das Ergebnis der aktuellen Niederschlagsauswertungen der beiden regionalen Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV).
Im Emscher-Gebiet wurde im vergangenen Monat im Mittel eine Niederschlagssumme von 63,5 mm (ein Millimeter entspricht einem Liter pro Quadratmeter). Zum Vergleich: Der langjährige Durchschnittswert für den Monat Februar liegt bei 56 mm. Im Lippe-Gebiet fielen 61,3 mm Niederschlag und damit etwa 8 mm mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel (53 mm).
Die niedrigste Monatssumme in den Verbandsgebieten an Emscher und Lippe wurde im Einzugsgebiet des Lippeverbandes an der Station Kläranlage Unna-Billmerich mit 48,4 mm erfasst. Die höchste Niederschlagssumme wurde – ebenfalls im Einzugsgebiet des Lippeverbandes – an der Station Pumpwerk Dorsten-Harsewinkel mit 78,1 mm erreicht.
Ausschlaggebend für die überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen im Februar war eine niederschlagsreiche Phase ab der zweiten Monatshälfte, welche bis zum 23. Februar anhielt. An diesem Tag wurden zudem die höchsten Tagessummen in beiden Verbandsgebieten erreicht. Im Emscher-Gebiet fielen am 23. Februar im Maximum 18,4 mm an der Station Pumpwerk Herne-Horsthausen. Im Lippe-Gebiet fielen im Maximum 19,5 mm an der Station Kläranlage Dorsten-Wulfen.
Der meteorologische Winter war zu trocken
Insbesondere aufgrund des deutlich unterdurchschnittlichen Monats Dezember fiel der meteorologische Winter (Dezember, Januar und Februar) in Summe zu trocken aus. Erreicht wurden Niederschlagssummen von 160 mm im Bereich der Emschergenossenschaft und 151 mm im Lippeverbands-Gebiet. Das langjährige Mittel liegt im Emscher-Gebiet bei 197 mm und im Lippe-Gebiet bei 186 mm.
Emschergenossenschaft und Lippeverband
Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) sind öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben. Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um. Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 2.000 Beschäftigte und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken (rund 782 Kilometer Wasserläufe, rund 1533 Kilometer Abwasserkanäle, mehr als 500 Pumpwerke und 59 Kläranlagen). http://www.eglv.de
Regenreicher März trotz längerer Trockenphasen – Monatliche Niederschlagsbilanz der Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (PM)
Emscher-Lippe-Region. Nach einem trockenen Start des Wasserwirtschaftsjahres (Beginn Oktober) fiel nach dem Februar auch der März zu nass aus. Das ist das Ergebnis der aktuellen Niederschlagsauswertungen der Fachleute von Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV).
Im Emscher-Gebiet wurde im vergangenen Monat im Mittel eine Niederschlagssumme von 70,2 mm (ein Millimeter entspricht einem Liter pro Quadratmeter) erreicht. Zum Vergleich: Der langjährige Durchschnittswert für den Monat März liegt bei 56 mm. Auch im Lippeverbands-Gebiet fiel mit 62 mm Niederschlag mehr Regen als im langjährigen Mittel (53 mm).
Die niedrigste Monatssumme in den Verbandsgebieten an Emscher und Lippe erfasste die Station Kläranlage Senden mit 56 mm im Einzugsgebiet des Lippeverbandes. Die höchste Niederschlagssumme wurde im Emscher-Gebiet an der Station Pumpwerk Gelsenkirchen-Horst mit 78,7 mm gemessen.
Trotz zweier Trockenphasen regnete es im März überdurchschnittlich viel. Insbesondere die Monatsmitte und das Ende des Monats waren niederschlagsreich. An mehreren Tagen lagen die Tagessummen über 10 mm – die höchste Tagessumme wurde im Emscher-Gebiet am 13. März erreicht. An diesem Tag fiel an der Station Pumpwerk Bochum-Riemke 17,9 mm Niederschlag. Auch im Lippe-Gebiet wurde die höchste Tagessumme mit 19,8 mm im März erfasst. Diese Regenmenge fiel am 29. März an der Station Kläranlage Lüdinghausen. Tendenziell fiel im Emscher-Gebiet etwas mehr Niederschlag als im Lippeverbands-Gebiet.
Emschergenossenschaft und LippeverbandEmschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) sind öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben. Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um. Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 2.000 Beschäftigte und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken (rund 782 Kilometer Wasserläufe, rund 1533 Kilometer Abwasserkanäle, mehr als 500 Pumpwerke und 59 Kläranlagen). http://www.eglv.de
Niederschlagsbilanz von Emschergenossenschaft und Lippeverband: April fiel dennoch trockener aus als sein Ruf – insgesamt auch regenarmer Winter – Höchster Monatsniederschlag in der Emscher-Lippe-Region in Kruckel gemessen (PM)
Der April 2026 war hydrologisch betrachtet trockener als sein Ruf. Die Niederschlagsmengen im Einzugsgebiet von Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) lagen im vergangenen Monat deutlich unter den 130-jährigen Mittelwerten. Es fiel insgesamt weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Monatsniederschlages. Das ist das Ergebnis der Regenbilanz von EGLV.
Im Emscher-Gebiet liegt das Gebietsmittel für den April bei 24,1 mm (130-jähriges Mittel = 53 mm; ein Millimeter entspricht einem Liter pro Quadratmeter). Im Gebiet des Lippeverbandes liegt das Gebietsmittel mit 19,8 mm sogar noch niedriger (130-jähriges Mittel = 50 mm).
Die geringste Monatssumme wurde im Lippe-Gebiet an der Niederschlagsstation Kläranlage Senden gemessen. Dort fielen lediglich 10,9 mm Niederschlag. Die höchste Monatssumme in den Verbandsgebieten erreichte die Station Dortmund-Kruckel im Emscher-Gebiet. Dort fiel jedoch auch nur ein Monatsniederschlag von 29,1 mm.
20 der 30 Tage im April waren vollständig niederschlagsfrei. Dabei war das insbesondere das letzte Monatsdrittel ab dem 20. April komplett trocken.
Die höchsten Tagesniederschläge fielen am 18. April. Die höchste Tagessumme erreichte die Niederschlagsstation an der Kläranlage Kamen-Körnebach mit 15,7 mm.
Trockener Winter
Die Niederschlagsmengen im Winterhalbjahr des Wasserwirtschaftsjahres 2026 (November 2025 bis April 2026) waren ebenfalls deutlich unterdurchschnittlich. Im Einzugsgebiet der Emschergenossenschaft liegt das Gebietsmittel bei 290 mm (130-jähriges Mittel = 374 mm). Im Lippeverbands-Gebiet liegt das Gebietsmittel bei 269 mm (130-jähriges Mittel = 353 mm).
Im Winterhalbjahr war die Niederschlagsmenge ausschließlich in den Monaten Februar und März leicht überdurchschnittlich. Das Jahresende 2025, mit den Monaten November und Dezember, war deutlich zu trocken – ebenso der April 2026.
Emschergenossenschaft und LippeverbandEmschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) sind öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben. Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um. Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 2.000 Beschäftigte und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken (rund 782 Kilometer Wasserläufe, rund 1533 Kilometer Abwasserkanäle, mehr als 500 Pumpwerke und 59 Kläranlagen). http://www.eglv.de
Regen im Mai: Hohe Niederschlagssummen in Dortmund registriert (PM)
Dortmund. Der Mai 2026 war in den Einzugsgebieten von Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) deutlich nasser als im langjährigen Durchschnitt. Das belegen die hydrologischen Auswertungen der beiden Wasserwirtschaftsverbände. Bis auf eine achttägige Trockenphase im letzten Monatsdrittel regnete es fast täglich. An fünf Tagen registrierten die EGLV-Stationen zudem Starkregenereignisse.
Im Emscher-Gebiet landet der Monat Mai auf Platz 8 der 10 nassesten Mai-Monate seit 1931 (langjähriges Mittel = 60 mm; ein Millimeter entspricht einem Liter pro Quadratmeter). Das Gebietsmittel liegt dort bei 98,7 mm. Im Gebiet des Lippeverbandes schafft es der Mai mit einer Niederschlagssumme von 98,4 mm sogar auf Platz 6 der 10 nassesten Maimonate (langjähriges Mittel = 58 mm).
Die Monatssummen im Mai 2026 liegen in den Verbandsgebieten von EGLV zwischen 66,2 mm an der Station Pumpwerk Wesel-Kasselweg und 136,5 mm an der Station Pumpwerk Dortmund-Oespeler Bach.
Die größte Tagessumme wurde im Emscher-Gebiet am 30. Mai an der Station Bauhof Dortmund-Adelenstraße (Ortsteil Schüren) erreicht. Dort fielen 27,2 mm. Im Lippeverbands-Gebiet liegt die größte Tagessumme bei 29,0 mm – sie fiel am 31. Mai an der Station Kläranlage Hamm-Mattenbecke.
Auch am 5. und am 10. Mai wurden im EGLV-Gebiet Tagessummen über 20 mm erreicht. Bis auf eine achttägige Trockenphase im letzten Monatsdrittel regnete es fast täglich. An fünf Tagen registrierten die EGLV-Stationen Starkregenereignisse.
Meteorologischer Frühling
Der Niederschlag im meteorologischen Frühling lag im Emscher-Gebiet ebenfalls über dem langjährigen Mittel: In den Monaten März bis Mai 2026 wurde dort ein Gebietsmittel von 193 mm erreicht (130-jähriges Mittel = 169 mm). Im Lippe-Gebiet liegt der Frühling mit 180 mm auch über dem Mittel (130-jähriges Mittel = 161 mm). Damit war der meteorologische Frühling trotz des sehr trockenen Monats April nasser als im Mittel. Der niederschlagsreiche Mai und der etwas überdurchschnittliche März konnten den April deutlich ausgleichen.