
Die Feuerwehr Dortmund blickt auf ein einsatzreiches Jahr 2025 zurück, in dem Rettungskräfte statistisch alle drei Minuten und 24 Sekunden zu einem Notfall alarmiert wurden. Insgesamt verzeichnete die Behörde über 154.000 Einsätze, wobei der Rettungsdienst weiterhin das Gros der täglichen Arbeit bewältigt. Der nun vorgestellte Jahresbericht verdeutlicht sowohl die gewachsene Belastung durch Extremwetter als auch die steigenden Anforderungen an die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte.
Die statistische Einsatzdichte nimmt in der Dortmunder Stadtgesellschaft weiter zu
Der aktuelle Jahresbericht dokumentiert, dass Feuerwehr und Rettungsdienst im vergangenen Jahr insgesamt 154.463 Mal ausrücken mussten. Ein signifikanter Anstieg zeigt sich vor allem im Rettungsdienst, der mit 142.448 Einsätzen rund 92 Prozent des gesamten Einsatzgeschehens ausmacht. Damit ist die Arbeitsbelastung für die Einsatzkräfte:innen gegenüber dem Vorjahr nochmals angestiegen, was eine hohe Leistungsdichte für die gesamte Organisation erfordert.

Auch im Bereich des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung verzeichnete die Dortmunder Behörde einen deutlichen Zuwachs. Insgesamt 12.015 Mal mussten die Feuerwehrleute zu Bränden oder anderen technischen Notlagen alarmiert werden, was ein Plus von 522 Fällen im Vergleich zu 2024 bedeutet.
Diese Entwicklung spiegelt die zunehmende Komplexität der täglichen Aufgaben in einer wachsenden Großstadt wider, die stetig neue Herausforderungen mit sich bringt.
Ein wachsendes Problemfeld stellen zudem Extremwetterlagen dar, die die Feuerwehr vor große Anforderungen stellen. Insgesamt 286 Einsätze standen im vergangenen Jahr direkt mit Unwettern in Verbindung, darunter Notlagen im Zuge des Sturmtiefs „Bernd“. Besonders tragisch ist zudem der Anstieg der Brandopfer: Fünf Menschen verloren 2025 ihr Leben bei Feuern, was einen Zuwachs um drei Personen gegenüber dem vorangegangenen Jahr darstellt.
Die Freiwillige Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Baustein für die öffentliche Sicherheit
Neben der Berufsfeuerwehr bleibt die Freiwillige Feuerwehr eine essenzielle Säule des Dortmunder Hilfeleistungssystems. Die ehrenamtlichen Löschzüge rückten im vergangenen Jahr zu insgesamt 1.107 Einsätzen aus, was eine Steigerung um 63 Fälle im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Diese ehrenamtliche Arbeit sorgt dafür, dass die Stadt auch bei komplexen oder parallelen Schadenslagen flächendeckend Hilfe leisten kann und auf ein breites Fundament baut.

Amtsleiter Dirk Aschenbrenner hebt die Bedeutung dieses Engagements für die gesamte Stadtgesellschaft hervor. „Unsere Freiwillige Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Gefahrenabwehr in Dortmund“, betont der Direktor.
Sie sei fest in die bestehenden Einsatzkonzepte eingebunden und leiste jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Menschen:innen, die in der Stadt leben, wohnen und arbeiten, so der Behördenchef weiter.
Trotz der steigenden Belastungen bleibt die Zahl der ehrenamtlich engagierten Feuerwehrangehörigen stabil, was für die Kontinuität der Arbeit spricht. Ergänzt wird dieses System durch eine Vielzahl von präventiven Aufgaben und eine enge Zusammenarbeit mit anderen städtischen Fachbereichen. Die Feuerwehr Dortmund definiert sich somit nicht nur über die reine Gefahrenabwehr, sondern versteht sich als umfassender Akteur für den Bevölkerungsschutz.
Strategische Entscheidungen sollen das Rettungssystem auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten
Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, hat die Feuerwehr mit dem Beschluss neuer Bedarfspläne für den Brandschutz und den Rettungsdienst die Weichen für die Zukunft gestellt. Diese strategischen Grundlagen sollen dazu dienen, die Sicherheit der Dortmunder Bevölkerung:innen auch unter veränderten Rahmenbedingungen langfristig auf einem hohen Niveau zu gewährleisten. Die Stadt reagiert damit gezielt auf den Trend steigender Einsatzzahlen.

„Die Zahlen bestätigen einen klaren Trend: Die Anforderungen an Feuerwehr und Rettungsdienst wachsen kontinuierlich“, stellt Direktor Dirk Aschenbrenner fest.
Umso wichtiger sei es, dass die Organisation konsequent weiterentwickelt werde, um künftige Herausforderungen sicher zu bewältigen. Das Engagement der Kräfte und strategische Entscheidungen sorgten dafür, dass die Feuerwehr Dortmund auch künftig verlässlich Hilfe leisten kann.
Neben der operativen Planung blickt die Feuerwehr bereits auf kommende Meilensteine in ihrer eigenen Geschichte. So begannen im vergangenen Jahr erste Vorbereitungen für das 125-jährige Bestehen der Berufsfeuerwehr Dortmund, das im Oktober 2026 gefeiert werden soll. Auch eine kontinuierliche Sichtbarkeit auf Fachmessen wie der „112Rescue“ unterstreicht die Rolle Dortmunds als zentraler Akteur im deutschen Rettungswesen.
Weitere Informationen:
Der komplette Jahresbericht für das vergangene Jahr ist hier zu finden
Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!

