Kulturbüro zeichnet „Parzelle im Depot“ und „Heimathafen Nordstadt“ mit Förderpreisen aus

Musikvielfalt in der Nordstadt wird mit Spielstätten-Förderpreis gewürdigt

Gewinner:innen bei der Preisverleihung
Die Spielstätten-Förderpreise 2025 wurden vom Kulturbüro an die „Parzelle im Depot“ und den „Heimathafen Nordstadt“ in Kooperation mit tonbande e.V. verliehen. Foto: Bülent Kirschbaum

Das Kulturbüro Dortmund hat die „Parzelle im Depot“ mit dem Spielstätten-Förderpreis „Dortmund Live“ und den „Heimathafen Nordstadt“ in Kooperation mit tonbande e.V. mit dem Sonderpreis „Best Support“ ausgezeichnet. Die beiden Preise sind mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und würdigen die künstlerische und gemeinschaftliche Arbeit in der Dortmunder Musikszene.

Parzelle im Depot wird für künstlerische Arbeit ausgezeichnet

Im FZW war die Freude so groß wie die Überraschung, als die Vertreter:innen der „Parzelle im Depot“ und des „Heimathafens Nordstadt“ die Förderpreise für ihre herausragende Arbeit von der Leiterin des Kulturbüros Hendrikje Spengler und ihrem Kollegen Marc Debie dankbar entgegennahmen.

Die „Parzelle im Depot“ wurde für ihre herausragende künstlerische und kuratorische Arbeit mit dem „Dortmund Live“-Förderpreis in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet. Im Mittelpunkt stehen Musiker:innen und Bands aus den Bereichen Free Jazz, elektronische Musik, improvisierte und experimentelle Musik sowie angrenzenden Genres aus lokalen, regionalen und internationalen Szenen.

„Sie bietet eine Bühne für kreative Freiheit, Klangforschung und Soundperformance und macht musikalische Vielfalt erlebbar. Dabei entstehen neue Begegnungen zwischen Komposition und Improvisation, zwischen Publikum und Künstler:innen“, so Marc Debie vom Kulturbüro in seiner Rede. Die Parzelle sei ein Ort für musikalische Neuentdeckungen, offenen Austausch und lebendige Vernetzung. Mit ihren Musikprojekten in der Dortmunder Nordstadt stärkt sie zudem die Verbindung zu lokalen Akteur:innen und fördert kulturelle Teilhabe im Quartier.

„Best Support“ für Heimathafen Nordstadt in Kooperation mit tonbande e.V.

Der Preis „Best Support“ in Höhe von 5.000 Euro geht an den „Heimathafen Nordstadt“ in Kooperation mit tonbande e.V. für sein Engagement in der Nachwuchsförderung und Szenearbeit innerhalb der Dortmunder Musiklandschaft.

Der Heimathafen versteht sich als sozialer und offener Treffpunkt im Herzen eines sich wandelnden Hafenquartiers. Mit niedrigschwelliger Infrastruktur, politischem Selbstverständnis und einem klaren Fokus auf Teilhabe. „Die Kooperation zwischen dem Heimathafen und tonbande e.V. geht über reine Zweckmäßigkeit hinaus. Sie schafft eine gemeinsame Infrastruktur für kollektive Kulturarbeit und vereint Kräfte aus verschiedenen Netzwerken“, so Marc Debie vom Kulturbüro.

Die Spielstätten-Förderpreise werden alle zwei Jahre vom Kulturbüro Dortmund verliehen und richten sich insbesondere an kleine und mittlere Clubs und Spielstätten, die durch ihre Programmarbeit zur Lebendigkeit der städtischen Musiklandschaft beitragen. Mit der Förderung soll die Arbeit jener Orte anerkannt werden, die Newcomer:innen ebenso fördern wie etablierte Bands und damit einen wichtigen kulturellen Beitrag für Dortmund leisten.

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Reaktionen

  1. Ulrich Sander

    Das ist prima, was Heimathafen macht. Da fällt mir ein, dass die AfD im Wahlkampf die Abschaffung des Heimathafens gefordert hat. Stattdessen soll es laut Flyer einen „Remigrationshafen“ geben, wohl um die Losung „Ausländer raus“ zu verwirklichen. Ich stellte dagegen Strafantrag wegen Volksverhetzung. Die Antwort der Staatsanwaltschaft steht noch aus.

  2. Free Jazz und Lichtkunst: Spinifex und scheinzeitmenschen in der Parzelle im Depot

    In der Parzelle im Depot präsentiert die Band Spinifex am Donnerstag, 27. November 2025, um 20 Uhr zum 20-jährigen Bestehen ihr Projekt MAXXIMUS mit den Gastmusikerinnen Jessica Pavone an der Viola, Elisabeth Coudoux am Cello und Evi Filippou am Vibrafon und an der Percussion. Spinifex ist bekannt für eine explosive Verbindung aus Free Jazz, komplexen Rhythmen und improvisatorischer Kühnheit.

    Die Band aus Amsterdam besteht heute aus Tobias Klein an Bassklarinette und Altsaxofon, Bart Maris an der Trompete, John Dikeman am Tenorsaxofon, Jasper Stadhouders an der Gitarre, Gonçalo Almeida am Bass und Philipp Moser am Schlagzeug. Ursprünglich 2005 als Nonett gegründet, fand Spinifex 2010 zu seiner heutigen Sextettbesetzung. Tourneen und neun veröffentlichte Alben prägen ihre ausgeprägte Ensemblekultur.

    Unter der rauen Oberfläche ihrer Musik liegt ein vielschichtiges Geflecht zyklischer Rhythmen, inspiriert von nahöstlichen und indischen Traditionen. Für MAXXIMUS haben Coudoux, Klein, Maris, Stadhouders und Almeida Stücke komponiert, die gezielt auf die Persönlichkeiten der beteiligten Musikerinnen und Musiker zugeschnitten sind.

    Der Eintritt ist frei, es wird als Hutkonzert gespielt. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit „Moers-Improviser in Residence 2025“ statt.

    Am Freitag, 5. Dezember, ist das Duo scheinzeitmenschen gemeinsam mit der deutsch-niederländischen Band YENGA mit „Light in Concert“ in der Parzelle zu Gast. Das Objekt-Musiktheater von Birk-André Hildebrandt und Valeska Klug sowie Stella Polaris, Niko Dolle und Sietse Iedema bewegt sich an der Schnittstelle von Objekttheater, Musik und Lichtkunst und erforscht den Klang des Lichts.

    In einer assoziativen Szenenfolge bespielen die Künstlerinnen und Künstler Lichtobjekte und machen deren Frequenzen hörbar. Von meditativ bis industriell entfalten alltägliche Gegenstände wie Lichterketten, Taschenlampen oder Neonröhren unerwartete Klänge. Die Lichtobjekte werden so zu Protagonistinnen einer Performance, die visuell wie akustisch in eigene Klangräume führt.

    Das Projekt wird von zahlreichen Kulturinstitutionen in Nordrhein-Westfalen gefördert. Der Eintritt erfolgt nach dem Prinzip „pay what you want“. Veranstaltungsort ist die Parzelle im Depot an der Immermannstraße 29 in Dortmund. Vorbestellungen sind per Mail an info@parzelledortmund.de oder telefonisch unter 0231-8822001 möglich.

    Der Parzelle Verein wird unterstützt vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Initiative Musik sowie dem Kulturbüro der Stadt Dortmund.

  3. Licht, Klang und Improvisation in der Parzelle (PM)

    Das Duo scheinzeitmenschen aus Bochum und die deutsch-niederländische Band Yenga bringen mit „Light in Concert“ eine ungewöhnliche Verbindung von Objekttheater, Musik und Lichtkunst auf die Bühne. Die Produktion widmet sich einer Eigenschaft des Lichts, die im Alltag kaum wahrgenommen wird: seinem Klang.

    In einer assoziativen Szenenfolge bespielen fünf Künstlerinnen und Künstler verschiedene Lichtobjekte und machen deren Frequenzen hörbar. So entsteht eine sinnliche Erfahrung, in der Licht nicht nur visuell, sondern ebenso auditiv erfahrbar wird. Von meditativ bis industriell, von wabernd bis kratzend entstehen Klänge aus alltäglichen Gegenständen wie Lichterketten, Taschenlampen oder Neonröhren.

    Über charakteristische Sounds und Rhythmen verwandeln sich die Lichtobjekte in die Protagonistinnen und Protagonisten einer Objekt-Musik-Performance, die eigene Stimmen entwickeln, miteinander interagieren und vielstimmige Klangräume eröffnen. Die Produktion ist am Freitag, 5. Dezember 2025, um 20 Uhr in der Parzelle im Depot an der Immermannstraße 29 in Dortmund zu sehen. Der Eintritt erfolgt nach dem Prinzip pay what you want.

    Eine Woche später folgt am Freitag, 12. Dezember 2025, um 20 Uhr die Ausgabe 75 der Reihe Soundtrips NRW. Im Fokus stehen Camille Émaille und Nina Garcia aus Frankreich, die seit Jahren auf europäischen Bühnen improvisatorisch zusammenarbeiten. Émaille, ausgebildet an Konservatorien in Nizza, Straßburg und Basel, bringt ihre Erfahrungen aus zeitgenössischer Musik und Improvisation ein, während Garcia mit reduzierter Ausstattung an der elektrischen Gitarre nach neuen Klangformen sucht.

    Das erste Set bestreiten beide als Duo. Im zweiten Set kommt die Essener Klangkünstlerin Este Kirchhoff hinzu, die mit selbstgebauten Instrumenten, Sampling und Zufallsgeneratoren Klanglandschaften zwischen Kontemplation und Chaos schafft. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, für Gäste unter 20 Jahren ist der Eintritt frei. Vorbestellungen sind per E-Mail an info@parzelledortmund.de oder telefonisch unter 0231-8822001 möglich.

  4. Dankeskonzert in der Parzelle: Europäische Improvisationskunst zum Jahresausklang (PM)

    Der Parzelle Verein e. V. lädt zu einem besonderen Konzertnachmittag in die Parzelle im Depot ein. Am Sonntag, 14. Dezember, beginnt um 16 Uhr das Konzert „visual jingle bells“ mit drei herausragenden Musiker:innen der europäischen Improvisationsszene.

    Luís Lopes an der Gitarre, Reza Askari am Kontrabass und Vasco Furtado am Schlagzeug treffen in dieser Trio-Besetzung erstmals aufeinander. Gemeinsam erschaffen sie einen vielschichtigen Klangraum zwischen Energie, Abstraktion und Intuition – jenseits stilistischer Grenzen und fern jeder Routine.

    Die drei Musiker loten den Geist der Improvisation in seiner ganzen Weite aus: roh, direkt, poetisch und intensiv. Ihre Musik erfindet sich in jedem Moment neu, bleibt unberechenbar und lebendig und lebt vom unmittelbaren Zusammenspiel der Beteiligten.

    Mit dem Konzert möchte der Parzelle Verein e. V. Danke sagen – an treue Fans, engagierte Ehrenamtliche, Unterstützer:innen und Spender:innen. Eingeladen sind ebenso alle, die den Spielort Parzelle im Depot kennenlernen möchten und das Jahr gemeinsam ausklingen lassen wollen.

    Neben der Musik erwartet die Gäste ein geselliges Beisammensein mit syrischen Köstlichkeiten und guter Laune. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort ist die Parzelle im Depot an der Immermannstraße 29 in Dortmund.

    Der Abend wird gefördert durch den Förderfonds für bürgerschaftliches Engagement der FreiwilligenAgentur Dortmund. Der Parzelle Verein wird unter anderem vom Kulturbüro der Stadt Dortmund, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Initiative Musik unterstützt.

  5. Grenzgänge im Klang: Trio Petzold, Kürvers und Hirt in der Parzelle (PM)

    Die Konzertreihe „Weiterbauen“ bringt am Mittwoch, 7. Januar 2026, ein außergewöhnliches Streichtrio in die Parzelle im Depot. Beginn ist um 20 Uhr.

    Unter dem Titel „Petzold-Kürvers-Hirt: Weiterbauen“ treffen drei Musiker aufeinander, die sich bewusst den üblichen Klanggewohnheiten entziehen. Dietrich Petzold spielt Violine, Tenorvioline und bowed metal, Klaus Kürvers ist am Kontrabass zu hören, Erhard Hirt an Gitarre und Elektronik. Gemeinsam entwickeln sie einen spielfreudigen und originellen Ansatz jenseits einengender musikalischer Festlegungen.

    Erhard Hirt gilt als einer der überzeugendsten elektronischen Gitarristen der vergangenen 40 Jahre, während Klaus Kürvers zu den Pionieren des Free-Jazz in Deutschland zählt, noch bevor diese Musikrichtung medial Beachtung fand. Der Geiger Dietrich Petzold war unter anderem im Streichquartett dis/con/sent mit Ernesto Rodrigues, Guilherme Rodrigues und Matthias Bauer zu hören, das als feste Referenz unter improvisierten Streichquartetten und -trios gilt.

    Die Vielfalt der Klangquellen und die unterschiedlichen musikalischen Absichten der drei Musiker kreuzen und durchdringen sich zu einer „schönen Verrücktheit“, die von faszinierenden Drifts und unwahrscheinlichen Interaktionen geprägt ist. So beschreibt es J. M. Van Schouwburg.

    Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, Besucherinnen und Besucher unter 20 Jahren haben freien Eintritt. Karten sind an der Abendkasse sowie im Vorverkauf über die Parzelle im Depot in der Immermannstraße 29 in Dortmund erhältlich. Vorbestellungen sind telefonisch unter 0231/8822001 oder per E-Mail an [info@parzelledortmund.de](mailto:info@parzelledortmund.de) möglich.

  6. „Am Flügel der Zeit“: Parzelle startet experimentelle Konzertreihe (PM)

    Mit der Konzertreihe „Am Flügel der Zeit“ eröffnet die Parzelle im Laufe des Jahres einen neuen Resonanzraum für experimentelle Musik. Ein Konzertflügel zieht ein – nicht als traditionelles Soloinstrument, sondern als zentraler Klangkörper in Band- und Ensembleprojekten. Die eingeladenen Formationen stammen aus der internationalen und regionalen Szene für Free Jazz, improvisierte Musik und zeitgenössische Klangkunst. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Erforschen der klanglichen Möglichkeiten des Instruments.

    Die Pianist:innen präparieren den Flügel, zupfen und dämpfen Saiten, spielen im Innenraum, nutzen stumm gedrückte Tasten und Pedale oder verfremden Klänge elektronisch. Jede Aufführung versteht sich als offener Prozess und Experiment. Die Eigenarten des Flügels fließen von perkussiver Direktheit über harmonische Tiefe bis zu subtilen Resonanzen in kollektive Klanglandschaften ein. So entstehen dynamische, vielschichtige Musikwelten, geprägt von Improvisation, Risiko und musikalischer Intuition.

    Zum Auftakt der Reihe ist am Samstag, 24. Januar, um 20 Uhr ein Trio aus Portugal, Spanien und Serbien zu erleben. Marina Džukljev am Klavier, Luís Vicente an der Trompete und Vasco Trilla am Schlagzeug verbinden drei unverwechselbare musikalische Stimmen. Džukljev kombiniert freie Improvisation, klassische und zeitgenössische Musik mit erweiterten Spieltechniken, während Vicente zu den prägenden Musiker:innen der portugiesischen Jazz- und Improvisationsszene zählt. Trilla ist als vielseitiger Perkussionist an mehr als 100 Veröffentlichungen beteiligt.

    Das Trio erschafft spontane, einmalige Performances, in denen Klang über konventionelle Strukturen hinauswächst. Mit jahrzehntelanger Erfahrung in experimenteller Musik, freier Improvisation und elektroakustischen Praktiken entwickelt sich im Zusammenspiel eine gemeinsame Sprache. Eintrittskarten kosten 18 Euro, ermäßigt 12 Euro, für Menschen unter 20 Jahren ist der Eintritt frei.

    Am Donnerstag, 26. Februar, um 20 Uhr folgt mit Earscratcher ein transatlantisches Quartett aus den USA und Österreich. Die Musik der Formation verbindet sperrige und feinsinnige Elemente zu einer kraftvollen Eleganz zwischen Jazz, Noise und Avantgarde. Wirbelnde Rhythmen und zerklüftete Melodien verdichten sich immer wieder zu überraschender Harmonie und öffnen weite klangliche Räume.

    Gegründet 2019, vereint Earscratcher die Pianistin Elisabeth Harnik mit langjährigen Weggefährten aus Chicago. Nach mehreren Verzögerungen konnte 2022 die erste Tour stattfinden, im Herbst 2025 erschien das zweite Album „Otoliths“. In Dortmund startet die aktuelle Europatournee des Ensembles. Der Eintritt beträgt 20 Euro, ermäßigt 15 Euro, Menschen unter 20 Jahren haben freien Eintritt.

    Den Abschluss der Reihe bildet am Donnerstag, 2. April, um 20 Uhr das Trio Wallace/Vazquez/Trilla. Der Sound ist geprägt von Spontaneität, Vielschichtigkeit und kollektiver Energie. Das Piano übernimmt eine zentrale Rolle zwischen perkussiver Kraft, klangmalerischen Flächen und poetischer Melodik und fungiert als Impulsgeber und Resonanzkörper.

    Schlagzeug und Bass greifen diese Ideen auf und entwickeln sie weiter zu einer hierarchiefreien Musik voller Dynamik und Überraschungen. Eli Wallace arbeitet mit freier Improvisation und präpariertem Klavier, Pablo Vázquez ist international aktiv und veröffentlichte unter anderem bei Discordian Records und Creative Sources. Ergänzt wird das Duo durch Vasco Trilla, dessen genreübergreifende Spielweise die gemeinsame musikalische Sprache erweitert. Der Eintritt kostet 18 Euro, ermäßigt 12 Euro, Menschen unter 20 Jahren haben freien Eintritt.

    Veranstaltungsort aller Konzerte ist die Parzelle im Depot an der Immermannstraße 29 in Dortmund. Karten können per E-Mail vorbestellt werden, zudem gibt es eine Abendkasse. Die Konzertreihe „Am Flügel der Zeit“ wird vom Kulturbüro der Stadt Dortmund, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, dem Musikfonds sowie von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

  7. Zwei Abende freie Klänge: Soundtrips NRW und Free-Funk mit JOOKLO (PM)

    Die Konzertreihe „Soundtrips NRW“ macht Station in der Parzelle und bringt improvisierte Musik nach Dortmund. Am Freitag, 6. Februar, um 20 Uhr ist der Schweizer Saxophonist Felix Nussbaumer zu Gast. Er versteht Musikmachen als Recherche und beschäftigt sich mit Blasinstrumenten, ihren übersehenen Beiprodukten, ihrer Geschichte, Körperlichkeit und ihrem Eigenleben. Zentrales verbindendes Element seiner Arbeit ist das Hören.

    Nussbaumers Werdegang ist vielfältig: Punk, Freejazz, Musikkapelle, das Aufwachsen zwischen Bauernhof und Mehrfamilienhaus sowie Erfahrungen in einer sprachlichen Minderheit prägen seine künstlerische Haltung. Auch familiäre Traumata aus zwei europäischen Diktaturen und das Versprechen der Digitalisierung fließen in seine Arbeit ein. Heute erforscht er sein Saxophon und verwandte Instrumente durch Improvisation, Komposition und den Bau eigener Klangkörper.

    In den vergangenen Jahren arbeitete Nussbaumer verstärkt mit bearbeiteten Blechblasinstrumenten, darunter eine selbstgebaute Sechsventil-Trompete oder sogenannte Saxhörner mit eigens angefertigten Mundstücken. Viele seiner Projekte entstehen in langfristigen Kooperationen mit anderen Musiker:innen und Ensembles und sind teils digital dokumentiert oder als Tonträger erschienen. Nussbaumer lebt und arbeitet in Luzern und betreibt seit 2024 gemeinsam mit Florian Walter das Non-Profit-Label „ZOK Records“.

    Im ersten Teil des Abends präsentiert Felix Nussbaumer seine eigene Musik. In der zweiten Konzerthälfte trifft er auf Improvisator:innen aus Nordrhein-Westfalen: den Kölner Pianisten Philip Zoubek und die Essener Trompeterin Luzie Micha. Gemeinsam loten sie die vermeintliche Unvorhersehbarkeit der Improvisation aus und schaffen neue Musik jenseits ästhetischer Eingrenzungen. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, unter 20 Jahren ist der Eintritt frei. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.

    Direkt am Samstag, 7. Februar, um 20 Uhr folgt ein weiteres Konzert in der Parzelle. Beim Hutkonzert trifft das italienische Free-Funk-Projekt JOOKLO auf die belgische E-Bassistin Farida Amadou und die Cellistin Emily Wittbrodt. Die Musik verbindet Groove, brachiale Sounds und psychedelische Abstraktion und entsteht vollständig improvisiert.

    JOOKLO ist das Projekt der italienischen Musiker:innen Virginia Genta und David Vanzan, die in Nordrhein-Westfalen spätestens seit ihrem Auftritt beim Moers-Festival 2024 bekannt sind. In der gemeinsamen Besetzung mit Amadou und Wittbrodt vertiefen sie eine bereits bestehende Zusammenarbeit. Spontane Kompositionen, rohe Klangwelten und hohe Energie prägen diesen Abend. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

    Der Parzelle Verein wird gefördert vom Kulturbüro der Stadt Dortmund, vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie von Initiative Musik. Die Unterstützung erfolgt unter anderem durch das Programm Applaus, die Spielstätten-Programm-Prämie NRW und den Spielstätten-Förderpreis Dortmund Live 2025.

  8. Sheen Trio präsentiert neues Album „Transitory“ in der Parzelle im Depot (PM)

    Das Sheen Trio feiert am Freitag, 20. März, um 20 Uhr in der Parzelle im Depot in Dortmund die Veröffentlichung seines neuen Albums „Transitory“. Das Trio um Bassklarinettistin und Komponistin Shabnam Parvaresh verbindet darin Jazz, Krautrock, Free Jazz, Rock und experimentelle Texturen mit Einflüssen aus dem Iran. Die Musik bewegt sich zwischen Chaos und Stille und verwebt persönliche Erinnerungen mit globalen Umbrüchen. So entstehen dichte, atmosphärische Klanglandschaften, die die Zuhörer:innen in unbekannte Klangräume tragen.

    Nach dem Debütalbum „Gozar“ aus dem Jahr 2023 erscheint Anfang 2026 mit „Transitory“ das neue Werk bei Unit Records. Der Name Sheen Trio verweist auf den sechzehnten Buchstaben des persischen Alphabets, mit dem auch der Name der Bandleaderin beginnt. Shabnam Parvaresh begann ihre musikalische Laufbahn in Teheran, wo sie im Teheraner Symphonieorchester spielte. 2014 kam sie nach Deutschland, um Jazz-Klarinette zu studieren, und gründete fünf Jahre später das Sheen Trio.

    Gemeinsam mit Ula Martyn-Ellis an der E-Gitarre und Philipp Buck am Schlagzeug entwickelt sie experimentierfreudige Kompositionen, in denen sich ihre musikalischen Einflüsse bündeln. Die Stücke wirken mal ruhig und kontemplativ, mal impulsiv und abenteuerlustig. Martin Longley schrieb dazu in „Jazzwise“: „The Sheen Trio crafts an organically rich soundscape shaped by interwoven sensitivity.“ Rolf Thomas nennt es in „Jazzthing“ „Elektrisierender, experimenteller Jazz“.

    Hans-Dieter Grünefeld würdigt in „Sonic – sax & brass magazine“: „Shabnam Parvaresh vereint Avantgarde, Romantik und Folk zu einem unverwechselbaren Sound“. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, Menschen unter 20 Jahren haben an der Abendkasse freien Eintritt. Die Veranstaltung findet in der Parzelle im Depot, Immermannstraße 29 in Dortmund, statt. Karten können per E-Mail an info@parzelledortmund.de oder telefonisch unter 0231-8822001 vorbestellt werden.

    Der Parzelle Verein wird gefördert vom Kulturbüro der Stadt Dortmund, vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und von Initiative Musik. Ermöglicht wird das Angebot zudem durch Applaus, die Spielstätten-Programm-Prämie Nordrhein-Westfalen und den Spielstätten-Förderpreis Dortmund Live 2025.

  9. „Am Flügel der Zeit“: Trio Wallace/Vazquez/Trilla gastiert in der Parzelle (PM)

    Mit „Am Flügel der Zeit“ ist am Donnerstag, 2. April, ab 20 Uhr das Trio Wallace/Vazquez/Trilla in der Parzelle im Depot zu Gast. Eli Wallace am Klavier, Pablo Vazquez an Kontrabass, E-Bass und Elektronik sowie Vasco Trilla am Schlagzeug stehen für einen Sound, der von Spontaneität, Vielschichtigkeit und kollektiver Energie geprägt ist. Die Musiker bewegen sich zwischen komplexen rhythmischen Gefügen, eruptiven Klangflächen, lyrischen Melodien und feinen Zwischenräumen mit Obertönen. So entsteht eine Musik, die von Offenheit, Gleichberechtigung und ständiger Wandlung lebt.

    Das Klavier übernimmt dabei eine zentrale Rolle: mal perkussiv und treibend, mal klangmalerisch mit Clustern und Obertönen, dann wieder poetisch und melodisch. Es vermittelt zwischen Energie und Stille, Struktur und Freiheit und wirkt zugleich als Impulsgeber und Resonanzkörper. Schlagzeug und Bass greifen diese Ideen auf, entwickeln sie weiter und schaffen gemeinsam einen hierarchiefreien Bandsound. Grundlage dafür ist das Vertrauen, dass jede Idee zum Ausgangspunkt für Neues werden kann.

    So entstehen Konzerte voller Dynamik, Überraschung und Tiefe, die Ensemble und Publikum in einen gemeinsamen musikalischen Fluss ziehen. Der Eintritt kostet 18 Euro, ermäßigt 12 Euro, für Besucher*innen unter 20 Jahren ist der Eintritt frei. Veranstaltungsort ist die Parzelle im Depot, Immermannstraße 29 in Dortmund. Karten können per E-Mail an info@parzelledortmund.de, telefonisch unter 0231-8822001 sowie an der Abendkasse reserviert beziehungsweise gekauft werden.

  10. Improvisation und Klangexperimente: Doppelkonzert in der Parzelle (PM)

    Die Konzertreihe in der Parzelle im Depot setzt ihre aktuelle Saison mit zwei hochkarätigen Veranstaltungen fort und lädt zu experimentellem Jazz und improvisierter Musik ein.

    Den Auftakt macht am Sonntag, 19. April, um 16 Uhr das britische Duo Caroline Kraabel und Paul Lytton. Die Saxophonistin und der Schlagzeuger stehen für freie Improvisation auf höchstem Niveau und verbinden akustische Klänge mit Live-Elektronik und selbstgebauten Instrumenten. Während Kraabel als Komponistin und Improvisatorin international ausgezeichnet ist, gilt Lytton als prägender Vertreter des europäischen Free Jazz. Das Konzert am Sonntagnachmittag wird von Kaffee und selbst gebackenem Kuchen begleitet und schafft so eine entspannte Atmosphäre für anspruchsvolle Musik.

    Am Freitag, 24. April, um 20 Uhr folgt mit „The Attic“ ein weiteres Highlight. Das Trio aus Portugal und den Niederlanden gehört zu den wichtigen Formationen des europäischen Modern Jazz. Rodrigo Amado am Tenorsaxofon, Gonçalo Almeida am Kontrabass und Onno Govaert am Schlagzeug verbinden Free Jazz, Improvisation und Echtzeitkomposition zu einem dichten, dynamischen Klangbild. Ihre Musik lebt vom spontanen Zusammenspiel und der stetigen Veränderung musikalischer Rollen und Strukturen.

    Beide Konzerte finden in der Parzelle im Depot an der Immermannstraße statt. Der Eintritt beträgt am Sonntag 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, unter 20 Jahren ist der Eintritt frei. Für das Konzert am Freitag werden 20 Euro, ermäßigt 15 Euro erhoben.

  11. Zwischen Improvisation und Free Jazz: Trio „The Attic“ kommt in die Parzelle im Depot (PM)

    Das Trio „The Attic“ gastiert am Freitag, 24. April, um 20 Uhr in der Parzelle im Depot in Dortmund. Die Formation aus Portugal und den Niederlanden zählt seit ihrer Gründung im Jahr 2015 zu den prägenden Gruppen des europäischen Modern Jazz und vereint drei international gefragte Musiker.

    Rodrigo Amado am Tenorsaxofon, Gonçalo Almeida am Kontrabass und Onno Govaert am Schlagzeug stehen für eine klare musikalische Linie und kontinuierliche Weiterentwicklung. Nach vier international beachteten Alben, die sowohl von Kritik als auch Publikum hochgelobt wurden und auf mehreren Jahresbestenlisten vertreten waren, arbeitet das Trio aktuell an seinem fünften Album.

    Die Musik von „The Attic“ bewegt sich zwischen Free Jazz, Improvisation und Echtzeitkomposition. Dabei greifen die Musiker Elemente der Jazztradition auf und entwickeln daraus spontane, lebendige Klangwelten. Ihr Zusammenspiel ist geprägt von einem intensiven Dialog, in dem sich Rollen und klangliche Strukturen fortlaufend verändern.

    „Der Tenorsaxophonist Rodrigo Amado leitet diese kompromisslose Gruppe, die die Spitze des europäischen und weltweiten Free Jazz repräsentiert. Musik, die niemanden unberührt lässt – einige verfolgen alles ekstatisch, während andere von der Spannung und der vollen Kraft des Klangs überwältigt sind“, heißt es in einem Pressezitat der Zeitung „El Pais“.

    Der Eintritt beträgt 20 Euro, ermäßigt 15 Euro, für unter 20-Jährige ist der Eintritt frei. Veranstaltungsort ist die Parzelle im Depot an der Immermannstraße 29 in Dortmund. Karten können telefonisch unter 0231-8822001 oder per E-Mail an info@parzelledortmund.de vorbestellt werden.

    Der Parzelle Verein wird vom Kulturbüro der Stadt Dortmund sowie vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Initiative Musik gefördert. Unterstützung gibt es zudem durch Programme wie „Applaus“, die Spielstätten-Programm-Prämie NRW und den Spielstätten-Förderpreis Dortmund Live 2025.

  12. Konzert für Solidarität in der Parzelle im Depot: About Aphrodite setzt Zeichen für Freiheit (PM)

    Ein Konzert zwischen Musik und politischem Statement bringt die Band About Aphrodite auf die Bühne. Am Donnerstag, 7. Mai, um 20 Uhr steht unter dem Titel „Be Their Voice“ ein Abend im Zeichen von Freiheit, Zusammenhalt und Solidarität.

    Im Mittelpunkt steht die aus dem Iran stammende Musikerin Gilda Razani, die gemeinsam mit Hanzō Wanning und Fethi Ak ein vielschichtiges Konzert gestaltet. Mit Theremin, Sopransaxophon, Piano, Synthesizer und Percussion entsteht eine Klanglandschaft, die unterschiedliche musikalische Einflüsse miteinander verbindet.

    Der Abend ist den gesellschaftlichen Kämpfen im Iran gewidmet und versteht sich als künstlerisches Zeichen der Unterstützung für Menschen, die für grundlegende Rechte, Selbstbestimmung und Meinungsfreiheit eintreten. Für Razani ist das Konzert auch persönlich geprägt, da viele Themen ihrer Musik – Identität, Freiheit und kulturelle Erinnerung – eng mit den Entwicklungen in ihrem Herkunftsland verbunden sind.

    Musikalisch verbindet das Trio orientalische Einflüsse mit Jazz, elektronischen Elementen und kammermusikalischen Passagen. Dabei wechseln sich komponierte Stücke mit improvisierten Sequenzen ab und schaffen ein intensives Hörerlebnis zwischen Leichtigkeit und Melancholie. Ergänzt wird das Ensemble durch den Gastmusiker Fethi Ak, dessen Spiel traditionelle Rhythmen mit modernen Ansätzen verbindet.

    Das Konzert lädt dazu ein, ein Zeichen für Menschenrechte, kulturelle Vielfalt und die Kraft der Kunst zu setzen. Der Eintritt beträgt 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, für Besucherinnen und Besucher unter 20 Jahren ist er frei.

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