Ein Zukunftsstandort für die Leichtathlet*innen: Erster Abschnitt beim Umbau der Helmut-Körnig-Halle fertiggestellt 

OB Ullrich Sierau besuchte die Helmut-Körnig-Halle und machte sich ein Bild vom Fortschritt der Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten. 1980 eröffnet, feiert die Halle 2020 ihr 40-jähriges Bestehen. Foto: Roland Gorecki

Die Arbeiten des ersten Bauabschnitts zum Umbau und zur Erweiterung des Bundesleistungszentrums Helmut-Körnig-Halle stehen kurz vor dem Abschluss. Damit steht den Leichtathleten*innen eine hochmoderne Sporthalle mit sechs Bahnen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb dauerhaft zur Verfügung – einzigartig in Deutschland. Bei einem Termin vor Ort hat sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau über den Stand des Ausbaus und der Sanierung informiert.

7,7 Millionen Euro werden in die Modernisierung der 1980 eröffneten Halle investiert

Die Helmut-Körnig-Halle soll bis 2020 erweitert werden.
1980 wurde die Halle eröffnet. Foto: Archivbild

„Ein Bauvorhaben in dieser Größenordnung im geplanten Zeit- und Kostenrahmen fertig zu stellen, ist unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine grandiose Leistung“, sagt Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

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Er bedankte sich bei den Verantwortlichen – insbesondere dem Architekturbüro Trapp und dem technischen Leiter der Sportstätten, Friedrich Dieck. Die neue Halle sei ein echtes Schmuckstück und er freue sich auf die ersten Wettkämpfe.

Mit Abschluss der gesamten Maßnahme wird die Helmut-Körnig-Halle zu einer hochmodernen Trainings- und Wettkampfstätte für die Leichtathletik: Die 1980 eröffnete Halle wird mit einem Investitionsvolumen von rund insgesamt 7,7 Millionen Euro modernisiert und erweitert. 

Dabei beteiligen sich Bund und Land mit unterschiedlichen Fördersätzen an der Finanzierung des ersten und dritten Bauabschnitts, bei der Stadt verbleibt ein Eigenanteil zwischen 20 und 30 Prozent. Die noch ausstehenden Arbeiten des 2. und 3. Bauabschnitts sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Trotz Modernisierungen wurde die Halle Wettkampfmaßstäben nicht mehr gerecht

Vorher-Nachher-Ansichten der geplanten Bauvorhaben. Quelle: Stadt Dortmund
Vorher-Nachher-Ansichten der geplanten Bauvorhaben. Quelle: Stadt Dortmund

Mit dem Stadion Rote Erde ist die Helmut-Körnig-Halle gemeinsam mit dem Standort Bochum-Wattenscheid in Abstimmung zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Bundesinnenministerium (BMI) anerkannter Bundesleistungsstützpunkt mit den Disziplinschwerpunkten „Sprint/Hürden“, „Laufen/Gehen“, „Sprung“ und „Wurf/Stoß“.

Die Halle wurde regelmäßig modernisiert. Trotzdem stellte der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) fest, dass sie zuletzt weder die Anforderungen an modernes Hochleistungstraining erfülle, noch für die Ausrichtung Deutscher Hallenmeisterschaften und internationale Wettkämpfe in Frage komme.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurden die Erweiterung und der Umbau in Angriff genommen. Die geplante Erweiterung auf die notwendigen sechs Rundlaufbahnen erforderte insbesondere einen Umbau der Tribünen, um den notwendigen Raum für die neuen Radien freizugeben. Auch der östliche Brückenumlauf musste abgerissen werden. Der Ersatz wird in einem sich östlich anschließenden Anbau integriert.

Trainingsstätte für den Landesstützpunkt Boxen mit einer Gesamtfläche von 367 Quadratmetern

Klick auf den Trainingsplatz in der Helmut-Kernig-Halle. Foto: Roland Gorecki/ Stadt Dortmund
Aus vier Laufbahnen sind sechs geworden. Foto: Roland Gorecki

Durch diese Planung kann neuer Tribünenplatz geschaffen werden, um die im südlichen Bereich wegfallenden Plätze zu kompensieren. Die Gesamtkapazität an Sitz- und Stehplätzen von insgesamt 4.500 bleibt aber erhalten.

Im Zuge der Um- und Neubauten werden auch die technischen Einrichtungen auf den neuesten Stand gebracht, z.B. Kabelkanäle, Beleuchtung und Beschallung, sowie eine hochmoderne Zeitmessanlage, die ganz neue diagnostische Auswertungen im Training ermöglicht. Auch der Bodenbelag in der Halle wird komplett erneuert.

Als rein städtisch finanzierte Maßnahme wird im Untergeschoss des Anbaus eine neue Trainingsstätte für den Landesstützpunkt Boxen mit einer Gesamtfläche von 367 Quadratmetern errichtet. Diese umfasst eine Trainingsfläche, Umkleide- und Sanitärräume, eine Sauna, ein Büro sowie einen eigenen Eingangsbereich. 

Zum 40-jährigen Bestehen 2020 soll die neue Wettkampfstätte präsentiert werden

In jetzigem Zustand genügt die Halle nicht den Anforderungen des DLV.
Der Zustand der Halle genügte nicht mehr den Anforderungen des DLV. Foto: Leopold Achilles

Im Untergeschoss des Anbaus befindet sich neben Lager- und Sozialräumen auch die neue Heizzentrale der Halle. Im Erdgeschoss des Anbaus entsteht darüber hinaus ein neuer separater Besucher*inneneingang mit Foyer (150 qm) und im Anbau eine neue barrierefreie Toilettenanlage. 

Der Anbau erhält ebenfalls einen variablen Schulungs- und Multifunktionsbereich von 400 Quadratmeter sowie neue Büroräume für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der OSP gGmbH. Von dort gibt es einen direkten Zugang zur Halle und zur neu errichteten östlichen Tribünenanlage.

Zu ihrem 40-jährigen Bestehen im kommenden Jahr soll sich die Helmut-Körnig-Halle dann als national einmalige und international konkurrenzfähige Trainings- und Wettkampfstätte für die Leichtathletik präsentieren.

So soll die fertige Helmut-Koernig-Halle künftig aussehen. Visualisierung: tb architekten GmbH
So soll die fertige Helmut-Körnig-Halle künftig aussehen. Visualisierung: tb architekten GmbH

 

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Weitere Informationen:

www.helmut-koernig-halle.de

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Kommentare

  1. Modernisierung und Erweiterung der Helmut-Körnig-Halle: Aktueller Sachstand (Pressemitteilung)

    Modernisierung und Erweiterung der Helmut-Körnig-Halle: Aktueller Sachstand

    Wie steht es um die Modernisierung der Helmut-Körnig-Halle und um die Erweiterung des Bundesleistungszentrums zu einer hochmodernen Trainings- und Wettkampfstätte der Leichtathletik? Damit befasste sich der Verwaltungsvorstand in seiner heutigen Sitzung.

    Die Modernisierungsarbeiten im Halleninnenraum wurden im Herbst vergangenen Jahres fristgerecht fertig gestellt. Derzeit laufen die Arbeiten für einen Neubau an der Ostseite der Helmut-Körnig-Halle. In dem ca. 1.266 qm großen Anbau wird es Trainingsflächen sowie Dusch- und Sanitärbereiche für den Landesleistungsstützpunkt Boxen geben, einen Besuchereingang mit Foyer, variable Schulungs- und Multifunktionsflächen, barrierefrei zugängliche Toilettenanlagen sowie Büro-, Sozial- und Umkleideräume für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OSP gGmbH. Die Fertigstellung und Eröffnung ist für Herbst 2020 geplant, so dass aus heutiger Sicht die Deutsche Hallenleichtathletikmeisterschaft im Februar 2021 sichergestellt ist.

    Die Finanzierung erfolgt aus Fördermitteln des Bundes und des Landes NRW sowie aus Eigenmitteln der Stadt Dortmund. Die bauliche Umsetzung wurde der städtischen Tochtergesellschaft Olympiastützpunkt Westfalen gGmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Stadt Dortmund, übertragen. Da die OSP gGmbH über keinerlei finanzielle Rücklagen verfügt, ein Bauprojekt dieser Größenordnung vorzufinanzieren, hat die Stadt Dortmund der Gesellschaft im September 2019 einen Liquiditätsvorschuss von 1,5 Mio. Euro gewährt, der für den Neubau nun um weitere 2 Mio. Euro auf dann 3,5 Mio. Euro erhöht werden soll.

    Die Gesamtkosten für den Innenausbau und den Neubau belaufen sich auf ca. 8,9 Mio. Euro. Bund sowie Land NRW haben Zuschüsse in Höhe von ca. 5 Mio. Euro zugesagt bzw. in Teilen bereits ausgezahlt.

    Der Eigenanteil der Stadt Dortmund beläuft sich auf rd. 3,9 Mio. Euro und liegt damit ca. 1,6 Mio. Euro über der Kostenschätzung von 2018. Zurückzuführen sind die Mehrkosten einerseits auf zusätzliche Maßnahmen, z.B. die Verlegung des Blockheizkraftwerks, den Neubau einer Heizungsanlage, Dachbegrünung und Dachentwässerung. Dazu kamen allgemeine Baukostensteigerungen in Folge der boomenden Bauwirtschaft, geringere Fördermittel des Bundes als geplant sowie nicht abziehbarere Vorsteuern für den Zweckbetrieb.

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