Nordstadtblogger

Dortmund ist für die „gesetzliche Notbremse“ gerüstet – nun wurde auch der brasilianische Coronavirus nachgewiesen

Mit Spannung werden auch bei der Dortmunder Stadtspitze die Diskussionen in Berlin um die gesetzliche Verankerung der „Notbremse“ im Bundesinfektionsschutzgesetz verfolgt. Sollte es eine Mehrheit im Parlament geben, könnten schon in der kommenden Woche auch in Dortmund eine nächtliche Ausgangssperre sowie erneute Einschränkungen im Einzelhandel umgesetzt werden. Denn ein Rückgang der Infektionslage unter 100 ist derzeit nicht absehbar. Im Gegenteil: Der Inzidenzwert steigt in Dortmund auf 156,7. Und mittlerweile wurde auch die brasilianische Corona-Variante in Dortmund nachgewiesen.

Dortmund begrüßt mögliche gesetzliche Klarheit zu den Regelungen

Gähnende Leere in der Thier-Galerie: Viele Geschäfte haben geschlossen. Fotos: Alex Völkel

Gähnende Leere in der Thier-Galerie: Auch das Einkaufen mit Termin und Test könnte nun in der kommenden Woche wieder wegfallen. Archivfotos (2): Alex Völkel

OB Thomas Westphal begrüßt, dass es jetzt eine Initiative zu bundeseinheitlichen Regelungen im Bundesinfektionsschutzgesetz kommen soll. „Das halte ich für den richtigen Weg. In den letzten Wochen vor Ostern und in den Ferien haben die bisherigen Regelungsstrukturen nicht zur Klarheit beigetragen. Wir hoffen, dass die Regelungen, die man Notbremse nennt, auch eine ist“, so Westphal. 

Der Dortmunder Oberbürgermeister hatte sich vor den Osterferien auf einen Konfrontationskurs mit der NRW-Landesregierung begeben und Schulschließungen gefordert. Doch damit war Dortmund – wie auch andere NRW-Städte – gescheitert. Sollte der bisherige Entwurf den Bundestag und den Bundesrat passieren, gebe es diesen Spielraum für das Land nicht mehr. Bei den Inzidenzwerten von 100 bzw. 200 würden verbindliche Schritte gesetzlich verankert. 

Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen bei über 100 liegt, würde am übernächsten Tag eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft treten müssen. Auch müsste die Möglichkeit, mit Termin und negativem Corona-Test einzukaufen, gestoppt werden. Ab einer Inzidenz von 200 wäre auch Präsenzunterricht nicht mehr möglich. 

Der Dortmunder OB bewertet diese klaren Regelungen als durchaus positiv: „Es ist der richtige Weg, in den nächsten Wochen durch die steigende Infektionslage hindurch zu kommen“, so Westphal.

Hoch infektiöse Corona-Varianten bestimmen das Bild – jetzt gibt es auch die brasilianische Mutante

Ab der kommenden Woche droht auch eine nächtliche Ausgangssperre. Foto: Karsten Wickern

Denn die Infektionszahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der ursprüngliche Coronavirus spielt in Dortmund fast keine Rolle mehr, machte Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner deutlich. Die deutlich ansteckendere britische Variante dominiert. Sie macht mittlerweile mehr als 90 Prozent bei den Infektionen aus. Zudem sind mehrere Fälle der südafrikanischen sowie Anfang dieser Woche erstmals auch die brasilianische Variante nachgewiesen worden. 

Der offizielle Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts für Dortmund liegt für Dienstag (13. April) bei 126,1 – und damit knapp unter dem Wert von Land mit 135,5 und Bund mit 141. Im Laufe des Dienstags sind noch  189 neue Infektionsfälle dazugekommen – der neue Inzidenzwert würde damit am Mittwoch bei 156,7 liegen.

Auch die Positivraten der Schnelltests – zumindest der Tests, die von offiziellen Stellen durchgeführt und der Stadt gemeldet werden, liegen leicht unter den Nachbarstädten. In Dortmund sind 0,6 Prozent der Tests positiv ausgefallen – im Umland sind es rund ein Prozent. 

Rechtliche Probleme durch die aktuelle Unsicherheit – erst am Freitag wird es Klarheit geben, ob und in welcher Form das neue Infektionsschutzgesetz in Kraft tritt – sieht Ordnungsdezernent Norbert Dahmen nicht: So oder so werde es ab Montag eine rechtssichere Regelung geben – entweder in Form eines Gesetzes, einer fortgeschriebenen Coronaschutzverordnung des Landes oder eben in Form einer städtischen Allgemeinverfügung. Für alle drei Fälle sei die Stadt gerüstet.

 

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9 Gedanken über “Dortmund ist für die „gesetzliche Notbremse“ gerüstet – nun wurde auch der brasilianische Coronavirus nachgewiesen

  1. Coronavirus: 189 weitere positive Testergebnisse am Dienstag in Dortmund– Inzidenzwert bei 156,7 (PM)

    Coronavirus: 189 weitere positive Testergebnisse am Dienstag in Dortmund– Inzidenzwert bei 156,7

    In Sachen Coronavirus lässt sich für Dortmund folgendes Update geben: Heute sind 189 positive Testergebnisse hinzugekommen. Von den Neuinfizierten lassen sich 24 Personen zehn Familien zuordnen. Zurzeit befinden sich 2.665 Menschen in Quarantäne. Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 22.238 positive Tests vor. 20.424 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 1.484 Menschen in Dortmund mit dem Virus infiziert.

    Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 156,7 betragen. Der tatsächliche Wert des RKI wird erst ab 0 Uhr abrufbar sein und ist von da an verbindlich – leichte Abweichungen sind bis dahin möglich.

    Zurzeit werden in Dortmund 117 Corona-Patient*innen stationär behandelt, darunter 35 intensivmedizinisch, davon wiederum 21 mit Beatmung. In Dortmund verstarben bislang 221 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 109 mit Covid-19 infizierte Patient*innen starben aufgrund anderer Ursachen.

    Bis jetzt sind insgesamt in Dortmund 2.068 Infektionsfälle mit Virusvarianten nachgewiesen, davon 2.057 mit britischer Variante (B.1.1.7), acht Fälle mit südafrikanischer Variante (B.1.351) und drei Fälle mit brasilianischer Variante (B.1.1.28.1 – P.1) Dies ist keine Teilmenge der tagesaktuellen Neuinfektionen, sondern eine Teilmenge der gesamten Infektionsfälle. (Grund: Die Sequenzierung dauert mehrere Tage.)

    Bei den drei Personen, die positiv auf die brasilianische Virusvariante getestet sind, handelt es sich um einen Einzelfall sowie zwei Fälle, die zu einer häuslichen Gemeinschaft gehören. Die Infektionswege sind nicht bekannt. Es gibt keinen Zusammenhang mit einer Reise. Bislang sind die Verläufe bei allen drei Personen symptomlos bzw. mit milden Symptomen. Die Umgebungsuntersuchungen seitens des Gesundheitsamtes laufen.

    Weitere Informationen zum Thema Varianten:

    Virusvariante B 1.1.7:

    Die Virusvariante, B 1.1.7 auch britische Variante genannt, ist mittlerweile in Dortmund – wie im Rest Deutschlands – die dominierende Virusvariante. Bundesweit beträgt der Anteil dieser Variante an den Infektionen inzwischen knapp 90 Prozent. Seit den ersten nachgewiesenen Fällen Anfang Februar bis einschließlich heute wurde diese Virusvariante bei 2057 Dortmunder*innen nachgewiesen.

    Nach den Erkenntnissen des RKI erfolgt die Übertragung von Mensch zu Mensch bei der britischen Variante deutlich leichter und das Virus weist eine wesentlich höhere Reproduktionszahl auf. Das heißt: ein positiv getesteter Mensch steckt deutlich mehr Menschen an. Die Ausbreitung ist deshalb schwerer einzudämmen.

    Es gibt Hinweise darauf, dass die britische Virusvariante mit schwereren Krankheitsverläufen einhergeht und dass sie mit einer erhöhten Fallsterblichkeit verbunden sein könnte. Hinweise auf eine verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe gibt es bisher nicht.

    Virusvariante B 1.351:

    Die Virusvariante B 1.351, auch südafrikanische Variante genannt, ist in Deutschland noch selten. Bundesweit beträgt der Anteil dieser Variante an den Infektionen bisher unter einem Prozent. Die südafrikanische Virusvariante wurde bis heute bei acht Dortmunder*innen nachgewiesen. Der erste Fall ist in Dortmund Ende März bekannt geworden.

    Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass die Antikörper, die nach einer bereits durchgestandenen Infektion mit COVID-19 oder durch eine Impfung erworben wurden, gegen die südafrikanische Variante weniger wirksam sind.

    Es gibt erste Hinweise, dass COVID-19-Erkrankungen trotz Impfungen bei Infektionen mit der südafrikanischen Variante zwar auftreten können, der klinische Verlauf der COVID-19 Erkrankung jedoch insgesamt eher milde verläuft und die Impfstoffe eine deutliche Schutzwirkung in Bezug auf schwere Verläufe haben. Ob eine erhöhte Übertragbarkeit der südafrikanischen Virusvariante im Vergleich zum Wildtyp besteht, ist derzeit noch unklar.

    Virusvariante P.1:

    Die Virusvariante P.1, auch brasilianische Variante genannt, ist in Deutschland noch sehr selten. Bundesweit beträgt der Anteil dieser Variante an den Infektionen bisher weit unter einem Prozent. Die brasilianische Virusvariante wurde bis heute bei drei Dortmunder*innen nachgewiesen. Die brasilianische Variante hat Ähnlichkeiten zur südafrikanischen Variante.

    Auch für die brasilianische Variante gilt, dass es Hinweise darauf gibt, dass COVID-19-Erkrankungen trotz Impfungen bei Infektionen mit den Linien P.1 zwar auftreten können, der klinische Verlauf der COVID-19 Erkrankung jedoch insgesamt eher milde verläuft und die Impfstoffe eine deutliche Schutzwirkung in Bezug auf schwere Verläufe haben. Ob eine erhöhte Übertragbarkeit der brasilianischen Virusvariante im Vergleich zum Wildtyp besteht, ist derzeit noch unklar.

    Aufgrund der sich weiter ausbreitenden Virusvarianten lautet der Appell an die Dortmunder*innen: Halten Sie die Hygieneregeln weiter ein! Lassen Sie sich auf jeden Fall bei Auftreten von Symptomen testen und meiden Sie nicht notwendige Kontakte. Wir alle müssen Verantwortung für uns und unsere Mitmenschen übernehmen.

    Weitere Corona-Informationen online

    – Antworten rund um Corona und die Situation in Dortmund: corona.dortmund.de oder corona-inzidenz.dortmund.de

    – Informationen zum aktuellen Stand der Impfungen im Impfbericht der KVWL: corona-kvwl.de/impfbericht

    – Impffahrplan mit den aktuell anspruchsberechtigten Personengruppen: dortmund.de/corona-impfung

    – Überblick zu den Schnellteststellen in Dortmund inklusive mehrsprachiger Hinweise zu Regelungen im Falle eines positiven Schnelltests: http://www.dortmund.de/corona-schnelltest

  2. Bei DSW21 kommt der Corona-Test zu den Mitarbeitenden - Beschäftigte der 21-Gruppe nutzten Service im Testmobil schon mehr als 900-mal (PM)

    Bei DSW21 kommt der Corona-Test zu den Mitarbeitenden –
    Beschäftigte der 21-Gruppe nutzten Service im Testmobil schon mehr als 900-mal

    Dortmund. Während die Politik seit Wochen über eine Corona-Testpflicht für Unternehmen diskutiert, ohne zu einem Ergebnis zu kommen, setzt DSW21 das Testen im Betrieb längst um – und geht dabei deutlich über die Ideen aus Berlin und Düsseldorf hinaus. Seit Ende März setzt das Dortmunder Verkehrsunternehmen einen Bus als Testmobil ein und fährt die einzelnen Betriebsstandorte an. Unter fachkundiger Leitung des Medizin-Dienstleisters Prävent GmbH können sich die Mitarbeiter*innen von DSW21, DEW21, DOKOM21 und Dortmund Hafen einmal in der Woche testen lassen. Ganz bequem vor Ort und ohne Terminvereinbarung. Zusätzlich dazu stellt DSW21 allen Beschäftigten einmal in der Woche kostenlos einen Selbsttest zur Verfügung.

    Mit der Idee, das Testmobil einzusetzen, hat DSW21 einen Volltreffer gelandet. Mehr als 900 Tests wurden inzwischen durchgeführt – und (nur) zwei waren positiv. Sie zogen noch an Ort und Stelle zur Kontrolle einen zweiten Schnelltest und, als auch dieser positiv ausfiel, einen PCR-Test nach sich. Der wurde im Labor ausgewertet und bestätigte die Schnelltest-Ergebnisse. In beiden Fällen konnten die Mitarbeiter, die keinerlei Symptome zeigten, frühzeitig isoliert werden. Über die unverzüglich in Gang gesetzte interne Kontakt-Nachverfolgung wurde zudem ein weiterer mit dem Virus infizierter Kollege ermittelt. „Damit haben wir genau das erreicht, was wir mit unserer Teststrategie bezwecken“, sagt Michael Schneider, Leiter des Gesundheitsmanagements bei DSW21 und Organisator des Testangebotes. „Wir haben Mitarbeitende ohne Symptome identifiziert, dadurch viele weitere Infektionen mit möglicherweise ernsten Krankheitsverläufen verhindert – und obendrein hunderten Kolleg*innen zumindest für den Moment das gute Gefühl gegeben, nicht infiziert zu sein.“

    Und noch eine Sicherheit vermittelt die seit Beginn der Pandemie äußerst geringe Zahl der mit SARS-CoV-2 infizierten Beschäftigten: Die umfangreichen Maßnahmen, die alle Unternehmen der 21-Gruppe sehr frühzeitig zum Schutz der Gesundheit ihrer Mitarbeiter*innen getroffen haben, sind effektiv!

    Weil der Service so gut angenommen wird, hat DSW21 die Einsatzzeiten des Testmobils nach der ersten Woche direkt ausgeweitet und für die einzelnen Betriebsstandorte noch einmal optimiert. So fährt der Bus neben den Betriebshöfen in Brünninghausen, Dorstfeld und Castrop-Rauxel auch die DSW21-Hauptverwaltung an der Deggingstraße, die DEW21-Zentrale in der Innenstadt und den Sitz von DOKOM21 auf der Stadtkrone-Ost an.

    Mit den zusätzlichen Selbsttests, die inzwischen ebenfalls in der internen Verteilung sind, stehen allen Mitarbeitenden nunmehr – vom Arbeitgeber organisiert – zwei kostenlose Testmöglichkeiten pro Woche zur Verfügung.

  3. Dortmund gedenkt der Corona-Opfer: Ökumenischer Gottesdienst für Verstorbene in der Pandemie (PM)

    Dortmund gedenkt der Corona-Opfer: Ökumenischer Gottesdienst für Verstorbene in der Pandemie

    Etwas mehr als ein Jahr ist es her, da war klar: der neuartige Virus, der kurz zuvor in China beobachtet worden war, ist auch in Europa, in Deutschland, ja sogar in Dortmund angekommen. Covid 19 – Corona, wie die meisten den Virus nannten – brachte auch hierher Krankheit und Leid. Bald waren die ersten Todesopfer zu beklagen.
    Bundesweit wollen in diesem April Menschen der Opfer gedenken, die die Corona-Pandemie in den zurückliegenden Monaten gefordert hat.

    Auch in Dortmund soll es hierfür Raum geben. Den Anfang macht ein gemeinsamer Gedenkgottesdienst auf dem Dortmunder Hauptfriedhof. Überall in der Stadt und darüber hinaus können Menschen diesen Gottesdienst ab Freitag, 16. April, 17 Uhr im Internet mitfeiern. Der ökumenische Gottesdienst wird gehalten von der Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, Heike Proske, und dem Stadtdechanten der Katholischen Stadtkirche Dortmund, Propst Andreas Coersmeier. Auch Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal ist beteiligt und legt im Rahmen des Gottesdienstes einen Kranz für verstorbene Dortmunderinnen und Dortmunder nieder.

    Viele Familien trauern um Angehörige. Zurück blieb für viele ein Gefühl der Zerbrochenheit, das eigene Leben, die gemeinsame Zukunft mit dem geliebten Menschen schienen plötzlich in Scherben zu liegen. Alle Verstorbenen sollen einen Platz in der kollektiven Erinnerung bekommen. Und diejenigen, die zu ihnen gehörten, die Hinterbliebenen sollen Trost finden. Sie sollen nicht mit den Scherben des Erlebten allein gelassen werden.

    Der ökumenische Gottesdienst zum Gedenken an die Verstorbenen in der Pandemie;
    Freitag, 16. April, 17 Uhr – online:
    http://www.ev-kirche-dortmund.de
    http://www.stadtkirche-dortmund.de

  4. Neuer Bundestags-Ausschuss zur Corona-Pandemie eingesetzt - SPD-MdB Sabine Poschmann ist Mitglied (PM)

    Neuer Bundestags-Ausschuss zur Corona-Pandemie eingesetzt – SPD-MdB Sabine Poschmann ist Mitglied

    Das Gremium soll die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie parlamentarisch stärker begleiten und Handlungsempfehlungen abgeben. Mit dabei ist auch eine Dortmunder Abgeordnete. Sabine Poschmann gehört dem Unterausschuss für die SPD-Fraktion an, weil sie seit Beginn der Krise im engen Austausch mit betroffenen Branchen steht und die Ausgestaltung der Hilfen begleitet hat. Dem Parlament komme damit in der Pandemie eine stärkere Rolle zu, bewertet Poschmann die Einsetzung. „Wichtig ist, den Menschen eine Perspektive aufzuzeigen, die mehr ist als das auf und zu“, fordert Poschmann vor diesem Hintergrund.

    Der Ausschuss wird ein breites Themenspektrum abdecken. So gehe es unter anderem um die Identifikation besonderer Infektionsherde, die Langzeitwirkungen einer Covid-19-Erkrankung, aber auch um soziale Folgen der Pandemie. „Für mich stellt sich die Frage: Wie bekommen wir besonders betroffene Branchen wie Gastronomie, Schausteller, Reisebüros, Einzelhandel oder Veranstalter wieder an den Start, ohne die Gesundheit der Besucher zu gefährden?“ Deswegen seien wissenschaftlich begleitete Modellprojekte wichtig, weil sie weitere Erkenntnisse liefern und Öffnungsmöglichkeiten aufzeigen. „Es geht in dem Ausschuss aber auch darum, zu analysieren, was bei den Hilfen nicht so gut lief, um aus Fehlern für die Zukunft zu lernen“, erklärt die SPD-Abgeordnete.

    Am Mittwoch, den 14.4., fand die Konstituierung des Unterausschusses statt.

  5. Coronavirus: 236 weitere positive Testergebnisse in Dortmund am Mittwoch – Inzidenzwert bei 168,1 – zwei weitere Todesfälle (PM Stadt Dortmund)

    In Sachen Coronavirus lässt sich für Dortmund folgendes Update geben:

    Heute sind 236 positive Testergebnisse hinzugekommen. Von den Neuinfizierten lassen sich 25 Personen zehn Familien zuordnen. Zurzeit befinden sich 2.716 Menschen in Quarantäne. Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 22.474 positive Tests vor. 20.568 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 1.574 Menschen in Dortmund mit dem Virus infiziert.

    Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 168,1 betragen. Der tatsächliche Wert des RKI wird erst ab 0 Uhr abrufbar sein und ist von da an verbindlich – leichte Abweichungen sind bis dahin möglich.

    Zurzeit werden in Dortmund 125 Corona-Patient*innen stationär behandelt, darunter 30 intensivmedizinisch, davon wiederum 20 mit Beatmung.

    Dem Gesundheitsamt wurden zwei weitere Todesfälle gemeldet. Eine 72-jährige Frau starb nicht ursächlich an COVID19 und eine 91-jährige Frau verstarb ursächlich an dem Virus.

    In Dortmund verstarben bislang 222 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 110 mit Covid-19 infizierte Patient*innen starben aufgrund anderer Ursachen.

    Bis jetzt sind insgesamt in Dortmund 2.139 Infektionsfälle mit Virusvarianten nachgewiesen, davon 2.128 mit britischer Variante (B.1.1.7), acht Fälle mit südafrikanischer Variante (B.1.351) und drei Fälle mit brasilianischer Variante (B.1.1.28.1 – P.1) Dies ist keine Teilmenge der tagesaktuellen Neuinfektionen, sondern eine Teilmenge der gesamten Infektionsfälle. (Grund: Die Sequenzierung dauert mehrere Tage.)

    Aufgrund der sich weiter ausbreitenden Virusvarianten lautet der Appell an die Dortmunder*innen: Halten Sie die Hygieneregeln weiter ein! Lassen Sie sich auf jeden Fall bei Auftreten von Symptomen testen und meiden Sie nicht notwendige Kontakte. Wir alle müssen Verantwortung für uns und unsere Mitmenschen übernehmen.

    Weitere Corona-Informationen online:

    – Antworten rund um Corona und die Situation in Dortmund: corona.dortmund.de oder corona-inzidenz.dortmund.de

    – Informationen zum aktuellen Stand der Impfungen im Impfbericht der KVWL: corona-kvwl.de/impfbericht

    – Impffahrplan mit den aktuell anspruchsberechtigten Personengruppen: dortmund.de/corona-impfung

    – Überblick zu den Schnellteststellen in Dortmund inklusive mehrsprachiger Hinweise zu Regelungen im Falle eines positiven Schnelltests: http://www.dortmund.de/corona-schnelltest

  6. Fristverlängerung wegen Corona bis 30. September: Pflegende Angehörige aus Dortmund können jetzt Entlastungsbetrag abrufen (PM AOK)

    Fristverlängerung wegen Corona bis 30. September:
    Pflegende Angehörige aus Dortmund können jetzt Entlastungsbetrag abrufen

    Ohne Hilfe haben pflegende Angehörige ihre Leistungsgrenze rasch erreicht. Die gute Nachricht: Während der Corona-Pandemie können Angehörige ambulant pflegebedürftiger Personen jetzt bis zum 30. September Entlastungsleistungen der Pflegeversicherung beantragen. „Der ‚Entlastungsbetrag‘ für Hilfen im Alltag von monatlich 125 Euro kann dabei unterstützen, einen Pflegebedürftigen solange wie möglich in seiner häuslichen Umgebung zu versorgen. Er sollte rechtzeitig bis zum 30. September abgerufen werden“, rät AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

    Für Hilfen im Alltag erhalten alle Pflegebedürftigen der Pflegegrade (1-5) in der häuslichen Pflege einen einheitlichen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich. Generell kann das Geld aus dem Vorjahr bis Ende Juni des darauffolgenden Jahres abgerufen werden. Doch um coronabedingte Härten abzufedern, wurde diese Frist bis zum 30. September 2021 verlängert.

    Die Angebote haben das Ziel, die Pflegenden zu entlasten, unterstützen die Pflegebedürftigen dabei, trotz bestehender Einschränkungen ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes Leben im häuslichen Umfeld zu führen und am sozialen Leben teilzunehmen. Der Entlastungsbetrag ist keine pauschale Geldleistung. Er kann zweckgebunden je nach individuellem Unterstützungsbedarf für Angebote wie beispielsweise Tagespflege (Kosten für Unterkunft und Verpflegung) oder Angebote zur Unterstützung im Alltag für Hilfe von Bekannten, Freunden und Nachbarn, verwendet werden. Eine spezielle Qualifikation muss aktuell pandemiebedingt nicht nachgewiesen werden. Aber auch ‚Dienstleistungen bis vor die Haustür‘ für Einkaufs- und Botengänge werden bezuschusst, allerdings ausschließlich von Anbietern, die landesweit anerkannt sind.

    Hilfe für Pflegende und Pflegebedürftige bietet die AOK-Faktenbox ‚Pflegeberatung‘ mit zahlreichen Informationen unter aok.de/nw in der Rubrik Medizin-Versorgung. Alle Fragen rund um den Entlastungsbetrag beantworten die AOK-Pflegeberater unter der kostenfreien Hotline 0800 2655-185029.

  7. Appell von Schaustellern und Marktkaufleuten (PM)

    Appell von Schaustellern und Marktkaufleuten

    Der Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute (BSM), vertreten durch
    deren Vizepräsidenten und Dortmunder Schausteller Patrick Arens sowie der BSM
    Hygiene-Fachbeauftragten Jessica Goldbach, appellieren: Lassen Sie uns Teil der
    sicheren Freizeitgestaltung sein und Märkte sowie Volksfeste unter Auflagen wieder
    stattfinden!

    Deutlichen Rückenwind erhält der BSM dazu von der Gesellschaft für Aerosolforschung
    (GAeF), die Freizeitaktivitäten im Freien durch kontrollierte Märkte und Volksfeste
    mit Nachdruck befürwortet und dies in einem offenen Brief an Politik und Entscheider
    verdeutlicht.

    Die Forscher sprechen sich verbindlich für die Verlagerung der Freizeitaktivitäten sowie
    von Theater und Konzerten ins Freie aus, da dort die Übertragung der SARS-CoV-2 Viren
    wesentlich geringer ist als in Innenräumen. Die GAeF kritisiert darüber hinaus die aktuellen
    Verbote zum Aufenthalt unter freiem Himmel, da dies häufig dazu führt, dass sich
    Menschen illegal in Innenräumen treffen.

    Der BSM begrüßt die fundierten Outdoor-Argumente vor allem auch vor dem Hintergrund
    der Durchführung von Märkten und Volksfesten unter Hygienemaßnahmen. Seit jeher sind
    BSM-Veranstaltungsformate zu 95 Prozent Freiluftaktivitäten, die durch bereits erprobte
    zusätzliche Hygienekonzepte und Anpassungen zu sicheren Verweilorten auch während
    Corona gemacht werden können.

    Bereits im letzten Jahr wurde im Rahmen verschiedener temporärer Freizeitparks und
    dezentralen „Sommer in der Stadt“-Formaten von Marktkaufleuten und Schaustellern
    sicheres Freizeitvergnügen gewährleistet. Anfang April wurde das umfassende
    Hygienepapier des Bundesverbandes nochmals überarbeitet und von Aerosolforscher
    Dr. Gerhard Scheuch als sehr gut durchdachtes Maßnahmenpaket beurteilt.

    Die wenigen Innenraumsituationen, die auf einem Festplatz entstehen, wie in
    Sanitäranlagen oder Aufenthaltsräumen der Mitarbeiter, können durch entsprechende
    Belüftung, Maskenpflicht und Hygienemaßnahmen bestens kontrolliert werden.

    Schausteller und Marktkaufleute erschaffen schon seit mehr als 1.200 Jahren traditionell
    Freizeitwelten, die im Außenbereich stattfinden. Das Besucherverhalten auf Festplätzen
    ist dynamisch, sodass selten statische Situationen mit unkontrollierten Aufenthalten
    entstehen. Es handelt sich um erprobte und bereits erfolgreich getestete Konzepte.

  8. Presseerklärung DIE LINKE Dortmund zur Corona-Lage: Solidarisch runterfahren!

    Presseerklärung DIE LINKE Dortmund zur Corona-Lage: Solidarisch runterfahren!

    Am morgigen Freitag berät der Bundestag erneut über den Entwurf der Regierung zum „vierten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ (Drucksache 19/28444).
    DIE LINKE fordert in diesem Zusammenhang mehr Schnelltests und mehr Selbsttests.

    Im Entwurf der Regierung ist vorgesehen, bei einem Inzidenzwert ab 100 in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt Ausgangsbeschränkungen zu verhängen. In der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr sollen dann Menschen nur noch „zur Berufsausübung, zur Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben oder Eigentum, zur Wahrnehmung des Sorge- oder Umgangsrechts, zur unaufschiebbaren Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen oder Minderjähriger, der Begleitung Sterbender oder der Versorgung von Tieren“ die eigene vier Wände verlassen dürfen. Auch Dortmund bereitet sich auf diese Maßnahmen vor, liegt der Inzidenzwert bei steigender Tendenz doch aktuell bei 162,9 (Stand 15.04.).

    „Wir hoffen sehr, dass die Stadt Dortmund und die Polizei wie angekündigt die Linie verfolgen werden, sich in allererster Linie auf die abendlichen Treffen der Raser- und Tuningszene und die Partyszene am Phönixsee zu konzentrieren und nicht, wie in der Vergangenheit geschehen, auf die in unserer Stadt leider zahlreichen Obdachlosen. Gerade diese Menschen sind besonders hart von der Pandemie betroffen und haben eben keine Möglichkeit, sich zurückziehen zu können“, so Christian Seyda, Kreissprecher der Dortmunder Linken.
    Konkrete, solidarische Maßnahmen, um die Fallzahlen zu senken und die Menschen gesundheitlich wie finanziell zu schützen, sind seit langem unbedingt notwendig.

    Die Bundes- und die Landesregierung agieren ebenso lange chaotisch: Hilfen für Kleinbetriebe und Soloselbständige kommen nicht an, Menschen, die vor Corona trotz Arbeit am Existenzminimum leben mussten, erhalten wegen der coronabedingten Schließung ihres Betriebes Kurzarbeiter*innengeld, von dem sie erst recht nicht leben können. Viele Schulen sind immer noch technisch schlecht ausgestattet, Präsenz- und Distanzunterricht wechseln sich in chaotischer Weise ab, die Schulbusse sind weiterhin überfüllt. Für Impfstoff wurde, auch aus wirtschaftlichen Gründen, nicht ausreichend gesorgt.

    Bei all diesen Versäumnissen, die immer die Menschen zuerst treffen, die ohnehin wenig bis gar nichts haben, verteilt die Bundesregierung ohne Überprüfung der wirtschaftlichen Situationen Milliarden-Hilfen an Großkonzerne, die gleichzeitig Millionen an Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten. Die Verpflichtung, bei den Beschäftigten regelmäßige Schnelltests durchzuführen, kommt viel zu spät und wird unzureichend durchgesetzt.

    Deutschland braucht solidarische Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Wir brauchen sichere Arbeitsplätze, finanzielle Absicherung sowie Konzepte, die alle Menschen auffangen. Die Krise darf nicht auf dem Rücken der Ärmsten ausgetragen werden!

    Wenn Lockdown, dann ausnahmslos für alle! Alle Flickenteppich-Versuche sind zum Scheitern verurteilt.

    Christian Seyda
    Kreissprecher DIE LINKE.Dortmund

  9. Coronavirus: 198 weitere positive Testergebnisse am Donnerstag in Dortmund – Inzidenzwert bei 174,6 (PM)

    Coronavirus: 198 weitere positive Testergebnisse am Donnerstag in Dortmund – Inzidenzwert bei 174,6

    In Sachen Coronavirus lässt sich für Dortmund folgendes Update geben: Heute sind 198 positive Testergebnisse hinzugekommen. Von den Neuinfizierten lassen sich 46 Personen 19 Familien zuordnen. Zurzeit befinden sich 2.764 Menschen in Quarantäne. Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 22.672 positive Tests vor. 20.723 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 1.617 Menschen in Dortmund mit dem Virus infiziert.

    Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 174,6 betragen. Der tatsächliche Wert des RKI wird erst ab 0 Uhr abrufbar sein und ist von da an verbindlich – leichte Abweichungen sind bis dahin möglich.

    Zurzeit werden in Dortmund 119 Corona-Patient*innen stationär behandelt, darunter 28 intensivmedizinisch, davon wiederum 20 mit Beatmung. In Dortmund verstarben bislang 222 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 110 mit Covid-19 infizierte Patient*innen starben aufgrund anderer Ursachen.

    Bis jetzt sind insgesamt in Dortmund 2.259 Infektionsfälle mit Virusvarianten nachgewiesen, davon 2.248 mit britischer Variante (B.1.1.7), acht Fälle mit südafrikanischer Variante (B.1.351) und drei Fälle mit brasilianischer Variante (B.1.1.28.1 – P.1) Dies ist keine Teilmenge der tagesaktuellen Neuinfektionen, sondern eine Teilmenge der gesamten Infektionsfälle. (Grund: Die Sequenzierung dauert mehrere Tage.)

    Aufgrund der sich weiter ausbreitenden Virusvarianten lautet der Appell an die Dortmunder*innen: Halten Sie die Hygieneregeln weiter ein! Lassen Sie sich auf jeden Fall bei Auftreten von Symptomen testen und meiden Sie nicht notwendige Kontakte. Wir alle müssen Verantwortung für uns und unsere Mitmenschen übernehmen.

    Weitere Corona-Informationen online:

    – Antworten rund um Corona und die Situation in Dortmund: corona.dortmund.de oder corona-inzidenz.dortmund.de

    – Informationen zum aktuellen Stand der Impfungen im Impfbericht der KVWL: corona-kvwl.de/impfbericht

    – Impffahrplan mit den aktuell anspruchsberechtigten Personengruppen: dortmund.de/corona-impfung

    – Überblick zu den Schnellteststellen in Dortmund inklusive mehrsprachiger Hinweise zu Regelungen im Falle eines positiven Schnelltests: http://www.dortmund.de/corona-schnelltest

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