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Die Jugendfeuerwehr in Dortmund lernt den Umgang mit Feuerwerk und mehr über Gefahren von illegalen Knallern

Die Jugendfeuerwehrleute versorgen die simulierte Wunde mit einem Verband. Fotos: Karsten Wickern

Feuerwerkskörper bieten immer ein gewisses Gefahrenpotential. Den richtigen Umgang damit sollte man also lernen. Die Möglichkeit dazu bot die Feuerwehr Dortmund den Jugendlichen ihrer Jugendfeuerwehren kurz vor Silvester. Experten thematisierten sowohl den Umgang und die Funktionsweise  von Feuerwerk, als auch mögliche Verletzungen und deren Versorgung.

Experten erklärten an verschiedene Stationen 

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90 Jugendliche der Jugendfeuerwehr nahmen an der Informationsveranstaltung teil.  In dem Chemieraum des Ausbildungszentrums der Dortmunder Feuerwehr lernten die jungen Feuerwehrleute, wie die bunten Farben ins Feuerwerk kommen. Nach einer theoretischen Besprechung der Funktionsweise von Feuerwerk, wurde das erlernte in der Praxis beobachtet. Dazu verbrannten die Feuerwehrleute verschiedene Metalle über einem Bunsenbrenner, wodurch sich die Flamme bunt färbte.

An einer anderen Station wurde der Aufbau und die Funktion der menschlichen Haut besprochen. Die Oberärztin Claudia Hollborn aus dem Klinikum Dortmund zeigte dabei auch Bilder von Verletzungen, die auf den nicht sachgerechten Umgang mit Feuerwerk zurück gehen. Man habe man lange darüber diskutiert, ob man solche Bilder zeigen kann, sagt sie. Da es aber mittlerweile  auch auf allen Zigaretten Packung Schockbilder gibt, habe man sich dazu entschieden es zu tun. Ein solches Feuerwerks-Schockbild zeigt das Klinikum nun auch auf ihrem Instagram Account.

Auch den Fall, dass doch etwas schief läuft übten die Jugendlichen. An einer Hand mit einer künstlich geschminkten Brandverletzung übten sie die Erste Hilfe. Solche Übungen gibt es in den Jugendfeuerwehren regelmäßig. Die einzelnen Feuerwehren setzten dabei eigene  Schwerpunkte. Ein mal im Jahr bietet die Jugendfeuerwehr ihren Mitgliedern zudem einen vollständigen Kurs mit entsprechender Bescheinigung, erklärt Ralf Schröer von der Feuerwehr Dortmund. BetreuerInnen erhalten einen Fortbildung dazu, wie Verletzungen zur Übung künstlich geschminkt werden können.

Illegales Feuerwerk birgt große Gefahren

Der Dortmunder Feuerwerker Danny Seck erklärte den Jugendlichen an der nächsten Station, was  es beim Feuerwerk zu beachten gibt. An verschiedenen Feuerwerksartikeln erklärte er auch, wie sich diese Unterscheiden.

Welche Gefahr illegale Böller bieten, demonstrierte Feuerwerker Seck im Anschluss auf dem Außengelände. Zwei Schweinepfoten dienten dabei zur Veranschaulichung. Nach der Explosion ist eine der Pfoten einige meter entfernt aufzufindenden. Die Knochen wurden durch die Sprengkraft gebrochen. Bei Menschen kann es zudem zu Verletzungen der Lunge kommen. Die könne durch denn starken Druckunterschied sogar platzen, erklärt Schröer.

Video: (Falls sich das Video nicht darstellt, die Seite im Browser einfach neu laden)

Was ist die Jugendfeuerwehr?

Die Jugendfeuerwehr ist das Angebot der Freiwilligen Feuerwehr (FF) an Jugendliche. 18 Dortmunder FFs bieten entsprechende Gruppen. Die 10 bis 18 jährigen treffen sich regelmäßig zu Übungen und lernen so die Feuerwehr und ihre Arbeit kennen. Interessierte Jugendliche können sich an die örtliche FF wenden. Manche haben allerdings Wartelisten. Seit diesem Jahr veranstaltet die Jugendfeuerwehr Dortmund auch solche Veranstaltung wie die Feuerwerksübung. Solche Veranstaltung soll es in Zukunft öfter geben, sagt Schröer.

Sicheres Feuerwerk zum Abschluss

Wie schön legales Feuerwerk sein kann, wenn man die Hinweise beachtet, zeigte Seck zum Abschluss der Veranstaltung mit einem Höhenfeuerwerk.

Video: (Falls sich das Video nicht darstellt, die Seite im Browser einfach neu laden)

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