Gestiegene Beschaffungspreise sowie steigende Netzentgelte:

DEW21 erhöht die Preise für Gas und Strom zum Jahreswechsel 2022/23 erneut

Die Energiekrise schlägt weiter auf die Strom- und Gaspreise durch, solange die Entlastungen auf Bundesebene nicht beschlossen bzw. nicht umgesetzt sind.
Die Energiekrise schlägt weiter auf die Strom- und Gaspreise durch, solange die Entlastungen auf Bundesebene nicht beschlossen bzw. nicht umgesetzt sind. Bild: depositphotos.com/ Wolfgang Filser

Die Lage auf den Energiemärkten ist weiterhin angespannt und die Preise für die langfristige Beschaffung befinden sich nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Im Vergleich zu 2021 haben sich die Preise am Markt für Erdgas versiebenfacht, im Strom haben sie sich versechsfacht. Vor dem Hintergrund der drastisch gestiegenen Beschaffungskosten sind viele Energieversorger – so auch die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) – gezwungen, die Preise anzupassen und die gestiegenen Bezugskosten teilweise weiterzugeben. Bei DEW21 haben sich die Preise in der Grundversorgung seit Beginn des Jahres um 81 Prozent für Erdgas bzw. um 32 Prozent im Strom erhöht. „Eine Entspannung der Lage ist derzeit leider nicht in Sicht. DEW21 geht davon aus, dass sich die Lage an den Energiemärkten erst 2024 wieder normalisieren wird“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Preisanstieg in der Erdgas-Grundversorgung

Zusätzlich zu den gestiegenen Beschaffungskosten erhöhen sich zum Jahreswechsel auch einige Steuern, Abgaben und Umlagen, ebenso die Netznutzungsentgelte. Diese Entwicklungen kann DEW21 für ihre Kund:innen nicht vollständig kompensieren und ist gezwungen die Preise zum 1. Januar 2023 anzupassen.

In der Erdgas-Grundversorgung steigt der verbrauchsabhängige Arbeitspreis zum 1. Januar 2023 von zuvor 16,99 Cent (brutto, 7 Prozent Umsatzsteuer) auf 18,29 Cent (brutto, 7 Prozent Umsatzsteuer). Der Jahresgrundpreis erhöht sich von 183,14 Euro auf 184,38 Euro (brutto).  Durch die Preisanpassung ergeben sich für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 12.000 kWh Mehrkosten von rund 157 Euro brutto, was rund 7,1 Prozent ausmacht.

„Mit dem zukünftigen Arbeitspreis liegt DEW21 weiterhin leicht unter dem aktuellen Bundesdurchschnitt. Dieser liegt laut Verivox bei 19,4 Cent pro Kilowattstunde für Neukund:innen“, betont das Unternehmen. (Stand 14. November 2022).

Preissteigerung in Erdgas-Sonderverträgen und Strom-Grundversorgung

Im Vergleich zu 2021 haben sich die Einkaufspreise am Markt für Erdgas versiebenfacht, im Strom haben sie sich versechsfacht, rechnet DEW21 vor.
Im Vergleich zu 2021 haben sich die Einkaufspreise am Markt für Erdgas versiebenfacht, im Strom haben sie sich versechsfacht, rechnet DEW21 vor. Bild: depositphotos.com/ Taras Khromushyn

Neben der Grundversorgung bietet DEW21 auch Sonderverträge wie „Unser Erdgas.online“ sowie Laufzeittarife wie „Erdgas Basis 24“ an, die für die Dauer der Vertragslaufzeit eine eingeschränkte Preisgarantie haben. In den Fällen, in denen es keine Laufzeit gibt oder deren Preisgarantie ausgelaufen ist, passt DEW21 die Preise zum Jahreswechsel ebenfalls an.

„Steuern, Abgaben und Umlagen werden in diesen Tarifen 1:1 durchgereicht, dies ist vertraglich vereinbart. Da es sich hier um unterschiedliche Tarifstrukturen und Preisniveaus handelt, können wir die Preisveränderung nicht pauschal anhand eines vergleichbaren Musterfalls darlegen“, so DEW21.

Zum 1. Januar 2023 steigt der Arbeitspreis von zuvor 39,83 Cent auf 43,03 Cent (brutto). Der Grundpreis bleibt mit 166,80 Euro brutto stabil. „Für einen Musterhaushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 2.500 kWh ergeben sich so Mehrkosten in Höhe von 80 Euro pro Jahr, was etwa 6,9 Prozent entspricht“, rechnet der kommunale Energieversorger vor.

Preiserhöhungen auch für Gewerbekund:innen notwendig

DEW21 wird zum 1. November 2022 auch für ihre Gewerbekund:innen in der Erdgas- sowie Strom-Grundversorgung die Preise analog zu den Privatkund:innen erhöhen. Da die Verbräuche in diesem Segment sehr unterschiedlich und individuell sind, gibt es hier keinen vergleichbaren Musterfall.

DEW21 wird alle Kund:innen, die von einer Preisanpassung zum 1. Januar 2023 betroffen sind, schriftlich darüber informieren. Die Betroffenen können ihre monatlichen Abschläge selbst online bei DEW21 im Bereich „Mein Konto“ oder auf www.dew21.de/abschlag anpassen.

In den neuen Preisen sind die derzeit diskutierten Entlastungen der Strom- und Gaspreisbremse noch nicht berücksichtigt. Sobald diese konkretisiert und gesetzlich geregelt sind, informiert DEW21 ihre Kund:innen und gibt die Entlastungen selbstverständlich weiter. Über die Umsetzung der Entlastungsmaßnahme im Dezember informiert DEW21 ihre Kund:innen spätestens bis zum 21. November 2022.

Nach zweijähriger Bauzeit hat die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) Mitte Oktober ihr neues Servicecenter an altbekannter Adresse, dem Günter-Samtlebe-Platz 1, wieder eröffnet.
Nach zweijähriger Bauzeit hat DEW21 Mitte Oktober das neue Servicecenter am Günter-Samtlebe-Platz 1 wieder eröffnet. Foto: DEW21/ Karin Hessmann

Mehr Informationen:

  • Wenn Kund:innen Rückfragen haben oder sich über alternative Tarifmöglichkeiten informieren möchten, können sie sich jederzeit an den DEW21-Service wenden.
  • Das Unternehmen bittet jedoch um Verständnis, dass sich die Bearbeitungszeit aufgrund der Vielzahl an Nachfragen aktuell verzögert. 
  • Die DEW21-Mitarbeiter:innen stehen den Kund:innen telefonisch, im persönlichen Gespräch vor Ort oder per E-Mail zur Verfügung.
  • telefonisch montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr unter 0231.22 22 22 25,
  • per Mail unter kunden@dew21.de
  • persönlich in unserem Servicecenter am Günter-Samtlebe-Platz 1, 44135 Dortmund, montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 14 Uhr
  • persönlich im DEW21 Express-Center an der Kleppingstraße 28, 44135 Dortmund, von 7 bis 17 Uhr
  • rund um die Uhr im Online.Kundenzentrum auf www.dew21.de
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Reaktionen

  1. So setzt DEW21 die Dezember-Soforthilfe für ihre Kund*innen um: Einmalige Entlastung dient der finanziellen Überbrückung bis zur Einführung der Gaspreisbremse (PM)

    Im Dezember wird die erste Entlastungsmaßnahme für Gas- und Wärmekund*innen umgesetzt. Um die extremen, finanziellen Belastungen der Verbraucher*innen abzufangen, werden diese entsprechend des Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetzes im Dezember 2022 eine einmalige finanzielle Entlastung erhalten. Damit soll die Zeit bis zur regulären Einführung der Gas- und Wärmepreisbremse überbrückt werden.

    Von dieser Soforthilfe profitieren folgende Kund*innengruppen:

    – Alle Privatkund*innen sowie kleine Gewerbekund*innen mit einem sogenannten Standardlastprofil

    – Industrie- und Gewerbekund*innen mit Registrierender Leistungsmessung (RLM) mit einem Jahresverbrauch bis 1,5 Mio. kWh

    – Alle Wärmekund*innen mit einem Jahresverbrauch bis 1,5 Mio. kWh

    – Darüber hinaus gibt es noch besondere Kund*innengruppen, die unabhängig der Jahresverbrauchsgrenze die Dezember-Soforthilfe in Anspruch nehmen können. Das sind u.a. Wohnungsbaugesellschaften oder zugelassene Pflege- und Reha-Einrichtungen.

    Umsetzung der Dezember-Soforthilfe für Erdgas-Privatkund*innen
    sowie kleine und mittelständische Unternehmen

    Um die Verbraucher*innen schnell und einfach zu entlasten, wurde auf Bundesebene entschieden, die Dezemberabschlagszahlung auszusetzen – das ist der sogenannte vorläufige Erstattungsbetrag. In der Jahresabrechnung wird dann die tatsächliche Entlastung ausgewiesen. Dies ist ein Zwölftel des Jahresverbrauchs, den DEW21 im September 2022 prognostiziert hat, multipliziert mit dem am 1. Dezember 2022 geltenden Arbeitspreis plus den monatlichen Grundpreis. In der Regel ist dies der Verbrauch, der der Berechnung der Abschlagszahlung zugrunde liegt und der sich grundsätzlich an dem Vorjahresverbrauch orientiert.

    Es wird also nicht der tatsächliche Verbrauch der Kund*innen im Dezember übernommen, sondern nur der im September 2022 prognostizierte Verbrauch. Ein Anreiz, auch weiterhin Gas zu sparen, da ein höherer Verbrauch trotz Dezember-Soforthilfe zu einer Nachzahlung führen kann – sofern der Jahresverbrauch der Kund*innen höher ist als die Summe der Abschlagszahlungen.

    Umsetzung der Dezember-Soforthilfe für Wärme Kund*innen

    Bei den Wärmekund*innen erfolgt die Entlastung für den Dezember durch eine pauschale Zahlung: Die Wärmekund*innen erhalten eine finanzielle Unterstützung in Höhe des September-Abschlags zuzüglich eines Aufschlages von 20 %. DEW21 wird für ihre Wärmekund*innen den Dezemberabschlag aussetzen und ihnen die Differenz zur Höhe des Entlastungsanspruchs (Septemberabschlag plus 20 %) überweisen. Die Entlastung der Kund*innen hat bis zum 31. Dezember 2022 zu erfolgen.

    Was müssen DEW21-Kund*innen jetzt berücksichtigen?

    Kund*innen, die DEW21 eine Einzugsermächtigung erteilt haben, müssen nichts weiter tun. In diesem Fall ist DEW21 in der Pflicht und wird den Abschlag für Dezember nicht einziehen. Wenn Kund*innen einen Dauerauftrag erteilt haben, oder die monatliche Zahlung überweisen, müssen sie die Zahlung für Dezember selbstständig aussetzen. Sollten sie den Abschlag trotzdem überweisen, wird die Summe als Gutschrift in der Jahresrechnung berücksichtigt.

    Weitere Informationen und Serviceangebote

    Auf http://www.dew21.de/energie-faq hat DEW21 ausführliche Informationen zur Umsetzung der Dezember-Soforthilfe veröffentlicht und wird auch auf ihren Social Media Kanälen informieren.

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