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Der neue Hafenbahnhof ist überpünktlich fertig und vier Millionen Euro günstiger als ursprünglich kalkuliert

Der neue Hafenbahnhof ist fast fertig. Rund 100.000 Ladeeinheiten sollen hier im ersten Bauabschnitt pro Jahr umgeschlagen werden.

Der neue Hafenbahnhof ist fast fertig. Derzeit läuft der Probebetrieb. Offiziell losgehen soll es ab dem 1. Januar.

Es gibt tatsächlich noch Baumaßnahmen, die pünktlich fertig werden und zudem noch billiger ausfallen als ursprünglich kalkuliert: Der neue Hafenbahnhof zwischen Huckarde, Deusen und der Nordstadt ist fertig. Statt 28 Millionen Euro wurden bisher nur 24 Millionen Euro benötigt.

Bodenbeschaffenheit bereitete massive Probleme für die Kampfmitteluntersuchung

Der neue Hafenbahnhof ist fast fertig. Rund 100.000 Ladeeinheiten sollen hier im ersten Bauabschnitt pro Jahr umgeschlagen werden.

100.000 Ladeeinheiten sollen hier im ersten Bauabschnitt pro Jahr umgeschlagen werden.

Durch den milden Winter gab es bei dem Bau der neuen Anlage für den Kombinierten Verkehr von Zug und Lkw  (kurz KV-Anlage) keine Verzögerungen.

Aktuell stehen nur noch Restabnahmen und Nacharbeiten an – der Probebetrieb der Anlage läuft.

Der knapp drei Millionen Euro teure Portalkran steht, die Fahrbahnen für Zug, Kran und Lkw sind fertig, die Betriebs- und Bürogebäude auch.

Dabei gab es trotz einer Bodenanalyse massive Probleme bei der Bodenbeschaffenheit: Es gab sehr inhomogene Bereiche mit vielen unterschiedlichen Materialien und vielen Schrottresten. Das machte die Untersuchung für die Kampfmittelräumer fast unmöglich.

Die notwendige Bodenverdichtung war damit nicht wie geplant möglich: Statt mit Rammvorrichtungen, die Säulen bis zu sieben Meter tief ins Erdreich treiben sollten, musste das Erdreich mit Baggern nach und nach abgetragen werden. Nicht mehr als 30 Zentimeter tief durften die Bagger „in einem Rutsch“ abtragen. Das war langwieriger und teurer als geplant.

Günstige Ausschreibung sorgte für eine deutliche Kostenreduzierung

Der neue Hafenbahnhof ist fast fertig. Rund 100.000 Ladeeinheiten sollen hier im ersten Bauabschnitt pro Jahr umgeschlagen werden.

Aktuell läuft der Probebetrieb der KV-Anlage.

Dennoch ist das Projekt insgesamt viel günstiger realisiert worden als im Förderantrag angegeben: „Wir hatten ein günstiges Ausschreibungsergebnis für die Bauarbeiten“, freut sich Bauingenieurin Kristina Rummeld. Sie ist Bauleiterin der Dortmunder Stadtwerke für die neue KV-Anlage.

Die schwierigen Bodenarbeiten machten rund 60 Prozent der kalkulierten Gesamtsumme von 28 Millionen Euro aus. Doch trotz der Schwierigkeiten war dies unter dem Strich rund vier Millionen Euro günstiger. Insgesamt 24 Millionen Euro wurden bisher auf dem Gelände zwischen Franz-Schlüter- und Lindbergh-Straße und investiert.

Außerdem stehen noch rund drei Millionen Euro für einen zweiten Portalkran zum Abruf bereit.

Umschlag von 100.000 Ladeeinheiten pro Jahr im ersten Bauabschnitt möglich

Der neue Hafenbahnhof ist fast fertig. Rund 100.000 Ladeeinheiten sollen hier im ersten Bauabschnitt pro Jahr umgeschlagen werden.

Das Mischwerk Hansa müsste dem 2. Bauabschnitt weichen – Platz für 50.000 Einheiten..

Doch die Fördermittel für den zweiten Kran werden erst abgerufen, wenn es die Kapazitätsauslastung im neuen Hafenbahnhof nötig macht. Dies war von Anfang an so geplant.

100.000 Ladeeinheiten pro Jahr können auf dem jetzt fertiggestellten ersten Bauabschnitt umgeschlagen werden. Ein Kran schafft es, rund 60.000 Einheiten zwischen Zügen und Sattelschleppern umzuladen.

Ein zweiter Bauabschnitt ist ebenfalls schon eingeplant: Dann können 50.000 weitere Einheiten umgeschlagen bzw. gelagert werden – dafür würde dann ein dritter Kran benötigt.

Sollte dieser zweite Bauabschnitt angegangen werden – und das scheint mehr als wahrscheinlich –  wird ein weiterer Förderantrag gestellt. Das Planrecht dafür ist bereits erstellt.

Dann müsste das Hansa-Mischwerk weichen. Der Mietvertrag wurde bereits vor vier Jahren provisorisch gekündigt und derzeit immer nur für ein Jahr verlängert.

Container-Terminal Dortmund wird auch den neuen Hafenbahnhof betreiben

Das Container-Terminal Dortmund (CTD) platzt aus allen Nähten. Der Hafenbahnhof soll Entlastung bringen.

Das Container-Terminal platzt aus allen Nähten.

Der neue Hafenbahnhof wird von der Container-Terminal-Dortmund GmbH (CTD) betrieben. Das ist das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung.

Die entsprechende Dienstleistungskonzession zwischen DSW21 und CTD werde im Dezember unterschrieben, berichtet Bauleiterin Kristina Rummeld.

Der offizielle Betrieb soll zum 1. Januar 2016 losgehen, so  die Stadtwerke-Mitarbeiterin – 16 Monate nach dem offiziellen Spatenstich.

Der Probebetrieb läuft jetzt schon. Dies ist wichtig, um zu überprüfen, ob alle Techniken und Einrichtungen funktionieren und ob auch die Fahrwege für die Lkw reibungslos funktionieren.

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