Nordstadtblogger

Viel Raum für ausgefallene Ideen – Freies, experimentelles Theaterfestival „Favoriten 2018“ startet in der Nordstadt

Favoriten kommt Tarek Atoui Within. Foto: Thor Brodreskift

Das „Favoriten Festival 2018“ kommt, Performance von Tarek Atoui – Within. Foto: Thor Brodreskift

Von Gerd Wüsthoff

Die freie Kunstszene, speziell aus NRW, lädt zum „Tanz“. Am 6. September 2018 startet der „Favoriten Festival 2018“-Reigen um 19 Uhr mit einem Grußwort des Schirmherren, Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Um 20 Uhr beginnt das Stück „Fin de Mission / Ohne Auftrag Leben“. Es ist die Eröffnungsvorstellung für das Festival. Das Stück der kamerunischen Theaterkooperation OTHNI und kainkollektiv, ansässig in Bochum. Ab 22 Uhr startet die Eröffnungsfeier im Theater im Depot in der Nordstadt.

Die zentralen Veranstaltungsorte sind das Depot und der Union-Gewerbehof 

UNLIKELY CREATURES

UNLIKELY CREATURES

Das seit langem wieder „Dortmund orientierte“ „Favoriten Festival“, speziell in der Nordstadt, ist kein reines Theaterfestival im eigentlichen Sinn. Es ist genreübergreifend, mit Performances, Tanzshows und experimentellem Theater und neuer Interpretation der Oper. Es nimmt die aktuellen gesellschaftlichen Strömungen und Verwerfungen auf, wie es geschichtliche Rückblicke bietet, und wie sich das Jetzt entwickelt hat.

„Das Festival besteht nun seit 30 Jahren in Dortmund und hat sich mit jeder neuen Intendanz neu erfunden. „Wir sind froh, dass wir dieses Jahr besonders auf die lebendige Nordstadt fokussiert sind. Hier haben wir ein erstaunlich kreatives und offenes Netzwerk vorgefunden, das bei der Organisation mehr als hilfreich war“, sagt Harald Redmer, Geschäftsführer des NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste.“

Durch die aktuelle Konzentration auf Dortmund mit seinen vielfältigen Spielstätten und Möglichkeiten konnte das Kulturbüro Dortmund als Mitveranstalter des Festivals gewonnen werden, so wie auch das Projekt Nordwärts beteiligt ist. Darüber hinaus gibt es auch NRW-Mittel zur Finanzierung. Nicht nur aus diesem Grund hat Sierau, als gewähltes Oberhaupt der Stadt, gerne die Schirmherrschaft übernommen.

Die einzelnen Projekte und Performances und deren Termine

Preise für ALLE Veranstaltungen:

  • 15 Euro regulär
  • 8 Euro ermäßigt

Bitte finden Sie sich 15 Minuten vor dem jeweiligen Beginn am Einlass ein, ansonsten kann der Einlass nicht garantiert werden.

„Fin de Mission/Ohne Auftrag Leben“ – von kainkollektiv /OTHNI – Laboratoire de Théâtre de Yaoundé

fin de mission

fin de mission, Foto: OTHNI

Kamerun, da war doch was – ja es war einmal eine Kolonie des Kaiserreichs der Deutschen, verwunderlich ist, dass Deutschland immer noch einen hohen Stellenwert dort hat.

Die vereinte Truppe setzt zur Oper(ation) am Herzstück europäischer Kultur an: Als 1607 mit „L´Orfeo“ die erste Oper der Weltgeschichte aufgeführt wurde, Eurydike aus dem Orpheus´schen Kosmos das Boot in Richtung Unterwelt nimmt, da legt weit entfernt ein weiteres Boot zu einer gewaltsamen Reise in die Neue Welt ab.

Die, in der wir heute immer noch leben. Die, die ihr Fundament des Wohlstandes in der Sklaverei hat. Das Stück ist eine beeindruckende Theaterarbeit über das „Gedächtnis der Sklaverei“.

  • Musik-Theaterstück in deutsch und französisch mit englischen Übertiteln
  • Theater im Depot
  • Donnerstag, 6. September 2018, Beginn: 20 Uhr

„ingolf wohnt“ von Kötter/Seidel – Die Oper im Alltäglichen

ingolf wohnt, Foto: Seidel/Kötter

ingolf wohnt, Foto: Seidel/Kötter

„Wie klingen Sirenen“ ingolf folgt der Idee des 71-jährigen ehemaligen DDR-Rundfunkmitarbeiters und passionierten Hobby-Bastlers Ingolf Haedicke für eine Oper. Kötter/Seidel entwerfen mit dem detailgetreuen Nachbau der Wohnung von Haedicke ein „Expanded Cinema Project“, das die bisher gekannte Form der Oper in das Alltägliche verschiebt und zwischen Gurkenbrot und Synthezisern neu erklingen lässt. Der 60-minütige Film, wobei die Startzeit individuell ist. Nach dem Film ist der Zugang zur Wohnung zeitlich unbegrenzt.

  • Expanded Cinema / Musiktheater
  • Mittelhalle im Depot
  • Vorstellungen vom 6. bis 16. September 2018
  • 6. und 7. September 2018, jeweils 16 bis 21.30 Uhr
  • 8. September 2018, 15 bis 19.30 Uhr
  • 9. September 2018, 12 bis 21.30 Uhr
  • 11. September 2018, 18 bis 20.30 Uhr
  • 12. bis 14. September 2018, 16 bis 21.30 Uhr
  • 15. und 16. September 2018, 15 bis 21.30 Uhr

„Surround“ von Overhead Project erkundet die imaginäre Mitte

Overhead Project

Im Schwindel der Demokratie entscheidet es/man/sich immer neu: Wen schließt der Kreis ein, wen schließt er aus? Wer bezieht Position – im Raum und in Zeiten, in denen Demokratie immer öfter auf dem Spiel steht? Overhead Project lädt in das Rund einer Arena, in der es ums Ganze geht.

Im Zusammenstoßen und Auseinanderfliehen. Gesellschaftliche Machtverhältnisse werden ausprobiert bis zum Kristallisationspunkt des Auseinanderfallen. „Surround“ stiftet Zusammenkunft, Begegnung und Konfrontation: Bist du drin? Bist du draußen? Im Herdentritt, am Rand oder doch mit Zügeln in der Hand? „Surround“ ist ein intensives Erkunden der leeren und der imaginären Mitte – die keine Ruhe lässt.

  • Alte Schmiede
  • Tanz / Zeitgenössischer Zirkus
  • Freitag 7. September 2018, 19 Uhr

„Sonderbare Irre“ – SEE! (SE Struck / A. Knieps) und der Wahnsinn der Normalität

SEE! Foto: Katja Illner

SEE! Foto: Katja Illner

Do you ever wish to restart? Den Reset Button drücken? Welches ICH, und wie viele, steht da auf der Bühne? Frank Willens ist Frank, Lutz, Mohammed, Jessy, Matthias, Amelie – so verletzlich wie unzugänglich.

So unheimlich wie ausgestellt, fordert er ein, angeblickt zu werden. WATCH ME: mein sich selbst beobachtendes Selbst. Mit „Sonderbare Irre“ führt uns SEE! in den Wahnsinn der Normalität.

In einem schrillen Bilderwald zwischen Illusion und Realität versammelt der Tänzer Frank Willens so bizarre wie alltägliche Posen der Selbstinszenierung aus YouTube-Tutorials und Instagram-Storys. Mit sich überlagernden Gesten und immer neuen Haltungen setzt er jenes zur Darstellung gebrachte Selbst aufs Spiel und zeigt einen Körper, an dem in greller Überblendung alle Zuschreibungen zerfallen. Nutzen Sie Ihr Handy als virtuelles Opernglas! Der/die/das Sonderbare Irre ist zur Beobachtung freigegeben.

  • Theater im Depot
  • Tanz / Performance
  • Samstag, 8. September 2018, 19 Uhr

„UNLIKELY CREATURES (II) we dance for you“ – Billinger & Schulz

Im zweiten Teil ihrer Trilogie zu unwahrscheinlichen Kreaturen lädt das Choreographen-Duo Billinger & Schulz zum Schlagabtausch in die Arena und verspricht: we dance for you. In einer Collage aus Tanz, Textfragmenten und Sound verweisen die vibrierenden und zitternden Körper ihres Ensembles auf gegenwärtige physische Zustände der Überforderung durch Politik und Populismus. Popmusik, Schlager und Satzfetzen unserer Medienwelt in Dauerschleife sorgen für schwindelerregende Momente. Präzise und wuchtig!

  • Mittelhalle im Depot
  • Tanz / Performance
  • Samstag, 8. September 2018, 21 Uhr

„Das Konzept bin ich“ von „i can be your translator“

Als „Euthanasie“, als leichtes und schönes Sterben, bezeichneten die Nazis auf zynische Weise das Ermordungsprogramm an Menschen, die nicht der ausgerufenen Norm von Gesundheit und Produktivität entsprachen.

Über ein Jahr hinweg haben „i can be your translator“ zu den historischen Fakten und ideologischen Rechtfertigungen der Tötungen recherchiert, sind zu Mahnmalen und Gedenkstätten gefahren, haben sich konfrontiert und emotional auseinandergesetzt.

Kollektiv und vielstimmig fragen sie nun: Welche Konzepte liegen damaligen und heutigen Vorstellungen von „lebenswert“ und „lebensunwert“ zugrunde? Sie tasten sich spielerisch heran, schaffen leise Momente für Erinnerung und Trauer, wie auch starke Momente der Entgegnung: Das Konzept bin ich!

  • Werkhalle im Union Gewerbehof, Huckarder Straße
  • Musik-Performance
  • Sonntag, 9. September 2018 16 Uhr

„Let´s Talk About Love“ – Thomas Bartling & David Kilinҫ

Thomas Bartling und David Kilinç, Let´s talk about Love. Foto: Alexander Schneider

Bartling, Foto: Alexander Schneider

I´ve never been cool – and I don´t care
Das legendäre Pop-Album „Let’s Talk About Love “ von Céline Dion ist Inspiration und Soundtrack für diesen schillernden Abend zwischen Glamour, Camp und Verletzlichkeit.

Jedem Track widmen die beiden Vollblut-Performer, Thomas Bartling und David Kilinç, eine eigene Szene und verbinden Dions Musik mit Erfahrungen und Vorstellungen, schwul interpretiert oder auch inspiriert, von Liebe und Leidenschaft.

  • Theater im Depot
  • Performance
  • Sonntag, 9. September 2018, 20 Uhr
  • Auf Deutsch und Englisch

„Vanitas“ von Sebastian Blasius über Identität und Globalisierung

Eine lange Tafel ist aufgebaut, ein Platz ist noch frei. Sind Sie Gast, Eindringling, oder keins von beiden? Und was hat das, was Sie sehen und hören, mit Ihnen zu tun? VANITAS ist Kammerspiel und imaginäres Tischgespräch – eine Performance über Zugehörigkeit, Identität, Werden und Vergehen in einer globalisierten Welt für je eine/n Zuschauer/in.

  • Projektraum Fotografie im Union Gewerbehof, Huckarder Straße
  • Installative Performance
  • Samstag, 8. September 2018, 13 bis 21 Uhr
  • Sonntag, 9. September 2018, 11 bis 21 Uhr
  • Samstag, 15. September 2018, 11 bis 21 Uhr
  • Sonntag, 16. Septmeber 2018, 11 bis 21 Uhr

„Within“ – Tarek Atoui, in Zusammenarbeit mit Léo Maurel und mit TeilnehmerInnen aus Dortmund

Seit 2011 arbeitet der Künstler und Komponist Tarek Atoui mit Menschen mit Hörbeeinträchtigung und Gehörlosen. Sein Projekt „Within“ fragt, wie Gehörlosigkeit das Verständnis von Klängen und Musik verändert.

Diese Beschäftigung führt zu neuen Möglichkeiten, Musikinstrumente zu begreifen und zu spielen. Vom 11. bis 16. September 2018 präsentiert Tarek Atoui ein neues Instrument beim „Favoriten Festival“, das von gehörlosen und hörenden Menschen gespielt und wahrgenommen werden kann. Dieses Blasinstrument kann von mehreren Personen gleichzeitig gespielt werden und eröffnet den Spielenden und Hörenden sowohl taktile als auch visuelle Wege, die erzeugten Klänge wahrzunehmen.

In einem Workshop und Konzert kann es von Laien und professionellen MusikerInnen, von Menschen mit und ohne Hörbeeinträchtigung erstmals aktiviert und gespielt werden. Egal, ob mit oder ohne musikalische Erfahrungen: Der Workshop und das Konzert sind offen für Menschen mit Hörbeeinträchtigung, unabhängig von ihrem Grad der Gehörlosigkeit.

  • Ausstellung / Soundkunst
  • Parzelle im Depot
  • Dienstag, 11. Septmeber 2018, 19 Uhr – Ausstellungseröffnung, 20 Uhr Künstlergespräch
  • Mittwoch, 12. bis Freitag 14. September 2018, 16 bis 22 Uhr
  • Samstag, 15. September 2018, 15 bis 22 Uhr
  • Sonntag, 16. September 2918, 17 Uhr in der Mittelhalle im Depot
  • Führungen zu den Öffnungszeiten auf Deutsch, Englisch und Gebärdensprache

DIVA: Celebrating Oum Kalthoum – Ariel Efraim Ashbel feat. the NRWedding Orchestra for Middle Eastern Music with Ruth Rosenfeld

Ruth Rosenfeld, Foto: Dorothea Tuch

Ruth Rosenfeld, Foto: Dorothea Tuch

Oum Kalthoum (1904–1975) ist unumstritten eine der einflussreichsten Musikerinnen der arabischen Welt des 20. Jahrhunderts. Mit ihren Liedern revolutionierte sie die Musikgeschichte weit über die Grenzen Ägyptens hinaus, blieb in Europa aber nahezu unbekannt.

Diesem blinden Fleck im (westlichen) Kulturkanon begegnen Ariel Efraim Ashbel and friends mit einer vielfachen Übersetzung: Interpretiert von der Opernsängerin Ruth Rosenfeld, dem Gastsänger Abdulrahman Afar und einem transkulturellen Orchester erklingen die legendären Lieder in einem vollkommen neuen Sound jenseits kultureller und geografischer Grenzen. Eine leidenschaftliche Hommage unter verschobenen Vorzeichen, versetzt auf eine europäische Theaterbühne.

Ein Zeichen für eine unterrepräsentierte Musikkultur und für die verbindende Kraft einer kunstvollen Musik! Für die Konzerte in Dortmund (12.9.) und Düsseldorf (16.9.) gründen Ashbel und sein Team gemeinsam mit dem „Favoriten Festival“ und dem FFT Düsseldorf das NRWedding Orchestra for Middle Eastern Music, mit MusikerInnen aus NRW und Berlin, wo Ashbel das Projekt 2016 erstmals an den Uferstudios im Stadtteil Wedding initiierte. Es haben sich MusikerInnen unterschiedlicher kultureller Herkunft zusammengefunden, die jeweils eine persönliche Beziehung zur Musik von Kalthoum haben.

  • Theater im Depot
  • Performatives Konzert
  • Mittwoch, 12. September 2018, 20 Uhr
  • Songtexte auf Arabisch

„Voicing Pieces“ von Begüm Erciyas – Das Fremde in sich selbst erkennen

Ein Stück für eine Person, in der die eigene Stimme zur Protagonistin wird. In der Intimität einer Klangkabine erfährt der sonst so alltägliche Eindruck, sich selbst sprechen zu hören, eine magische Verschiebung: Ist die eigene Stimme nicht immer schon unheimlich? Voicing Pieces ist eine Einladung, das Fremde in sich selbst zu erkennen.

  • Probebühne im Depot
  • Perfomative Installation
  • Donnerstag, 13. und Freitag 14. September 2018, 16 bis 22 Uhr
  • Sonntag, 16. September 2018, 15 bis 22 Uhr

„A CONCERT / EIN KONZERT“ – Lea Letzel und Luísa Saraiva

A Concert, Foto: Tassilo Letzel

A Concert, Foto: Tassilo Letzel

Zwei Tänzerinnen, 23 E-Gitarren und eine Schlagwerkerin stellen den Zusammenhang von Klang, Bewegung und Komposition auf den Kopf.

Als Gegenentwurf zu den uns vertrauten Gesten des Gitarre-Spielens agieren die drei in einer musikalischen Struktur eines Sets, das sie selbst am Laufen halten. Zwischen Kontrolle und Verselbständigung erzeugen sie vibrierende Dissonanzen, akustische Rückkopplungen und sich beschleunigende Bewegungen.

Nonchalant stellen sie auf diese Weise die Rolle des Komponisten als Autor zur Disposition und machen Vorschläge für neue Lesarten von Musik und Tanz. „A CONCERT / EIN KONZERT“ choreographiert Klang und komponiert Bewegung.

  • Werkhalle im Union Gewerbehof, Huckarder Straßenkünstlern
  • Performance / Neue Musik
  • Donnerstag, 13. September 2018, 19 Uhr

„POEMS of the DAILY MADNESS“ – Claudia Bosse / theatercombinat

„POEMS of the DAILY MADNESS“ ist begehbare Oper, Raumskulptur und politisches Singspiel zugleich. Unter dem Eindruck von Attentaten und rassistischen Übergriffen untersucht Claudia Bosse die Auswirkungen unserer politischen Gegenwart auf unsere Alltagsrituale, auf das Denken und unser Handeln innerhalb einer sich zusehends polarisierenden Öffentlichkeit.

Ihre fragmentarischen, manifestartigen und reflexiven Texte treffen widerständig auf die elektroakustischen Kompositionen Günther Auers. Zwischen den Gesängen der allegorischen Figuren POEMS, HATE CRIME, MADNESS und TERROR verschieben sich die Koordinaten im choreografierten Raum permanent, so wie die Auswirkungen unserer politischen Gegenwart sich auf uns übertragen – bewegen wir uns frei oder werden wir bewegt?

  • Zeche Friedlicher Nachbar, Bochum Linde, Deimketal
  • Begehbare Oper / Raumchoreographie / Performance
  • Donnerstag, 13. September 2018, 21 Uhr
  • In Deutsch und Englisch

Weitere Informationen:

www.favoriten-festival.de

Update:

Das FAVORITENFestival ist mit Standing Ovations in Dortmund gestartet. Das Publikum feierte im ausverkauften Theater im Depot in der Nordstadt die Aufführung Fin de Mission von kainkollektiv aus Bochum und der Gruppe OTHNI aus #Kamerun.

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3 Gedanken über “Viel Raum für ausgefallene Ideen – Freies, experimentelles Theaterfestival „Favoriten 2018“ startet in der Nordstadt

  1. FAVORITEN-Festival

    FAVORITEN-Festival mit Standing Ovations gestartet

    Mit Standing Ovations feierte das Publikum gestern im restlos ausverkauften Theater im Depot die Aufführung Fin de Mission des Bochumer kainkollektivs und der kamerunischen Gruppe OTHNI.

    Die feierliche Eröffnung fand in der Mittelhalle des Depots in der Dortmunder Nordstadt statt. Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund und Schirmherr des FAVORITEN Festivals, betonte in seiner Eröffungsrede die Bedeutung des traditionsreichen Treffens der freien darstellenden Künste für die Stadt und befürwortete die Verankerung desselben in der Nordstadt.

    Auf die gestiegene Bedeutung der freien Szene Nordrhein-Westfalens verwies Staatssekretär Klaus Kaiser vonseiten des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft und schlussfolgerte, dass sich die Region nicht vor Berlin verstecken müsse.

    Frau Dr. Ursula Sinnreich, Generalsekretärin der Kunststiftung, sprach sich anschließend für die wichtige Rolle der Kunst für die Gesellschaft in schwierigen Zeiten aus. Sie lobte den Mut der beiden Festivalleiterinnen Fanti Baum und Olivia Ebert, ein Festivalprogramm ohne Motto und definitive Zuschreibungen aufzustellen, das Raum für Experimente lässt.

    Dr. Christian Esch erläuterte den vom NRW KULTURsekretariat gestifteten Favoriten-Preis GROUND SUPPORT. Insgesamt 45.000 € werden für Künstler*innen aus Nordrhein-Westfalen bereitgestellt und von einer dreiköpfigen Jury vergeben. Auch das internationale Besucherprogramm mit Gästen aus Mexiko, Äthiopien, Kanada, Israel und Estland ist eine gemeinsame Initiative von NRW KULTURsekretariat und FAVORITEN Festival. Die lokale Verankerung des Festivals wird so um eine internationale Perspektive erweitert.

    In den kommenden 10 Tagen stehen noch 17 weitere Stücke, Installationen und Inszenierungen auf dem Spielplan der Dortmunder FAVORITEN. Spielorte sind neben dem Festivalzentrum im Depot, der Union Gewerbehof im Unionviertel und die Zeche Friedlicher Nachbar in Bochum.
    Karten gibt es ab 8 € unter tickets.favoriten-festival.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

  2. Favoriten-Festival

    Vernissage, Musikalische Hommage und 23 E-Gitarren:
    Das sind die Highlights der kommenden Tage auf dem Dortmunder FAVORITEN Festival

    Fünf Tage ist das diesjährige FAVORITEN Festival bereits alt und freut sich über ausverkaufte Aufführungen, angeregte Diskussionen und die Highlights der kommenden Tage.

    Tarek Atoui: WITHIN
    Dienstag, 11.9., 19 Uhr, Festivalzentrum im Depot
    Ausstellungseröffnung und Künstlergespräch mit dem libanesischen Soundkünstler Tarek Atoui

    Zu einem besonderen Kooperationsprojekt und als internationale Erweiterung hat das Favoriten Festival den libanesischen Soundkünstler Tarek Atoui nach Dortmund eingeladen. Im Austausch mit lokalen Teilnehmer*innen und dem Dortmunder Zentrum für Gehörlosenkultur setzt er sein Langzeitprojekt WITHIN fort und lässt uns Töne mit allen Sinnen erfahren. Er geht der Frage nach, wie wir Musik wahrnehmen, wenn unser Gehör versagt.
    Am Dienstag eröffnet seine Ausstellung, in der ein für Dortmund neu entwickeltes Instrument erstmals aktiviert werden kann.
    Wer intensiver in das Projekt einsteigen und Tarek Atoui in einem Workshop kennenlernen möchte, kann bereits um 17 Uhr in die Parzelle im Depot kommen.

    Sonntag, 16.9., 17 Uhr, Festivalzentrum im Depot
    Abschlusskonzert, Eintritt frei

    Zum Abschluss des Festivals findet ein einmaliges Konzert statt, das aus einem Workshop mit tauben und hörenden Teilnehmer*innen entsteht.

    Tarek Atoui ist ein Musiker und Soundkünstler, der weltweit multidisziplinäre Interventionen, Veranstaltungen, Konzerte und Workshops initiiert. Tarek Atoui wurde 1980 in Beirut geboren und zog 1998 nach Paris, wo er zeitgenössische und elektronische Musik am Französischen National Konservatorium in Reims studierte und seitdem lebt. Sein künstlerischer Ausgangspunkt ist die Reflexion auf den Begriff des Instruments und der Performance. Er betrachtet das Instrument und seinen Benutzer im Verhältnis zu Körper und Innerlichkeit. Komposition, Bewegung und Software- bzw. Hardwareentwicklung werden zueinander in Beziehung gesetzt.

    Ariel Efraim Ashbel feat. the NRWedding Orchestra for Middle Eastern Music with Ruth Rosenfeld
    DIVA: Celebrating Oum Kalthoum
    Mittwoch, 12.9., 20 Uhr, Theater im Depot
    Konzert

    Oum Kalthoum (1904–1975) ist unumstritten eine der einflussreichsten Musikerinnen der arabischen Welt des 20. Jahrhunderts. Mit ihren Liedern revolutionierte sie die Musikgeschichte weit über die Grenzen Ägyptens hinaus, blieb in Europa aber nahezu unbekannt. Diesem blinden Fleck im (westlichen) Kulturkanon begegnen Ariel Efraim Ashbel and friends mit einer vielfachen Übersetzung: Interpretiert von der Opernsängerin Ruth Rosenfeld, dem Dortmunder Gastsänger Abdulrahman Afar und einem transkulturellen Orchester erklingen die legendären Lieder in einem vollkommen neuen Sound jenseits kultureller und geografischer Grenzen. Eine leidenschaftliche Hommage unter verschobenen Vorzeichen, versetzt auf eine europäische Theaterbühne. Ein Zeichen für eine unterrepräsentierte Musikkultur und für die verbindende Kraft einer kunstvollen Musik!
    Für die Konzerte in Dortmund (12.9.) und Düsseldorf (16.9.) gründen Ashbel und sein Team gemeinsam mit dem Favoriten Festival und dem FFT Düsseldorf das NRWedding Orchestra for Middle Eastern Music, mit Musiker*innen aus NRW und Berlin, wo Ashbel das Projekt 2016 erstmals an den Uferstudios im Stadtteil Wedding initiierte. Es haben sich Musiker*innen unterschiedlicher kultureller Herkunft zusammengefunden, die jeweils eine persönliche Beziehung zur Musik von Kalthoum haben.

    Der Theaterregisseur und Performer Ariel Efraim Ashbel produziert regelmäßig am FFT Düsseldorf. Er ist Absolvent der School of Visual Theater Jerusalem und hat einen Hochschulabschluss in Geschichte und Philosophie der Universität Tel Aviv. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit der Entwicklung interdisziplinärer Strukturen, die in der Lücke zwischen Theater, Tanz, Musik und Installation angesiedelt sind.

    Lea Letzel & Luísa Saraiva: A CONCERT / EIN KONZERT
    Donnerstag, 13.9., 19 Uhr, Werkhalle im Union Gewerbehof
    Performance / Neue Musik

    Zwei Tänzerinnen, 23 E-Gitarren und eine Schlagwerkerin stellen den Zusammenhang von Klang, Bewegung und Komposition auf den Kopf. Als Gegenentwurf zu den uns vertrauten Gesten des Gitarre-Spielens agieren die drei in einer musikalischen Struktur eines Sets, das sie selbst am Laufen halten. Zwischen Kontrolle und Verselbständigung erzeugen sie vibrierende Dissonanzen, akustische Rückkopplungen und sich beschleunigende Bewegungen. Nonchalant stellen sie auf diese Weise die Rolle des Komponisten als Autor zur Diskussion und machen Vorschläge für neue Lesarten von Musik und Tanz.

    Lea Letzel arbeitet in Köln und Reykjavik. Sie schafft Räume, Konzertsituationen, Konzert-Installationen, Performances und Videoarbeiten, die sowohl in der „Black Box“ des Theaters, als auch im „White Cube“ der bildenden Kunst gezeigt werden. Immer wieder arbeitete sie mit dem Ensemble musikfabrik zusammen, zuletzt für den Solowerke- Abend im Klaus-Bismarck-Saal im WDR in Köln.

    claudia bosse / theatercombinat: POEMS of the DAILY MADNESS
    Donnerstag, 21 Uhr, Maschinenhalle der Zeche Freidlicher Nachbar in Bochum-Linden
    Raumchoreographie / Begehbare Oper

    POEMS of the DAILY MADNESS ist begehbare Oper, Raumskulptur und politisches Singspiel zugleich. Unter dem Eindruck von Attentaten und rassistischen Übergriffen untersucht Claudia Bosse die Auswirkungen unserer politischen Gegenwart auf unsere Alltagsrituale, auf das Denken und unser Handeln innerhalb einer sich zusehends polarisierenden Öffentlichkeit. Ihre fragmentarischen, manifestartigen und reflexiven Texte treffen widerständig auf die elektroakustischen Kompositionen Günther Auers. Montiertes Sprachmaterial, inspiriert von Alltag, Medienberichten und Attentaten erklingt als Singspiel, das sich zwischen Arbeiterliedern und elektrisch generierten Orchestersounds Stile des 20. Jahrhunderts ausleiht und verändert. Zwischen den Gesängen der allegorischen Figuren POEMS, HATE CRIME, MADNESS und TERROR verschieben sich die Koordinaten im Raum permanent.
    Ein Chor aus dem Ruhrgebiet erweitert das Ensemble und vervielfältigt die Stimmen.

    Claudia Bosse ist Choreographin, Künstlerin und künstlerische Leiterin der transdisziplinären Kompanie theatercombinat aus Wien, die regelmäßig am FFT Düsseldorf gastiert und produziert. Nach dem Studium der Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin entwickelt Claudia Bosse raumchoreographische Arbeiten, Chor-Stücke, urbane Interventionen sowie „politische Hybride“ als raumspezifische mehrmediale begehbare Settings. Sie kreiert international Arbeiten, Inszenierungen und Installationen für Museen, Architekturen, Theater und urbane Räume.

    Karten für alle Stücke gibt es ab 8 € unter http://www.tickets.favoriten-festival.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

  3. Favoriten-Festival

    Aus dem Rhythmus der Welt gefallen – Dortmund erlebt mit dem Favoriten Festival elf Tage Experimentelles aus Tanz, Theater, Performance und Musik

    Nach elf erlebnisreichen Tagen ging das Dortmunder Favoriten Festival 2018 gestern Abend nach 40 Aufführungen von 18 eingeladenen Gruppen mit einer Auslastung von 91% erfolgreich zu Ende. Das älteste Festival der freien darstellenden Künste in Nordrhein-Westfalen fand in diesem Jahr vom 6. bis 16. September im Dortmunder Norden statt. FAV18 initiierte Begegnungen zwischen Avantgarde und Stadt, zwischen Zirkus und Tanz, Oper und Installation. Vier Gruppen werden von einer unabhängigen Fach-Jury ausgezeichnet.

    Fanti Baum und Olivia Ebert, künstlerische Leiterinnen des Favoriten Festivals 2018: „Unser Programm setzt ein deutliches Zeichen für ästhetische und experimentelle künstlerische Arbeiten, die angesichts der zunehmenden Polarisierung politischer Debatten einen Raum für Komplexität und Diskussion schaffen. Die 18 ausgewählten künstlerischen Positionen haben gezeigt, dass die freien darstellenden Künste sich gleichermaßen zu den gesellschaftlichen Gegenwarten positionieren, wie sie Wege ins Unbegangene suchen. Mit Expertise und Dilettantismus lässt sich freies Theater auf Unprobiertes ein, eignet sich Formen und Wissen anderer Disziplinen an und fügt sie zu immer neuen ästhetischen Konstellationen.“

    Claudia Kokoschka, Leiterin des Dortmunder Kulturbüros und langjährige Unterstützerin des Festivals: „Dortmund kann stolz sein auf dieses älteste Festival der freien Theaterszene, das hier wieder einmal mit außergewöhnlichen ästhetischen Mitteln den Blick auf unbeachtete oder verschwiegene gesellschaftliche Entwicklungen richtet und kreative Brücken zwischen sich sonst nicht begegnenden Welten baut“.

    Harald Redmer, Leiter des NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste: „Wir brauchen frei arbeitende Künstler*innen gerade in politisch schwierigen Zeiten. Freischaffende Künstler*innen verfügen über die Fähigkeit und den Mut, Gesellschaft neu zu denken. Hier geht es um nichts Geringeres als an der Gesellschaft der Zukunft zu arbeiten. Die freien darstellenden Künstler*Innen stellen sich diesem gesellschaftlichen Auftrag. Das Festival hat dies nachdrücklich unter Beweis gestellt.“

    Standing Ovations und 40.000 EUR Ground Support vom NRW KULTURsekretariat (NRWKS) für unabhängiges künstlerisches Arbeiten

    Bereits die Eröffnung Fin de Mission / Ohne Auftrag leben des Bochumer kainkollektiv und der Kameruner Theatergruppe OTHNI sorgte für stehende Ovationen und angeregte Diskussionen über postkoloniale Machtverhältnisse, gesellschaftliche und individuelle Verantwortung. Beispielhaft für ein diverses und mutiges Programm war auch der Konzertabend des Theatermachers Ariel Efraim Ashbel mit Liedern der legendären ägyptischen Sängerin Oum Kalthoum unter Beteiligung von Musikerinnen und Musikern aus NRW im Theater im Depot. Weitere Highlights waren das Projekt mit der Regisseurin Claudia Bosse, deren Stück POEMS of the DAILY MADNESS unter Beteiligung eines Bochumer Chors seine NRW-Premiere auf dem Festival erlebte und die Zusammenarbeit mit dem renommierten Soundkünstler Tarek Atoui, der gemeinsam mit Léo Maurel ein vollkommen neues Instrument entwickelte, das erstmals in einer Ausstellung und einem Konzert in Dortmund aktiviert wurde und demnächst in New York präsentiert wird.

    Über die Hälfte der Abende war restlos ausverkauft. Die 18 Stücke aus den Bereichen Theater, Performance, Tanz und Musik begeisterten das Publikum. Internationale Gäste aus Mexiko, Äthiopien, Kanada, Israel und Estland konnten das Festival fünf Tage dank des Internationalen Besucherprogramms des NRW KULTURsekretariats begleiten.

    Eine unabhängige Jury, zusammengesetzt aus Anta Helena Recke (Regisseurin), Ingrida Gerbutavičiūte (Tanzwissenschaftlerin und Kuratorin) und Florian Ackermann (Dramaturg), traf nach Ende des Festivals am Montagvormittag die Entscheidung über den vom NRW KULTURsekretariat gestifteten FAVORITEN-Preis GROUND SUPPORT. Ein Preisgeld von jeweils 10.000 Euro erhalten Lea Letzel & Luísa Saraiva, die Gruppe i can be your translator, Overhead Project und Sebastian Blasius.

    Der Preis ist in diesem Jahr als GROUND SUPPORT für künstlerisches Arbeiten konzipiert und kann von den Gruppen für ihre kontinuierliche künstlerische Arbeit jenseits projektgebundener Förderung und Antragsstellung eingesetzt werden.
    Ähnlich dem bekannten Ground Support in der Theatertechnik, der es als selbsttragendes Traversen-System ermöglicht, in jedem Raum Licht- und Tontechnik anzubringen, soll der Favoriten-Preis GROUND SUPPORT die künstlerische Arbeit der Gruppen unabhängiger von den äußeren Bedingungen machen. Damit setzen das Favoriten Festival und das NRWKS ein Zeichen für den dringenden Bedarf nach mehr projektunabhängiger Förderung in der freien Szene der darstellenden Künste in Nordrhein-Westfalen.

    Jury-Statements:
    A CONCERT / EIN KONZERT von Lea Letzel und Luísa Saraiva ist eine der seltenen Performances, die wahrhaftig transdisziplinär angelegt sind und somit den Blick einer spezifischen Disziplin nie gänzlich befriedigen. Es ist bemerkenswert, wie durch eine simple in Raum, Sound und Bewegung eingreifende Setzung und vor allem durch die Performer*innenhaltung von Luísa Saraiva, Montserrat Gardó Castillo und Rie Watanabe eine vielschichtige und bezugsreiche Performance entsteht, die gleichzeitig sinnlich und klar ist. Eine konsequente, radikale und reduzierte Performance für 23 Gitarren und drei Frauen.

    i can be your translator sind mit ihrer Arbeit Das Konzept bin ich ein doppeltes Wagnis eingegangen. In dem sie sich einem schwierigen Thema stellen; und in dem sie sich zu diesem Thema als Mixed-Ability-Gruppe ernsthaft am kollektiven und gleichberechtigten Arbeitsprozess versuchen. Wir waren beeindruckt und berührt von ihrer Auseinandersetzung, die gleichermaßen Raum für ein gemeinsames Trauern und Gedenken lässt, und trotzdem sehr humorvoll immer wieder in das Hier und Jetzt des Gruppenprozesses und des gemeinsamen Musikmachens zurückfindet.

    Overhead Project arbeitet an der Schnittstelle von zeitgenössischem Tanz und Zirkus und erweitert dadurch die Grenzen der Sparten. Sie schaffen in SURROUND durch die emphatischen und feinen Konstellationen der vier Performer*innen und die Positionierungen der Zuschauer*innen vielseitige Bilder des Individuums im Verhältnis zur Gemeinschaft. Fragen nach Machtverhältnissen, Demokratie und Vertrauen im Spannungsverhältnis zu einem schwingenden Turngerät werden am eigenen Leibe spürbar.

    Mit seiner hochformalisierten, aber dennoch immersiven und somit starken Setzung eröffnet uns Sebastian Blasius in VANITAS eine Verknüpfung zwischen dem bürgerlichen Mittagsessentisch und dem Horrorgenre. Präzise Ensemblearbeit trifft auf einen Raum der posttraumatischen Erinnerung, der durch unsere Körper und an unseren Körpern erfahrbar wird.

    Die nächste Ausgabe des Festivals, das vom NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste gemeinsam mit dem Kulturbüro der Stadt Dortmund veranstaltet wird, soll 2020 stattfinden.

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