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Freiwilligendienst: „Urlaub“ ganz im Sinne der europäischer Idee – Auslandsgesellschaft entsendet erneut Jugendliche

Die Auslandsgesellschaft bietet über den EFD die Gelegenheit, in ganz Europa in sozialen Einrichtungen zu arbeiten.

Bis zu einem Jahr im Ausland leben und in einem gemeinnützigen Projekt arbeiten, neue Leute und Kulturen kennen lernen, Sprachkenntnisse verbessern und Praxiserfahrungen sammeln – das sind nur einige der zahlreichen Vorteile des Europäischen Freiwilligendienstes (EFD). Auch in diesem Jahr entsendet die Auslandsgesellschaft junge Leute ins Europäische Ausland.

„Wir legen einen Großen Wert auf Individualität“ – Für den EFD werden Jugendliche in Dortmund gut beraten

Der Europäische Freiwilligendienst ist schon seit langem eine wichtige Säule der Auslandsgesellschaft. Durch ihn wird es vielen Jugendlichen aus dem Kreis Dortmund ermöglicht, ohne Vorkenntnisse und ohne dickes Finanzpolster, sich auch über die Grenzen Deutschlands hinaus ganz einfach bei sozialen Betrieben in ganz Europa einzubringen. Zudem nehmen sie auch BewerberInnen von anderen Einrichtungen aus der EU auf.

Die Auslandsgesellschaft in Dortmund informiert und berät Jugendliche kostenlos und neutral über Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen.

Der EFD, wie er in Dortmund angeboten wird, ist auch in verschiedener Hinsicht eine Besonderheit: „Wir legen einen Großen Wert auf Individualität“, sagt Dirk Schubert von der Auslandsgesellschaft. Die KandidatInnen werden von den Leuten der Auslandsgesellschaft gut beraten und ermöglicht den Jugendlichen, so informierter zu handeln.

Alle Jugendlichen, die während ihres EFD mit der Auslandsgesellschaft zusammenarbeiten – sei es ob sie vermittelt wurden oder ihren EFD bei Ihnen angetreten haben – sind Teil eines eng geflochtenen Netzwerks. Dieses ermöglicht auch nach der Zeit im Ausland den Austausch miteinander.

Die Auslandsgesellschaft plant, dieses Jahr ein Treffen zu veranstalten, wo sich die Alumni auch nochmal nach ihrer Zeit mit Dortmund nochmal treffen können. Und die Zahlen wachsen nur weiter, denn auch dieses Jahr kommen, gehen und bleiben einige EFDler.

Goodbye Deutschland – Auch dieses Jahr entsendet die Auslandsgesellschaft Jugendliche

Lugh Walkowiak wird in Irland in einer Rudolf-Steiner-Schule arbeiten. Gilbert Toppmöller geht ebenfalls nach Irland. Am 24. August geht es los. Er wird sich bei  „Carrickfergus YMCA” im Projekt „International Volunteer Programm“ engagieren.

Im Carrickfergus YMCA treffen sich Kinder in ihrer Freizeit und können dort vorbereitete Spiele mit den MitarbeiterInnen spielen. Nach Ostern wartet eine neue Aufgabe auf ihn: Das sogenannte PAKT YMCA steht für „Parents And Kids Together“ und hat ein besonderes Angebot für Familien.

Lugh Walkowiak (r.) und Ben Quick (l.) treten schon bald ihren europäischen Freiwilligendienst an.

Gemeinsam gesund kochen, selber Kleidung nähen aber auch Sportarten wie Fußball, Basketball oder einfach nur zusammen spielen, um Vertrauen und Spaß in die Familie zu bringen.

Inga Kampmann und Ben Quick geben sich praktisch die Klinke in die Hand. Inga hat ein Jahr bei Agape in Schweden gearbeitet. Im September wird Ben ihre Aufgabe übernehmen: „Im Projekt Agape 2018/19 haben sich zwei schwedischen Gemeinden Örby und Skene zusammengeschlossen, um den Kindern und Jugendlichen aus der Umgebung ein tolles Programm anbieten zu können“, berichtet Inga Kampmann.

„Ich werde mit vier weiteren Freiwilligen aus Deutschland in der Gemeinde in Örby arbeiten. Z.B. die Kinder von der Schule abholen und uns nachmittags mit ihnen beschäftigen“, ergänzt Ben Quick.

Sonja Weiand fährt ihrerseits nach Saint Georges de Montaigu in Frankreich und wir ebenfalls mit der Landjugend arbeiten: „Die Einrichtung „Familles Rurales“ unterstützt Familien ländlicher Regionen in Frankreich. „Als Teil der Organisation werde ich den kulturellen Austausch von Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren fördern, indem ich beispielsweise Austausche organisiere“, berichtet Sonja.

„Außerdem werde ich die Freizeit der Jugendlichen aktiv mitgestalten und durch verschiedene Aktivitäten wie zum Beispiel Teamsport, das Verständnis füreinander stärken. Ziel ist es, sich kennenzulernen und Verantwortung, Solidarität und Toleranz im Zusammenleben zu zeigen“, erklärt die junge Dortmunderin.

„Die erlebnisreichste Zeit meines Lebens“: EFD begeistert Jugendliche aus dem Ausland

Ein Jahr haben sie in Dortmund verbracht, leben in einer Wohngemeinschaft am Borsigplatz und haben im Bereich Kommunikation und Veranstaltungen in der Auslandsgesellschaft gearbeitet. Für Rita Eliseeva aus Russland ist der EFD Mitte September zu Ende.

Rita Eliseeva (Mitte) und David Bastawros (li.)  am Arbeitsplatz mit der „Chefin“, Pascal Gauchard (re.).

„Mein Freiwilligendienst in Deutschland hat mich vor allem viel offener gemacht und gelehrt, sich in einer multikulturellen Gesellschaft wohl zu fühlen. Davor war ich ein schüchternes, manchmal etwas komplexvolles Mädchen, und nun habe ich keine Angst mehr, mich selber zu sein“, berichtet Rita.

„Ich darf meine Meinung sagen, ich treffe unterschiedliche Menschen, manchmal habe ich sogar verrückte Sachen erlebt. Hier in der Auslandsgesellschaft dürfen wir unsere Ideen wahr machen, und das schätze ich sehr. Wahrscheinlich hat mir mein freiwilliges Jahr mehr Erfahrungen gebracht, als mein ganzes Leben in Russland“, berichtet sie.

Sie hat sich in das Land quasi verliebt und plant, auch nach ihrer Zeit als EFDlerin nach Deutschland zu ziehen und ihr Studium hier an der TU-Dortmund fortzuführen.

Auch David Bastawros wird bald wieder den Heimweg nach Österreich antreten: „Einmal einen Cut im Leben haben, raus aus der täglichen Routine. Ich möchte dass sich was verändert und ich mich weiter entwickle. Diese Gedanken hatte ich circa ein Jahr, bevor ich meinen EFD begann“, erklärt David Bastawros . „Jetzt, stehe ich am Ende meines Freiwilligendienstes und kann zurückblicken, auf die wohl aufregendste und erlebnisreichste Zeit meines Lebens. Bisher“, schmunzelt er.

Europäisch Denken und Handeln – Auslandsgesellschaft will positives Europabild demonstrieren

Das Thema Europa genießt in der Auslandgesellschaft einen hohen Stellenwert. Hier ist u.a. auch das Europäische Informationszentrum EDIC angesiedelt.

Die Auslandsgesellschaft bietet allen interessierten jungen Leuten aus der Region eine ganzjährige Beratung und Unterstützung bei der Projektsuche, Antragstellung und Vorbereitung. „17 bis 30 Jahre alt, freundlich, reiselustig und weltoffen, bereit, sich gesellschaftlich zu engagieren – wer diese Kriterien erfüllt, gehört zu den perfekten EFD-KandidatInnen“, erklärt Projektleiter Dirk Schubert.

Das Spektrum der Projekte ist groß: Jugend- und Behinderteneinrichtungen, kulturelle und ökologische Projekte, Sportvereine und karitative Einrichtungen und vieles mehr. Ein bestimmter Bildungsabschluss ist nicht erforderlich, Sprachkenntnisse sind kein Muss, doch immer von Vorteil. Wichtig hierbei ist es nur zumindest Englisch zu beherrschen, die jeweilige Landessprachen lernen die EFDler meist vor Ort.

„Die EU mit all ihren Dienstleistungen und Vorzügen wird heutzutage als gegeben gesehen“, bedauert Klaus Wegener, Präsident der Auslandsgesellschaft. Der erhofft sich unter anderem durch den EFD ein positives Europabild in die Köpfe der Menschen zu setzen. Vor allem junge Menschen können durch die Barrierefreiheit innerhalb der EU ungemein profitieren.

So sind nach Wegener internationales Arbeiten und Austausch von Ideen die Faktoren, die die EU so erfolgreich gemacht haben. Wer also Lust auf mehr bekommen hat kann sich auch weiter unter www.agnrw.de auf der Seite der Auslandsgesellschaft und  unter go4europe.de des Erasmus-Projekts genauer informieren.

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