Tötungsdelikt: 24-Jähriger im Hausflur erstochen – Die Polizei Dortmund tappt bei Motiv und Täter(n) noch im Dunkeln

 Polizei und Staatsanwaltschaft versuchen derzeit, Licht in die Hintergründe zu bringen. Fotos: Alex Völkel
Polizei und Staatsanwaltschaft versuchen derzeit, Licht in die Hintergründe zu bringen. Fotos: Alex Völkel

Zu einem Tötungsdelikt kam es am Donnerstag (10. Juni 2021) gegen 16.35 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Herderstraße in der Dortmunder Nordstadt. Dort wurde ein 24-Jähriger mit Messerstichen in einem Hausflur getötet. Die Ermittlungsbehörden haben eine Mordkommission eingerichtet.

Bislang hat die Staatsanwaltschaft kaum gesicherte Erkenntnisse zum Hintergrund der Tat

„Was den oder die Täter angeht, haben wir noch keine Erkenntnisse. Auch zum Tathintergrund tappen wir noch mehr oder weniger im Dunkeln“, erklärt Oberstaatsanwalt Carsten Bombert auf Nachfrage von Nordstadtblogger. „Wir kennen die Motive der Täter nicht.“ 

Daher wollte er auch Informationen aus dem Umfeld weder kommentieren noch bewerten, denen zu Folge bis zur vier Täter in das Wohnhaus des Opfers gekommen seien – angeblich mit Miet-E-Scootern.

Zumindest ein neben dem Hauseingang abgelegter E-Scooter wurde vor Ort von den Kriminaltechniker*innen auch als Beweisstück behandelt. Sollte dies das Tatfahrzeug sein, würde es den Ermittler*innen jedenfalls sehr weiterhelfen.

Mehr Informationen gibt es frühestens nach der Obduktion des 24-jährigen Opfers

Sowohl im Treppenhaus als auch vor dem Eingangsbereich wurden von der KTU Spuren und Beweise gesichert. Über den Tathergang und auch über Zahl der Messerstiche, mit denen der 24-Jährige getötet wurde, will man sich frühestens nach der Obduktion äußern, die am heutigen Freitag stattfindet. 

Bislang – so zumindest der subjektive Eindruck der Reporter*innen vor Ort – waren mögliche Zeug*innen gegenüber der Polizei eher wortkarg. Angeblich soll das Opfer in einem Verfahren gegen einen Drogendealer ausgesagt haben. Ein entsprechendes unbestätigtes Gerücht machte vor Ort die Runde. Das würde zumindest die Zurückhaltung erklären.

UPDATE der Polizei (Freitag, 11. Juni, 12.05 Uhr):

Nach ersten Ermittlungen kam es gegen 16.35 Uhr zu einer lautstarken Auseinandersetzung im Hausflur eines Mehrfamilienhauses in der Herderstraße. Bei Eintreffen der alarmierten Beamten lag ein 24-jähriger Dortmunder mit Stichverletzungen blutend in einem Hausflur. Trotz Reanimationsversuchen durch die Polizisten wurde kurze Zeit später durch den Rettungsdienst der Tod festgestellt.

Anmerkung der Redaktion: Wir werden noch nachberichten

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Kommentare

  1. Tötungsdelikt im Dortmunder Westpark (PM vom Staatsanwaltschaft und Polizei)

    Tötungsdelikt im Dortmunder Westpark (PM vom Staatsanwaltschaft und Polizei)

    Am 12.06.2021, gegen 03:00 Uhr, kam es im Bereich der Rittershausstraße am Westpark zu einer zunächst verbalen Auseinandersetzung von zwei Personen. Im Verlauf des Streits zog einer der Beteiligten eine Schusswaffe und gab mindestens einen Schuss auf seinen Kontrahenten, einen 21-jährigen Polen mit Wohnsitz in Dortmund, ab. Dieser wurde im Bauchraum getroffen. Trotz medizinischer Notfallversorgung verstarb der Geschädigte im Krankenhaus. Ermittlungen begründeten einen Tatverdacht gegen einen 21-jährigen Deutschen. Dieser konnte im Umfeld seines Wohnsitzes angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Die Ermittlungen dauern an. Tatzeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalwache unter der Rufnummer 0231 – 132 7441 zu melden.

  2. Zeugen gesucht nach versuchtem Raub im Westpark (PM Polizei)

    Zeugen gesucht nach versuchtem Raub im Westpark

    Nach einem versuchten Raub im Westpark in der Nacht zu Samstag (12. Juni) sucht die Polizei Zeugen.

    Seinen ersten eigenen Angaben zufolge war ein 28-jähriger Dortmunder gegen 0.55 Uhr im Westpark unterwegs. Als er sich auf einer Wiese etwa 100 Meter nördlich der dortigen Tischtennisplatten befand, kam ihm ein Unbekannter entgegen. Dieser forderte ihn plötzlich auf, seine Geldbörse herauszugeben. Dabei drohte er ihm mit einem unbekannten Gegenstand, möglicherweise einem Messer. Der 28-Jährige wehrte sich jedoch und es kam zu einer kurzen Rangelei. In der Folge flüchtete der Täter mit zwei weiteren Männern, die sich offenbar in der Nähe aufgehalten hatten, in nördliche Richtung.

    Die Polizei sucht nun Zeugen, die weitere Hinweise zu dem Täter und seinen beiden Begleitern machen können. Der Unbekannte wird wie folgt beschrieben: ca. 18 Jahre alt, ca. 175 cm groß, schwarze kurze Haare, Oberlippen- und Kinnbart, der Rest war rasiert, trug einen dunklen Trainingsanzug. Seine beiden Begleiter sollen ebenfalls ca. 18 Jahre alt und 175 cm groß gewesen sein.

    Hinweise gehen bitte an den Kriminaldauerdienst unter Tel. 0231/132-7441.

  3. Polizei und Stadt Dortmund mit verstärkter Präsenz im Westpark (PM)

    Polizei und Stadt Dortmund mit verstärkter Präsenz im Westpark

    Die Polizei Dortmund wird ab dem Wochenende gemeinsam mit der Stadt Dortmund mit einer abgestimmten Einsatzkonzeption und starker Präsenz für Sicherheit und Ordnung im Westpark sorgen.

    Der Westpark in Dortmund fungiert seit jeher als innenstadtnahe Grünanlage im Dortmunder Kreuzviertel und wird insbesondere in den Sommermonaten und an den Wochenenden von Jugendlichen und jungen Erwachsenen genutzt. Polizeilich ist dieser Bereich vor und während der Pandemie eher unauffällig gewesen. In den letzten Wochen seit Wegfall der Ausgangssperre kam es zu Straftaten im Bereich der Straßen- und Gewaltkriminalität.

    Coronabedingt sind trotz einer positiven Inzidenzentwicklung immer noch viele Freizeitangebote insbesondere für Jugendliche geschlossen. Viele suchen deshalb in ihrer Freizeit den Westpark auf. Nach jetzigen Erkenntnissen nutzten teilweise auch polizeibekannte Straftäter die vielen Ansammlungen im Westpark. Hierbei kam es zu für den Westpark eher untypischen Gewaltdelikten, aber auch vermehrt zu Ruhrstörungen und Ordnungsverstößen. In den nächsten Wochen wird die Polizei gemeinsam mit der Stadt Dortmund gegen diese Entwicklung vorgehen. Eine starke Präsenz von zivilen und uniformierten Polizisten wird konsequent gegen Straftäter einschreiten.

    “Wir wollen, dass die Menschen den Westpark als citynahes Erholungsgebiet für friedliche Sommeraktivitäten nutzen und sich dort angstfrei aufhalten können. Wir werden deshalb jetzt tagsüber bis in die späten Stunden als Polizei für die Besucher präsent sein. Besondere Ansprechbarkeit signalisiert dabei auch unsere Fahrradstaffel, die man in der nächsten Zeit dort öfter antreffen wird”, bekräftigt Polizeipräsident Gregor Lange sein Anliegen.

    Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) der Stadt ist – auch in Zusammenarbeit mit der Polizei – mehrfach täglich verstärkt im Westpark und seinem Umfeld präsent, um etwaigen Störungen wie Lärmbelästigungen, unerlaubtes Vermüllen oder auch den Konsum von Betäubungsmitteln vorzubeugen oder auch zu ahnden. Zudem kontrolliert ein vom Grünflächenamt der Stadt beauftragter externer Sicherheitsdienst die dort geltende Parkordnung.

    “Der Westpark hat eine ungebrochene hohe Anziehungskraft für die Bürgerinnen und Bürger – auch weit über das Viertel hinaus. Stadt Dortmund und Polizei haben im Blick, dass er nicht aus der Balance gerät. Er ist ein Park, der für die Menschen da ist und das muss auch so bleiben”, so Oberbürgermeister Thomas Westphal.

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