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Tarifbindung an den Einzelhandel gefordert: Lager der Tedi-Märkte in Dortmund wird erneut von ver.di bestreikt

Beschäftigte aus Rumänien, Bulgarien und Polen demonstrieren vor dem Tedi in der Münsterstraße.

Bereits mehrfach haben Beschäftigte des Tedi-Lagerstandortes in Dortmund  demonstriert. Archivbild: Klaus Hartmann

Am heutigen Donnerstag (31. Oktober) ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten am Dortmunder Lagerstandort der Tedi-Märkte (Dortmunder Logistik Gesellschaft) erneut zur Arbeitsniederlegung auf. Ziel des Warnstreiks ist die rechtsverbindliche Anerkennung der Tarifverträge des Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen.

Erneute Arbeitsniederlegung – frühere Streiks hatten Wirkung erzielt

„Heute streiken die Beschäftigten erstmals aus dem laufenden Betrieb heraus. Dadurch werden die Abläufe im Lager noch massiver gestört, als bei einem Streik zu Schichtbeginn“, erklärte die Fachbereichsleiterin für den Handel in NRW, Silke Zimmer. „Da die DLG bislang keinerlei Bereitschaft zeigt, mit uns über die Anerkennung der Tarifverträge zu verhandeln, werden wir den Druck weiter erhöhen!“

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Bereits zu Monatsbeginn hatten die Beschäftigten ihre Arbeit niedergelegt, um gegen die niedrigen Löhne bei der zur Tengelmann-Gruppe gehörenden Dortmunder Logistik Gesellschaft zu protestieren.

Silke Zimmer: „Die Kolleginnen und Kollegen lassen sich damit aber nicht abspeisen“

Dass die Arbeitsniederlegungen wirken, zeige schon die Arbeitgeberreaktion nach dem ersten Warnstreik im Jahr 2017. Statt der geforderten Tarifbindung, wurden die Löhne und Gehälter bei der DLG pauschal um 200 Euro erhöht: „Die Kolleginnen und Kollegen lassen sich damit aber nicht abspeisen. Wir haben einen langen Atem und werden die Anerkennung der Tarifverträge durchsetzen“, so Zimmer abschließend.

 

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