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Stadt Dortmund prognostiziert steigenden Inzidenzwert durch mehr Tests – Impftermine nun auch in Schulen möglich

Schnelltests gewinnen an Bedeutung – und sie sollen kostenlos zur Verfügung stehen. Foto: Alex Völkel

Von Jil Bastian

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert tritt seit mehreren Wochen mehr oder weniger auf der Stelle und pendelt bei 60 bis 65. Ein Absinken unter die 50er- oder gar unter die 35er-Marke, was vollständige Lockerungen möglich machte, ist nicht nur wegen der vermehrt auftretenden britischen Corona-Mutation unwahrscheinlich. Auch die zunehmende Zahl der Schnell- und Selbsttests wird den Wert eher in die Höhe treiben. Daran wird zunächst auch das vermehrte Impfen nichts ändern: ab Freitag sind es Lehrkräfte und Erzieher*innen – wenn sie es denn wollen. Dafür werden in zwei Gesamtschulen mobile Impfzentren eingerichtet.

Immer mehr Tests führen zum Anstieg des Inzidenzwertes: Kein Rückgang der Neuinfektionen in Sicht

Bei der Ministerpräsidentenkonferenz in der vergangenen Woche wurde eine bundesweite Teststrategie beschlossen. Diese besagt, dass eigentlich schon in dieser Woche alle Menschen einen kostenlosen Corona-Schnelltest bekommen können. Allerdings ist die Durchführung noch offen. Die Kommunen verhandeln mit Land und den Kassenärztlichen Vereinigungen, wie genau dies passieren soll.

Denn zunächst müssen die nötigen räumlichen und organisatorischen Vrraussetzungen geschaffen werden. Denn die Kommunen können unterschiedliche Institutionen mit der Durchführung beauftragen. Entsprechende Interessenbekundungen von Einrichtungen und Firmen liegen bereits vor.  

Wenn diese von der Stadt beauftragt werden, müssen sie sich allerdings selbst um die Beschaffung der Testmaterialien kümmern und zunächst in Vorleistung treten. „Das können schnell fünf- bis sechsstellige Summen sein. Das wird eine Durststrecke“, sagte Dr. Frank Renken, Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes, mit Blick auf den Zeitraum, bis die Kosten dafür von der kassenärztlichen Vereinigung refinanziert werden. 

Stadt setzt auf dezentrale Schnelltests und die Möglichkeit einer PCR-Bestätigung

Die Stadt Dortmund setzt bei der Teststrategie auf dezentrale Angebote. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn die Räumlichkeiten müssen ausreichend groß sein, um die Testwilligen von denen zu trennen, die auf das Ergebnis des Schnelltest warten. Das Ergebnis bekommen die Testpersonen schriftlich. Sie können dies dann beispielsweise bei der Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen wie Nagelstudios oder auf Reisen vorzeigen. 

Weiterer Anspruch an die Testinfrastruktur: Vor Ort sollen auch Abstrichmöglichkeiten für die Menschen vorhanden sein, deren Schnelltest positiv ausgefallen ist. Sie sollen dann nicht erst „durch die halbe Stadt fahren müssen“, um einen zuverlässigeren PCR-Test machen zu können, so Renken. Wie das genau passieren soll, wird in den kommenden Tagen geklärt. 

Die dann durch PCR-Tests bestätigten positiven Corona-Treffer fließen auch in die Sieben-Tage-Inzidenz ein und – das ist seit zwei Wochen regelhaft der Fall – werden dann auch auf etwaige Mutationen getestet, um ein möglichst klares Lagebild zu bekommen. Noch habe die britische Variante keine 50 Prozent erreicht, was in anderen Region bereits der Fall ist, so Renken.

Renken kritisiert Selbsttests: „Was man damit anfangen will, ist mir als Arzt schleierhaft“

Dr. Frank Renken ist Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes.

Dr. Frank Renken ist Leiter des Dortmunder Gesundheitsamtes.

Wenig begeistert ist der Chef des Gesundheitsamts von den mittlerweile angebotenen Selbsttests. Sie, die beispielsweise in Supermärkten wie Lidl oder Aldi oder auch in Apotheken erwerben werden können, seien nur in geringem Maße aussagekräftig.

Durchschnittlich jeder fünfte Test liefere ein falsches Ergebnis, unabhängig davon, ob dieser positiv oder negativ ausfällt. „Was man damit anfangen will, ist mir als Arzt schleierhaft“, so Dr. Frank Renken. Er rät daher von diesen fehlerbehafteten Selbsttestungen ab. Dennoch appelliert er an die Menschen, die im Selbsttest ein positives Ergebnis bekommen haben, dieses durch deinen PCR-Test beim Hausarzt oder beim Testzentrum des Gesundheitsamtes, überprüfen zu lassen, ob man wirklich mit dem Virus infiziert ist.

So oder so – die zunehmenden Tests werden nach Ansicht von Renken zu einem Anstieg des Inzidenzwertes in den kommenden Wochen führen, da so auch Menschen, die keine Symptome aufweisen, jedoch infiziert sind, mit in die Statistik einflössen, betont der Leiter des Gesundheitsamtes. Deren  Genauigkeit liegt bei 98 Prozent.

Freitags und samstags Impfangebote für Lehrer*innen und Erzieher*innen

Einen wichtigen Schritt gibt es beim Impfen: Ab kommenden Freitag (12. März) werden zwei Dortmunder Gesamtschulen als mobile Impfzentren zu Verfügung stehen, sodass möglichst schnell viele Lehrkräfte von Grund- und Förderschulen sowie Erzieher*innen geimpft werden können.

Damit setzt die Stadt die Änderungen des neunten Impferlasses der Landesregierung um. Die Prioritätengruppe 2 wurde erweitert, so dass neben Polizist*innen insbesondere auch Lehrer*innen sowie Erzieher*innen seit Montag (8. März) ein Angebot zum Impfen gemacht würde, sagte Schuldezernentin Daniela Schneckenburger.

Die Impfungen sollen jedoch nicht im Impfzentrum auf Phoenix-West gemacht werden. Die Stadt richtet dafür zwei temporäre Impfzentren in der Gustav-Heinemann- sowie der Geschwister-Scholl-Gesamtschule ein. Jeden Freitag und Samstag wird dort – drei Wochen lang – dann Impfstroff von Astra Zeneca verimpft. 9.000 Dosen Impfstoff stehen der Stadt dafür zur Verfügung.

Bedienstete sollen mögliche Impfreaktionen am Wochenende auskurieren

Da die „gewünschte Impfreaktion des Körpers“ zu einer Arbeitsunfähigkeit von ein bis zwei Tagen führen kann, hat die Stadt Impftermine so gelegt, dass die Impflinge sich am Wochenende erholen können. Somit werde der Schul- sowie Kitaaltag durch Personalmangel nicht gefährdet, betonte Schneckenburger.

Im „nächsten Schwung“ werden dann unter anderem Mitarbeiter*innen aus der Hauswirtschaft sowie weiteres pädagogisches Personal geimpft. Wenn mehr Impfstoff zur Verfügung stehen wird, können automatisch weitere Menschen geimpft werden. Die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, ist zumindest an den Schulen hoch: Die meisten Lehrkräfte wollen die Impfung in Anspruch nehmen – der Anteil von Erzieher*innen fällt geringer aus.

Danach geht es auch für Menschen aus der Eingliederungshilfe – also aus Wohnheimen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen los. Sie wurden nicht sofort vorgesehen, weil hier erst eine Einverständniserklärung der betroffenen Person vorliegen muss oder die eines Vormunds/Betreuers, sodass diese Personengruppe erst in ein bis zwei Wochen eine Impfung erhalten wird.

Mehr Normalität an Schulen – auch Kultureinrichtungen öffnen wieder nach Anmeldung

Die Test- und Impfstrategie gewinnt immer stärker an Bedeutung. Denn am kommenden Montag (15. März) startet an allen Schulen der Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen der Präsenzbetrieb. Allerdings werden nur jeweils 50 Prozent der Schüler*innen vor Ort sein – somit wird es die zwei Wochen vor Beginn der Osterferien ein Stückchen Rückkehr zur Normalität geben.

Auch in vielen Kultureinrichtungen kann es wieder losgehen: Der Dortmunder Zoo ist ab Mittwoch wieder geöffnet – ebenso wie das Stadtarchiv. Weitere Öffnungen von Kultureinrichtungen werden folgen – allerdings nur mit Anmeldung. Das Dortmunder U startet am Samstag, Museen und Galerien werden folgen, kündigte Kulturdezernent Jörg Stüdemann an. Am Donnerstag wird die Stadt im Detail informieren.

 

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12 Gedanken über “Stadt Dortmund prognostiziert steigenden Inzidenzwert durch mehr Tests – Impftermine nun auch in Schulen möglich

  1. Coronavirus: 72 weitere positive Testergebnisse in Dortmund am Mittwoch – Inzidenzwert voraussichtlich bei 60,7 (PM Stadt Dortmund)

    Coronavirus: 72 weitere positive Testergebnisse in Dortmund am Mittwoch – Inzidenzwert voraussichtlich bei 60,7

    In Sachen Coronavirus lässt sich für Dortmund folgendes Update geben:

    Heute sind 72 positive Testergebnisse hinzugekommen. Von den Neuinfizierten lassen sich 34 Personen 12 Familien zuordnen.

    Zurzeit befinden sich 1778 Menschen in Quarantäne.

    Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 18.870 positive Tests vor. 17.819 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 738 Menschen in Dortmund mit dem Virus infiziert.

    Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 60,7 betragen. Der tatsächliche Wert des RKI wird erst ab 0 Uhr abrufbar sein und ist von da an verbindlich – leichte Abweichungen sind bis dahin möglich.

    Zurzeit werden in Dortmund 100 Corona-Patient*innen stationär behandelt, darunter 20 intensivmedizinisch, davon wiederum 17 mit Beatmung.

    In Dortmund verstarben bislang 206 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 107 mit Covid-19 infizierte Patient*innen verstarben aufgrund anderer Ursachen.

    Virusvarianten

    Bis jetzt sind in Dortmund insgesamt 297 Infektionsfälle mit Virusvarianten nachgewiesen. In allen Fällen handelt es sich um die britische Variante (B.1.1.7). Hinweis: Dies ist keine Teilmenge der tagesaktuellen Neuinfektionen, sondern eine Teilmenge der gesamten Infektionsfälle. (Begründung: Die Sequenzierung dauert mehrere Tage.)

    Neues Buchungssystem für das Impfzentrum ab Freitag im Einsatz

    Ab dem kommenden Freitag, 12. März können Gruppen, die u.a. im medizinischen und pflegerischen Bereich tätig sind, über ein neues Buchungssystem einen Termin im Dortmunder Impfzentrum Phoenix West vereinbaren. Die ersten Termine können über dieses Buchungssystem bereits am kommenden Sonntag wahrgenommen werden.

    Sowohl die Online-Buchung als auch die telefonische Terminvergabe werden parallel ab Freitag, 12. März, 8 Uhr freigeschaltet.

    · kostenlose Servicerufnummer: 0800-5889626 (Montag bis Samstag von 8 bis 18 Uhr).

    · Online-Buchung: impftermin.dortmund.de oder nrw-impft.de (rund um die Uhr).

    Das Buchungssystem wird bereits in Schleswig Holstein erfolgreich eingesetzt und wurde in kürzester Zeit durch den Entwickler, die Firma Eventim, auf die Bedürfnisse des Impfzentrums Dortmund angepasst.

    Die aktuell anspruchsberechtigten Personengruppen sind dem neuen Impffahrplan der Stadt Dortmund zu entnehmen: dortmund.de/corona-impfung.

    Die Bereitstellung von Impfstoffen durch das Land NRW ist sehr dynamisch, und die Personenkreise, denen ein Impfangebot unterbreitet werden kann, erweitern sich mit jedem neuen Erlass des Landes. Daher können die Bürger*innen der Stadt Dortmund sich mit Hilfe des ebenfalls ab Freitag abrufbaren Impffahrplans einen Überblick verschaffen, ob sie bereits eine Impfung erhalten dürfen. Dazu wird ein Ampelsystem eingeführt, dem neben dem aktuellen Stand zum Impfangebot auch die jeweilige Art der Terminvergabe zu entnehmen ist.

    Bitte beachten: Der Fahrplan unter dortmund.de/corona-impfung wird regelmäßig aktualisiert und angepasst.

    Corona-Informationen

    Antworten auf viele Fragen rund um Corona und die Situation in Dortmund finden sich auf der Webseite corona.dortmund.de sowie unter: corona-inzidenz.dortmund.de. Informationen zum aktuellen Stand der durchgeführten Impfungen enthält der Impfbericht der KVWL unter: corona-kvwl.de/impfbericht.

  2. Coronavirus: 88 weitere positive Testergebnisse in Dortmund am Donnerstag – Inzidenzwert voraussichtlich bei 62,9 (PM Stadt Dortmund)

    Coronavirus: 88 weitere positive Testergebnisse in Dortmund am Donnerstag – Inzidenzwert voraussichtlich bei 62,9

    In Sachen Coronavirus lässt sich für Dortmund folgendes Update geben:

    Heute sind 88 positive Testergebnisse hinzugekommen. Von den Neuinfizierten lassen sich 45 Personen 16 Familien zuordnen.

    Zurzeit befinden sich 1847 Menschen in Quarantäne.

    Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 18.958 positive Tests vor. 17.899 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 746 Menschen in Dortmund mit dem Virus infiziert.

    Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 62,9 betragen. Der tatsächliche Wert des RKI wird erst ab 0 Uhr abrufbar sein und ist von da an verbindlich – leichte Abweichungen sind bis dahin möglich.

    Zurzeit werden in Dortmund 90 Corona-Patient*innen stationär behandelt, darunter 23 intensivmedizinisch, davon wiederum 19 mit Beatmung.

    In Dortmund verstarben bislang 206 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 107 mit Covid-19 infizierte Patient*innen verstarben aufgrund anderer Ursachen.

    Virusvarianten

    Bis jetzt sind in Dortmund insgesamt 352 Infektionsfälle mit Virusvarianten nachgewiesen. In allen Fällen handelt es sich um die britische Variante (B.1.1.7). Hinweis: Dies ist keine Teilmenge der tagesaktuellen Neuinfektionen, sondern eine Teilmenge der gesamten Infektionsfälle. (Begründung: Die Sequenzierung dauert mehrere Tage.)

    Corona-Informationen

    Antworten rund um Corona und die Situation in Dortmund: corona.dortmund.de oder corona-inzidenz.dortmund.de.

    Informationen zum aktuellen Stand der durchgeführten Impfungen im Impfbericht der KVWL: corona-kvwl.de/impfbericht. Die aktuell anspruchsberechtigten Personengruppen sind dem Impffahrplan der Stadt Dortmund zu entnehmen: dortmund.de/corona-impfung.

  3. Auf Ausweitung des Präsenzunterrichts vorbereitet: DSW21 bietet ab 15. März fast 500 zusätzliche Fahrten im Schulverkehr (PM)

    Auf Ausweitung des Präsenzunterrichts vorbereitet:
    DSW21 bietet ab 15. März fast 500 zusätzliche Fahrten im Schulverkehr

    Ab Montag (15. März) wird der Präsenzunterricht an den Dortmunder Schulen weiter ausgeweitet. DSW21 hat sich bereits vor Wochen darauf vorbereitet, dass der Bedarf wieder langsam steigt und bietet seinen Fahrgästen ergänzend zum regulären Fahrplan nun insgesamt fast 500 zusätzliche Fahrten im Schulverkehr an.

    DSW21 hatte sein Angebot vorsorglich zum 1. und 22. Februar sowie 8. März schrittweise ausgeweitet und fährt bereits jetzt mit 460 zusätzlichen Fahrten. Zu diesen 362 Taktverstärkerfahrten und 98 E-Wagen-Fahrten kommen am 15. März noch 21 weitere E-Wagen-Fahrten dazu, sodass DSW21 Schülerinnen und Schülern insgesamt 481 zusätzliche Fahrten im Schulverkehr anbieten kann. Diese können selbstverständlich auch von allen weiteren Fahrgästen genutzt werden.

    Erstmalig wird ab dem 15. März auch eine Stadtbahnlinie durch zusätzliche Busse entlastet: Parallel zur Linie U44 (Westfalenhütte – Marten) fährt zwischen 7 und 8 Uhr morgens ein Pendelbus Haltestellen zwischen »Borsigplatz« und »Reinoldikirche« an.

    „Die Auslastung unserer Busse und Bahnen ist zwar insgesamt immer noch niedrig“, so Lars Hirschfeld, Leiter der Verkehrsplanung. „Uns ist es jedoch wichtig, dass sich die Schülerinnen und Schüler bestmöglich verteilen können. Deshalb rollt bei uns an Schultagen nun alles, was wir und die in unserem Auftrag fahrenden Unternehmen fahren können.“ Hinzu kommt eine weitere gute Nachricht: „Die größeren Schulen und Schulzentren haben nach intensiven Gesprächen mit DSW21 im vergangenen Jahr ihre Anfangszeiten größtenteils entzerrt. Das entlastet den Verkehr an Schultagen merklich.“

    DSW21 behält das Geschehen im Schulverkehr genau im Blick und wird – wie in den vergangenen Monaten – kurzfristig nachsteuern, falls dies nötig sein sollte. Das Unternehmen steht zudem kontinuierlich mit den Schulen und der Stadt Dortmund im Gespräch.

    DSW21 nutzt Fördergelder des Landes NRW für den Schulverkehr. „Ein Großteil der zusätzlichen Fahrten wird aus diesem Budget co-finanziert“, so Hirschfeld. „Für die Ausweitung werden wir ebenfalls Fördermittel beantragen.“

    Alle Fahrten sind in der Elektronischen Fahrplanauskunft auf http://www.bus-und-bahn.de und in der DSW21-App zu finden.

  4. Landeselternkonferenz NRW: Zentrale Abschlussprüfungen (ZP10) in einem chaotischen Jahr sind ungerecht! (PM)

    Landeselternkonferenz NRW: Zentrale Abschlussprüfungen (ZP10) in einem chaotischen Jahr sind ungerecht!

    Manche Schulen nutzen die Freiheiten, die ihnen das Schulministerium in der Krise nun mit der letzten Schulmail eingeräumt hat, emphatisch und umsichtig, ermöglichen gleichermaßen Ankommen, Begegnung, Bildung, Betreuung und Förderung. Doch leider kann man das nicht allgemein sagen. Manche Schulen bzw. Lehrkräfte, die in der Zeit des reinen Distanzunterrichts kaum Kontakt gehalten oder die Schüler*innen mit mehr Lernaufgaben überhäuft haben, als selbst die Leistungsstärkeren abarbeiten konnten, kennen jetzt nichts als testen, prüfen, beurteilen und drohen.

    „Jetzt sollte die Zeit sein, sich auf das Aufarbeiten grundlegender Unterrichtsinhalte besonders in den Kernfächern sowie die Förderung zum Aufarbeiten von Defiziten zu konzentrieren, was fachfremden Unterricht und die Arbeit in multiprofessionellen Teams erfordern würde. Stattdessen ignorieren einige Schulen die großen Ungleichheiten und Wissenslücken, die sich aufgetan haben, und machen Unterricht nach Schema F“, wundert sich die stellvertretende Vorsitzende der LEK NRW Andrea Lausberg-Reichardt.

    Dass unter diesen Umständen vom Ministerium an zentralen Abschlussprüfungen wie den ZP10 festgehalten wird, erbittert Eltern, deren Schulen und Kinder schlechter durch die Corona-Zeit gekommen sind, weil Ausstattung und viele weitere Benachteiligungen nicht mehr wegdiskutiert werden können. Wie kann es sein, dass die Versäumnisse der Bildungspolitik nun zulasten dieser Kinder gehen sollen? Wo bleibt da die Chancengleichheit?

    Die LEK NRW fordert, endlich vom Dogma der zentralen Prüfungen abzurücken und damit den Schulen Raum zu geben, auch den Schüler*innen ein gutes Angebot zu machen, die derzeit unter diversen Benachteiligungen und Gefährdungen leiden. Andere Bundesländer haben darauf schon längst reagiert.

    Die Scheu vor dezentralen Prüfungen oder das Erlassen der Prüfungen, zeugt vom mangelndem Vertrauen in die Urteilsfähigkeit der Lehrkräfte und ist unverständlich für alle Beteiligten. „Nicht wenige von uns Eltern haben unsere Abschlussprüfungen dezentral abgelegt und sogar nach den Kurzschuljahren 1967/68 erfolgreich Berufsausbildung oder Universitätsstudium absolviert. Warum ist, was damals möglich war, heute nicht zur Krisenbewältigung denkbar?“ wundert sich Beisitzerin Karla Foerste.

    „Gerechtigkeit bedeutet auch, dass Schüler*innen, die nach zehn Schuljahren mit einer Prüfungen die Fachoberschulreife erreicht haben, auch ohne Qualifikationsforderungen eines festgesetzten Notendurschnitt in die gymnasiale Oberstufe wechseln dürfen“, fordert Astrid Bauer, „Sie müssen eine vergleichbare Chance erhalten sich bis zum Abitur beweisen zu können!“ Es muss hier eine Gleichbehandlung zwischen der gymnasialen und allen anderen Schulformen geben.

    „Das Schuljahr ist und bleibt vermurkst! Deshalb darf es kein automatisches Sitzenbleiben geben, sondern den Schüler*innen müssen Angebote der Förderung und das Angebot einer freiwilligen Wiederholung gemacht werden, die nicht auf die Gesamtverweildauer angerechnet werden darf,“ fordert die Vorsitzende der LEK NRW, Anke Staar „Dazu muss es verbindliche gemeinsame Beratungsgespräch mit Eltern und Schüler*innen geben. Es gilt Förderangebote zu schaffen und Chancen zu geben. Auch das hat etwas mit psychischer Belastung und Gesundheit aller Beteiligten zu tun.“

    Die Richtschnur muss sein:
    – Ein tägliches reduziertes „echtes“ Präsenzangebot für alle Schülerinnen durch Nutzung des Ganztags unter Einhaltung des Gesundheitsschutzes.
    – Ein attraktives Förderangebot, wo und wie immer möglich: digital, in Präsenz oder hybrid.
    – Anerkennung der schnellen Anpassung und erbrachten Leistungen aller Schüler*innen.
    Setzt den Schüler*innen eine Krone auf und kümmert Euch um diejenigen, die verloren gegangen sind, denn das darf uns im kommenden Schuljahr nicht wieder passieren!

  5. Coronavirus: 69 weitere positive Testergebnisse am Freitag in Dortmund – Inzidenzwert voraussichtlich bei 66,1 (PM)

    Coronavirus: 69 weitere positive Tests am Freitag in Dortmund – Inzidenzwert voraussichtlich bei 66,1

    In Sachen Coronavirus lässt sich für Dortmund folgendes Update geben: Heute sind 69 positive Testergebnisse hinzugekommen. Von den Neuinfizierten lassen sich 30 Personen 13 Familien zuordnen. Zurzeit befinden sich 1837 Menschen in Quarantäne. Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 19.027 positive Tests vor. 17.945 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 769 Menschen in Dortmund mit dem Virus infiziert.

    Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 66,1 betragen. Der tatsächliche Wert des RKI wird erst ab 0 Uhr abrufbar sein und ist von da an verbindlich – leichte Abweichungen sind bis dahin möglich.

    Zurzeit werden in Dortmund 80 Corona-Patient*innen stationär behandelt, darunter 24 intensivmedizinisch, davon wiederum 20 mit Beatmung.

    In Dortmund verstarben bislang 206 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 107 mit Covid-19 infizierte Patient*innen verstarben aufgrund anderer Ursachen. Den vierten Tag in Folge wurde dem Gesundheitsamt in Dortmund kein corona-bedingter Todesfall gemeldet.

    Virusvarianten

    Bis jetzt sind in Dortmund insgesamt 388 Infektionsfälle mit Virusvarianten nachgewiesen. In allen Fällen handelt es sich um die britische Variante (B.1.1.7). Hinweis: Dies ist keine Teilmenge der tagesaktuellen Neuinfektionen, sondern eine Teilmenge der gesamten Infektionsfälle. (Begründung: Die Sequenzierung dauert mehrere Tage.)

    Erfolgreicher Impfstart für Lehrer*innen und Erzieherinnen

    Seit dem heutigen Morgen, 8 Uhr laufen die Impfungen für Lehrer*innen und Erzieher*innen in zwei Dortmunder Gesamtschulen. Bis zum Abend werden rund 900 Lehrkräfte und ebenso viele Erzieher*innen geimpft worden sein.

    Ebenso erfolgreich ist heute die Terminbuchung für bestimmte Personengruppen über das Buchungsportal http://www.impftermin.dortmund.de an den Start gegangen. Für wen eine Impfung bereits in Frage kommt, erfährt man unter http://www.dortmund.de/corona-impfung.

    Corona-Informationen online

    Antworten rund um Corona und die Situation in Dortmund: corona.dortmund.de oder corona-inzidenz.dortmund.de.

    Informationen zum aktuellen Stand der durchgeführten Impfungen im Impfbericht der KVWL: corona-kvwl.de/impfbericht.

    Die aktuell anspruchsberechtigten Personengruppen sind dem Impffahrplan der Stadt Dortmund zu entnehmen: dortmund.de/corona-impfung.

  6. Coronavirus: 84 weitere positive Testergebnisse am Samstag in Dortmund – der Inzidenzwert liegt voraussichtlich bei 67,3 - ein weiterer Todesfall (PM)

    Coronavirus: 84 weitere positive Testergebnisse am Samstag in Dortmund – der Inzidenzwert liegt voraussichtlich bei 67,3 – ein weiterer Todesfall

    In Sachen Coronavirus lässt sich für Dortmund folgendes Update geben: Heute sind 84 positive Testergebnisse hinzugekommen. Von den Neuinfizierten lassen sich 38 Personen 17 Familien zuordnen. Zurzeit befinden sich 1824 Menschen in Quarantäne. Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 19.111 positive Tests vor. 18.004 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 793 Menschen in Dortmund mit dem Virus infiziert.

    Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 67,3 betragen. Der tatsächliche Wert des RKI wird erst ab 0 Uhr abrufbar sein und ist von da an verbindlich – leichte Abweichungen sind bis dahin möglich.

    Zurzeit werden in Dortmund 75 Corona-Patient*innen stationär behandelt, darunter 21 intensivmedizinisch, davon wiederum 16 mit Beatmung.

    Leider wurde dem Gesundheitsamt heute ein weiterer Todesfall gemeldet. Ein 67 Jahre alter Mann verstarb gestern im Krankenhaus ursächlich an COVID-19. In Dortmund verstarben damit bislang 207 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 107 mit Covid-19 infizierte Patient*innen verstarben aufgrund anderer Ursachen.

    Virusvarianten

    Bis jetzt sind in Dortmund insgesamt 412 Infektionsfälle mit Virusvarianten nachgewiesen. In allen Fällen handelt es sich um die britische Variante (B.1.1.7). Hinweis: Dies ist keine Teilmenge der tagesaktuellen Neuinfektionen, sondern eine Teilmenge der gesamten Infektionsfälle. (Begründung: Die Sequenzierung dauert mehrere Tage.)

    Corona-Informationen online

    Antworten rund um Corona und die Situation in Dortmund: corona.dortmund.de oder corona-inzidenz.dortmund.de.

    Informationen zum aktuellen Stand der durchgeführten Impfungen im Impfbericht der KVWL: corona-kvwl.de/impfbericht.

    Die aktuell anspruchsberechtigten Personengruppen sind dem Impffahrplan der Stadt Dortmund zu entnehmen: dortmund.de/corona-impfung.

  7. Kostenlose Schnelltests am Airport: Medicare erweitert sein Angebot (PM)

    Kostenlose Schnelltests am Airport: Medicare erweitert sein Angebot

    Nach der neuen Testverordnung des Landes NRW sollen Bürgerinnen und Bürgern mindestens einmal pro Woche die Möglichkeit haben, einen kostenlosen Schnelltest machen zu lassen. Ab dem heutigen Sonntag (14.03.) ist diese kostenlose Testung auch im Testzentrum am Dortmund Airport möglich. Der Betreiber Medicare stellt seine seit dem 1. Januar 2021 etablierte Infrastruktur zur Verfügung.

    „Es freut uns sehr, dass wir nun allen Bürgerinnen und Bürgern auch am Airport kostenlose Schnelltests anbieten können, um Infektionen aufzudecken und Infektionsketten zu vermeiden. Die Infrastruktur dafür ist vorhanden und erprobt. Insgesamt wurden seit dem 1. Januar bereits rund 20.000 Tests am Airport durchgeführt“, so Sven Stute, Organisationsleiter des Testzentrums am Airport. Nach wie vor besteht zusätzlich die Möglichkeit eines PCR-Tests.

    Das Testzentrum steht nicht nur für Fluggäste offen, sondern allen testwilligen Bürgerinnen und Bürger. Sven Stute empfiehlt jedem aber unbedingt eine vorherige Online-Terminreservierung: „Bei einer Reservierung können Testwillige unsere Fast Lane nutzen und so Wartezeiten vermeiden. Wer darüber hinaus darauf achtet, zu einer Zeit zu kommen, in denen gerade kein Flugzeug startet und landet, kann die Wartezeit auf ein Minimum reduzieren.“ Terminreservierung sind online unter http://www.covid-testzentrum.de möglich.

  8. Coronavirus: 26 weitere positive Testergebnisse am Sonntag in Dortmund – Inzidenzwert voraussichtlich bei 69,9 - zwei weitere Todesfälle (PM)

    Coronavirus: 26 weitere positive Testergebnisse am Sonntag in Dortmund – der Inzidenzwert liegt voraussichtlich bei 69,9 – zwei weitere Todesfälle

    In Sachen Coronavirus lässt sich für Dortmund folgendes Update geben: Heute sind 26 positive Testergebnisse hinzugekommen. Von den Neuinfizierten lassen sich 12 Personen fünf Familien zuordnen.

    Zurzeit befinden sich 1852 Menschen in Quarantäne. Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 19.137 positive Tests vor. 18.055 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 766 Menschen in Dortmund mit dem Virus infiziert.

    Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 69,9 betragen. Der tatsächliche Wert des RKI wird erst ab 0 Uhr abrufbar sein und ist von da an verbindlich – leichte Abweichungen sind bis dahin möglich.

    Zurzeit werden in Dortmund 73 Corona-Patient*innen stationär behandelt, darunter 23 intensivmedizinisch, davon wiederum 18 mit Beatmung.

    Leider wurden dem Gesundheitsamt zwei weitere Todesfälle gemeldet. Eine 65-jährige Frau, die mit einer Vorerkrankung ins Krankenhaus kam, starb gestern ursächlich an COVID-19. Ein 89-jähriger Mann mit chronischen Vorerkrankungen starb ebenfalls gestern begleitend an COVID-19. In Dortmund verstarben damit bislang 208 Menschen ursächlich an Covid-19, weitere 108 mit Covid-19 infizierte Patient*innen verstarben aufgrund anderer Ursachen.

    Virusvarianten

    Bis jetzt sind in Dortmund insgesamt 422 Infektionsfälle mit Virusvarianten nachgewiesen. In allen Fällen handelt es sich um die britische Variante (B.1.1.7). Hinweis: Dies ist keine Teilmenge der tagesaktuellen Neuinfektionen, sondern eine Teilmenge der gesamten Infektionsfälle. (Begründung: Die Sequenzierung dauert mehrere Tage.)

    Corona-Informationen online

    Antworten rund um Corona und die Situation in Dortmund: corona.dortmund.de oder corona-inzidenz.dortmund.de.
    Informationen zum aktuellen Stand der durchgeführten Impfungen im Impfbericht der KVWL: corona-kvwl.de/impfbericht.
    Die aktuell anspruchsberechtigten Personengruppen sind dem Impffahrplan der Stadt Dortmund zu entnehmen: dortmund.de/corona-impfung.

  9. Lokale Inzidenzen müssen für Schulen entscheidend sein (PM LEiS-NRW und LEK NRW)

    Lokale Inzidenzen müssen für Schulen entscheidend sein

    Die Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW (LEiS-NRW) und die Landeselternkonferenz (LEK) halten das Einschreiten des Ministeriums für Schule und Bildung, gegen das vom Kreis und der Stadt Düren beabsichtigte Schließen der Schulen auf Grund der hohen Inzidenzwerte für rechtswidrig.

    Nach dem SchulG ist für die Schulgesundheit die örtliche Gesundheitsbehörde zuständig und muss einschreiten, wenn sie in Gefahr ist. Das Ministerium für Schule und Bildung hat gegenüber der örtlichen Gesundheitsbehörde keine Weisungsbefugnis. „Nach unserer Auffassung kann das Ministerium nicht den Unterricht anordnen, wenn vor Ort die Gesundheitsbehörde ein Gefahrenpotential sieht.“ kommentiert die Vorsitzende der Landeselternkonferenz Anke Staar die Anordnung der Düsseldorfer Behörde.

    Landesweit werden die Infektionszahlen voraussichtlich in den kommenden Tagen explodieren. Einzelnen Kommunen, die lokal die richtige Entscheidung treffen, in den Arm zu fallen ist auf vielen Ebenen falsch. „Bei Schulöffnungen müssen die lokalen Werte der Kreise und Städte zugrunde gelegt werden – nicht der Landesdurchschnitt“ so Ralf Radke Vorsitzender der LEiS-NRW.

    Viel wichtiger ist es, jetzt endlich die bedürftigen Schüler*innen in die Schulen zu holen und für die restlichen Schüler*innen den Distanzunterricht so zu verbessern, dass er unserem Bildungsstandard gerecht wird.

    Ralf Radke Vorsitzender LEiS-NRW e.V.
    Anke Staar Landeselternkonferenz

  10. Coronavirus: 34 weitere positive Testergebnisse in Dortmund am Montag – Inzidenzwert voraussichtlich bei 71,7 (PM Stadt Dortmund)

    Coronavirus: 34 weitere positive Testergebnisse in Dortmund am Montag – Inzidenzwert voraussichtlich bei 71,7

    In Sachen Coronavirus lässt sich für Dortmund folgendes Update geben:

    Heute sind 34 positive Testergebnisse hinzugekommen. Von den Neuinfizierten lassen sich 7 Personen 3 Familien zuordnen.

    Zurzeit befinden sich 2063 Menschen in Quarantäne.

    Seit dem ersten Auftreten der Erkrankung in Dortmund liegen insgesamt 19.171 positive Tests vor. 18.074 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 781 Menschen in Dortmund mit dem Virus infiziert.

    Nach der Berechnung der Stadt Dortmund anhand der RKI-Methodik wird der Inzidenz-Wert mit den heutigen Zahlen 71,7 betragen. Der tatsächliche Wert des RKI wird erst ab 0 Uhr abrufbar sein und ist von da an verbindlich – leichte Abweichungen sind bis dahin möglich.

    Zurzeit werden in Dortmund 72 Corona-Patient*innen stationär behandelt, darunter 22 intensivmedizinisch, davon wiederum 15 mit Beatmung.

    Virusvarianten
    Bis jetzt sind in Dortmund insgesamt 432 Infektionsfälle mit Virusvarianten nachgewiesen. In allen Fällen handelt es sich um die britische Variante (B.1.1.7). Hinweis: Dies ist keine Teilmenge der tagesaktuellen Neuinfektionen, sondern eine Teilmenge der gesamten Infektionsfälle. (Begründung: Die Sequenzierung dauert mehrere Tage.)

    Impfungen mit Astra Zeneca auch in Dortmund ausgesetzt
    Die Bundesregierung setzt aktuell aufgrund einer Empfehlung des Paul Ehrlich Instituts die Corona-Impfungen mit Astra Zeneca vorsorglich aus. Aus diesem Grunde sollen Impfungen mit diesem Impfstoff so lange nicht fortgeführt werden, bis die Europäische Arzneimittelbehörde entschieden hat, wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffs auswirken. Hintergrund seien neue Meldungen von Hirnvenenthrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung, die weitere Untersuchungen notwendig machen. In Dortmund werden die Impfungen mit Astra Zeneca jetzt ebenfalls unterbrochen.

    Corona-Informationen online
    Antworten rund um Corona und die Situation in Dortmund: corona.dortmund.de oder corona-inzidenz.dortmund.de.

    Informationen zum aktuellen Stand der durchgeführten Impfungen im Impfbericht der KVWL: corona-kvwl.de/impfbericht.

    Die aktuell anspruchsberechtigten Personengruppen sind dem Impffahrplan der Stadt Dortmund zu entnehmen: dortmund.de/corona-impfung.

    Alle Dortmunder*innen können sich einmal wöchentlich kostenfrei auf den Corona-Virus testen lassen. Das Angebot ist Teil der bundesweiten Teststrategie zur Corona-Eindämmung. Die Stadt Dortmund hat bereits eine Reihe von Teststellen offiziell beauftragt, weitere Standorte folgen in Kürze. Die jeweils aktuelle Liste der von Dortmund beauftragten Teststellen findet sich unter http://www.dortmund.de/corona-schnelltest. Wichtig: Mit Symptomen einer COVID-19-Erkrankung bitte den Hausarzt kontaktieren und nicht in eine Teststelle kommen.

  11. Wiedereröffnungen im Handel: Mitbestimmung wird vielfach ignoriert - ver.di fordert Kontrollen und tägliche Schnelltests für Beschäftigte (PM)

    Wiedereröffnungen im Handel: Mitbestimmung wird vielfach ignoriert –
    ver.di fordert Kontrollen und tägliche Schnelltests für Beschäftigte

    Die Einbeziehung der Betriebsräte bei den Wiederöffnungen von Einzelhandelsgeschäften hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) angemahnt. „Die gesetzliche Mitbestimmung wird von Unternehmen vielfach ignoriert. Statt die Expertise der gewählten Beschäftigtenvertreterinnen und -vertreter einzuholen, müssen diese immer wieder zeitraubende Einigungsstellen bemühen, um die Interessen der Belegschaften in den Handelsunternehmen durchzusetzen“, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. „So kann man nicht mit der Gesundheit der Beschäftigten umgehen. Wo keine Einsicht vorhanden ist, sind jetzt Kontrollen der Ordnungs- und Gesundheitsämter unerlässlich“, so die Gewerkschafterin.

    Betriebsräte der Einzelhandelsunternehmen wüssten in den vielen Fällen nicht einmal, wie viele Covid-Erkrankte es im Betrieb gebe. Der Schutz der Beschäftigten müsse ganz oben stehen, wo er hingehöre. „Die Zutrittskontrollen sind in vielen Bereichen immer noch unzureichend, die Hygienewartungen der Klimaanlagen häufig intransparent, die Durchsetzung der Maskenpflicht halbherzig, bezahlte Pausen für die Maskenträger ein Streitpunkt. Notwendig ist deshalb die Mitbestimmung der Betriebsräte und sinnvoll ist ein täglicher Schnelltest der Beschäftigten. Auch über eine Testung der Kundschaft muss man reden, um ein Ausufern der dritten Welle zu verhindern“, sagte Nutzenberger.

  12. LEK NRW: Sicherheit wirft Fragen auf! Wie infektiös sind Kinder nun wirklich?! (PM)

    LEK NRW: Sicherheit wirft Fragen auf! Wie infektiös sind Kinder nun wirklich?!

    Kaum sind die ersten der von vielen Eltern herbeigesehnten Schnelltests angekommen, nicht mal ausprobiert, schon regt sich Widerstand! Wogegen? Ganz grundsätzlich gegen diesen Baustein für mehr Sicherheit oder aber gegen Datenschutzprobleme und sich widersprechende Anordnungen?

    Viele Eltern setzen große Hoffnungen in die freiwilligen Schnelltests als weiteren Baustein für ein größeres Sicherheitsgefühl an Schulen. Von wissenschaftlicher Seite wird schon länger eine regelmäßige Testung gefordert, die allerdings mindestens zweimal pro Woche durchgeführt werden sollte. Auf diese Weise kann ein Infektionsgeschehen an Schulen frühzeitig erkannt und die Ausbreitung des Virus durch entsprechende Maßnahmen begrenzt werden.

    Nun hat das Schulministerium NRW seine Teststrategie sowie die Rahmenbedingungen vorlegt, die allerdings widersprüchlich formuliert sind und viele Problempunkte einfach ausklammern. Entgegen dem wissenschaftlichen Rat ist nur eine Testung pro Woche vorgesehen, im Probelauf vor den Osterferien nur eine einzige in zwei Wochen. Dies ist entschieden zu wenig und muss auf zweimal Testen pro Woche ausgeweitet werden, wenn es überhaupt Erfolg haben soll.

    Allerdings bedeuten die Durchführung der Testung inklusive Dokumentation sowie die sich bei einem positivem Testergebnis anschließenden Maßnahmen einen großen Zeitaufwand für die Schulen, die ohne weitere personelle Hilfe auf Kosten der Unterrichtszeit geht. Zeitsparend ist immerhin das Widerspruchsverfahren zur Impfteilnahme, dass anstelle eines Einwilligungsverfahrens zur Anwendung kommen soll.

    Grundsätzlich gibt es aber Zweifel an der Aussagekraft der Testungen selbst, auf die schon der Hersteller in seiner Gebrauchsanweisung hinweist. Anlasslose Testungen könnten viele falsch-positive Ergebnisse zeigen. Daher dürfen die Testungen nur als ein Indikator für die Notwendigkeit eines genaueren PCR-Tests betrachtet werden. Nicht mehr, nicht weniger! Dieses Verständnis ist viel zu wenig öffentlich kommuniziert worden. Doch wenn die Teilnahme freiwillig ist und die Testergebnisse nur begrenzt zuverlässig sind, warum zieht dann ein positives Testergebnis eine sofortige Isolierung mit Ausschluss vom Unterricht nach § 54 III Schulgesetz1 und Verbot der Nutzung des ÖPNV nach sich?

    • Wer freiwillig teilnimmt wird also unter Umständen mit Ausschluss vom Unterricht bestraft, wer sich verweigert, darf bleiben. Die in Quarantäne geschickten Schüler*innen haben dann keinen Anspruch auf (Distanz-) Unterricht, obwohl sie in den vergangen Wochen vielleicht nicht ein einziges Mal in der Schule waren und Eltern gerade hofften, endlich ihren Job wieder nachgehen zu können.
    • Unklar ist auch, wie positiv getestete Schüler*innen nach Hause kommen sollen, wenn die Familie über keinen PKW verfügt.
    • Außerdem wirft es die Frage auf, wie gefährlich Infektionen sind, wenn Kinder sofort isoliert werden müssen, obwohl sie Minuten vorher noch im gleichen Raum getestet wurden, die Sitznachbarn aber in der Schule bleiben dürfen.
    • Doch fast absurd klingt es, dass einerseits das Gesundheitsamt bei positivem Testergebnis nicht informiert wird, die Schulen aber alle positiv getesteten Schüler*innen namentlich listen, vom Unterricht ausschließen und von den Eltern abholen lassen sollen. Es wird sich kaum vor den Mitschüler*innen verbergen lassen, wessen Test positiv war. Diese Situation ruft natürlich Datenschutzverfechter auf den Plan, insbesondere wenn man bedenkt, dass sonst nicht einmal Läuse- oder Krätzebefall öffentlich gemacht werden dürfen.
    • Es kann nicht erwartet werden, dass positiv getestete Kinder ohne Symptome dann unverzüglich vom Haus- bzw. Kinderarzt erneut getestet werden. Schließlich sind diese angewiesen, sparsam mit den Testressourcen umzugehen.
    • Dass es als Lösung für behinderte Schüler*innen statt Hilfestellung nur die Anweisung gibt, die Tests allein zuhause durchzuführen, führt das gesamte Verfahren ad absurdum. Warum können dann nicht alle Tests zu Hause durchgeführt werden, wenn es anscheinend so einfach ist? Bleibt zu hoffen, dass alle betroffenen Eltern die komplexe Gebrauchsanweisung verstehen und die Tests handhaben können. (Gibt es nicht auch Fremdsprachige Anweisungen?)

    Spätestens jetzt stellt sich die Frage, wie ernstgemeint und nützlich ein solches Verfahren ist. Zweimal pro Woche Testen für alle hatte das RKI empfohlen, wenn durch Schnelltests eine Rasterfandung nach frühen Infektionen gelingen soll. Wie sinnvoll sind dann Testungen, die freiwillig einmal die Woche durchgeführt nur eine unvollständige Momentaufnahme der Infektionsverbreitung in Schulen aufzeigen werden aber gleichzeitig einzelne Schüler*innen in „selbstgewählte“ aber zumindest nicht immer nötige Isolation schicken?

    Wie wenig Wert der Gesundheitsschutz der Schüler*innen hat, wird immer deutlicher und zeigt sich auch in der immer noch fehlenden Bereitschaft zur Anschaffung von Filteranlagen, auf die man im Landtag alle paar Meter trifft. Auch bezüglich der Anschaffungskosten für den Maskenschutz und auch die fehlende Gleichbehandlung der Schüler*innen, die immer noch ihren verpflichtenden Maskenschutz selbst bezahlen müssen, egal wie finanzschwach die Familien sind.

    Dass Neid auf andere Länder wächst, die Schutzmaßnahmen von Beginn an ohne Wenn und Aber durchgesetzt haben. Schulen in Asien haben schon lange einen neuen guten Rhythmus gefunden. Deshalb fordern wir dringend Nachbesserungen am Testkonzept für einen akzeptablen Weg, der endlich die Chancen sieht und nicht die Ängste von Datenschutz- Pedanten weckt. Unsere Kinder sind einfach „MEHR-WERT!“

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