
Das neue SDG-Aktionsprogramm für Dortmund ist ab sofort verfügbar – gedruckt und online. Es enthält über 90 Termine und mehr als 85 Angebote rund um die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele. Von Workshops über Exkursionen bis hin zu Ausstellungen bietet das Programm vielfältige Möglichkeiten, Nachhaltigkeit vor Ort zu erleben. Mit dabei sind die Stadt Dortmund, 20 kooperierende Organisationen und erstmals die Stadt- und Landesbibliothek. Interessierte können sich zudem für die Aufnahme eigener Projekte melden.
Vielfältige Angebote rund um Nachhaltigkeit
Das Dortmunder SDG-Aktionsprogramm für das erste Halbjahr 2026 ist 108 Seiten stark und bietet unter dem Motto „Global denken und lokal handeln“ eine breite Palette an Veranstaltungen für Nachhaltigkeitsinteressierte in Dortmund. Die Angebote reichen von Workshops über Vorträge und Ausstellungen bis hin zu Exkursionen.
SDG steht für „Sustainable Development Goals“, die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung. Mit dabei sind Angebote der Stadt Dortmund, aber vor allem von Vereinen und Institutionen wie dem ADFC, NABU und Welthaus Dortmund. Insgesamt 20 Organisationen tragen ihr Programm zu dem Heft bei und ermöglichen vielfältige Möglichkeiten, nachhaltige Projekte vor Ort kennenzulernen.
Neu in diesem Jahr sind die Angebote der Stadt- und Landesbibliothek. In der sogenannten „Bibliothek der Dinge“ können Bibliotheksausweis-Inhaber:innen Gegenstände ausleihen, die im Alltag nur selten gebraucht werden, zum Beispiel Actionkameras, Nähmaschinen, Spiel- und Sportgeräte wie Wikingerschach oder Schwungtücher sowie Gebrauchsgegenstände wie Motiv-Backformen aus Silikon.
Eine Auswahl des Programms im ersten Halbjahr
Die VHS Dortmund bietet in Kooperation mit dem NABU Dortmund Grundschulkindern und Familien den „Naturforscherpass“ an. Auch Exkursionen mit Förstern und Bildungsurlaube zum Thema Nachhaltigkeit stehen auf dem Programm.

Im Naturmuseum findet am 31. März 2026 ein Aktionstag Recycling statt, an dem Besucher:innen ausprobieren können, wie aus vermeintlichem Müll noch brauchbare Dinge entstehen. Der NABU Dortmund organisiert Exkursionen in die Natur und zeigt, wie Kleingärten insektenfreundlich gestaltet werden können. Am 31. Mai 2026 steht der „Tag der Biologischen Vielfalt“ auf dem Außengelände des Naturmuseums auf dem Programm – mit Mitmach-Aktionen, Führungen, Vorträgen und Informationen.
Querwaldein präsentiert am 26. Mai 2026 im BVB-Lerngarten umweltpädagogische Projekte, zum Beispiel die Nutzung von Brennnesseln. Die Hochschulen und das Studierendenwerk veranstalten ab dem 22. Juni 2026 eine Nachhaltigkeitswoche mit Kreativ-Flohmarkt, Pflanzentausch und Mitmach-Werkstätten. Regelmäßig werden zudem Fahrradtouren des ADFC angeboten.
Das Aktionsprogramm liegt im Rathaus und bei den 20 beteiligten Organisationen aus und kann dort kostenlos mitgenommen werden. Das Programm für das zweite Halbjahr 2026 wird im September veröffentlicht.
Mehr Informationen:
- Mitmachen erwünscht: Interessierte Organisationen, die nachhaltige Projekte in Dortmund anbieten und bisher noch nicht im SDG-Programm vertreten sind, können sich melden. Ansprechpartner ist Nachhaltigkeitskoordinator Christoph Struß, erreichbar per E-Mail unter cstruss@stadtdo.de oder telefonisch unter 0231 50-22169.


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Ausgezeichnet nachhaltig: Dortmund präsentiert Zukunftsstrategie für die Stadt und erhält Auszeichnung für kommunales Nachhaltigkeitsmanagement (PM)
Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Stadt Dortmund für ihren neuen Nachhaltigkeitsbericht ausgezeichnet. Die Stadt zeigt darin, wie sie Klimaschutz, soziale Teilhabe und nachhaltige Stadtentwicklung gemeinsam voranbringt.
Die Stadt Dortmund hat eine Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen für ihr kommunales Nachhaltigkeitsmanagement erhalten. Im Kongresszentrum der Westfalenhalle überreichte Staatssekretär Viktor Haase die Urkunde während der Abschlussveranstaltung der „Prozesskette Nachhaltigkeit NRW“ am Mittwoch (20. Mai). Planungs-, Bau- und Umweltdezernent Stefan Szuggat nahm die Auszeichnung entgegen.
Anlass der Ehrung ist der fertiggestellte Nachhaltigkeitsbericht der Stadt Dortmund 2026. Darin dokumentiert die Stadt erstmals umfassend nach dem bundesweiten „Berichtsrahmen Nachhaltige Kommune 2.0“, wie nachhaltige Entwicklung in Dortmund gesteuert und weiterentwickelt wird.
Nachhaltigkeit als Gemeinschaftsaufgabe
Der Bericht zeigt, wie sich Dortmund in den vergangenen Jahren verändert hat: von der Industriestadt hin zu einem modernen Wirtschafts-, Wissenschafts- und Lebensstandort. Beispiele wie die Renaturierung der Emscher, der PHOENIX See oder die Entwicklung neuer Quartiere stehen für diesen Wandel.
Gleichzeitig benennt der Bericht konkrete Herausforderungen. Dazu zählen Klimaschutz, nachhaltige Mobilität, sozial gerechte Stadtentwicklung, Flächenverbrauch und die Anpassung an den Klimawandel.
Der Nachhaltigkeitsbericht macht deutlich, dass die Stadt diese Themen nicht isoliert betrachtet. Vielmehr verbindet Dortmund ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele miteinander.
Verwaltung, Wissenschaft und Stadtgesellschaft arbeiten zusammen
An dem Bericht arbeiteten Fachbereiche der Stadtverwaltung gemeinsam mit städtischen Unternehmen sowie Partnerinnen und Partnern aus Wissenschaft und Stadtgesellschaft. Insgesamt beteiligten sich 28 Bereiche der Verwaltung und kommunaler Unternehmen an dem Prozess.
Koordiniert wurde der Bericht vom Team für Internationale Beziehungen und Nachhaltige Entwicklung im Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates unter Leitung des Nachhaltigkeitskoordinators Christoph Struß.
Der Bericht beleuchtet unter anderem:
– Klimaschutz und Klimaanpassung,
– nachhaltige Mobilität,
– soziale Teilhabe,
– Bildung und Kultur,
– nachhaltige Beschaffung,
– Digitalisierung,
– Biodiversität,
– faire Lieferketten
– sowie nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung.
Auch konkrete Projekte finden sich im Bericht wieder, etwa nachhaltige Lebensmittelbeschaffung, neue Beteiligungsformate oder der Ausbau von Netzwerken für nachhaltiges Engagement.
Dortmund gehört bundesweit zu den Vorreitern
Dortmund veröffentlichte bereits 2022 einen ersten Nachhaltigkeitsbericht und reichte diesen zusätzlich als „Voluntary Local Review“ bei den Vereinten Nationen ein. Seit 2025 beteiligt sich die Stadt zudem als Modellkommune am bundesweiten „Portal für Nachhaltige Kommunen“ der Bertelsmann Stiftung und des Deutschen Instituts für Urbanistik.
Mit dem neuen Bericht setzt Dortmund diesen Weg fort und stärkt Nachhaltigkeit als Querschnittsaufgabe in der gesamten Stadtverwaltung.
Die Abschlussveranstaltung „Prozesskette Nachhaltigkeit NRW“ bringt Kommunen aus Nordrhein-Westfalen zusammen, die ihre Nachhaltigkeitsstrategien, Berichte und Steuerungsinstrumente in den vergangenen Jahren weiterentwickelt haben. Neben der Urkundenübergabe stehen Praxisbeispiele, Fachvorträge und der Austausch zwischen Kommunen im Mittelpunkt.
dortmund.de/nachhaltig
Die Natur erleben beim Dortmunder Tag der biologischen Vielfalt (PM)
Wie wichtig biologische Vielfalt für das Leben in der Stadt ist, zeigt sich am Sonntag, 31. Mai, beim Tag der biologischen Vielfalt rund um das Naturmuseum Dortmund (Münsterstraße 271). Von 11 bis 17 Uhr erwartet die Besucher*innen ein vielseitiges Programm mit Mitmachaktionen und spannenden Einblicken in Natur- und Umweltthemen – der Eintritt ist frei.
Der Aktionstag richtet sich an alle, die mehr über Tiere, Pflanzen und Lebensräume in Dortmund erfahren möchten – von naturnahen Gärten und Bächen über essbare Wildpflanzen und ruhrgebietstypische Insekten bis hin zu biologischer Landwirtschaft. Mehr als 30 Vereine, Initiativen und städtische Fachbereiche präsentieren ihre Arbeit und zeigen, wie vielfältig Naturschutz in der Stadt umgesetzt wird. An zahlreichen Ständen gibt es konkrete Informationen, wie sich die Biodiversität in der Stadt verbessern lässt – ergänzt durch ein Programm für Kinder und Familien, das viel Abwechslung verspricht.
Natur mit allen Sinnen erleben und verstehen
Ein besonderes Erlebnis für junge Naturentdeckerinnen und -entdecker ist die Becherlupen-Safari: Ausgerüstet mit Kescher und Becherlupe geht es auf Entdeckungstour durch die Grünflächen am Museum, um kleine Tiere aufzuspüren, kennenzulernen und zu beobachten.
Auch das Naturmuseum Dortmund selbst öffnet seine Türen und bietet mit seinen Ausstellungen und Mitmachstationen einen passenden Rahmen, um Natur anschaulich zu erleben. Besenders spannend ist die aktuelle Sonderausstellung „Human Footprint – Menschliches Handeln im Satellitenbild“. „Das Naturmuseum ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Naturfreunde – und damit ein idealer Ort für den Tag der biologischen Vielfalt“, erklärt Dr. Oliver Adrian, kommissarischer Leiter des Naturmuseums Dortmund. Besonders der Mix aus Innen- und Außenangeboten mache den Veranstaltungsort so attraktiv.
Mitmachen ausdrücklich erwünscht
Ob bei Führungen, Gesprächen mit Fachleuten oder interaktiven Aktionen – der Tag bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen. Ein spielerischer Höhepunkt ist ein Pflanzen-Quiz für die ganze Familie. „Wer richtig rät, kann eine Wildpflanze mit nach Hause nehmen und dort einpflanzen“, erklärt Ursula Hettwer vom Hauptfriedhof.
Das Grünflächenamt gibt am Aktionstag Einblicke in die städtischen Grünanlagen und zeigt, wie durch Wildblumenwiesen und naturnahe Pflege die Artenvielfalt gefördert werden kann. Die Stadtteil-Werkstatt des Sozialamtes zeigt, wie Naturschutz und soziale Projekte Hand in Hand gehen können. Dort entstehen gemeinsam mit Teilnehmenden unter anderem Nistkästen, Brutflöße und Insektenhotels – gleichzeitig werden Menschen für den Arbeitsmarkt qualifiziert und für einen gesunden Lebensstil in der Natur begeistert. Auch der Botanische Garten Rombergpark, der Zoo, das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, die Stadterneuerung (Querbeet) sowie die Stadtentwässerung Dortmund sind mit Angeboten dabei.
Zusammenarbeit für mehr Artenvielfalt in der Stadt
Hinter der Veranstaltung steht ein gemeinsames Planungsteam aus Umweltamt, Grünflächenamt, Friedhöfe Dortmund und Naturmuseum. Die Federführung liegt in diesem Jahr erneut beim Umweltamt, das zugleich sein 40-jähriges Jubiläum feiert.
„Biologische Vielfalt beginnt direkt vor unserer Haustür“, sagt Dr. Theresa Eckermann, Leiterin des Umweltamtes. „Mit dem Tag der Biologischen Vielfalt möchten wir gemeinsam mit den vielen ehrenamtlichen Naturschützer*innen zeigen, wie spannend und lebendig Natur in Dortmund ist – und wie jede und jeder selbst zum Schutz von Flora und Fauna beitragen kann. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig eine kontinuierliche Umweltarbeit für die Entwicklung unserer Stadt ist. Seit 40 Jahren übernimmt das Umweltamt Verantwortung für Mensch und Umwelt.“
Vorträge praxisnah oder mit viel Hintergrund
Das Vortragsprogramm ist Abwechslung pur: Ein fachliches Highlight ist ein Vortrag der renommierten Biologin und Autorin Ulrike Aufderheide über naturnahe Gartengestaltung.
Essbare Wildpflanzen sind Thema von Dr. Tanja Helling vom Naturmuseum Dortmund. Sie erklärt, wie sich Biodiversität direkt vor der eigenen Haustür fördern lässt. „Essbare Wildpflanzen wie Brennnessel, Löwenzahn oder Giersch sind nicht nur ökologisch wertvoll, sondern können auch unseren Speiseplan bereichern“, sagt sie.
Außerdem gibt es einen Vortrag von Dr. Theresa Eckermann und Dr. Wilhelm Grote, einer von Eckermanns Vorgängern in der Leitungsfunktion des Umweltamtes. Sie informieren über die Meilensteine in der Geschichte des Dortmunder Umweltamtes.
„Zu Beginn standen vor allem Themen wie Altlasten, Wasser- und Abfallrecht, Immissionsschutz, Natur- und Landschaftsschutz sowie der Aufbau grundlegender Strukturen im Fokus, erzählt Dr. Wilhelm Grote, stellvertretender Amtsleiter zur Gründerzeit und Amtsleiter von 1992 bis 2013 des Umweltamtes. „Heute hat sich die Umweltarbeit deutlich weiterentwickelt – Themen wie biologische Vielfalt, Klimaanpassung und nachhaltige Stadtentwicklung sind ebenfalls in den Mittelpunkt gerückt. Das zeigt, dass die Herausforderungen bleiben, auch wenn sich die Sichtweisen weiterentwickelt haben, und wie wichtig es ist, diese Arbeit fortzuführen.“
Ein Tag, der sich Signalwirkung wünscht
Der Aktionstag macht deutlich: Der Schutz von Natur und Artenvielfalt beginnt direkt vor der eigenen Haustür – und lebt vom Engagement vieler. „Unsere Kernbotschaft ist, dass wir Biodiversität nur gemeinsam voranbringen können, indem wir sie in unseren Alltag integrieren“, so Christoph Veen. Dortmund möchte damit ein klares Zeichen setzen für mehr Natur in der Stadt – heute und in Zukunft.
Noch mehr Infos zum Tag der biologischen Vielfalt gibt es hier im Programmflyer: https://www.dortmund.de/dortmund/projekte/rathaus/verwaltung/kulturbetriebe/museen/naturmuseum-dortmund/vk/63-05-26_tag-der-biodiversitaet-folder_web.pdf