Feierliche Eröffnung des neuen Headquarters der Dortmunder IT-Unternehmensgruppe Materna

Das hochmoderne Gebäude bietet Platz für 1.800 Beschäftigte

Foto: Gerber Architekten / Hans Jürgen Landes

Seit Juni 2024 ist das neue Headquarter der Dortmunder IT-Unternehmensgruppe Materna in Betrieb. Das von Gerber Architekten entworfene Gebäude bietet auf dem ehemaligen Industriearal Phoenix West im Dortmunder Süden Platz für 1.800 Beschäftigte. Zu Gast bei der feierlichen Eröffnung war auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der Materna als IT-Pionier würdigte und die Bedeutung der Branche für Nordrhein-Westfalen betonte.

Ein innovatives Zentrum für IT-Dienstleistungen und Digitalisierung

Hendrik Wüst betonte bei der Eröffnung auch Maternas Rolle beim Strukturwandel: „Aus dem Herzen der alten Schwerindustrie in die digitale Zukunft: Mit der Eröffnung des neuen Unternehmenshauptsitzes auf Phoenix-West in Dortmund hätte Materna keinen besseren Standort wählen können. Denn wo früher eines der größten Hochofenwerke des Ruhrgebiets stand, entsteht heute ein innovatives Zentrum für IT-Dienstleistungen und Digitalisierung.“

Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Markus Mielek

„Aus diesem Grund feiern wir nicht nur die Eröffnung einer nachhaltigen und hochmodernen IT-Zentrale, sondern auch den Erfolg eines im Ruhrgebiet verwurzelten Familienunternehmens, das den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen stärkt und aktiv die Zukunft unseres Landes mitgestaltet: von der Kohle zur KI!“

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal würdigte das Headquarter als herausragendes Bauwerk und hob Dortmunds Rolle als Innovationsstandort hervor:„Dortmund positioniert sich seit Jahren erfolgreich als führender Standort für IT-Unternehmen. Materna zeigt eindrucksvoll, dass man auch in einer schnelllebigen Branche als Familienunternehmen langfristig erfolgreich sein und eine führende Position einnehmen kann.“ Materna sei ein Flaggschiff des IT-Standorts Dortmund und stehe für westfälische Solidität gepaart mit Innovationsfreude des Standortes Dortmund.

Michael Hagedorn, CEO der Materna-Gruppe, Helmut an de Meulen, Gründer, Thomas Westphal, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Winfried Materna, Gründer (v.l.). Foto: Markus Mielek

Die beiden Unternehmensgründer Dr. Winfried Materna und Helmut an de Meulen zeigten sich stolz auf den neuen Unternehmenssitz: „Mit diesem Standort bekennen wir uns klar zu Stadt und Region und unterstreichen unseren Beitrag zum Wandel hin zu einer modernen Wirtschaft, die in Forschung, Entwicklung und Technologie Maßstäbe setzt“, so Dr. Materna.

Helmut an de Meulen ergänzte: „Das Ruhrgebiet blickt auf eine lange Tradition des Wandels und der Innovation zurück. Unser neues Headquarter auf dem ehemaligen Hochofengelände Phoenix West ist ein klares Signal für unseren Glauben an die Zukunft dieser Region und ein Bekenntnis zu Fortschritt und digitaler Transformation.“

Konzeptioneller Ansatz des Neubaus: „Architektur als Metapher des Wandels“

Der futuristisch wirkende Neubau steht symbolisch für die Entwicklung der Materna-Gruppe, die seit vielen Jahren zu den führenden mittelständischen IT-Unternehmen gehört. Das rund 150 Millionen Euro teure Gebäude an der Robert-Schuman-Straße 20 wurde vom Dortmunder Architekten Prof. Eckhard Gerber entworfen.

Das „Materna Headquarter“ erinnert bewusst an das New Yorker „Flat Iron Building“. Foto: Gerber Architekten / Hans Jürgen Landes

Die markante Form des Headquarters erinnert bewusst an das New Yorker „Flat Iron Building“ und sendet laut Prof. Gerber eine klare Botschaft: „Die Gebäudeform steht als Metapher für Maternas Weltoffenheit und als eindeutiges Bekenntnis zum Standort Dortmund.“

„Materna setzt mit diesem Gebäude ein sichtbares Zeichen für seine Mitarbeitenden und den gelungenen Strukturwandel.“

Eine begrünte Landschaftstreppe sorgt für ein gutes Klima in der Halle des Gebäudes. Foto: Gerber Architekten / Hans Jürgen Landes

Ein weiterer zentraler Entwurfsgedanke für das Gebäude war zudem, offene Raumstrukturen für dynamische Kommunikationsprozesse und innovative Lösungen anzubieten. Betritt man das Gebäude, gelangt man in eine lichtdurchflutete Halle.

Eine begrünte Landschaftstreppe soll den fließende Übergang zwischen Architektur und Landschaft wieder spiegeln. Die mit immergrünen Pflanzen gestaltete Treppe sorgt für eine angenehme klimatische Situation in der Halle.

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Reaktionen

  1. Materna und Neo4j schließen strategische Partnerschaft für Graph-Intelligence und erklärbare KI (PM)

    Die Materna Information & Communications SE und Neo4j, Anbieter der gleichnamigen Graph-Intelligence-Plattform, schließen eine strategische Partnerschaft. Mit der Zusammenarbeit erweitert Materna ihr Portfolio um Lösungen zur strukturierten Analyse hochvernetzter Daten in anspruchsvollen Einsatzfeldern.

    Vernetzte Daten als Grundlage belastbarer Entscheidungen

    Graphdatenbanken verknüpfen heterogene Daten und setzen sie in Beziehung. Sie überwinden isolierte Datensilos und stellen die Verbindung zwischen den Daten in den Mittelpunkt. Dadurch werden Zusammenhänge, Abhängigkeiten und Muster sichtbar, die in klassischen Datenmodellen häufig verborgen bleiben. Gerade in sicherheitskritischen und regulierten Umfeldern ist diese Transparenz eine wesentliche Voraussetzung für belastbare und nachvollziehbare Entscheidungen.

    Ob in Lieferketten, im IT-Service-Management, bei der Instandhaltung technischer Systeme oder in sicherheits- und verteidigungsnahen Szenarien – vernetzte Datenmodelle ermöglichen eine schnellere Analyse komplexer Strukturen und schaffen die Basis für resiliente Organisationsprozesse.

    „Wir bewegen uns mit vielen unserer Projekte in sensiblen und geschäftskritischen Bereichen. Dort müssen Daten strukturiert, transparent und zuverlässig nutzbar sein. Mit Neo4j bauen wir unsere Kompetenz weiter aus, komplexe Zusammenhänge nachvollziehbar abzubilden und KI verantwortungsvoll einzusetzen“, sagt Michael Hagedorn, CEO der Materna-Gruppe.

    Graphtechnologie und KI im Zusammenspiel

    Ein zusätzlicher Mehrwert entsteht durch die Verbindung von Graphtechnologie und Künstlicher Intelligenz. Knowledge Graphen strukturieren Wissen und liefern den Kontext für KI-Systeme. So können Anwendungen Zusammenhänge erkennen, Ergebnisse verständlich einordnen und Entscheidungen auf eine transparente Grundlage stellen, welches ein entscheidender Faktor in regulierten und sicherheitsrelevanten Bereichen ist.

    „Viele Organisationen und Behörden ringen momentan damit, GenAI-Pilotprojekte in die Praxis zu überführen. Was häufig fehlt, ist ein belastbares Wissensfundament über Daten, Ereignisse und Entscheidungsverläufe – ein digitales Gedächtnis, das KI-Systemen Orientierung und Nachvollziehbarkeit verleiht. Das ist zentral, um KI in realen Anwendungen zu skalieren und KI-Agenten aufzubauen. Gemeinsam mit Materna bringen wir unsere Graphtechnologie gezielt in anspruchsvolle Anwendungsfelder ein und unterstützen dabei, präzise und nachvollziehbare Ergebnisse sicherzustellen“, erklärt Thorsten Stockmann, Sales Director Public Sector DACH bei Neo4j.

    Neo4j ist Teil des Deutschland-Stacks, der vom Bund federführend aufgebaut wird und als nationale souveräne Technologie-Plattform für die Verwaltungsdigitalisierung dienen soll. Ziel ist es, künftig verbindliche Standards, Basiskomponenten und gemeinsame Dienste bereitzustellen, um digitale Lösungen für Bund, Länder und Kommunen bundesweit schneller umzusetzen.

    Beitrag zur strategischen Weiterentwicklung im Rahmen von Elevate

    Im Fokus der Partnerschaft stehen Anwendungen im Public Sector, im Defence-Umfeld sowie in Szenarien der Finanzkriminalitäts- und Betrugsbekämpfung. Mit der Kooperation baut Materna ihre Kompetenzen in den Bereichen Artificial Intelligence, Platform-based Transformation und Business Resilience gezielt weiter aus. Die Partnerschaft zahlt damit unmittelbar auf die strategische Ausrichtung im Rahmen des Strategieprogramms Elevate ein. Elevate bündelt die Weiterentwicklung von Organisation, Portfolio und Marktauftritt und setzt auf nachhaltige, profitable Expansion sowie die verlässliche Umsetzung anspruchsvoller Digitalisierungsprojekte.

    Über Neo4j

    Neo4j ist die Graph-Intelligence-Plattform, die Daten in Wissen verwandelt – als Grundlage für intelligente Anwendungen und KI-Systeme der nächsten Generation. Die Plattform unterstützt Anwender, Enterprise-fähige Knowledge Graphen für präzise, nachvollziehbare und kontrollierbare KI zu erstellen. Zudem liefert Neo4j umfassende, vertrauenswürdige und integrierte Graph-Funktionen, die sich unabhängig von Architektur oder Datenquelle einsetzen lassen. Die Graph-Plattform ist Teil eines einzigartigen Ökosystems, dem 84 der Fortune-100-Unternehmen vertrauen und das von der weltweit größten Graph-Community getragen wird. Erfahren Sie mehr auf http://www.neo4j.com.

    Über Materna

    Die Materna-Gruppe realisiert komplexe und geschäftskritische Digitalisierungsprojekte für Konzerne, Mittelstand und öffentliche Verwaltung. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2025 einen vorläufigen Gruppenumsatz von 793 Millionen Euro und beschäftigt weltweit rund 4.500 Mitarbeitende. Mit dem Strategieprogramm Elevate richtet Materna ihre Weiterentwicklung auf nachhaltiges und profitables Wachstum aus. Im Fokus steht die verlässliche Umsetzung anspruchsvoller Vorhaben – auch in sensiblen und regulierten Umfeldern. Die Kompetenzen der Gruppe bündeln sich in vier strategischen Dimensionen: Platform-based Transformation, Human x Digital, Artificial Intelligence und Business Resilience. Als Familienunternehmen steht Materna für verantwortungsbewusstes Handeln und wirtschaftlich tragfähige Umsetzungskraft.

  2. Materna eröffnet neuen Standort in Koblenz für Defence und digitale Souveränität – Ausbau der Präsenz nahe zentraler Auftraggeber aus Bundeswehr und Verwaltung (PM)

    Die Materna Information & Communications SE hat am 18. Mai 2026 ihren neuen Standort in Koblenz offiziell eröffnet. Damit baut das Unternehmen seine Zusammenarbeit mit Auftraggebern aus dem Umfeld von Bundeswehr und öffentlicher Verwaltung weiter aus. Ziel ist es, komplexe Digitalisierungsvorhaben enger vor Ort zu begleiten und gemeinsam mit Auftraggebern umzusetzen.

    Digitale Handlungsfähigkeit als sicherheitspolitische Aufgabe

    „Die sicherheitspolitische Zeitenwende ist auch eine digitale Aufgabe“, sagte Michael Hagedorn, CEO der Materna Group, zur Eröffnung. „Staatliche Handlungsfähigkeit entsteht heute aus digitalen Architekturen, verlässlichen Datenlagen und der Fähigkeit, auch unter Druck fundierte Entscheidungen zu treffen. Wir investieren gezielt in diese Fähigkeiten und übernehmen Verantwortung dort, wo digitale Lösungen auch unter Belastung zuverlässig funktionieren müssen.“

    Lösungen für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen

    Künftig werden 23 Mitarbeitende am Standort Koblenz Lösungen für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen entwickeln und betreiben. Dazu zählen Lagebilder aus verteilten Datenquellen, geschützte Kommunikationswege sowie digitale Systeme für Führungs- und Logistikprozesse.

    Sie schaffen Transparenz über Ressourcen, Transportwege und Infrastrukturzustände und ermöglichen so koordinierte Entscheidungen auch unter Zeitdruck. Die Entscheidung für Koblenz fiel bewusst, denn die Nähe zu zentralen Einrichtungen von Bundeswehr und Verwaltung schafft kurze Wege für Zusammenarbeit und Umsetzung.

    Operative Verantwortung vor Ort

    Ulrich Bötzel, Senior Vice President Defence, wird seine Aktivitäten künftig auch vom Standort Koblenz aus verantworten. Er betonte die Ausrichtung des Standorts: „Koblenz steht für operative Verantwortung. Wir entwickeln hier Lösungen, die auch unter Krisenbedingungen funktionieren – von Lagebildern bis hin zu stabilen Prozessen und sicherer Kommunikation.“

    Auch aus sicherheitspolitischer Perspektive wurde die Rolle digitaler Systeme hervorgehoben. In seiner Keynote sprach Generalmajor a. D. Dr. Michael Färber über die Bedeutung digitaler Souveränität für moderne Sicherheits- und Verteidigungsstrukturen sowie über die Notwendigkeit interoperabler und belastbarer Systeme. „Die Digitalisierung sicherheitsrelevanter Strukturen wird zunehmend zur Grundlage digitaler Souveränität“, sagte Färber.

  3. SmartLivingNEXT: Datenraum verbindet Wohnen, Energie und Gesundheit – Materna präsentiert zentrale Ergebnisse des Forschungsprogramms (PM)

    Wie lassen sich Wohnen, Energieversorgung und Gesundheitsdienstleistungen künftig besser miteinander verknüpfen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Abschlusskonferenz des Forschungsprogramms SmartLivingNEXT in Berlin. Die Veranstaltung zeigte, wie ein souveräner Datenraum dazu beitragen kann, bislang getrennte Branchen über sichere, standardisierte und zweckgebundene Datenflüsse miteinander zu verbinden.

    Ziel von SmartLivingNEXT ist es, digitale Souveränität in Deutschland und Europa zu ermöglichen und eine Basis für souveräne KI-Services für Bewohnerinnen und Bewohner, Wohnungsunternehmen, Länder und Kommunen sowie Energieversorger, Pflegedienstleister und weitere Marktteilnehmer zu schaffen.

    SmartLivingNEXT adressiert damit eine zentrale Herausforderung des Smart-Living-Marktes: Viele Daten sind in Gebäuden bereits vorhanden oder entstehen künftig durch Smart Meter, IoT-Sensorik, Smart-Home-Systeme oder digitale Assistenzlösungen. Häufig bleiben sie jedoch in einzelnen Systemen eingeschlossen. Der SmartLivingNEXT-Datenraum soll diese Datensilos überwinden, ohne Daten zentral zu sammeln oder bestehende Fachsysteme zu ersetzen. Vielmehr verbindet der Datenraum die drei Ebenen miteinander: Vom intelligenten Gebäude, das Daten sammelt, über den digitalen Betrieb, in dem diese Daten wirtschaftlich genutzt werden, bis hin zum Gebäude als Teil der Infrastruktur, das in Quartieren, Kommunen und branchenübergreifenden Infrastrukturen eingebunden ist.

    „SmartLivingNEXT ist keine neue zentrale Plattform, die alle Daten an sich zieht“, sagt Filip Milojkovic, Teamleiter Data Management & AI bei Materna und Projektleiter bei SmartLivingNEXT. „Der Datenraum schafft eine Infrastruktur, über die bestehende Systeme ihre Daten sicher, zweckgebunden und interoperabel austauschen können. Die Daten bleiben in ihrer Ursprungsumgebung, werden aber über gemeinsame semantische Konzepte nutzbar gemacht.“

    Auf der Konferenz präsentierte Materna unter anderem technologische Bausteine und Demonstratoren für den Übergang von der Forschung in den Realbetrieb. Dazu zählen ein Energieeffizienzdatenportal sowie die SmartLivingNEXT-App. Das Energieeffizienzdatenportal zeigt, wie insbesondere Länder und Kommunen gesetzliche Berichtspflichten KI-gestützt erfüllen können.

    Die App macht Energieverbräuche und Kosten transparenter und kann Vermieterinnen und Vermieter sowie Mieterinnen und Mieter in Mehrfamilienhäusern bei Energiesparen und Mieterstrommodellen unterstützen.

    Weitere Anwendungsszenarien zeigen, wie breit der Datenraum gedacht ist. Präventive Risikoerkennung aus Vital- und Hausautomationsdaten, KI-basierte Schritt-für-Schritt-Handlungsempfehlungen für ungelernte Pflegekräfte oder Anreize zum Energiesparen über Live-Verbrauchsdaten sind nur einige der möglichen Anwendungen.

    „Der praktische Nutzen entsteht dort, wo Daten aus unterschiedlichen Bereichen sinnvoll zusammengeführt werden“, erklärt Milojkovic. „Energie braucht Echtzeit- und Verbrauchsdaten für effizientere Steuerung. Pflege braucht Kontextdaten, um Bedarfe früher zu erkennen. Die Wohnungswirtschaft steht häufig an der Schnittstelle, will aber nicht selbst Softwarehaus, Energieversorger oder Pflegedienstleister werden. Genau hier trennt der Datenraum die Rollen sauber und ermöglicht dennoch Zusammenarbeit.“

    Für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft eröffnet SmartLivingNEXT damit eine neue strategische Rolle. Wohnungsunternehmen müssen nicht selbst digitale Endservices entwickeln. Sie können jedoch Datenzugänge, Gebäudeinfrastruktur und Mieterkommunikation so bereitstellen, dass neue Dienstleistungen im Quartier entstehen. Das reicht von Energieeffizienz und Hitzeschutz über Schimmelprävention bis hin zu Assistenzservices für ältere oder pflegebedürftige Menschen.

    Nach dem Ende des Forschungsprogramms soll das SmartLivingNEXT-Datenökosystem weitergeführt und für neue Teilnehmende geöffnet werden. Materna engagiert sich dafür, den Datenraum in einer Übergangsphase technisch stabil zu betreiben und ein strukturiertes Onboarding für neue Partner zu ermöglichen. Unternehmen können sich so frühzeitig auf die nächste Phase vorbereiten und eigene Anwendungsfälle einbringen.

    „Jetzt kommt es darauf an, dass sich möglichst viele Akteure beteiligen“, sagt Milojkovic. „Startups, PropTechs, Energieunternehmen, Pflegedienstleister, Kommunen und die Wohnungswirtschaft können gemeinsam Geschäftsmodelle entwickeln, die heute an proprietären Einzellösungen scheitern. Unser Aufruf lautet daher: Wer Smart Living nicht nur beobachten, sondern mitgestalten will, sollte jetzt in das Ökosystem einsteigen.“

    Neue Partner können sich über smartlivingnext.de/partner-werden für den Einstieg in das SmartLivingNEXT-Datenökosystem nach Projektende registrieren.

  4. Mehr Umsetzungskraft für europäische Digitalvorhaben: Materna eröffnet Standort in Brüssel (PM)

    Die Materna-Gruppe hat mit der Materna Belgium B.V. eine eigene Tochter in der belgischen Hauptstadt gegründet. Mit dem Schritt reagiert Materna auf die wachsende operative Verantwortung der EU beim Betrieb komplexer digitaler Systeme.

    Brüssel wird zum Zentrum digitaler Umsetzung

    Digitale Regulierung und politische Leitplanken werden zunehmend in Brüssel gestaltet. Gleichzeitig sind europäische Institutionen und Behörden selbst in der Verantwortung, diese Vorgaben in komplexen IT-Systemen umzusetzen. Sie agieren als Auftraggeber und Betreiber sicherheits- und verwaltungskritischer Infrastrukturen mit hohen Anforderungen an Stabilität, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit.

    Unterstützung für kritische digitale Infrastrukturen

    Materna Belgium B.V. ist in Brüssel tätig und unterstützt künftig europäische Institutionen, Mitgliedstaaten sowie Partner aus Verwaltung und Wirtschaft bei der praktischen Umsetzung digitaler Vorhaben. Im Fokus stehen robuste IT- und Datenarchitekturen sowie der sichere Betrieb digitaler Systeme in sensiblen und regulierten Umfeldern.

    „Europa entscheidet nicht nur über digitale Leitplanken. Europäische Institutionen und Behörden müssen diese Vorgaben selbst in die Praxis übertragen“, sagt Michael Hagedorn, CEO der Materna-Gruppe. „Gerade dort, wo Sicherheit, Stabilität und Vertrauen entscheidend sind, braucht es Partner mit Umsetzungserfahrung. Als europäisches Unternehmen ist es für uns folgerichtig, genau hier präsent zu sein.“

    Nähe zu europäischen Entscheidern

    Toon Kockx übernimmt als Client Partner EU und Niederlassungsleiter die Sales-Verantwortung in Brüssel. Er fungiert als Bindeglied zwischen politischen Entscheidungsträgern und dem operativen Business.

    „Viele europäische Behörden stehen unter erheblichem Umsetzungsdruck“, so Kockx. „Neue Programme und Anforderungen treffen auf bestehende Systeme und begrenzte Ressourcen. Unser Fokus liegt darauf, diese Akteure konkret zu unterstützen, damit digitale Lösungen im Alltag sicher, stabil und effizient umgesetzt werden können.“

  5. Behörden-KI SPARK: Materna-Gruppe unterstützt Verwaltungen bei der Beschleunigung von Genehmigungsverfahren (PM)

    Mit der Freischaltung von SPARK Workflow steht der öffentlichen Verwaltung ein zentrales KI-gestütztes Werkzeug zur Verfügung, um Planungs- und Genehmigungsverfahren schneller zu bearbeiten. Als Mitglied des verantwortlichen Konsortiums unterstützt die Materna-Gruppe Behörden dabei, SPARK Workflow in ihre Fachverfahren und bestehenden IT-Landschaften zu integrieren. Das Projekt SPARK steht für „Schnellere Planung und Realisierung durch KI“ und adressiert einen der größten Engpässe der Verwaltung: die aufwendige Prüfung umfangreicher Antragsunterlagen.

    SPARK Workflow setzt dort an, wo Verfahren bislang besonders viel Zeit binden: bei der Sichtung, Strukturierung und fachlichen Vorprüfung eingereichter Unterlagen. Dafür greift das System über Schnittstellen auf aktuelle Gesetzesdatenbanken zu und zerlegt relevante Vorschriften in einzelne Prüfschritte. Im Hintergrund verbindet ein Datenmodell diese Prüfschritte mit den Angaben aus dem Antrag und den zugehörigen Dokumenten. So entsteht eine nachvollziehbare Grundlage für die KI-gestützte Bewertung: SPARK Workflow kann Hinweise geben, Abweichungen markieren und Prüfergebnisse begründen, während die fachliche Bewertung und Entscheidungen weiterhin bei den Sachbearbeitenden liegen.

    Digitalminister Wildberger: „Wichtiger Beitrag zur Staatsmodernisierung“

    Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger ordnet die Bedeutung des Projekts entsprechend ein: „Mit dem Projekt SPARK zeigen wir, wie moderne Verwaltung funktioniert: schnell, transparent und nutzerzentriert. Heute stellen wir den Quellcode der KI-Lösung SPARK Workflow bereit und geben ihr damit einen festen Platz im Deutschland-Stack. Dies ist ein bedeutender Fortschritt und wichtiger Beitrag zur Staatsmodernisierung.“

    Für Behörden liegt der Mehrwert vor allem in der Entlastung bei komplexen, dokumentenintensiven Verfahren. Wo Sachbearbeitende bislang Hunderte Seiten manuell prüfen, fehlende Unterlagen identifizieren, Widersprüche erkennen und Rechtsgrundlagen nachschlagen müssen, unterstützt SPARK Workflow durch strukturierte KI-Agenten. Gerade vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel, anstehenden Pensionierungen und Vertretungssituationen kann SPARK dazu beitragen, wertvolles Fachwissen besser nutzbar zu machen und Verfahren stabiler zu organisieren.

    Materna-CEO Hagedorn: „Investitionen schneller möglich machen“

    „SPARK Workflow zeigt sehr konkret, welchen praktischen Nutzen Künstliche Intelligenz für Bürgerinnen, Bürger, Unternehmen und Verwaltungen entfalten kann. Beschleunigte Genehmigungsverfahren entscheiden mit darüber, ob Investitionen schneller möglich werden, ob Projekte vorankommen und ob Menschen erleben, dass der Staat handlungsfähig ist, sagt Michael Hagedorn, CEO der Materna-Gruppe. „Unsere Aufgabe ist es, die Leistungsfähigkeit von SPARK Workflow nun in die Praxis zu bringen. Wir unterstützen Behörden dabei, SPARK sicher, skalierbar und fachlich präzise in ihre bestehenden Prozesse zu integrieren“, so Hagedorn weiter.

    Die Materna-Gruppe begleitet Behörden von der Analyse der bestehenden Prozesse über die technische Integration bis zum Rollout und Change-Management. Zentral ist dabei die Integration der jeweils relevanten Fachverfahren und behördenspezifischen Rechtsnormen in bestehende Systeme. So entsteht eine auf den jeweiligen Verwaltungsbereich zugeschnittene Plattform.

    Die technische Architektur von SPARK Workflow ist modular angelegt. Einzelne Komponenten können in vorhandene Workflows eingebunden oder als eigenständige Verfahrensunterstützung genutzt werden. Dazu zählen unter anderem KI-gestützte Dokumentenanalyse, Vollständigkeits- und Plausibilitätsprüfungen, die Aufbereitung rechtlicher Grundlagen sowie Funktionen zur strukturierten Verfahrensübersicht. SPARK Workflow ist als prozessorientierte KI-Plattform konzipiert, die reale Planfeststellungs- und Genehmigungsverfahren fachlich abbildet und eine Skalierung auf weitere Domänen ermöglicht.

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