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Rundgang Kunst 2019 – Ausstellung ausgewählter Arbeiten von Kunststudierenden im Dortmunder U

Rundgang Kunst 2019, die Abschlußarbeiten des Sommersemester der Fakultät TU Dortmund – Fotographie. Fotos Gerd Wüsthoff

Von Gerd Wüsthoff

Jedes Jahr zum Abschluss der Vorlesungszeit im Rahmen der Ausstellung „Rundgang Kunst der TU Dortmund“ auf der Hochschuletage im Dortmunder U herausragende künstlerische Arbeiten von Studierenden der Fotografie, Graphik, Malerei sowie Plastik gezeigt. Es sind die Abschlussarbeiten des Sommersemesters 2019 der Technischen Universität Dortmund und des Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft am Institut für Kunst und Materielle Kultur. Alle interessierten BürgerInnen sind herzlich eingeladen, sich selbst ein Bild von den beeindruckenden Arbeiten und Herangehensweisen der Studierenden zu machen.

Abschlussarbeiten der Studierenden der TU Dortmund sorgen für steigende Besucherzahlen

Rundgang Kunst 2019 Adina Barkholt und ihre Abschlussarbeit Immerath

Die Ausstellung bietet den Studierenden die Möglichkeit, in einem institutionellen Rahmen ihre künstlerische Forschung einem größeren Publikum vorzustellen.

Der Rundgang Kunst genießt seit Jahren breite Aufmerksamkeit und Anerkennung seitens der Öffentlichkeit – dies zeigen steigende Besucherzahlen und Berichterstattung. Kunst ist weit mehr als abbilden von Realitäten. Kunst ist auch ein Fingerzeig auf politische und gesellschaftliche Probleme.

Zur Eröffnung der Ausstellung durch Prof. Klaus Peter Busse, Leiter am Institut für Kunst und Materielle Kultur, ist mit der Verleihung der Kunstpreise und des Editionspreises 2019 durch Prof. Ursula Gather, Rektorin der TU Dortmund ,vergoldet‘ worden.

Dass Studierende mit ihren Arbeiten für die aktuelle Ausstellung ausgewählt wurden, ist schon eine Auszeichnung ihrer Arbeiten an sich. Der in den vier Kategorien vergebene Preis ist zusätzliche Anerkennung.

Anlässlich des Rundgangs Kunst wurden durch eine Fachjury die mit je 500 Euro dotierten Kunstpreise der TU Dortmund für die vier Disziplinen Fotografie – Adina Barkholt, Graphik – Manuela Subottka, Malerei – Katharina Ziesen, sowie Plastik – Philipp Hermeling verliehen, während der Editionspreis an Lena Sindram ging.

Mit den Preisen werden jeweils besonders qualifizierte künstlerische Projekte ausgezeichnet, die in den Ateliers des Instituts für Kunst und Materielle Kultur konzipiert und durchgeführt wurden. Darüber hinaus wurde durch die Rektorin der Technischen Universität Dortmund Frau Professorin Ursula Gather der Editionspreis vergeben.

Realitäten, welche, wie viele und wie sie künstlerisch und politisch interpretiert werden können

Rundgang Kunst 2019 Matthias Hiber Mutter mit Kind – ein Motiv mit religiöser Konotation

Die künstlerischen Arbeiten, die in der Ausstellung gezeigt werden, befassen sich mit der Rezeption von Realitäten, deren Verschiebung und selektiven Fokussierung oder Wahrnehmung. Diese werden subjektiv mit der Erfassung dessen, was den Künstler oder uns betrifft und betroffen macht, dargestellt.

Es geht um die aktuelle und tägliche Erfahrung, sowie um das Erkennen und Stiften von Zusammenhängen. Nicht selten werden auch Brüche aufgezeigt, bzw. vorgegebene Bildsprachen neu interpretiert und umgesetzt.

Konventionen, Normen, Klischees, Gewohnheiten und Gewissheiten bestimmen unsere Sehgewohnheiten. Der Mensch ist ein Augentier und sucht nach vertrautem. Die künstlerische Annäherung an diese Realitäten unserer Welt bedeutet eine Herausforderung an das gewohnte. Dadurch letztlich erst werden diese „Standards“ wahrnehmbar. So z.B. in der Mutter mit Kind, die man allgemein als Pieta wahrnimmt.

Dementsprechend fordert die künstlerische Forschung aufmerksame Differenzierung und die Offenheit für Entdeckungen jenseits des Mainstreams der Weltbetrachtung. Insofern unterscheidet sich künstlerische Forschung im Ansatz nicht von wissenschaftlicher Forschung. Die oft unkonventionelle Weltsicht, der Medieneinsatz und die diversen Ausstellungsformate künstlerischer Forschung sind jedoch erfrischend anders. Hier werden in Pixeln, Farben, Linien, Formen, Filmen, Apparaten, Tönen und jedweden Mitteln Gebilde geschaffen, die mit den Besucherinnen und Besuchern in vielerlei Weise kommunizieren.

Weitere Informationen:

  • Ort: Dortmunder U, Ebene 1, Hochschuletage, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
  • Dauer der Ausstellung: Bis Sonntag 28. Juli 2019

Öffnungszeiten:

  • Dienstags und Mittwochs 11:00-18:00 Uhr
  • Donnerstags und Freitags 11:00-20:00 Uhr
  • Samstags und Sonntags 11:00-18:00 Uhr
  • Mo geschlossen
  • Freier Eintritt zur Ausstellung

Verantwortliche Leitung der Ausstellung: Prof. Tillmann Damrau

Organisation: Ulvis Müller (wiss. Hilfskraft)

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