nachtfrequenz 2020: Die Nacht der Jugendkultur steigt an sechs Orten in Dortmund und bietet jede Menge Abwechslung

Der Künstler „Trust in Wax“ wird  das Scratch Café sowie Audio Ping Pong anbieten. Neben der Musikschule sind auch das Theater im Depot und diverse Jugendeinrichtungen im Stadtgebiet an der nachtfrequenz beteiligt. Foto: Thomas Mohn

Am Samstag, 26. September steigt in 82 Städten und Gemeinden in NRW die „nachtfrequenz 2020 – Nacht der Jugendkultur“. In Dortmund sind mehrere Jugendfreizeitstätten, das Theater im Depot und die Musikschule dabei. Sie wird sich in dieser Nacht in der Zeit von 18 bis 22 Uhr zum „Pop School Playground“ verwandeln. Jugendliche können an diesem Abend spielerisch Musik machen, ohne Vorerfahrung mitbringen zu müssen. Egal ob Hip-Hop, Pop oder Rock: Die Pop School der Musikschule Dortmund bietet an mehreren Stationen die Möglichkeit zum Ausprobieren und Experimentieren.

Alle dürfen ausprobieren und experimentieren – Vorkenntnisse sind nicht nötig

Während im „Scratch Café“ die Turntables heiß laufen, kann beim „Audio Ping Pong” an elektronischen Beats und Samples gebastelt werden. An der „Silent Band Station“ stehen E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug oder Keyboard zum Testen und für das erste Zusammenspiel bereit. Gar nicht leise geht es im Rockkeller mit Schlagzeug und anderen Rhythmusinstrumenten zu.  ___STEADY_PAYWALL___

In der „Loop Zone“ können mit Smartphone, Tablet oder Instrumenten Loops abgefeuert werden. Ein professioneller Beatboxer gibt schließlich Einblicke in die Technik des Imitierens von Instrumenten mit Mund, Nase und Rachen. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung wird gemäß der geltenden Corona-Hygienevorschriften durchgeführt. 

Hip-Hop-Jam, Sketchbattle, Metal-Konzerte und mehr in den Jugenfreizeitstätten

Neben der Musikschule sind diverse Jugendeinrichtungen in Dortmund an der nachtfrequenz beteiligt. Das Jugend- und Kulturcafé (JKC) an der Rheinischen Straße 135 lädt zum „Sketchbattle“. Zwischen 15 bis 22 Uhr können Jugendliche zu DJ*ane-Klängen ihre Skizzen mit dem Marker auf die kleine Leinwand bringen.

Anschließend werden die Werke ausgestellt, und eine Fachjury wie auch das Publikum entscheiden, welche Sketches preisverdächtig sind. Als Gewinn winken Einkaufsgutscheine für Graffiti-Zubehör im Wert von 50 bis 150 Euro.

Da Corona-bedingt nur eine begrenzte Anzahl an Teilnehmer*innen gleichzeitig an den Leinwänden arbeiten kann, kann man sich bereits vor der „nachtfrequenz“ seine Leinwände inklusive Marker im JKC abholen, zu Hause arbeiten und sie wieder ins JKC bringen. Wer live vor Ort sein und Max Gyver sowie Black Friction erleben will, reserviert sich seinen Platz per Mail: JKC@dortmund.de.

„Go Local“, heißt es in der Jugendfreizeitstätte „Das Zentrum“ in Scharnhorst (Gleiwitzstr. 255): Dort erwartet die Jugendlichen „Xtreme Metal Mania“, ein Mini-Festival der lokalen Bandszene mit dem Schwerpunkt auf Death, Black und Doom Metal. Zu hören sind zwischen 19 und 24 Uhr „Bong Bong Beer Wizards“, „Permadeth“ und „Orphalis“. Bitte anmelden unter kkusz@stadtdo.de. 

In der JFS Schüren findet die Bandparty Jugend rockt! mit zwei Newcomer-Bands statt. Foto: A. Labbert

Die JFS Westerfilde (Wenemarstraße 15) hat einen Hip-Hop-Jam im Angebot. In einem Workshop kann man lernen, wie Hip-Hop und Rap professionell abgemischt und aufgenommen werden. Danach gehtʼs direkt weiter zur Party mit wummernden Bässen und hart sitzenden Punchlines. Programm gibt’s von 18 bis 23 Uhr, Anmeldungen an jfswesterfilde@stadtdo.de.

Auch in der Jugendfreizeitstätte Schüren (Bergparte 15) läuft eine Band-Party: Jugend rockt! Zwei ambitionierte Nachwuchsbands treten unter professionellen Bedingungen auf und werden dabei vom Bürgerfunk Dortmund begleitet, der den Abend zur späteren Sendung auf nrwision aufnimmt. Anmeldungen unter Tel. (0231) 50 11 441 oder aluebbert@stadtdo.de.

Kreativität am Big Tipi, Theaterperformance am Dortmunder U und Musikabend im Stollenpark

„Nordstadt by Night“ heißt ein Projekt am Big Tipi im Fredenbaumpark. Leinwände in verschiedenen Größen erwarten die Jugendlichen von 18 bis 24 Uhr, aufgestellt oder auf Bänke gelegt, denen man mit Spraydosen, Markern und Streichfarben kreativ zu Leibe rücken kann. Die Ergebnisse dürfen am Ende mitgenommen werden.

Die Junge Theaterwerkstatt des Theaters im Depot präsentiert unter dem Titel „Traumhaft“ Performances am Dortmunder U und in der Fußgängerzone. Foto: Mathias Schubert

Die Theaterwerkstatt im Theater im Depot unter Leitung von Barbara Müller hat in den vergangenen Wochen Performances rund ums Thema „Traumhaft“ erarbeitet, die zwischen 18 und 20 Uhr zunächst am U und dann in der Fußgängerzone aufgeführt werden.

Im Treffpunkt Stollenpark wird ein Musikabend von und für Jugendliche organisiert. Neben einer offenen Bühne, auf der die Jugendlichen aus der Hood spontane Auftritte präsentieren, stellt der Planerladen seine Projekte vor. Verschiedene Tanzgruppen, die seit Jahren regelmäßig im Stollenpark trainieren, sind ebenfalls dabei. Auch der Saz-Kurs (türk. Saiteninstrument), der wöchentlich hier probt, präsentiert sein Repertoire.

Jugendliche können vorab das Angebot des Tonstudios nutzen, ihre Songs einstudieren und ihre teilweise selbst komponierten Lieder live vor Publikum performen. Alle Angebote der Jugendeinrichtungen sind kostenfrei. Corona-bedingt gibt es jedoch teilweise Personenbeschränkungen und es wird um Anmeldung gebeten. Daher lohnt sich ein Blick in das ausführliche Programm, das im Anhang des Artikels verlinkt ist.

Neue Töne an der Musikschule: Renommierte Lehrer unterrichten Beatboxing und orientalischen Gesang 

Für diejenigen, die im Rahmen der nachtfrequenz beispielsweise mehr Lust auf Beatboxing bekommen haben, lohnt sich ein Blick auf die neuen Angebote der Musikschule Dortmund, denn diese klingt in Zukunft noch vielfältiger:

Zwei renommierte Gesangslehrer sorgen dort für neue Töne. Indra Tedjasukmana (Jahrgang 1984) ist einer der weltweit gefragtesten Beatboxer, sein syrischer Kollege Rebal Alkhodari (Jahrgang 1988) hat bereits in Opernhäusern auf der ganzen Welt gesungen und mehrere Alben veröffentlicht.

Schüler*innen der Musikschule Dortmund können nun von ihren Erfahrungen und ihrem Talent profitieren: Rebal Alkhodari unterrichtet das Saiteninstrument Oud und orientalischen Gesang, Indra Tedjasukmana verstärkt als Dozent für Gesang, Beatboxing und Chor sowohl das Team der Glen Buschmann-Jazzakademie als auch der Popschool an der Musikschule Dortmund.

Mit dem neu eingerichteten FlexTicket können Erwachsene ab sofort auch Pakete von fünf bzw. zehn Unterrichtsstunden erwerben und die Termine mit den Dozenten individuell vereinbaren.

Indra Tedjasukmana ist eine internationale Beatbox-Koryphäe

Beatboxer Indra Tedjasukmana. Foto: Indra Tedjasukmana

Als einer der weltweit gefragtesten Beatboxer ist Indra Tedjasukmana inzwischen zu einer eigenen Marke geworden. Von Helsinki über Montréal bis Singapur haben seine Auftritte und sein einzigartiger Sound weltweit bereits hunderttausende Zuschauer fasziniert.

Tedjasukmana wurde international mit Preisen und Awards ausgezeichnet, unter anderem als „Best Beatboxer“ bei den World Vocal Awards in Taipei, Taiwan und als „Outstanding Vocal Percussionist“ beim Solevoci-Festival in Varese, Italien.

Als Beatboxer überschreitet er bewusst stilistische Grenzen und Musiksparten. So arbeitete er u.a. mit Jazzlegende Bobby McFerrin zusammen, gab ein „Beatbox & Bach“-Konzert mit dem Klassik-Weltstar Igor Levit und ging als Beatboxer mit DJ Bobo auf die internationale „Dancing Las Vegas“ Tournee.

Als Dozent ist der Wahl-Dortmunder bundesweit an Musik(hoch)schulen unterwegs. Sein gemeinsam mit Andreas Kuch verfasstes Lehrbuch „Beatbox Complete“ wurde mit dem Deutschen Musikeditionspreis ausgezeichnet.

Rebal Alkhodari: Renommierter Sänger, Musiker und Komponist bereichert Musikschule

Der in Syrien geborene Sänger, Musiker und Komponist Rebal Alkhodari. Foto: Nart Zanilla

Der in Syrien geborene Sänger, Musiker und Komponist Rebal Alkhodari wuchs zwischen seiner Heimat Ägypten und dem Libanon auf. Seit sechs Jahren lebt er in Deutschland. Seine Stimme umfasst fast vier Oktaven. Stilistisch ist seine Musik nicht eindeutig zuzuordnen, sie bewegt sich zwischen traditioneller arabischer Musik, Pop und klassischer Musik.

Rebal Alkhodari wurde mehrfach auf Wettbewerben ausgezeichnet und hat inzwischen mehr als 300 Konzerte in mehr als 44 Ländern gegeben, u.a. in Berlin, Dubai, Paris und Hamburg. Dabei musizierte er mit internationalen Künstlern wie dem katalanischen Grammy-Gewinner Jordi Savall, dem einzigen arabischen Grammy-Gewinner Fathy Salam oder dem internationalen, für den Grammy nominierten Kammermusik-Ensemble „Sarband“. Er ist Leiter des Ensembles „Orpheus NRW“.

Neben seiner Arbeit als Sänger komponiert Rebal Alkhodari Lieder für Soli und Chöre und dirigierte mehrere arabische Chöre. Weitere Informationen zur Nachfrequenz 2020 und den beiden neuen Dozenten der Musikschule Dortmund finden sie online (Links im Anhang des Artikels).

 

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