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„Jede Sprache ist ein Schatz!“ MIA-DO-KI präsentiert in der Nordstadt einen Imagefilm zum Thema „Mehrsprachigkeit“

OB Ullrich Sierau begrüßte die Gäste zur Premierenfeier. Foto: Gaye-Suse Kromer

OB Ullrich Sierau begrüßte die Gäste zur Premierenfeier im sweetSixteen-Kino. Foto: Gaye-Suse Kromer

Sprache ist ein Schatz! Mehrere Sprachen zu sprechen ist von unschätzbaren Wert und eine besondere Fähigkeit. Diese Fähigkeit zu besitzen, ist eine Ressource, die dem Menschen selbst, aber auch der gesamten Gesellschaft zugutekommen kann und sollte. Und gerade deshalb ist es wichtig, diese Fähigkeit schon früh – nämlich bei Kindern und bei Jugendlichen – zu fördern.

In Investition in Mehrsprachigkeit bedeutet eine Investition in junge Menschen und die Zukunft der Gesellschaft

Mehrsprachigkeit hilft, sich vielseitig in der Gesellschaft zu orientieren, sich zurecht zu finden und zu deren Vielfalt beizutragen. Sie unterstützt zugleich interkulturelle Aufgeschlossenheit sowie einen leichteren Zugang zu weiteren Sprachen.

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Mehrsprachigkeit zu fördern und diesen Schatz zu heben ist Aufgabe einer modernen und zukunftsorientierten Kommune. In Mehrsprachigkeit zu investieren bedeutet, in junge Menschen und damit in die Zukunft der Gesellschaft in der wir leben zu investieren.

Im Film „Jede Sprache ist ein Schatz“ präsentiert das MIA-DO- Kommunales Integrationszentrum Dortmund die Vorteile und Möglichkeiten der Mehrsprachigkeit, um für das Thema bei Eltern, Kindern und Jugendlichen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Pädagoginnen und Pädagogen zu werben.

Premiere feierte der Film im Kino „sweetSixteen“ vor einem begeisterten Fachpublikum. Eingeladen waren alle an der Produktion des Films beteiligten Interviewpartnerinnen und -partner, d.h. Eltern, SchülerInnen, Lehrkräfte für herkunftssprachlichen Unterricht, Regelschullehrkräfte und ehemalige SchülerInnen, die Mitglieder der Projekt-Koordinierungsgruppe sowie die Schulleitungen der am Film beteiligten Schulen.

Sierau: „Wir verstehen Mehrsprachigkeit bzw. die Herkunftssprache als Potenzial, Kompetenz und Vorteil“

Moderator Aladin E-Mafaalani

Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani

Finanziert wurde der 15 Minuten lange Film durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW, weshalb es sich Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani (Leiter der Abteilung Integration) in Vertretung für Staatssekretärin Serap Güler sowie Ministerialrätin Christiane Schüßler (Ministerium für Schule und Bildung NRW) zur Premiere kam.

Auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau nahm neben der Vorsitzenden des Integrationsrates, Frau Aysun Tekin, an der Premierenfeier teil und begrüßte die zahlreichen Anwesenden.

Sierau macht in seiner Begrüßung auf die Vorteile von Mehrsprachigkeit aufmerksam: „Wir verstehen Mehrsprachigkeit bzw. die Herkunftssprache als Potenzial, Kompetenz und Vorteil. Uns ist wichtig, dass Kindern, Jugendlichen und Eltern dieses Potenzial bewusst gemacht wird. Sie ist Ausdruck eines selbstverständlichen Umgangs mit Sprachenvielfalt in der Schule und Alltag.“

Staatssekretärin Güler geht auf die verbindende Funktion von Mehrsprachigkeit ein: „Jede und jeder einzelne von uns profitiert davon und für uns alle als Gesellschaft ist Mehrsprachigkeit von unschätzbarem Wert. Sie baut Brücken zwischen Menschen, die einander im wahrsten Sinne verstehen lernen, sie eröffnet ganz neue Horizonte und sie lässt Fremde zu Gesprächspartnern werden.“

Schüßler: „Wir sind stolz, dass der herkunftssprachliche Unterricht eine hohe Wertschätzung erfährt“

Ministerialrätin Schüßler betont: „Die Anerkennung und Förderung aller Sprachen unserer Schülerinnen und Schüler ist unseren Schulen ein großes Anliegen. Wir sind stolz, dass der herkunftssprachliche Unterricht auf allen Seiten eine hohe Wertschätzung erfährt. Nordrhein-Westfalen wird damit dem Anspruch an ein Einwanderungsland gerecht und will zukünftig die Mehrsprachigkeit für die beste Bildung der Kinder und Jugendlichen noch stärker etablieren.“

Schulamtsdirektor Peter Rieger hebt hervor: „Der herkunftssprachliche Unterricht ist ein wichtiger Baustein dafür, sich in der deutschen Sprache gut orientieren zu können und trägt damit zu einer gelungenen Integration bei.“

Inhaltlich wurde das Thema noch einmal im Rahmen eines wichtigen Fachvortrages von Prof. Dr. Sara Hägi-Mead (Bergische Universität Wuppertal – Institut für Bildungsforschung in der School of Education) aufgegriffen und vertieft. Sie rundete damit eine spannende und interessante Filmpremiere ab.

Aber ohne Kooperationen wäre auch dieser Image-Film nicht möglich gewesen. Zahlreiche Partnerinnen und Partner vor Ort waren an der Koordinierung und der fachlichen Begleitung beteiligt. Dazu gehörten: Die Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI), der Integrationsrat der Stadt Dortmund, die Arbeiterwohlfahrt Dortmund sowie das Regionale Bildungsbüro der Stadt Dortmund.

Zum Hintergrund:

  • Vor dem Hintergrund einer durchgängigen Sprachbildung möchte das MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund (MIA-DO-KI) den Fokus auf den Primar- und Sekundarbereich legen und dabei Impulse für die Weiterentwicklung des Themas setzen.
  • Dazu hat das MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund (MIA-DO-KI) einen Imagefilm gedreht, der die Vorteile von Mehrsprachigkeit (insbesondere durch die unterstützende Maßnahme des herkunftssprachlichen Unterrichts) aus der Sicht vieler Akteurinnen und Akteure beleuchtet.
  • Das vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW hat MIA-DO-KI auch in 2018 finanzielle Mittel bewilligt, um in der Dortmunder Modellregion ein Projekt zum Thema „Lebendige/Gelebte Mehrsprachigkeit“ durchzuführen. Titel des neuen Projektes, in dessen Rahmen auch der Film entstand, lautet „Förderung natürlicher Mehrsprachigkeit“.
  • In der Folge der Veranstaltung ist der interessante Film in den nächsten Tagen für alle Interessierten und zur weiteren Verbreitung im Internet abrufbar. Die entsprechende Adresse lautet: www.miadoki.dortmund.de

 

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1. Bildungskonferenz Nordstadt – die Botschaften: Ungleiches ungleich behandeln und die Mehrsprachigkeit fördern

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