Am 1. August ist traditionell der Start des Ausbildungsjahres

IHK: Zahl der Ausbildungsverträge gestiegen – Noch rund 780 Lehrstellen im Handwerk frei

Fabian Vellguth macht im Hotel Esplanade seine Ausbildung - Hoteldirektorin Katja Kortmann liegt großen Wert auf Ausbildung.
Fabian Vellguth macht im Hotel Esplanade seine Ausbildung – Hoteldirektorin Katja Kortmann liegt großen Wert auf die Qualität. Foto: Alexander Völkel für Nordstadtblogger.de

Fast ein Viertel mehr Ausbildungsverträge im Vergleich zu 2021 und sogar etwas mehr als im Vor-Coronajahr 2019 meldet die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund zum traditionellen Start des Ausbildungsjahres. „Diese aktuellen Ausbildungszahlen machen Hoffnung“, freut sich IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber. „Gerade in diesen herausfordernden Zeiten sind sie ein starkes Signal dafür, dass die Unternehmen zuversichtlich in die Zukunft schauen.”

Beruflich ausgebildete Fachkräfte werden gebraucht und gesucht

Nach den Herausforderungen in den vergangenen beiden Coronajahren meldet die IHK zu Dortmund 3.494 Ausbildungsverträge zum Start des neuen Ausbildungsjahrs, ein Plus von 667 (23,6 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber 2019 ergibt sich Stand 1. August immerhin ein Plus von 142 Verträgen (4,2 Prozent). Schreiber: „Ich bin daher zuversichtlich, dass wir bis zum Ende des Jahres auch wieder das Niveau der Vor-Coronazeit erreichen können.“

Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund.
Stefan Schreiber ist Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund. Foto: Isabella Thiel für die IHK zu Dortmund

Schreiber betont die guten Startchancen für junge Menschen: „Beruflich ausgebildete Fachkräfte werden gebraucht und gesucht. Die Generation, die derzeit in den Ruhestand einsteigt, wird eine große Lücke hinterlassen. Junge Menschen, die jetzt in die Ausbildung starten, haben nach ihrem Abschluss eine starke Verhandlungsposition zum Start in ihre Berufskarriere.“

Die IHK zu Dortmund hofft, dass in den kommenden Monaten noch viele weitere Ausbildungsverträge geschlossen werden. „Im Prinzip ist es nie zu spät für eine Ausbildung. Wer seine Ausbildung bis spätestens zum 1. Oktober beginnt, schafft es in der Regel am Ende der Ausbildung noch mit den August-Startern in die Abschlussprüfung“, erläutert Schreiber.

Für alle, die noch nicht fündig geworden sind, hat der IHK-Hauptgeschäftsführer einen weiteren Tipp: „Wer schon weiß, welcher Beruf für die eigene Ausbildung in Frage kommt, findet in der IHK-Lehrstellenbörse passende Stellen in der Nähe.” Allein im Bezirk der IHK zu Dortmund mit den Städten Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna sind für das Ausbildungsjahr 2022 noch fast 200 offene Ausbildungsplätze gelistet. Weitere Infos dazu unter https://www.ihk-lehrstellenboerse.de/


Ausbildungsstart im Handwerk:
Es gibt mehr Azubis als im Vorjahr

Auch im Handwerk hat das neue Ausbildungsjahr begonnen. Für viele Schulabgänger:innen ist eine Lehre der erste Schritt ins Berufsleben.

Mehr als 2.700 neu abgeschlossene Ausbildungsverhältnisse hat die Handwerkskammer (HWK) Dortmund für den Kammerbezirk erfasst, das sind 5,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Für Bewerber:innen gibt es weiterhin gute Chancen, in diesem Jahr mit einer Ausbildung im Handwerk zu starten – rund 780 Stellen sind noch unbesetzt.

130 Ausbildungsberufe – viele Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten

„Anfang August gibt es noch freie Lehrstellen im Kammerbezirk Dortmund. Es ist daher gut zu wissen, dass die Ausbildung nicht zwingend zum 1. August oder September des Jahres aufgenommen werden muss“, erklärt HWK-Geschäftsführerin Olesja Mouelhi-Ort. Es sei auch möglich, erst am ersten Oktober oder sogar im November mit einer Lehre zu starten.

HWK-Geschäftsführerin Olesja Mouelhi-Ort Foto: HWK Dortmund

Alle, die jetzt noch auf Ausbildungsplatzsuche seien, könnten im Handwerk mit hervorragenden Zukunftsperspektiven rechnen. Das Handwerk biete neben den über 130 Ausbildungsberufen viele Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten und damit passende Bildungswege für jedes Karriereziel.

Mouelhi-Ort empfiehlt: „Ich kann junge Menschen und deren Eltern nur motivieren, die Beratungsangebote der Kammer zu nutzen oder auch eigenständig auf die Wunschbetriebe zuzugehen.“ Ausführliche Beratung und Hilfestellung bei der Lehrstellensuche und Bewerbung geben die Ausbildungsberatung und die Berater:innen der Passgenauen Besetzung der HWK Dortmund.

Die Weiterbildungs- und Ausbildungsberatung ist auch über WhatsApp zu erreichen: 0231 5493 333

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