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Große Welle der Hilfsbereitschaft in Dortmund: Notunterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber ist aufnahmebereit

Viele Bürger helfen, um die Menschen willkommen zu heißen.

Viele Bürger helfen, um die Menschen willkommen zu heißen. Fotos: Alex Völkel

Groß ist das Interesse an der neuen kommunalen Notunterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber in der Dortmunder Adlerstraße: Zur Bürgerinformation in der vergangenen Woche kamen 200 Menschen. Auch heute – bei der Vorstellung des Gebäudes – war das Interesse riesig.

Große Spendenbereitschaft seitens der Dortmunder Bevölkerung

Die Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung ist groß - die Kleiderkammer füllt sich.

Die Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung ist groß – die Kleiderkammer füllt sich.

Auch die Unterstützung kann sich sehen lassen: Mehr als 100 Menschen haben sich bereits für den Freundes- und Unterstützerkreis gemeldet. Auch die Spendenbereitschaft ist riesig: Die Kleiderkammer hat sich sehr schnell gefüllt. Das Team hatte noch nicht einmal die Möglichkeit, alle Regale aufzustellen.

Auch Kinder-Spielzeug ist in der Adlerstraße schon angekommen: In der Pausenhalle hat sich schon ein kleiner Fuhrpark aus Rollern, Bobbycars, Skateboards und Kinder-Fahrrädern gebildet. Sozialdezernentin Birgit Zoerner und Bezirksbürgermeister Fridu Fuß sind begeistert von den vielen positiven Reaktionen.

„Es ist ein positiver Anfang. Ich hoffe, dass es so positiv weitergeht“, freut sich auch Christina Kaiser. Sie ist Geschäftsführerin der „gemeinnützigen Gesellschaft für Interkulturelle Dienstleistung mbH“ (GID), die das Haus bewirtschaften wird. Die GID gehört zum Verein soziokultureller Migrantenvereine Dortmund (VMDO), der auch das „Haus der Vielfalt“ in der Beuthstraße betreibt.

Maximal 150 Menschen sollen in der westlichen Innenstadt vorübergehend wohnen

Die Feldbetten werden am Dienstag gegen richtige Betten ausgetauscht. Dann werden auch Schränke und Trennwände geliefert.

Die Feldbetten werden gegen richtige Betten ausgetauscht sowie Schränke und Trennwände aufgestellt.

Die untere Etage der ehemaligen Abendrealschule ist bereits hergerichtet. Allerdings noch provisorisch.

Die Feldbetten werden am Dienstag gegen normale Betten ausgetauscht. Auch Schränke und Trennwände werden dann kommen, um den Menschen mehr Privatsphäre zu geben.

In den kommenden Wochen werden die beiden oberen Etagen hergerichtet, damit hilfesuchende Menschen menschenwürdig untergebracht werden können.

Allerdings müssen viele Menschen in großen Räumen untergebracht werden. Da es in der Schule außer Toiletten keine sanitären Anlagen gibt, sind im Hof – am überdachten Zugang – Container aufgestellt worden.

Adlerstraße als Durchgangsstation – Ziel ist die Unterbringung in Wohnungen

In der Adlerstraße ist die Notunterkunft hergerichtet worden.

In der Adlerstraße ist die Notunterkunft hergerichtet worden.

Ziel der Stadt ist es, die Menschen nur vorübergehend in der Notunterkunft in der Adlerstraße unterzubringen, verdeutlicht Sozialamtsleiter Jörg Süshardt im Gespräch mit nordstadtblogger.de.

Sie sollen schnellstens in die neu angemieteten Wohnungen oder frei werdende Plätze in der zentralen kommunalen Unterkunft im Grevendiecks Feld in Lütgendortmund verteilt werden.

Bis das gelingt, werden sich ein Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um die Menschen kümmern, verdeutlicht Elaine Yousef, pädagogische Betreuerin mit arabischem Sprachhintergrund.

„Wir helfen ihnen, den Tag zu bewältigen und zu gestalten. Sie sollen hier zur Ruhe kommen können.“ Schilder  in drei Sprachen hängen schon. Auch die Nachbarn haben „Willkommen“-Schilder beigesteuert.

Ankunftstermin der ersten Bewohnerinnen und Bewohner ist noch unklar

Auch für die Kinder sind viele Spielzeug-Spenden eingegangen.

Auch für die Kinder sind viele Spielzeug-Spenden eingegangen.

Gemeinsam wollen sie es den Menschen so wohnlich wie möglich machen – soweit es in einem Schulgebäude möglich ist. Die Handwerker und Mitarbeiter haben in den vergangenen Tagen und Nächten ganze Arbeit geleistet.

Jetzt heißt es warten, bis die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner kommen. Die Bezirksregierung sah sich auch am Montag nicht in der Lage zu sagen, wann sie der Stadt Dortmund neue Flüchtlinge und damit die ersten Bewohner für die Adlerstraße zuteilt.

Daher hatte die Stadt auch die Feldbetten aufstellen lassen, um für alle Fälle gerüstet zu sein…

Mehr zum Thema und den Problemen gibt es auf Nordstadtblogger.de:

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