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Favoriten Festival 2020: Über 20 herausragende Projekte zum Thema, wie „Arbeit“ anders gedacht werden kann

Why Not Reality Show: Spinnen neuer globaler Netze, überschreiben alter Systeme. Foto: Meike Willner

WE ARE WORKING! Ein Ausrufezeichen aus der Freien Szene NRWs: FAVORITEN 2020 findet als erstes Theaterfestival nach dem Lockdown statt und lädt vom 10. – 20. September zu einer Reihe von Veranstaltungen aus Theater, Performance und Tanz nach Dortmund ein. Das Favoriten Festival stärkt nach monatelanger Ungewissheit die Arbeitspraxis der performativen Künste und macht Theater wieder erlebbar.

Über 20 herausragende Projekte aus NRW und darüber hinaus laden dazu ein, Arbeit anders zu denken

Olivia Ebert und Fanti Baum. Foto: Daniel Sadrowski

Mit dem Thema WHILE WE ARE WORKING erforscht FAVORITEN 2020 unter der erneuten künstlerischen Leitung von Fanti Baum und Olivia Ebert, Arbeit und Nicht-Arbeit in den Künsten und in der Gesellschaft – als handwerkliches, künstlerisches, industrielles, sorgendes, nicht zuletzt gemeinsames Tun. Über 20 herausragende Projekte aus Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus laden dazu ein, Arbeit anders zu denken. Was ist Arbeit an der Kunst – oder ist künstlerisches Tun das Andere der Arbeit? Lässt sich proben ohne produktiv zu sein – und ist das dann schon Arbeit? ___STEADY_PAYWALL___

Die Künstler*innen des Festivals interessieren sich für neue Formen der Solidarität, des Streiks und der Sorgearbeit. Gemeinsam bearbeiten sie die kapitalistischen und patriarchalen Mechanismen unserer Gegenwart. Fanti Baum unterstreicht: „Die entscheidenden Fragen liegen für uns – nicht erst seit gestern – auf der Hand: Wer macht welche Arbeit? Wie lassen sich die normierten Bilder von Männlichkeit und Weiblichkeit verschieben? Und wie können wir die gesellschaftlichen Kämpfe und Emanzipationsbewegungen als Arbeit begreifen?“

„WHILE WE ARE WORKING heißt“, sagt Olivia Ebert „auch das als Arbeit wahrzunehmen, was jenseits der Lohnarbeit liegt und mitunter unsere Vorstellungen darüber zur Disposition zu stellen. Wie wäre es, das Leben im Exil als harte Arbeit anzuerkennen und umzukehren, wer eigentlich die sogenannte Integrationsarbeit zu leisten hat?“

Wie lässt sich mit künstlerischem Aktivismus in die gegenwärtigen Machtverhältnisse eingreifen?

Atara von Reut Shemesh. Foto: Öncu Gültekin

In diesem Sinne gestaltet die Gastkuratorin Tunay Önder, Initiatorin des migrantenstadl, mit Maşallah Dortmund ein eigenes Format, das über das Festival hinausragt und sich in es einschreibt: Wer darf sprechen, sich zeigen, bestimmen? Was wird gehört und vernommen? Und wie lässt sich mit künstlerischem Aktivismus in die gegenwärtigen Machtverhältnisse eingreifen?

Maşallah Dortmund eröffnet mitten in der Dortmunder Nordstadt einen Raum für Solidarität, Gastfreundschaft und kritische Auseinandersetzung. „Bestenfalls“, sagt Tunay Önder lachend, „wird laut diskutiert, gestikuliert, Teller durch den Raum geworfen, Stühle zertrümmert, Tische umgeworfen; – denn was ist langweiliger als ein durchgebügelter PolitikTalk?“

Die Kulturbüroleiterin Hendrikje Spengler ist voller Vorfreude, dass es in Dortmund wieder Live-Art geben wird: „Die Corona-Krise, der Lockdown, aber auch die Lockerungen in den letzten Wochen haben unsere Künstler*innen und unser Publikum tief verunsichert. Durch den Zuspruch und die Hilfe des Landes NRW ist es gelungen, mit viel Vorsicht und noch mehr Einsicht ein Konzept zu entwickeln, welches uns allen den lang vermissten Kulturgenuss wieder möglich macht.“

„Eine ökonomische wie psychologische Bedrohung für das gesamte System der Freien Darstellenden Künste“

Und jetzt alle – eine Oper von KGI. Foto: Judith Lorenz

Und Ulrike Seybold, Geschäftsführerin des NRW Landesbüros Freie Darstellende Künste, fährt fort:„Die vergangenen Monate waren eine ökonomische wie psychologische Bedrohung für das gesamte System der Freien Darstellenden Künste. Dieses Festival ist deshalb strukturell wie inhaltlich ein wichtiges Statement. Die Szene macht weiter. Sie passt sich dem an, wie Arbeit unter Corona-Bedingungen sein muss. Und denkt dennoch groß darüber nach, wie Arbeit sein kann und könnte. Ich freue mich auf dieses wichtige Wagnis!“

Zum Schluss betonen Olivia Ebert und Fanti Baum: „Unser besonderer Dank gilt der Stadt Dortmund, also Hendrikje Spengler und Jörg Stüdemann, die zu jederzeit der Pandemie auf der Seite der Künstler*innen standen! Ohne diese Unterstützung wäre der Kraftakt das Festival unter diesen Bedingungen zu planen und das Team, die Künstler*innen und Techniker*innen gegen einen möglichen Verdienstausfall abzusichern, nicht gelungen.“

Favoriten Festival 2020 WHILE WE ARE WORKING – eingeladenen Projekte im Überblick:

Die Schöpfung, HARTMANNMUELLER. Foto: Dirk Rose

Everything but Solo (Swoosh Lieu) Kırkpınar (Caner Teker) WHY NOT? Reality Show (WHY NOT? Kollektiv) Witches (Ursina Tossi) Aus dem Innenleben eines Staubsaugerbeutels (äöü) Wohnungsbesichtigung (Philine Velhagen) ATARA (Reut Shemesh) LOVE ME HARDER (CHICKS* freies performancekollektiv) Aufstand aus der Küche: Teil II_VerSammlung_DO (Lucie Ortmann/ Katrin Ribbe/ Mareike Hantschel) Werkstatt (Screwing Bitches) Maşallah Dortmund (Tunay Önder) Metamorphose (David Guy Kono) Defining (i) dentity olo dentity oio dentity (l) dentity (Saskia Rudat) dreams in a cloudy space (Antje Velsinger) Dansöz (Tümay Kılınçel) Erstes Oberhausener Arbeitslosenballett in Dortmund (Thomas Lehmen) [work] (YOU ARE GROUP) Schlaflabor (Transnationales Ensemble Labsa) Accident exercises (Rotterdam Presenta) Die Schöpfung (HARTMANNMUELLER) Akkordarbeit im halbverbrannten Wald (Nesrin Tanç) Und jetzt alle! – Eine Oper (KGI)

Näheres zu den einzelnen Projekten:

Everything but Solo (Swoosh Lieu): Wer arbeitet überhaupt auf, an und hinter der Bühne? Das feministische Kollektiv Swoosh Lieu lädt mit 6 Inputs, 60 Dimmerplätzen, einem Weitwinkelobjektiv und 33 Umlenkrollen zum Tanz und verschiebt mit vier Bühnenarbeiterinnen das gemeinhin unsichtbare Tun ins Rampenlicht. Die Bühne choreographiert.

KIRKPINAR, Caner Teker, mit Aaron Ratajczyk, Lou Drago und Valerie Anna Zwoboda. Foto: Spyros Rennt

Kırkpınar (Caner Teker): Die Zeichen deuten auf Kampf hin: das Bandagieren der Hände, die Geometrie des Raumes, das heftige Atmen und die Gespanntheit der Körper – auf Yağlı Güreş, türkisches ÖlWrestling. Caner Teker baut hypermaskuline Räume auf, um die in ihnen geltenden Machtdynamiken zu durchbrechen, Platz zu schaffen für Körper, die die gegenseitige Grenze berühren.

WHY NOT? Reality Show (WHY NOT? Kollektiv): Zwischen Musik, Tanz und Medienkunst – zwischen Vergangenheit und Gegenwart – spinnt WHY NOT? neue globale Netze und überschreibt alte Systeme: Bei dem Versuch, rationale Prozesse mit algorithmischen, menschlichen und maschinellen zu synchronisieren, entstehen Fehler und mit ihnen neue individuelle und kollektive Handlungsräume.

Witches (Ursina Tossi): Witches knüpft die Hexenverfolgung an das Aufkommen des Kapitalismus. Denn es sind seit jeher kapitalistische Verhältnisse, die die Konstruktion der Hexe erschufen und weibliches Wissen, sexuelle und ökonomische Selbstbestimmung verhindern. Tossi konfrontiert Sinnliches mit Politischem. Wie ist der machtvolle und verfolgte Körper der Hexe verfasst? Wer sind die Hexen von heute – und wer verfolgt sie?

Aus dem Innenleben eines Staubsaugerbeutels (äöü): Staub: Arbeit oder Ästhetik? Staub ist überall, gänzlich autonom schwebt er durch unser Leben. Auf der Bühne sezieren äöü das Staubsaugerbeutel-Fabrikat Black Box, und mit ihm unser Alltagsleben. Eine Suche nach der Schönheit des Staubes, nach Form und Inhalt, Leben und Tod, Lohnarbeit und Geschlecht, Magie und Ingenieurwesen. Es staubt: eine Operette, ein Staubsaugerkonzert, Lichtexplosionen.

Philine Velhagen, Wohnungsbesichtigung. Foto: Matthias Keller

Wohnungsbesichtigung (Philine Velhagen): Sie interessieren sich für das Haus mit Garten? Sie wollen zu den Auserkorenen gehören, die einen Exklusivtermin mit Vorkaufsrecht bekommen? Die Kölner Theatermacherin Philine Velhagen lädt zur Wohnungsbesichtigung in ein Haus in bester Lage. Dort verhandelt eine geheimnisvolle Stimme vermeintliche Vergangenheiten und potentielle Zukünfte ebenso wie utopische Konzepte des (Zusammen-)Wohnens. Denn für Velhagen steht fest: Wohnen ist die neue soziale Frage.

ATARA (Reut Shemesh): Was bedeutet weibliches jüdisch-orthodoxes Leben heute? Basierend auf Interviews sowie auf fotografischen und filmischen Portraits inszeniert Choreographin Reut Shemesh Perspektiven unterschiedlich geprägter Frauen auf Geschlechterrollen, weibliche Sexualität und Familienstrukturen. Dabei hinterfragt sie Klischees, Vorurteile und unsere eigene Lebensweise.

LOVE ME HARDER (CHICKS* freies performancekollektiv): Aus dem Dunkeln ist eine Stimme zu hören, die im Sprechen eine Lücke eröffnet: „Meine Stimme ist männlich“ – LOVE ME HARDER sucht nach einer queeren, fluiden Version männlicher* Erotik, die Unsicherheit zulässt und Einverständnis zum Prinzip macht. Was gestaltet unser Begehren? – Touch me carefully and love me harder.

Aufstand aus der Küche Teil I, Hannover (2014), Videostill, Performerin Susana Fernandes Genebra. Foto: Katrin Ribbe

Aufstand aus der Küche: Teil II_VerSammlung_DO (Lucie Ortmann/ Katrin Ribbe/ Mareike Hantschel): Können wir aus den Küchen heraus die Weltökonomie zum Zusammenbruch bringen? Ausgehend von Martha Roslers ikonischer Videoarbeit „Semiotics of the Kitchen“ (1975) widmet sich das Langzeit-Reenactment-Projekt „Aufstand aus der Küche“ dem spannungsgeladenen Verhältnis von Lohn- und Reproduktionsarbeit, Geschlechterdifferenzen und Körperbildern.

Werkstatt (Screwing Bitches): Screwing Bitches eröffnen eine feministische Kfz-Werkstatt und erwarten euch mit eurer neuesten Karre oder eurem knatternden Flitzer. Hier lernen Frauen von Frauen das Reparieren von Autos und haben Zeit zum Plaudern. Denn in der Kfz-Branche machen sie spannende Arbeitserfahrungen, egal ob als Autohalterin, als Kalendermodel oder in Werkstätten, die kein Frauenklo haben.

Maşallah Dortmund (Tunay Önder): In der Dortmunder Nordstadt versammeln sich vier Tage lang transnationale Pionier*innen aus und außerhalb des Potts für Gespräche, Wortgefechte und Boxkämpfe sowie für Lyrik, Lesungen und Filmscreenings. Verschiedenen Läden, Lokale, Teestuben und Shisha-Bars bieten der wandernden Gesellschaft Asyl, um die vielschichtige Kanakisierung der Kultur weiter voranzutreiben und im kollektiven Bewusstsein zu verankern.

Metamorphose (David Guy Kono): Gregor Samsa wacht auf und ist nicht mehr der, der er gestern war. Es sind die Menschen seines Umfelds, die ihn seine Verwandlung am stärksten spüren lassen, ihn verändern und aus ihrem Alltag ausschließen. Wer muss sich eigentlich ändern und was sollte sich ändern? Wem wird die Arbeit an der Veränderung aufgebürdet? Metamorphose bringt Kafkas „Verwandlung“ und geteilte Exilerfahrungen zusammen.

Defining (i) dentity olo dentity oio dentity (l) dentity (Saskia Rudat): Ich ist eine Andere. Denn dass die reproduktiven Organe der Menschen mit ihren Kompetenzen, Vorlieben und ihrem Verhalten in Verbindung gebracht werden, ist schlicht absurd. Saskia Rudat verwendet in ihrer Performance Elemente von Podcast, Poetry Slam und Physical Theatre und entlarvt mit immer wechselnden Alter Egos und viel Humor Mythen, Mären und Mansplainer.

dreams in a cloudy space (Antje Velsinger): Mit welcher Haltung wollen wir altern? Die poetische Performance dreams in a cloudy space verschränkt Video- und Soundfragmente aus Altenheimen und Seniorentreffs mit der Begegnung einer 35-jährigen und einer 75-jährigen Tänzerin. Dabei lenkt Choreographin Antje Velsinger den Blick weg von vermeintlichen Defiziten hin auf das, was gewonnen werden kann, wenn wir einander zuhören.

Tümay Kilincel: Dansoez. Foto: Flavio Karrer

Dansöz (Tümay Kılınçel): Bauchtanz gehört auf Familienfeste? In einem beeindruckenden Solo bricht die Choreographin und Tänzerin Tümay Kılınçel mit solchen Vorurteilen, um den Bauchtanz im westlichen Tanzkanon zu verorten. Mit phantastischen Kostümen und im Dialog mit der Musik von DJ Leila Moon eröffnet Kılınçel Räume der Imagination und der Selbstermächtigung.

Erstes Oberhausener Arbeitslosenballett in Dortmund (Thomas Lehmen): Gegen die Zumutungen der Arbeitswelt gründete Thomas Lehmen das Erste Oberhausener Arbeitslosenballett. Mit Bezahlung, aber ohne Anforderungen, weder an das Können noch an Vorstellungen darüber, was Tanz überhaupt sei. Nun ruft er zum ersten Dortmunder Arbeitslosenballett auf – und das verkündet: „Wir machen alles für unsere Stadt – sogar Kunst!“

[work] (YOU ARE GROUP): Lässt sich proben, ohne produktiv zu sein? – Und ist das dann schon Arbeit? Und wodurch kennzeichnet sich eine Sprechstunde? In einem immerwährenden Prozess spürt YOU ARE GROUP dem immer noch Kommenden nach und übt gemeinsam, die Spannung zwischen Probe und Performance, zwischen Arbeit, Kunst und Produktionsmitteln zu halten: [work].

Transnationales Ensemble Labsa: Schlaflabor. Foto: Betty Schiel

Schlaflabor (Transnationales Ensemble Labsa): Welches Widerstandspotential bietet der Schlaf in einer neoliberalen 24/7-Welt? Das Transnationale Ensemble lädt mit seinem Schlaflabor dazu ein, sich den Anforderungen zur Produktionssteigerung gemeinschaftlich zu widersetzen: im Forschen und Träumen, im Herstellen von Objekten und Situationen.

Accident exercises (Rotterdam Presenta): Ein Unfall setzt jeden Plan aus – ein Moment radikaler, irreversibler Veränderung. Rotterdam Presenta arbeiten am Risiko und proben unter vollem Körper- und Materialeinsatz den Unfall, den Fauxpas, den Moment der Karambolage. Was sehen wir, wenn wir die Zeit im Augenblick der Kollision anhalten?

Die Schöpfung (HARTMANNMUELLER): Die Welt in ihren bisherigen Kategorien funktioniert nicht mehr und es ist an der Zeit, das Selbstverständnis des Menschen als Krone der Schöpfung zu befragen. Wie sähe eine Arbeit an und mit der Welt aus, die nicht auf Ausbeutung basierte? HARTMANNMUELLER errichten ein Laboratorium, das wilde Knospen treibt und mit fluiden Erzählungen feste Machtgefüge unterspült.

Akkordarbeit im halbverbrannten Wald (Nesrin Tanç): Die Agentur Ausländerrauş [ˈaʊ̯ sˌlɛndɐʁaʊ̯ ʃ] schaltet sich ein. Die Lecture Performance widmet sich der Sichtbarmachung der Arbeit von Literat*innen, die in den 70er–90er Jahren aus der Türkei/Anatolien/Mesopotamien ins Ruhrgebiet emigriert sind, hier Geschichten erzählt und hinterlassen haben.

Und jetzt alle! – Eine Oper (KGI): Die Oper steht im (Ver-)Ruf, ein elitärer Ort zu sein. KGI behauptet gemeinsam mit Menschen aus Mülheim an der Ruhr und Gelsenkirchen das Gegenteil und erhebt wortwörtlich die Arbeit und ihr Ergebnis (opera = Werk) zu ihrem Thema. Eine Opernperformance über Arbeitslust und Arbeitsfrust, Arbeitsmythen und Arbeitshelden, Arbeitslosigkeit und Arbeitswahn.

Weitere Informationen:

  • Weitere Infos zu den Projekten, ihren Veranstaltungsorten und -zeiten; hier:
  • Das FAVORITEN-Onlinemagazin: Unter www.favoriten-festival.de erscheinen bis zum Festivalstart 4 Ausgaben mit künstlerischen Beiträgen und Texten zum Festivalthema WHILE WE ARE WORKING. Hier lassen sich ganz besondere Entdeckungen machen wie zum Beispiel das filmische Portrait „Luft zum Atmen“ über die „Gruppe oppositioneller Gewerkschafter“, die 2004 die Opel-Produktion in ganz Europa lahmlegte, eine Graphic Novel der Illustratorin Stephanie Wunderlich über Arbeit oder die Fotoserie „boss“ der Fotografin Katrin Ribbe.
  • Kartenvorverkauf: Details zum Kartenvorverkauf werden ab August auf der Website des Festivals bekannt gegeben.
  • Über FAVORITEN: Favoriten ist das Festival der frei produzierenden darstellenden Künste NordrheinWestfalens. Alle zwei Jahre lädt die freie Szene nach Dortmund ein, um ästhetisch innovative Arbeiten, Fragestellungen und Ausdrucksformen zu präsentieren und zu diskutieren.
  • In den drei Jahrzehnten seines Bestehens hat sich der Kontext des 1985 unter dem Namen „Theaterzwang“ gegründeten NRW-Theaterfestivals kontinuierlich gewandelt: kulturpolitisch, ästhetisch, stadtplanerisch, soziografisch. Ebenso der Begriff und das Selbstverständnis der freien Szene selbst. An der Schnittstelle von Kunst, Kulturtheorie und Gesellschaftspolitik liegt der Fokus stets auf Künstlern und Künstlerinnen, die mit ihren thematischen Setzungen für eigenständige ästhetische Konzepte stehen und mit der Entwicklung innovativer Formen aktuellen gesellschaftlichen Prozessen Ausdruck verleihen.
  • Als Forum für herausragende Produktionen der freien Szene in Nordrhein-Westfalen blickt das älteste deutsche Off-Theaterfestival dabei bundesweit auf eine einzigartige und langjährige Geschichte kontinuierlicher Förderung der freien Theaterarbeit in NRW zurück. Strahlkräftig über die Landesgrenzen hinaus, liegt in der Sichtbarkeit und Historie des Festivals eine Verantwortung für aktuelle und zukünftige Entwicklungen der freien Szene in NRW. Mit seinem offenen und zeitgenössischen Programm richtet sich das Festival gleichermaßen an die lokale und regionale Bevölkerung wie an ein nationales und internationales Fachpublikum.
  • Veranstalter: Träger des Festivals sind das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste e.V. sowie das Kulturbüro der Stadt Dortmund. FAVORITEN 2020 wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Landes Nordrhein-Westfalen, die Kunststiftung NRW, die Stadt Dortmund und das NRW Kultursekretariat Wuppertal.
  • Förderer: Das Internationale Besucherprogramm des Favoriten Festivals wird gefördert durch die Internationale Kulturarbeit des NRW KULTURsekretariats. Maşallah Dortmund findet in Kooperation mit Interkultur Ruhr statt und wird gefördert durch die LWL-Kulturstiftung, Kunststiftung NRW, Interkultur Ruhr sowie Soziokultur NRW. Das Erste Oberhausener Arbeitslosenballett in Dortmund von Thomas Lehmen wird gefördert durch das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste und den Regionalverband Ruhr. Wohnungsbesichtigung von Philine Velhagen wird gefördert durch das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste. Witches von Ursina Tossi und Dansöz von Tümay Kılınçel werden unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder. Die Ausstellung Work Work Work – Arbeit an der Kunst wird gefördert durch das Kulturbüro der Stadt Dortmund.
  • Social Web: www.facebook.com/TheaterfestivalFavoriten/ www.instagram.com/favoritenfestival/www.twitter.com/FAVfestival

 

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