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Ein Jahr vor Ende der Pilotphase in der Nordstadt: „Die Arbeit als Internationale Gemeinde ist selbstverständlich geworden“

Die Internationale Gemeinde in der Nordstadt setzt besondere Akzente. Fotos: Susanne Schulte

Die Internationale Gemeinde in der Nordstadt setzt besondere Akzente. Fotos: Susanne Schulte

Von Susanne Schulte

Die evangelische Lydia-Gemeinde scheint alles richtig gemacht zu haben: Seit vier Jahren, seit das Pilotprojekt Internationale Gemeinde der Westfälischen Landeskirche im Dortmunder Norden gestartet ist, sind die Änderungen laut der beiden zuständigen Pfarrerinnen Carola Theilig und Birgit Worms-Nigmann nicht zu übersehen.

Der Gottesdienstkreis in der Lydia-Gemeinde hat die Liturgie festgelegt

Sie zählen auf: Der mittlerweile monatliche gefeierte Internationale Gottesdienst ist besser besucht als die regulären Gottesdienst; es kommen immer mehr Menschen aus anderen Dortmunder Gemeinden zu diesen Gottesdiensten, und selbst die normalen Gottesdienste besuchen mehr internationale Gäste.

Die Jugendgottesdienste, musikalisch gestaltet von der Band Living Worshippers, füllen die Lutherkirche mit gut 50 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – die Akteur*innen, meist 20 an der Zahl, kommen noch dazu. „Die Arbeit wird von außen sehr beachtet. Nicht so sehr von innen. Das heißt aber auch, dass es schon so selbstverständlich geworden ist“, betonen die Pfarrerinnen aus der Nordstadt.

Selbstverständlich ist es mittlerweile, dass im Gottesdienstkreis Menschen anderer Sprache und anderer Herkunft, aber gleichen Glaubens die Liturgie entwickeln – also die Form des Gottesdienstes. Der Kreis legt jedes Mal fest, wer den Gottesdienst vorbereitet, wer durch den Gottesdienst führt, in welcher Sprache welche Lieder gesungen werden – in Französisch, Tamilisch oder Deutsch.

Die Gemeindemitglieder aus der Nordstadt sind zu Akteur*innen geworden

Internationaler Abendmahlgottesdienst der Lydiagemeinde in der Pauluskirche. Fotos: Susanne Schulte

Internationaler Abendmahlgottesdienst der Lydiagemeinde in der Pauluskirche in der Nordstadt.

Am Abendmahl sollen alle teilnehmen können, so ein Grundsatz. „Aber eine Forderung hat die Mehrheit im Kreis: Das Abendmahl muss von den Pfarrer*innen gereicht werden“, erzählen die beiden Frauen.

Sie selbst hätten während der vergangenen Jahre viel gelernt: wie unterschiedlich der christliche Glaube gelebt wird, wie unterschiedlich gebetet wird, wie man Menschen willkommen heißt, ohne sie vereinnahmen.

Carola Theilig und Birgit Worms-Nigmann sind sich sicher, dass sie die Frauen und Männer der Gemeinde zu Akteur*innen gemacht haben, die den Bibelkreis leiten, die Kochabende vorbereiten, das Jugendcamp betreuen.

Einladung zum Internationalen Gottesdienst mit Neujahrsempfang am 12. Januar 2020

Die Pfarrer*innen Birgit Worms-Nigmann, Ekkehard Brach und Carola Theilig.

Das Pfarr-Team der Ev. Lydia-Gemeindein der Nordstadt: Die Pfarrer*innen Birgit Worms-Nigmann, Ekkehard Brach und Carola Theilig (es fehlen die Eheleute Laker).

Evangelische Kirchengemeinde in der Nordstadt zu sein, bedeutet auch, alle Chancen zu ergreifen, die geboten werden. Die Lydia-Gemeinde hat dieses gemacht. Gemeinden aus anderen Städten und auch Bundesländern fragen nach den Erfahrungen. „Die Gemeinde“, sagen die beiden Frauen und meinen damit auch sich und ihre Kolleg*innen, „ist wacher geworden, aufmerksamer“.

Wer hören will, was junge Menschen dazu sagen, guckt sich auf evangelisch.de, einer Seite des Evangelischen Pressedienstes in Deutschland, den Adventskalender an. Die Gefragten aus der Lydia-Gemeinde erzählen da, was sie unter Heimat verstehen.

Wer den Internationalen Gottesdienst selbst erleben möchte, kommt am Sonntag, 12. Januar 2020, um 10 Uhr in die Markuskirche an der Gut-Heil-Straße. Der Chor CantaStrophe und die Living Worshippers singen und spielen, anschließend sind alle zum Neujahrsempfang eingeladen. Der letzte während der Pilotphase. Ab 2021 gibt es kein Geld mehr von der Landeskirche, dann ist die Internationalität auch bei allen Alltag geworden.

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