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Die Stadt Dortmund weitet Finanzierung des Programms „Klasse2000“ zur Gesundheitsförderung in Grundschulen aus

Gefördert werden Gesundheits- und Lebenskompetenzen sowie eine positive Einstellung zur Gesundheit.

Je früher richtige Gesundheitsverhaltensweisen erlernt werden, desto besser werden sie verinnerlicht – das belegen alle Studien. Allerdings werden mit dem erfolgreichen Präventions-Programm „Klasse2000“ nur 17,8 Prozent der Dortmunder SchülerInnen erreicht. Die Stadt will daher nun gegensteuern. Sie setzt dabei vor allem auf Schulen in den zwölf Aktionsräumen mit einem besonderen Bedarf – darunter ist auch die Nordstadt.

Förderung von Gesundheits- und Lebenskompetenzen sowie einer positiven Einstellung zur Gesundheit

„Klasse2000“ ist das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in Grundschulen. Es begleitet die Kinder vom 1. bis zum 4. Schuljahr und fördert wichtige Gesundheits- und Lebenskompetenzen sowie eine positive Einstellung zur Gesundheit.

Die Lehrkräfte erhalten erprobtes und direkt einsetzbares Unterrichtsmaterial. Zusätzlich gestalten geschulte Gesundheitsförderer bis zu drei Unterrichtseinheiten pro Schuljahr. Das effektive Programm wird laufend wissenschaftlich überprüft. Damit ist Klasse2000 vielen anderen Gesundheitsförderungsprogrammen überlegen.

Finanziert wird das Programm zurzeit über Paten, um die sich die Schulen selbst bemühen müssen. Für die gesamte Programmdurchführung vom 1. bis zum 4. Schuljahr entstehen Kosten von 880 Euro pro Klasse.

Trotz nachweislichen Erfolgs nehmen erst 17 von 81 Grundschulen in Dortmund teil

Sozialdezernentin Birgit Zoerner.

Doch diese Finanzierung stellt vor allem Grundschulen in Aktionsräumen vor Probleme, weil es hier beispielsweise an Fördervereinen und Unterstützung durch Dritte mangelt. Eine Umfrage unter den Dortmunder Grundschulen hatte ergeben, dass deutlich mehr Schulklassen dabei sein könnten, wenn die Finanzierungsproblematik wegfalle.

Bisher nehmen nur 17 von 81 Grundschulen in Dortmund – davon nur acht in Aktionsräumen – teil. Weitere 24 würden teilnehmen, wenn die finanziellen Hürden wegfallen. Den interessierten 12 Schulen im Aktionsraum und weitere elf, die sich bisher nicht gemeldet haben, soll nun eine dauerhafte Teilnahme an dem Programm ermöglicht werden.

Die Finanzierung des Vorhabens für alle Schulen in den Aktionsräumen ab dem kommenden Jahr hatte der Rat bereits zugesagt. Die Federführung übernimmt die Koordinationsstelle des Gesundheitsamtes.

Flächendeckende Finanzierung in Sozialräumen mit besonderem Präventionsbedarf

Nicht nur das Programm „Klasse2000“, sondern auch das Programm „Nordstark“ haben das Thema Gesundheitsbewusstsein zum Ziel.

„Der zielgerichtete Ausbau von Klasse2000 hilft besonders sozial benachteiligten Kindern, ihre Gesundheitschancen zu erhöhen“, betont Sozialdezernentin Birgit Zoerner.

Dies sei ein erster wichtiger Schritt zur Umsetzung des Dortmunder Kindergesundheitszieles „Alle Kinder in Dortmund – wachsen auch unter schwierigen Lebensbedingungen – gesund auf“.

„Mit einer flächendeckenden Finanzierung von Klasse2000 in Sozialräumen mit besonderem Präventionsbedarf setzen wir als Stadt Dortmund bundesweit ein Zeichen bei der Schaffung von nachhaltigen, präventiven und gesundheitsförderlichen Strukturen und nehmen hier eine Vorreiterrolle ein“, betont Zoerner.

Denn Gesundheitsverhaltensweisen werden in der Jugendphase gebildet und gefestigt. Hier setzt „Klasse2000“ an. Frühe gesundheitsförderliche Maßnahmen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine gesundheitsbewusste Lebensweise und reduzieren das Auftreten von Krankheiten.

Das Programm eignet sich gut, weil es neben klassischen Gesundheitsthemen auch den Schwerpunkt Suchtprävention besitzt. Obwohl Suchtprävention in der Grundschule nachweislich wirksam ist, konnte bislang in Dortmund eine flächendeckende Umsetzung nicht realisiert werden.

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