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„Der Islam – eine missverstandene Religion?“ bei „Talk im DKH“ – Veranstaltung zu Gast im Helmholtz-Gymnasium

Die Zentralmoschee in der Kielstraße, Foto: Klaus Hartmann

Der Islam ist Teil unserer Gesellschaft. Hier ein Blick in die Zentralmoschee in der Kielstraße.  Foto: Klaus Hartmann

„Der Islam – eine missverstandene Religion?“ ist Thema des nächsten „Talk im DKH“. Er findet am morgigen Freitag, dem 22. Juni 2018, um 19 Uhr ausnahmsweise im Helmholtz-Gymnasium und nicht im Dietrich-Keuning-Haus statt. Diesmal wird zu einem Thema diskutiert, das aufgrund seiner Aktualität und des theologischen Inhaltes eine gewisse Brisanz in sich trägt. Denn über keine Religion wird in der Öffentlichkeit so heiß diskutiert, wie über den Islam.

Über die gesellschaftliche Stellung des Islam und seine Reformationsresistenz wird diskutiert

Imamin Rabeya Müller und Comedian Ozean Coşar sind die Gäste am morgigen Freitag. Foto: DKH

Imamin Rabeya Müller und Comedian Ozean Coşar sind die Gäste am morgigen Freitag. Fotos: DKH

Ob Kopftuch, Beschneidungen, Fasten, Gebetsräume oder Schächten – alles wird derzeit hinterfragt. Gleichzeitig wachsen fundamentalistische und orthodoxe Strömungen. In diesem Spannungsfeld findet das breite muslimische Leben statt. Doch handelt es sich bei diesen Kontroversen um Missverständnisse oder um eine Krise?

Antworten auf diese Frage wollen an diesem Abend die Kölner Imamin Rabeya Müller und der deutsch-türkische Comedian Özcan Coşar finden. Rabeya Müller verfolgt das hehre Ziel, dem Feminismus im Islam einen Platz einzuräumen.

Die deutsche Theologin bezeichnet sich selbst als liberale, europäische Muslima und vertritt Positionen wie sie zum Beispiel von der bekannten Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali bekannt sind, die für ihre Forderung nach einer Reformation des Islam mit Morddrohungen und ähnlichem attackiert und ihre niederländische Staatsbürgerschaft in Frage gestellt wurde.

Die Religionen müssen sich Fragen gefallen lassen und lernen, damit umzugehen

Das Publikum wird wie immer in den Dialog involviert. Foto: Alex Völkel

Das Publikum wird wie immer in den Dialog involviert. Foto: Alex Völkel

Für solch starke Charaktere sollen Frauen nicht mehr Opfer und nur „Söhnefabriken“ sein, sondern ungehindert ihr Selbstbestimmungsrecht wahrnehmen können, was auch das Recht auf Bildung einschließt.

„Die Religionen müssen sich Fragen gefallen lassen, lernen, damit umzugehen, und diese nicht immer als einen Affront empfinden“, so Rabeya Müller. Die Kölnerin ist an der Gestaltung von Lehrbüchern beteiligt, bildet Religionspädagogen aus und verantwortet zahlreiche Veröffentlichungen.

Ihr zur Seite steht als Gesprächspartner Özcan Coşar. Er gehört zu den gefragtesten Comedians Deutschlands und ist durch unzählige TV-Auftritte bekannt. Selbstbewusst und kritisch hält er in seinem Programm der deutschen Gesellschaft den Spiegel vor. Aktuell tourt er mit seinem Programm „Old School – Die Zukunft kann warten“ durch die Republik.

Der Talk im DKH wird wie immer vom Politikwissenschaftler Professor Aladin El-Mafaalani moderiert und um 19 Uhr beginnen. Für die künstlerische Umsetzung des Themas sorgt Zijah Jusufovic. Die Reihe „Talk im DKH“ ist eine Veranstaltung des Dietrich-Keuning-Hauses und nimmt regelmäßig Themen aus Politik und Gesellschaft in den Fokus. Nach kurzen Impulsvorträgen folgt ein Dialog zwischen ReferentInnen und dem Moderator.

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