Im Rahmen des Festes wird auch der Stadtteilladen „Wilma“ eröffnet

Das dritte Demokratie-Festival „Vielfalt lieben – Dorstfeld leben“ gibt es am 26. August 2022

Die Band Kings of Floyd sorgten für einen gelungenen Abschluss auf dem Fest. Fotos: Alex Völkel/ Stephan Schütze
Die Band „Kings of Floyd“ sorgten beim letzten Festival für einen gelungenen Abschluss auf dem Wilhelmplatz. Archivfoto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de

Nach der Corona-Pause melden sich die Quartiersdemokraten mit einem runden Programm beim Demokratie-Festival „Vielfalt lieben – Dorstfeld leben“ am kommenden Freitag (26.August 2022) ab 11 Uhr zurück. Auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld wird ein Programm für kleine und große Besucher:innen geboten. 

Ziel: Demokratische Kultur im öffentlichen Raum positionieren

Das Demokratie-Festival „Vielfalt lieben – Dorstfeld leben“ entstand erstmalig Anfang 2018. Bunte, demokratische Vielfalt des Stadtviertels zu zeigen war die Idee, die Quartiersdemokraten haben aus dieser Idee heraus ein Netzwerk von engagierten Einzelpersonen, Vereinen und Organisationen initiiert und koordiniert, dass das Festival geplant und organisiert hat. 

Das Festival lockt zahlreiche Besucher:innen auf den Wilhelmplatz in Dorstfeld. Archivfoto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de

Ziel war es, eine möglichst hohe Partizipationsstruktur für Bewohner:innen aus Dorstfeld anzubieten und sich zugleich im öffentlichen Raum für eine demokratische Kultur zu positionieren. Nachdem das erste Demokratie-Festival ein Erfolg war, fand es auch 2019 mit breiter Beteiligung und Unterstützung von Vereinen, Verbänden und Bündnissen statt. 

Mit Informationsständen, Mitmach-Aktionen, Musikauftritten und kulturellen Aktionen ist das Demokratie-Festival damit jährlich eine abwechslungsreiche Möglichkeit, sich mit Spaß für einem demokratischen Stadtteil einzusetzen. 

Die Teilnahme aller Dorstfelder Schulen ist mittlerweile selbstverständlich

Birgit Miemitz, Manfred Kossack, Olaf Meyer, Ralf Stoltze und Iris Bernert-Leushacke stellten das Programm vor.
Birgit Miemitz, Manfred Kossack, Olaf Meyer, Ralf Stoltze und Iris Bernert-Leushacke stellten das Programm vor. Foto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de

Grob beschrieben, handelt es sich um ein Fest mit politischem Charakter, bei dem das Zusammenkommen und der Austausch miteinander im Vordergrund steht. Dabei können die Programmpunkte variieren und sind zum Teil abhängig von den Vereinen, Institutionen, Initiativen und Organisationen, die sich aktiv mit Ideen beteiligen. 

„Wir freuen uns, dass es endlich wieder möglich ist, das Demokratiefestival zu machen“, freut sich Birgit Miemitz, Vorsitzende des Vereins QUINDO e.V. – dem Trägerverein des Projekts Quartiersdemokraten. Bei der dritten Auflage ist die Zahl der Mitwirkenden und Kooperationspartner:innen weiter gestiegen: „Es gibt Alte und Neue. Und es ist selbstverständlich geworden, dass sich alle Dorstfelder Schulen beteiligen“, freut sich Miemitz. 

Dorstfelder Vereine präsentierten sich und ihre Arbeit.
Dorstfelder Vereine präsentieren sich und ihre Arbeit beim Demokratie-Festival. Archivfoto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de

Das war nicht von Anfang an der Fall, erinnert der damalige Bezirksbürgermeister und heute SPD-Landtagsabgeordnete Ralf Stoltze: „Die Idee war, den demokratischen Gedanken zu installieren und für normal zu erklären. Wir reagieren zwar auf Nazis, aber wollen, dass das Demokratiefest der Normalfall ist.“ Das sei mittlerweile der Fall: „Wir haben eine breite Basis, auf der das entsteht“, sagt Stoltze.

Ermöglicht wird auch das diesjährige Festival durch die großzügige Unterstützung aus Mitteln der Bezirksvertretung Innenstadt-West und der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Demokratie und Toleranz.

Der Stadtteilladen „Wilma“ wird Freitag offiziell eröffnet

Der Stadtteilladen „Wilma“ am Wilhelmplatz wird am Freitag offiziell eröffnet.
Der Stadtteilladen „Wilma“ am Wilhelmplatz wird am Freitag offiziell eröffnet. Foto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de

Einer der Höhepunkte des Tages ist die offizielle Eröffnung des neuen Stadtteilladens „wilma“. In einer Talk-Runde, an der Vertreter:innen von Organisationen teilnehmen, die bereits in der Vorab-Eröffnung den Stadtteilladen nutzen und dem Sonderbeauftragten für Vielfalt, Demokratie und Toleranz, Manfred Kossack, stellt sich der Stadtteilladen vor.

„Wir freuen uns, dass wir eingeladen sind. Uns geht es ja darum, die Zivilgesellschaft stark zu machen und für Vielfalt, Toleranz und Demokratie zu arbeiten“, so Kossack. „Da ist eine Menge zu arbeiten. Dorstfeld war ein Hotspot und hier sind immer noch Nazis.“ 

In der Politik und der Zivilgesellschaft bestand in den vergangenen Jahren immer die Sorge, dass Neonazis weitere Immobilien oder Ladenlokale anmieten könnten – das war auch bei dem kleinen Ladenlokal die Sorge, in dem sich „Wilma“ ab Freitag offiziell befindet. Auch wenn jetzt erst die offizielle Eröffnung ist, gibt es dort bereits regelmäßig Aktivitäten. 

Quartiersdemokraten und IG Dorstfelder Vereine bespielen den Laden

Der Stadtteilladen „Wilma“ am Wilhelmplatz wird am Freitag offiziell eröffnet.
Der Stadtteilladen „Wilma“ am Wilhelmplatz wird am Freitag offiziell eröffnet. Foto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de

Die Macher:innen verstehen den kleinen Laden als „Nukleus“, wo die Bürger:innenschaft ihre Vorstellungen einbringen und mit ihren Themen reinkommen kann. „Klar ist: Hier kommen keine Nazis rein – eine Begründung ist nicht erforderlich“, so die Verantwortlichen. 

Den Raum für „Wilma“ hat die Interessengemeinschaft Dorstfelder Vereine angemietet. Sie ist auch Vertragspartnerin der Stadt. Inhaltlich bespielt und teilweise auch mitfinanziert wird das Ladenlokal von den Quartiersdemokraten. 

Sie bieten dort auch montags von 10 bis 12 Uhr eine Sprechstunde an – ein anderer Termin war nicht mehr frei, sagt Iris Bernert-Leushacke mit Blick auf die vielfältigen Nutzungen im Haus.  Wer sich dort einbringen und etwas anbieten möchte, kann sich per Mail melden: kontakt@wilma-dorstfeld.de.

Beteiligungsorientiertes Programm mit vielen Mitmachaktionen

Doch die Eröffnung ist nur ein Programmpunkt des Demokratiefestivals: „Es ist ein buntes und beteiligungsorientiertes Programm mit vielen Mitmachaktionen“, berichtet Iris Bernert-Leushacke.

Bereits im Mai hatten die Quartiersdemokraten zu einer Ideenbörse eingeladen und gemeinsam mit den Beteiligten das neue Programm gestaltet. Eine Rolle spielt dabei auch das Thema Nachhaltigkeit.

In diesem Jahr macht der Chor der Fine-Frau-Grundschule den Auftakt mit dem Lied „Wir sind bunt“, danach erfolgt die offizielle Eröffnung des Festivals durch den ersten Bürgermeister der Stadt Dortmund Norbert Schilff. Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß begrüßt die Gäste im Anschluss. 

Und dann geht es bunt und vielfältig weiter: auf dem Wilhelmplatz bieten den ganzen Tag über Vereine, Schulen, Kitas und Organisationen einen „Markt der Möglichkeiten“ mit Kinderschminken, Grafitti-Workshop, zahlreichen Mitmach-Angeboten und spannenden Spielen für Groß & Klein an. 

Die „Streetkings“, die „mobilste Band der Welt“ spielt zum Abschluss

Die Kinderdisco mit dem tanzenden Elefanten war beim letzten Festival sehr beliebt. Archivfoto: Stephan Schuetze

Auf der Bühne begeistert die Jüngeren ab vormittags das Kinder- und Jugendtheater Duisburg mit dem Stück „Grüni und Grumilla – Ein Frosch will nicht geküsst werden“ (gefördert von der Sparkasse Dortmund und dem Kulturbüro der Stadt Dortmund), eine magische Zaubershow mit dem Zauberer Mr. Tom und der Mitmachzirkus „Fitzantino“.

Am Nachmittag steht der Auftritt der Big Band plus Chor des Reinoldus-Schiller-Gymnasiums auf dem Programm. Auch das Abendprogramm ist bunt und vielfältig: nach den Trommlern von Djolo e.V. und der Tanzgruppe des Vereins Tamilischer Künstler tritt der Jugendkonzertchor der Chorakademie Dortmund auf. Im Anschluss folgt die Poetry-Slam-Show von WortLautRuhr, die extra für das Festival neue Texte geschrieben und einstudiert haben. 

Zum Abschluss des Festivals laden die Quartiersdemokraten noch zu schmissigen Sounds mit der Coverband „Streetkings“, der „mobilsten Band der Welt“ ein. Die Band sorgt nicht nur mit ihrem auffälligen Feuerwehr-Oldtimer für Aufsehen, sondern auch mit ihrer Bühnenshow. Neben dem bunten Bühnenprogramm und Mitmach-Angebot wird es selbstverständlich auch verschiedene Essens- und Getränkestände mit einem vielfältigen Angebot geben.

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