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Beethoven und Ungarn – Musikalisch-literarische Matinee mit Claus-Dieter Clausnitzer in der Auslandsgesellschaft

Die Pianistin Gabriella Brezócki-Wedewardt schlüpfte gelegentlich in die Rolle von Josefine und Therese, den Töchtern des Grafen von Brunswick.  Foto: Magdolna Wiebe, Auslandsgesellschaft

Rund 65 Gäste waren der Einladung zur literarisch-musikalischen Matinee am Sonntag, den 20. Januar 2019 in der Auslandsgesellschaft gefolgt. Nach dem Erfolg im letzten Jahr traten erneut der Schauspieler Claus-Dieter Clausnitzer und Gabriella Brezócki-Wedewardt am Klavier auf; in diesem Jahr als Trio mit dem Cellisten Elöd Kostyák für ein Programm der Extraklasse mit vielen Überraschungen.

Ungarische Einflüsse – Verbindungen zum Leben und Wirken von Ludwig van Beethoven

Magdolna Wiebe, Leiterin der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft und die KünstlerInnen. Foto: Yana Kanievska

Claus-Dieter Clausnitzer las aus Dokumenten und Briefen, die Auskunft geben über Beethovens musikalische und persönliche Beziehungen zu Ungarn, insbesondere über seine Freundschaft zur Familie des Grafen Anton von Brunswick.

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Die Schwestern Therese, Josephine, Charlotte und ihr Bruder Franz begegneten dem Komponisten erstmals 1799 in Wien. Beethoven unterrichtete die Töchter des Grafen sowohl in Wien als auch in ihrem ungarischen Schloss in Martonvásár, wo er sie mehrfach besuchte.

Josephine war eine der zentralen Frauengestalten im Leben Ludwig van Beethovens, der ihr in den Jahren 1804 bis 1810/11 mindestens vierzehn zum Teil leidenschaftliche Liebesbriefe schrieb, in denen er sie unter anderem als „Engel“, „mein Alles“ und „einzig Geliebte“ bezeichnete und ihr ewige Treue schwor.

Beethoven und seine einzige, große Liebe Josephine Brunswick

Da sie die einzige Frau ist, die Beethoven nachweislich anhaltend und leidenschaftlich geliebt hat, halten viele MusikwissenschaftlerInnen Josephine auch für die Adressatin des berühmten dreiteiligen Briefes an die „Unsterbliche Geliebte“ vom 6./7. Juli 1812.

Die Klaviersonate Nr. 23 f-Moll, op. 57, Appassionata hat Beethoven dem Freund und Schlossherrn von Martonvásár Graf Franz von Brunswick gewidmet. Vollendet hat Beethoven sie wahrscheinlich 1806 im Schloss Martonvásár.

Die Pianistin Gabriella Brezócki-Wedewardt spielte einzelne Sätze aus der Mondscheinsonate, der Appassionata sowie aus den Sonaten op. 78 und op. 79. Zusammen mit dem Solo-Cellisten des Orchesters der Ungarischen Oper in Klausenburg Elöd Kostyák, spielte sie die C-Dur Sonate op. 102 und die Variationen über „Bei Männern, welche Liebe fühlen…“ aus der „Zauberflöte“ von Mozart. Zur Veranstaltung lud die Deutsch-Ungarische Gesellschaft ein.

Weitere Informationen:

Website der Auslandsgesellschaft.de e.V. : www.agnrw.de

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