Im Rahmen der ECCAR-Arbeitsgruppe „Combat Antisemitism“:

Dortmund richtet eine hochrangig besetzte europäische Veranstaltung gegen Antisemitismus aus

„Antisemitismus - Dagegen habe ich was.“ Aufkleber in der Nordstadt. Foto: Alex Völkel
„Antisemitismus – Dagegen habe ich was.“ Aufkleber in der Nordstadt. Foto: Alex Völkel

Die Stadt Dortmund hat im Rahmen ihrer Mitgliedschaft in der ECCAR („European Coalition of Cities against Racism“) die Arbeitsgruppe „Combat Antisemitism“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit über 20 europäischen Städten – darunter London, Madrid, Stockholm und Wien – sollen die komplexen Anforderungen an die kommunale Auseinandersetzung mit Antisemitismus thematisiert werden.

Auftaktveranstaltung mit Vertreter*innen aller teilnehmenden Städte ist am 23. September

Ferner steht die Bedeutung der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene im Mittelpunkt des Austausches. Die Betrachtung der unterschiedlichen lokalen Spezifika aus der internationalen Perspektive ermöglicht es, Best-Practice-Methoden zu erörtern und die Arbeit gegen den Antisemitismus weiter voranzutreiben und weiter zu professionalisieren.

Die Auftaktveranstaltung mit Repräsentant*innen und Vertreter*innen aller teilnehmenden Städte findet am 23. September 2021 als Videokonferenz statt. Zu den Ehrengästen zählen unter anderem Katharina von Schnurbein (Antisemitismusbeauftragte der Europäischen Kommission), Benedetto Zacchiroli (Präsident der European Coalition of Cities against Racism) und der Antisemitismus-Experte Prof. Dr. Samuel Salzborn.

„Aktionsplan gegen Rechtsextremismus“ als Basis – Rat hat die „Grundsatzerklärung Antisemitismus“  beschlossen

Die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus sowie mit den hinter den menschenfeindlichen Ideologien stehenden Personen und Strategien wird in Dortmund schon seit Jahren aktiv betrieben. Der 2007 vom Rat der Stadt Dortmund auf den Weg gebrachte „Dortmunder Aktionsplan gegen Rechtsextremismus“ wird seit 2011 stetig aktualisiert und enthält insgesamt sieben verschiedene Handlungsfelder.

Um Ihr Engagement zu unterstreichen und kontinuierlich zu professionalisieren, ist die Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie (VTD) der Stadt Dortmund im Jahr 2015 der „European Coalition of Cities against Racism“, abgekürzt ECCAR, beigetreten.

Weiter hat der Rat der Stadt Dortmund 2019 in Anerkennung der Arbeitsdefinition Antisemitismus der „International Holocaust Remembrance Alliance“ (IHRA) die „Grundsatzerklärung Antisemitismus“ beschlossen. Die von der Stadt Dortmund initiierte Arbeitsgruppe „Combat Antisemitism“ und ihre Auftaktveranstaltung in diesem September ist ein aktuelles Beispiel für dieses vielfältige kommunale Engagement.

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Kommentare

  1. „Ich sehe was, was du nicht siehst! – Desinformationskampagnen erkennen und begegnen“ (PM)

    „Ich sehe was, was du nicht siehst! – Desinformationskampagnen erkennen und begegnen“

    Wann? Donnerstag, 09.09.2021, 16:00 Uhr
    Wo? VHS Dortmund, Kampstr. 47, 44137 Dortmund

    Renate aus Salzgitter glaubt, dass die Wahlergebnisse wie beim Lotto vorher gezogen werden und Sven aus Berlin teilt einen Beitrag darüber, dass die BRD GmbH ihre Vorstandsmitglieder in diesem Jahr aus dem sehr engen Kreis der jüdischen Reptiloiden, die auf der dunklen Seite des Mondes leben, wählt. 107 Personen gefällt das.

    Solche oder ähnliche Aussagen begegnen uns leider im Kontext der anstehenden Bundestagswahl immer häufiger. Dies geschieht meist dort, wo wir uns täglich mit einer Flut an Nachrichten, Informationen und Meinungen auseinandersetzen müssen – in den Sozialen Medien.

    Neben teils absurden, häufig antisemitischen Verschwörungserzählungen finden sich auch gezielte, strategisch geplante Desinformationskampagnen. Doch wie identifiziert man solche Kampagnen? Wie und wo kann ich schnell herausfinden, ob es sich um korrekte Informationen oder doch um Fake News handelt? Wie teile ich mein Wissen mit anderen und wie verhalte ich mich online und offline, wenn mir Verschwörungserzählungen und Fake News begegnen?

    In Kooperation mit der VHS Dortmund und ausgesuchten Expert*innen möchten wir uns diesen Fragen widmen, um Desinformationskampagnen besser zu verstehen, sie zu identifizieren und ihnen begegnen zu lernen. Neben einem fachlichen Input von Alexander Sängerlaub, Co-Autor der Studie „Quelle: Internet?“, wird es im Anschluss drei Workshops zu verschiedenen Schwerpunkten geben.

    Zur besseren Planung bitten wir darum bereits bei der Anmeldung zu überlegen an welchem der drei Workshops Ihr teilnehmen möchtet. Die finale Abfrage erfolgt vor Ort. Das Programm sowie detaillierte Informationen zu den Workshopleiter*innen und Workshopthemen findet Ihr im Anhang.

    Für die Veranstaltung benötigt Ihr immer wieder ein mobiles Endgerät. W-Lan ist im gesamten Gebäude vorhanden. Falls Ihr einen eigenen Laptop oder ersatzweise Tablet bzw. Smartphone besitzt, bringt dies bitte mit. Die Nutzung eines Laptops wird empfohlen. Es stehen außerdem Leihgeräte zur Verfügung.

    Den Link zur Anmeldung gibt es hier: https://bit.ly/3fx5BLV

    Die Veranstaltung wird ebenfalls öffentlich beworben.
    Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 30 Personen begrenzt.

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