
Barrierefreier Wohnraum ist wichtig, auch für ältere Menschen. In der Dortmunder Nordstadt gibt es davon nur wenig. Damit beschäftigt sich nun ein öffentliches Nordstadtgespräch. Die Veranstaltung lädt am 22. April 2026 dazu ein, sich über das das barrierefreie Wohnen in der Nordstadt auszutauschen. Sie findet ab 16 Uhr vor der St. Joseph Kirche an der Münsterstraße statt.
Ein altersmäßig junger Stadtbezirk mit vielen Barrieren

Journalistin Judith Schulte-Loh moderiert die Gesprächsrunde, an der Bezirksbürgermeisterin Hannah Rosenbaum, Wohnungs- und Stadtplanungsdezernent Stefan Szuggat, Samuel Šerifi, Sprecher der Dogewo21-Geschäftsführung, und Haluk Serhat, Geschäftsführer von Vivawest, sowie Markus Roeser, wohnungspolitischer Sprecher des Mietervereins Dortmund, teilnehmen werden.
Die Nordstadt ist Dortmunds größter und jüngster Stadtbezirk: Nur etwa zehn Prozent der Bewohner:innen sind hier 65 Jahre alt oder älter. Susanne Schulte vom Seniorenbeirat Dortmund sieht einen Grund auch darin, dass in der Nordstadt viele Wohnungen nicht einfach barrierefrei zugänglich sind. Wenn die Menschen also zum Beispiel nicht mehr gut Treppen steigen könnten, zögen sie teilweise eher in andere Stadtteile.
Ideenaustausch und Lösungsentwürfe beim Nordstadtgespräch
„Die Idee für das Thema kam uns, als wir von mehreren Frauen gehört haben, die mit dem Alter aus der Nordstadt weggezogen sind“, berichtet Schulte. Auch aus der Kirchengemeinde habe sie von solchen Fällen gehört.

Die Veranstaltung soll einen Austausch zu dem Thema ermöglichen und Ursachen und Lösungen besprechen. Bewohner:innen der Nordstadt können ihre eigenen Erfahrungen und Ideen mitbringen.
Die Beine in den Bauch stehen muss sich übrigens niemand – es gibt auch Sitzgelegenheiten. Und bei schlechten Wetter geht es in die Kirche.
Organisiert haben das Nordstadtgespräch Johannes Kirsch und Susanne Schulte vom Seniorenbeirat Dortmund in Kooperation mit dem Seniorenbüro Innenstadt Nord.
Anm.d.Red.: Haben Sie bis zum Ende gelesen? Nur zur Info: Die Nordstadtblogger arbeiten ehrenamtlich. Wir machen das gern, aber wir freuen uns auch über Unterstützung!

