Vorgesehen sind „Geschwister-Scholl-Straße“ und „Mühlenstraße“

Zwei neue Parkzonen für Bewohner:innen im Brügmannviertel in Dortmund geplant

Die Bewohner:innen-Parkzonen „Geschwister-Scholl-Straße“ und „Mühlenstraße“ sind geplant.
Die Bewohner:innen-Parkzonen „Geschwister-Scholl-Straße“ und „Mühlenstraße“ sind geplant. Karte: Stadt Dortmund

In der Dortmunder Innenstadt sollen – vorbehaltlich der politischen Mehrheiten – noch bis zum Herbst zwei weitere Parkzonen für Bewohner:innen entstehen. Der Verwaltungsvorstand schlägt dem Rat der Stadt Dortmund vor, die Bewohner:innen-Parkzonen „Geschwister-Scholl-Straße“ und „Mühlenstraße“ einzuführen. Damit würde auch die Grenze der Bewohnerparkzone „City“ geändert.

Parksuchverkehr im Brügmannviertel soll deutlich reduziert werden

Ziel der neuen Parkzonen für Bewohner:innen ist es, den Parksuchverkehr im Brügmannviertel zu reduzieren und Pendler:innen dazu zu bringen, auf den ÖPNV und das Fahrrad umzusteigen beziehungsweise Park&Ride-Plätze (P&R) außerhalb der City oder kostenpflichtige Parkhäuser zu nutzen, skizziert Planungsdezernent Ludger Wilde.  ___STEADY_PAYWALL___

Das Parkkonzept für das Brügmannviertel mit den beiden neuen Parkzonen ist Ergebnis einer gutachterlichen Parkraumuntersuchung und der Beratungen mit den Bürger:innen im digitalen Dialog am 14. Juni 2021. 

Die Umsetzung des Bewohnerparkkonzeptes Brügmannviertel ist bis Oktober 2022 geplant. Dafür sind 175.000 Euro Projektkosten veranschlagt. Damit soll die Wohnqualität im Quartier merklich verbessert werden.

Das ist das Konzept der Parkzone „Mühlenstraße“ 

Auch die Kapellenstraße - nördlich des Bahndamms - ist Teil der neuen Parkzone.
Auch die Kapellenstraße – nördlich des Bahndamms – ist Teil der neuen Parkzone. Foto: Alexander Völkel für nordstadtblogger.de

Aufgrund der größeren Entfernung zur City wird überwiegend eine kostenfreie Bewirtschaftung mit Parkscheibe (max. 2 Std.) vorgeschlagen, um lange Parkdauern zu reduzieren. In der Münsterstraße, der Heiligegartenstraße und der westseitigen Bornstraße soll weiterhin kostenpflichtig mit Parkschein geparkt werden. Teilweise wird das kostenpflichtige Parken eingeführt. 

Bewohner:innen erhalten v.a. in den Straßen mit überwiegender Wohnbebauung ausschließlich für sie vorgehaltene Parkmöglichkeiten (mit Bewohner:innen-Parkausweis). In Mischbereichen werden Bewohner:innen (mit Parkausweis) von der Parkschein- bzw. -scheibenpflicht ausgenommen. 

Zur Sicherung einer angemessenen Gehwegbreite werden die Parkmöglichkeiten in der Kapellenstraße auf eine Straßenseite reduziert. Dies soll u.a. den Parksuchverkehr weiter reduzieren. 

Das ist das Konzept der Parkzone „Geschwister-Scholl-Straße“

Aufgrund der direkten Nähe zur City wird hier eine kostenpflichtige Bewirtschaftung mit Parkscheinautomaten vorgeschlagen, um den Parkdruck deutlich zu senken. Bewohner:innen erhalten v.a. in den Straßen mit vorwiegend Wohnbebauung ausschließlich für sie vorgehaltene Parkmöglichkeiten (mit Bewohner:innen-Parkausweis). In Mischbereichen werden Bewohner:innen von der Parkscheinpflicht ausgenommen. 

So sah das Berufskolleg 1952 aus.
So sah der Brügmann-Block 1952 aus – damals war die Parkplatzsuche noch kein sonderlich großes Thema.

Die Parkmöglichkeiten in der Brügmannstraße sollen mit Parkscheibe (maximal vier Stunden ohne Freigabe für die Bewohner:innen) bewirtschaftet werden, um Parkmöglichkeiten für das Berufskolleg zu bieten. 

Die parkscheinbewirtschafteten Parkplätze an der Außenseite des Burg- und Schwanenwalls sollen der Parkzone Geschwister-Scholl-Straße zugewiesen und teilweise für Bewohner:innen freigegeben werden (Mischregelung). Bewohner:innen der außen am Wall gelegenen Gebäude zählen dann ebenfalls zur Parkzone Brügmannviertel und sind berechtigt, dort zu parken. 

Im Gegenzug werden die Parkangebote in der Schwanenstraße einseitig (Nordseite) aufgehoben, um auch dort eine angemessene Gehwegbreite zu sichern, erklärt Wilde. Einzelne Parkmöglichkeiten im Bereich der Geschwister-Scholl-Straße werden reduziert. Die Anzahl der Stellplätze bleibt unterm Strich in beiden neuen Zonen nahezu erhalten. Von insgesamt rund 1.100 Parkmöglichkeiten entfallen zukünftig etwa 85 zur Sicherung von ausreichenden Gehwegbreiten. 

Anregungen aus digitalem Dialog – Umsetzung bis Herbst 2022 

Planungsdezernent Ludger Wilde

Bewohner:innen und Interessierte konnten Anregungen auf Grundlage ihrer Ortskenntnis in einem öffentlichen digitalen Dialog am 14. Juni 2021 einbringen. Dabei wurde u.a. folgender konkreter Hinweis umgesetzt: Bisher können die Bewohner:innen der Häuser entlang des Schwanenwalls Bewohnerparkausweise für die Bewohnerparkzone City erhalten, da diese innerhalb der Bewohnerparkzone City liegen. 

Die Anregung, diese Häuser und die Stellplätze entlang der Schwanenwall-Außenseite in die neue Bewohnerparkzone „Geschwister-Scholl-Straße“ aufzunehmen, wurde in das Bewohner:innen-Parkkonzept eingearbeitet, so der Planungsdezernent. 

Über die Umsetzung der neuen Parkzonen im Herbst 2022 werden die Bewohner:innen des Quartiers noch über Hauswurfsendungen informiert, in denen dann auch konkret beschrieben wird, wie und ab wann sie die neuen Bewohner:innenparkausweise bei den Bürgerdiensten beantragen können. 

Das Nahmobilitätskonzept Brügmannviertel ist eine Maßnahme des Förderprojektes Emissionsfreie Innenstadt. Die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen unterstützen das Förderprojekt Emissionsfreie Innenstadt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. 

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