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Zu Ehren des Dortmunder Bildhauers und FC Bayern-Gründers Benno Elkan wird eine Straße am U-Turm benannt

Einweihung der Benno Elkan-Allee am Dortmunder U

Feierliche Einweihung der Benno Elkan-Allee am Dortmunder U. Fotos: Klaus Hartmann

Ein klein wenig Schuld trägt dieser Benno Elkan wohl daran, dass der BVB trotz rekordverdächtigem Punktestand in dieser Saison, nur auf dem zweiten Platz in der Tabelle steht.

Dortmunder Junge Benno Elkan ist Mitbegründer des FC Bayern München

Einweihung der Benno Elkan-Allee am Dortmunder U. Die Straße führt von der Ritterstraße zum Emil-Moog-Platz

Die Straße führt von der Ritterstraße zum U.

Auf dem ersten Platz steht ein Verein aus dem Süden Deutschlands. Im Jahre 1900 hat der Dortmunder Junge aus der Brückstraße, Benno Elkan, den FC Bayern München, während seines Kunststudiums in der Bayerischen Landeshauptstadt, mitbegründet.

Zuvor hatte er mit Freunden den ersten Dortmunder Fußballverein, den „Dortmunder Fußball-Club 1895“, ins Leben gerufen, heute bekannt als TSC Eintracht 48/95.

Der Bildhauer war ein deutscher Fußballpionier. Um Fußball drehte sich auch vieles zur Einweihung der neuen Straße mit seinem Namen, die von der Bezirksvertretung Innenstadt beschlossen wurde.

Der jüdische Bildhauer flüchtete 1933/34 in das Londoner Exil

Einweihung der Benno Elkan-Allee am Dortmunder U. BvB-Präsident Reinhard Rauball

BvB-Präsident Reinhard Rauball.

BVB-Präsident Reinhard Rauball erinnerte in seine Rede an die Skulptur „Fighting Cockerel“, der kämpfende Hahn, die Elkan in seinem Londoner Exil für den Präsidenten des „FC Arsenal“ geschaffen hatte.

Dieser schenkte sie dem jüdischen Fußballclub „Tottenham Hotspurs“ für die Hilfe in der Zeit nach dem Kriege als das Stadion von Arsenal noch zerstört war.

Der Hahn ist Wappentier des Londoner Fußballclubs, der gerade mal vor knapp einen Monat, zu Gast in Elkans Geburtsort war.

Im Jahre 1933/34 emigrierte Elkan nach London. In Deutschland bekam er Berufsverbot, viele seiner Werke wurden im Nazi-Deutschland aus dem öffentlichen Raum entfernt und zerstört.

Das bedeutendster Werk des Künstlers ist die Knesset-Menora, ein siebenarmiger Leuchter, aus Bronze, der vor dem israelischen Parlament in Jerusalem steht. Einige Arbeiten Elkans sind auch heute noch in seiner Heimatstadt Dortmund auf dem Ostenfriedhof zu sehen, so u. a. die Denkmale „Die Wandelnde“ aus dem Jahre 1904 und die „Persephone“ aus dem Jahre 1908.

Elkans Enkelin – Beryn Hammil – ist zur Einweihung der Straße aus Kalifornien angereist

Einweihung der Benno Elkan-Allee am Dortmunder U. Benno Elkan Enkelin Beryn Hammil, mitte, mit Begleitern. Links Präsident der AGNRW, Klaus Wegener

Enkelin Beryn Hammil, mitte, mit Begleitern. Links Präsident der AGNRW, Klaus Wegener.

Zur feierlichen Enthüllung des Legendenschildes, auf dem die wichtigsten Lebensdaten und -leistungen des Bildhauers nachzulesen sind, war auf Einladung der Auslandsgesellschaft Elkans Enkelin Beryn Hammil aus Kalifornien angereist.

Dortmunds Rabbiner Avichai Apel betete ein Gebet für den Künstler und die neue Straße. Der Dortmunder Liedermacher Fred Ape sang das, extra für diesen Anlaß komponierte, Lied „Hymne auf die 1890er Klüter“.

Klüter wurden damals die Fußballer genannt. „Wäre Jürgen Klopp in früherer Zeit Trainer gewesen, hätte Klüter statt Pöhler auf seiner Kappe gestanden“, erklärt Oberbürgermeister Ullrich Sierau in seiner Rede.

Die Benno Elkan-Allee verbindet den Emil Moog-Platz am Dortmunder U mit der Ritterstraße in Höhe des Freizeitzentrum West. Die 11,50 m breite, etwa 1.300 m² große Verkehrsfläche wurde mit hochwertigem grauem Betonpflaster (Großformat 20 x 40cm) befestigt. Als Fußgängerzone bildet sie ein großzügiges und attraktives Entrée für die zwei neuen Berufskollegs unter dem Dortmunder U.

Mehr Infos zu den Elkans auf nordstadtblogger. de:

Sie lebten für Schach, Kunst und Fußball: Benno und Salomon Elkan – die großen jüdischen Söhne Dortmunds

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