
Europa, der Nahe Osten, Afrika und die Dortmunder Städtepartnerschaften: Kaum ein anderer hat die internationale Arbeit der Auslandsgesellschaft so nachhaltig geprägt wie Klaus Wegener. Seit 25 Jahren engagiert er sich im Vorstand, seit 2007 als Präsident. Bei der Mitgliederversammlung würdigte Bürgermeister Norbert Schilff seinen langjährigen Einsatz für Völkerverständigung, Demokratie sowie den Kampf gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus.
Europa nach Dortmund geholt – Dialog statt Ausgrenzung
Seit seiner Wahl zum Präsidenten hat Wegener die Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union (EU) kontinuierlich ausgebaut. In seine Amtszeit fallen unter anderem die Ansiedlung des Europe Direct Informationszentrums sowie der Mobilitätsberatungsstelle Eurodesk mit dem heutigen Europäischen Solidaritätskorps.
Auch das Deutsch-Afrikanische Wirtschaftsforum NRW geht maßgeblich auf seine Initiative zurück. Die Veranstaltung fand 2026 bereits zum neunten Mal in Dortmund statt.
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist seit vielen Jahren der Nahe Osten. Von 2013 bis 2018 betreute die Auslandsgesellschaft die Israel-Geschäftsstelle für das Landesprogramm Nordrhein-Westfalens zum Austausch junger Menschen mit Israel. Wegener reiste mehrfach nach Israel und Palästina, um den Dialog zu fördern. Für dieses Engagement ernannte ihn die palästinensische Stadt Dura 2016 zum Ehrenbürger.
Hilfe in Krisenzeiten – Engagement für die Städtepartnerschaften
Auch bei internationalen Hilfsaktionen setzte sich Klaus Wegener immer wieder ein. Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 unterstützte er den Spendenaufruf der Deutsch-Japanischen Gesellschaft und begleitete bis 2025 das Projekt „Hilfe für Japan“ für Fukushima-Kinder.

Nach dem Erdbeben in der Türkei und Syrien im Jahr 2023 rief er erneut zu Spenden auf. Die gesammelten Mittel fließen in ein Rehabilitationszentrum in der türkischen Provinz Hatay.
Auch die Städtepartnerschaften Dortmunds begleitet Wegener seit Jahren aktiv. Regelmäßig betreut er Jugendgruppen, die nach Buffalo oder Netanya reisen. Zudem nahm er an Delegationsreisen nach Xi’an, Amiens, Trabzon und Schytomyr teil. Zum 75-jährigen Bestehen der Auslandsgesellschaft initiierte er außerdem den Preis für Völkerverständigung.
Gesicht der Auslandsgesellschaft – Journalist und Honorarkonsul
Als Präsident vertritt Wegener die Auslandsgesellschaft bei zahlreichen Veranstaltungen und bringt sich in die Netzwerkarbeit ein. Er engagiert sich im Dortmunder Bündnis gegen rechts, im Arbeitskreis zur Bekämpfung von Antisemitismus sowie am Runden Tisch Europa.
Bevor sich Klaus Wegener in der Auslandsgesellschaft engagierte, arbeitete er von 1987 bis 1989 als Journalist für verschiedene Medien in den USA. Von 2019 bis 2021 war er Honorarkonsul für Ghana in Nordrhein-Westfalen. Seit 2023 ist er Honorarkonsul der Slowakischen Republik.

