Nordstadtblogger

Vom Wandel im Kleinen und ganz Großen: Erfolgreiche „1. Dortmunder Nachhaltigkeitskonferenz“ im Depot

Die unterschiedlichen Facetten der Nachhaltigkeit wurde in Workshops diskutiert. Foto: Peter Lutz

Die unterschiedlichen Facetten der Nachhaltigkeit wurde im Depot in Workshops diskutiert. Fotos: Peter Lutz

Von Julian Napierala und Alexander Völkel

Nach der Konferenz ist vor der Konferenz: Der Kulturort Depot und der Verein Die Urbanisten haben von 2016 bis 2018 das Upcycling Festival Trash Up! veranstaltet und sich dort auf vielfältige Art und Weise mit den Themen „Nachhaltigkeit“ und kritischem „Konsumverhalten“ auseinandergesetzt. Am selben Ort fand nun die Dortmunder Nachhaltigkeitskonferenz statt, wo diese Inhalte weiterverfolgt und vertieft wurden. Ein Ziel war, das Trash Up-Festival 2020 neu auszurichten und weiterzuentwickeln.

Immer mehr Menschen suchen konkrete Handlungsalternativen

„2018 haben wir festgestellt, dass immer mehr Menschen nach Handlungsalternativen gesucht haben, wie man das mit dem Umdenken hinbekommen kann. Diese Fragen werden immer konkreter: Was kann ich als Mensch tun, in meinem Umfeld, im Privatleben oder auf kommunaler Ebene?“, verdeutlichte die Geschäftsführerin des Depots Marion Edelhoff, die zusammen mit Frank Haushalter (Depot) und Florian Artmann (Urbanisten) die Konferenz organisiert hatte. 

Die Menschen spürten, dass man etwas ändern und erreichen könne. „Upcycling ist wichtig, aber wir müssen größer denken. Wie soll sich Trash Up verändern? Machen wir das unter uns als Veranstalterinnen aus oder vielleicht gemeinsam mit euch und ihnen in einer Konferenz?“, so Edelhoff. Die Antwort war klar: Die TeilnehmerInnen waren vor Ort, um diesen und anderen Fragen nachzugehen und die „Schwarmintelligenz“ zu nutzen – sowohl Privatleute als auch VertreterInnen zahlreicher Organisationen waren dabei.

Die Urbanisten hatten dafür eigene Wände aufgestellt, wo die Ideen vermerkt werden konnten. Und auch die Workshops sowie die extra langen Pausen waren dafür und zum Austausch geeignet, unterstrich Florian Artmann. Möglich gemacht haben die Konferenz im Übrigen neben den Teilnehmenden auch DEW21, Anne-Fischer-Stiftung, Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW, Kulturbüro und die Urbanisten. 

Zwischen Resignation, Zukunftsängsten und „Fridays For Future“-Klimademos

„Wir leben ja in aufregenden Zeiten, jeden Tag neue und beunruhigende Nachrichten – Klimawandel, Gletscherschmelze, Insektensterben, Waldsterben, Hitzesommer, Unwetter. Diese Schlagzeilen nehmen dem ein oder anderen den Glauben, dass wir das Ruder noch mal rumreißen können“, verdeutlichte Moderatorin Heike Leitschuh, Autorin für nachhaltige Entwicklung, die Ausgangslage.

Aber am 20. September 2019 gingen allein in Deutschland 1,4 Millionen Menschen auf die Straßen, über vier Millionen waren es weltweit – darunter ganz viele junge Menschen. Überall engagieren sich Menschen jeden Alters für eine nachhaltige Entwicklung, eine andere Ökonomie und ein Zusammenleben, das mehr auf Achtsamkeit, Solidarität und Bescheidenheit basiert im Umgang mit Ressourcen und Umwelt. 

Greta Thunberg hat auf der UNO-Konferenz in New York sehr emotional das Gefühl der jungen Menschen auf den Punkt gebracht: „Wie könnt ihr es wagen, uns weiß zu machen, dass es reicht, was ihr tut“, so die Gründerin der „Fridays For Future“-Bewegung. „Es reicht nicht, was die Welt oder die Bundesregierung tut. Das neue Klimapaket ist nicht schlecht, aber nicht gut genug. Aber es reicht auch nicht, was wir persönlich dafür tun“, ergänzte Leitschuh. Mal ein Bio-Ei essen, Energiesparlampe verwenden und ab und an mal Straßenbahn fahren und ein bisschen weniger Fleisch essen. Wir seien auch noch alle im Modus des „Business as usual“. 

„Wir sind auch noch nicht bereit, dass größere Veränderungen auch im persönlichen Verhalten nötig sind. Die Welt wacht auf und der Wandel kommt. Das muss nicht schlecht sein, das solidarische Leben wird ein angenehmeres sein, wenn wir nicht mehr nur dem Geld hinterher rennen“, so die Autorin. 

„Aber wir werden uns umtun müssen und unsere Gepflogenheiten in Angriff nehmen. Darüber wollen wir heute reden. Verschiedene Ideen und Konzepte, wie der Wandel zu einem guten Leben gelingen kann“, führte Leitschuh in das Thema ein. Mit ihr im „Fishbowl“ in der Haupthalle saßen Dunja Karabaic (Design und Nachhaltigkeit, ökoRAUSCH), Prof. Dr. Marcel Hunecke („Psychologie der Nachhaltigkeit“, FH-Dortmund) und Wolfgang Schürings (Gemeinwohlökonomie).

Design: Es geht um das Reduzieren, aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger

Die Designerin Dunja Karabaic ging u.a. der Frage nach, ob Design einen substanziellen Beitrag dazu leisten kann, und wenn ja wie.  Denn es geht bei ihr nicht um noch mehr Konsum: „Nachhaltiges Design – unsere Disziplin ist noch relativ jung. Es geht nicht darum, ein neues Produkt zu entwickeln, sondern eine Problemlösung. Also nicht ego-getriebene künstlerisch-kreative Selbstverwirklichung“, machte sie deutlich.

„Es geht um die Sparsamkeit, da Lösungen zu entwickeln, interdisziplinär zu arbeiten. Es geht um das Reduzieren, aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Es soll schön sein und soll Spaß machen. Dafür darf man nicht nur schwarz und weiß denken“, so Karabaic.

„ökoRAUSCH“ hatte 2008 die Messe für Nachhaltiges Design gestartet. Es ging um Produkte, die ökologisch hergestellt sind und eine alternative Konsumentscheidung darstellen können. Dabei sind Konzepte und Ideen, gerade auch in der Kommunikation, wie man einen zufriedenen nachhaltigeren Lebenstil finden kann, gefragt.

Doch DesignerInnen müssen auch mit Unternehmen arbeiten, die etwas verkaufen wollen. „Ich persönlich bin keine Produktdesignerin. Aber auch da muss man schauen, für wen man arbeitet – weniger, kooperativ und solidarisch. Ich brauche Kriterien, für wen ich arbeite, auch wenn ich dann weniger verdiene. Meine Kollegen machen das genauso“, macht die Aktivistin deutlich. Sie würden zum Beispiel nicht für die Autoindustrie arbeiten. „Es geht nicht darum, etwas einfach nur hübsch zu machen, dass es sich besser verkauft. Wir nehmen die ökologische Verantwortung ernst.“

Der Trend nehme zu: „2008 waren wir die Freaks. Warum Upcycling und Umweltschutz? Heute kann sich keine Hochschule für Gestaltung mehr leisten,  Nachhaltigkeit nicht auch zu thematisieren“, macht die Designerin deutlich.

Die Gemeinwohl-Ökonomie beleuchtet alternative Wirtschaftmodelle

Wolfgang Schürings saß als Vertreter der Gemeinwohl-Ökonomie in der Runde. Darunter werden seit den 1990er Jahren verschiedene Konzepte und alternative Wirtschaftsmodelle zusammengefasst, die eine Orientierung der Wirtschaft am Gemeinwohl, Kooperation und Gemeinwesen in den Vordergrund stellen. Auch Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung („Partizipation“) werden als Werte der Gemeinwohl-Ökonomie bezeichnet.

2010 gründete Christian Felber in Wien den „Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie“ für ein Wirtschaften, das auf Kooperation statt Konkurrenz setzt. Die Gemeinwohl-Ökonomie soll eine Systemalternative zur Marktwirtschaft bzw. Kapitalismus und der Planwirtschaft sein – zum Teil auch deren Synthese.

Die Ermittlung, welchen Beitrag ein Unternehmen/Gemeinde/Land/Privatperson zum Gemeinwohl leistet, kann über die Gemeinwohl-Bilanz ermittelt werden. Als Kriterien werden Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung herangezogen.

In 40 Ländern, in Deutschland in 50 Regionen, gibt es Gruppen, auch in Dortmund. Das Thema wächst rasant: „Ziel sind neue Formen des Wirtschaftens. Der alte Begriff des Gemeinwohls – die Orte, die allen gehören – Marktplatz, Wald, Natur – alles, was nicht im Eigentum ist. Dies zu stärken, was allen gehört und allen dient, ist das Ziel“, erklärte Wolfgang Schürings. Das Privateigentum sollte an die zweite Stelle treten. Doch bisher ist Privateigentum gesetzlich besser gestellt als das Gemeinwohl. 

Aber auch bei Firmen kann das Thema Gemeinwohl eine Rolle spielen – sie können eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen lassen. Dabei geht es um Menschenwürde, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz, soziale Werte und soziales Verhalten. Die Fragen werden in einer Matrix bewertet, um ein Gemeinwohlprodukt zu entwickeln  – wie beim Bruttoinlandsprodukt (BIP). Allerdings sind es hier Kriterien des Gemeinwohls, nicht finanzielle Kriterien. Da gibt es viele Instrumente, die Gemeinwohlbilanz ist die weitestgehende. 

1000 Punkte sind das Maximum bei dieser Bilanz, 0 Punkte der Standard, aber -4000 geht auch. „Es sind noch nicht viele Unternehmen, die mitmachen. Es kommen vor allem die, die glauben, dass sie das nicht schlecht machen. Viele trauen sich nicht“, bedauert Wolfgang Schürings. „Doch selbst wenn man eine schlechte Bilanz hat, heißt das nicht aufgeben. Die meisten Wettbewerber stehen noch viel schlechter dar. Sie müssen nur sehen, wie man seine eigene Bilanz verbessert und kontinuierlich daran arbeitet. Das ist entscheidend.“

„Psychologie der Nachhaltigkeit“ will Lücke zwischen Einstellung und Verhalten schließen

Das Thema „Psychologie der Nachhaltigkeit“ führte Prof. Dr. Marcel Hunecke von der Fachhochschule Dortmund (Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften) in die Debatte ein. Es geht dabei um psychische Ressourcen in Menschen, die einen nachhaltigen Lebensstil fördern. „Der Startpunkt ist eine Lücke zwischen Einstellung und Verhalten. Aus der Umweltpsychologie können wir die ganz klar benennen“, so Hunecke. 

„Es gibt Motivationsprobleme, was mit der Planung bei der Unterstützung der Ausführung, aber auch bei Infrastruktur und Routinisierung zu tun hat“, erklärte der Experte. „Ich kann Menschen systematisch fördern und fordern – bei Mobilitätswandel, Ernährung, Konsum oder Energieverbrauch. Aber politisch ist die Nachhaltigkeit noch nicht gewollt, man könnte sie aber machen.“

Es gebe psychologische Ressourcen und tolle Kampagnen und Modellprojekte. „Aber es braucht einen kulturellen Wandel und das Ziel, nachhaltig zu leben, statt nur die Standby-Taste zu drücken“, so Hunecke. „Die Diskussion ist längst überfällig. Ich bin kein Gehirnforscher, sondern in sozialen Prozessen verortet. Die sozial-ökologische Transformation muss stattfinden, nicht nur an einzelnen Punkten“, betonte der Psychologe.

Außerdem müsse Schluss sein mit dieser individualistischen Ökomoral: „Dem Einzelnen wird viel aufs Auge gedrückt. An uns soll es hängen und die Politik schaut zu. Doch gibt es Verbote, Gebote oder Anreize, die es uns leichter machen?“ Die Folge: In der Jetzt-Perspektive ist das Individuum überlastet, nachhaltig leben zu können. Das braucht Infrastrukturen und dies gelänge nur über politische Prozesse. Die Strategien müssten ineinandergreifen.

Nicht nur Ankündigungen: Der kulturelle Wandel im Alltag muss stattfinden

„Wenn ich meinen Alltag nachhaltig gestalten will, habe ich eine höhere Akzeptanz für politische Entscheidungen, die eine nachhaltigere Entwicklung fördern. Der kulturelle Wandel im Alltag muss stattfinden und man muss sich da gegenseitig unterstützen“, so Hunecke.

Ein erster Impuls sei von der Technik ausgegangen – die Effizienzrevolution. „Die hat man in 25 Jahren ausgeschöpft. Aber das reicht nicht. Politik setzt trotzdem noch auf Technologie“, so der Psychologe. 

Jetzt gehe es um die Ökonomie. „Vorschläge wie die CO2-Bepreisung sind klasse. Wir brauchen einen Umbau des ökologischen Systems. Aber das braucht einen kulturellen Wandel. Doch das ist in der Mainstreampolitik noch nicht angekommen. Sie wollen noch immer Nachhaltigkeitspolitik so machen, dass der Einzelne nichts merkt. So wird das aber nicht funktionieren. Es geht um Lebensstil-Fragen – da muss man drüber reden“, so Hunecke.

Nach einer Diskussion arbeiteten die TeilnehmerInnen in insgesamt sechs Workshops mit, die jeweils zweimal stattfanden. In den Gruppen wurde unter anderem zu den Themen Umweltökonomie, Zukunftsideen und Psychologie in der Klimathematik, gearbeitet. Anschließend wurden die Ergebnisse im Plenum vorgestellt. 

Wirksamkeit, Problembewusstsein und Gemeinschaft im Dreiklang

Ein bedeutender Aspekt des Psychologie-Workshops war die Achtsamkeit, durch die eine nachhaltigere Lebensführung erwachse. Besonders wirksam seien Wirksamkeit, Problembewusstsein und Gemeinschaft im Dreiklang, sagte Projektleiterin Marion Edelhoff. Zentrale Frage war auch, wie jeder für sich seine/ihre psychischen Ressourcen so nutzen kann, um im Kontext der Nachhaltigkeit auch zu handeln. 

„In der Regel steht man morgens auf und macht Kapitalismus“, so begann Christian Nähle (GEMEINGÜTER-Initiative) sein Resümee über seinen Workshop und verwies deswegen auf die doch überraschend große Anzahl an TeilnehmerInnen der Nachhaltigkeitskonferenz.

Zentrale Fragen waren am Ende laut Nähle, wie man kleine Ideen in größere Gefilde skalieren und das vorhandene Engagement nutzen könne. Ein ohnehin kontroverser Punkt der Veranstaltung war, wie es möglich sei, die nachhaltige Lebensweise in die Welt zu tragen und welche Emotionen, etwa Wut, Trauer oder Freude, dabei verwendet werden sollten.  

In einem weiterem Workshop der Gemeinwohl-Ökonomie mussten die TeilnehmerInnen in der ersten Spielrunde verschiedene Szenarien hinsichtlich ihrer Wirkung auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bewerten. Wie ist hierbei zum Beispiel das Unglück der Ölbohrplattform Deep Horizon zu sehen, die streng genommen das BIP anstiegen ließ? In der zweiten Spielrunde mussten die Teilnehmer dann die Szenarien dahingehend bewerten, wie sehr sie dem Gemeinwohl dienten. Ziel der Initiative sei es laut Rolf Weber (GWÖ), die Unternehmen mehr auf das Gemeinwohl zu lenken. 

Mehr Nachhaltigkeit in Lieferketten als Thema für Politik, Verbraucher und Wirtschaft

Wie bekommt man mehr Nachhaltigkeit in die Lieferketten? Eva-Maria Reinwald (SÜDWIND e.V.) sah in ihrem Fazit bei allen Akteuren Verbesserungspotentiale, also bei KonsumentInnen, Gewerkschaften und Politikern. Im gleichen Zug verwies sie auf eine notwendige Aufmerksamkeit für die Thematik, die erzeugt werden solle, gerade weil der Verlauf der aktuellen Entwicklungen nicht gerade positiv ausfallen würde. 

Zum Schluss waren die TeilnehmerInnen mit der Konferenz zufrieden. Es wird vermutlich nichts Revolutionäres auf den Weg gebracht werden, dass speziell aus dieser Konferenz hervorgeht, aber schlussendlich war erkennbar, dass es gut tat, verschiedenen Ideen und Meinungen einen Raum zu geben, in dem sich die TeilnehmerInnen gegenseitig inspirieren und austauschen konnten. Der Weg zu mehr Nachhaltigkeit ist schließlich auch kein Fahrstuhl, sondern muss Stufe für Stufe gegangen werden. 

 

Die Workshop-Themen in der Übersicht:

  • „Ich mache mir die Welt so nachhaltig, wie sie mir gefällt.“
    Das Potenzial von Design für die sozial-ökologische Welt von morgen.
    Workshopleitung: Dunja Karabaic, ökoRAUSCH
  • „Hat es sich ausgebeutet?“ Der Streit um ein Gesetz für faire Lieferketten
    Workshopleitung: Eva-Maria Reinwald, SÜDWIND
  • „Städte der Zukunft – Orte für nachhaltigen Wandel und urbane Transformation“ Welche Orte braucht es in Städten, um nachhaltiges und zukunftsweisendes Zusammenleben gemeinsam zu gestalten?
    Workshopleitung: Annette Bathen, Jonas Runte, Florian Artman, Die Urbanisten
  • „Psychologie der Nachhaltigkeit – Psychische Ressourcen zur Förderung nachhaltiger Lebensstile“
    Schwerpunkt Workshop Runde 1: Achtsamkeit und Sinnkonstruktion
    Workshopleitung: Prof. Dr. Marcel Hunecke und Nadine RichterSchwerpunkt Workshop Runde 2: Selbstwirksamkeit und Solidarität
    Workshopleitung: Max Schmiess und Jan Eickhoff
    FH – Dortmund Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften
  • „Crashkurs in kommunaler Klimapolitik: Wie verpflichte ich meine Stadt
    zu Nachhaltigkeit?“
    Workshopleitung: Christian Nähle, GEMEINGÜTER-Initiative
  • „Die globalen Herausforderungen und Krisen unserer Zeit sind vielfältig und trotzdem haben sie eines gemeinsam: Unsere Wirtschaft.“
    Workshopleitung: Wolfgang Schürings, Rolf Weber,
    Gemeinwohlökonomie Regionalfeld Dortmund / Ennepe Ruhr 

 

Unterstütze uns auf Steady

 

Mehr zum Thema bei nordstadtblogger.de:

„Fridays for Future“: Allein in Dortmund gingen bis zu 12.000 Menschen für mehr Klimaschutz auf die Straße

Lebenszufriedenheit jenseits des materiellen Konsums: „Erste Dortmunder Nachhaltigkeitskonferenz“ im Kulturort Depot

„Trash Up!“- Upcycling-Festival im Depot Dortmund gestartet: Viele Workshops und Mitmachaktionen

Drittes „Trash Up!“- Upcycling-Festival in der Nordstadt liefert Denkanstöße zum Umdenken in der Wegwerfgesellschaft

„Trash Up!“ in Dortmund: Das Upcycling-Festival im Depot zeigt innovative Zugangsweisen zur „Nachhaltigkeit“

Aus alt wird neu: Beim zweiten Trash Up! Festival in Dortmund werden die Möglichkeiten des Upcyclings gezeigt

Endlich ist es soweit: „Innovative Citizen“ startet im Dortmunder U – Festival für eine demokratischere Technik

„Innovative Citizen“ – Festival für Freunde von Technik und Innovation zum vierten Mal im und am Dortmunder U

 

Print Friendly, PDF & Email

Ein Gedanke zu “Vom Wandel im Kleinen und ganz Großen: Erfolgreiche „1. Dortmunder Nachhaltigkeitskonferenz“ im Depot

  1. Team Swap it (Pressemitteilung)

    Swap it – Tauschabend mit Infotreff zur Initiative Lieferkettengesetz

    Dieser Swap it im offenen Zentrum hat einen besonderen Fokus: Wer neben dem nachhaltigen Tauschen und Stöbern auch aktiv gegen Gewinne ohne Gewissen werden will, ist herzlich zu einem Kurzvortrag von Eva-Maria Reinwald zur Initiative Lieferkettengesetz und der gemeinsamen Planung von Aktivitäten eingeladen. Außerdem gibt es eine Foto-Aktion, bei der Ihr Euch gleich für einen „gesetzlichen Rahmen“ für die Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards positionieren könnt.

    Zur Initiative Lieferkettengesetz:
    Gegen Gewinne ohne Gewissen hilft nur ein gesetzlicher Rahmen. Mit dieser gemeinsamen Überzeugung haben sich Gewerkschaften, Kirchen und Organisationen aus den Bereichen Menschenrechte und Entwicklungszusammenarbeit, Umwelt, Fairer Handel und Unternehmensverantwortung in der „Initiative Lieferkettengesetz“ zusammengeschlossen. Ein Gesetz, das Unternehmen verpflichten würde, Menschenrechte und Umweltstandards in ihren Lieferketten zu achten, ist längst überfällig. Denn der Ansatz, dass Unternehmen allein durch freiwillige Initiativen für Veränderung sorgen sollen, ist offensichtlich gescheitert. Die politische Chance, ein Lieferkettengesetz zu erreichen, ist jetzt. Nun braucht es politisches Engagement und eine stärkere öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema – mit Straßenaktionen, durch Filmvorführungen und Diskussionsrunden, mit Besuchen bei PolitikerInnen, in sozialen Medien…
    Der Kurzvortrag stellt die politischen Hintergründe der Kampagne vor und zeigt Möglichkeiten zum Aktivwerden.

    Zum Tauschabend:
    SWAP IT! – TAUSCHEN STATT KAUFEN

    Der Tauschabend versteht sich als Vorschlag, Konsum alternativ zu gestalten. Mit diesem Motto wollen wir eine Alternative zu dem immer krasser werdenden Konsumverhalten aufzeigen. Statt ein immer größeres „MEHR“ an Müll und Überfluss zu produzieren, wollen wir nutzen, was bereits da ist: Längst nicht alles, was schon etwas länger deinen Schrank bewohnt, hat bereits ausgedient. Gib ihm die Chance umzuziehen – so schaffst wieder Platz für das, was du gerade wirklich brauchst, ohne es „neu“ im nächsten Markt kaufen zu müssen.
    Der Tauschabend wird regelmäßig einmal pro Monat Mittwochs in den Räumen des Rekorder im Dortmunder Norden angeboten und macht manchmal Sonder- Editions zum Beispiel im Park oder bei Freund*innen, die uns einladen möchten- diesmal im neuen offenen Zentrum im Dortmunder Norden.
    Von Kleidung über Bücher bis hin zu Kindersachen oder Kaffeemaschinen…: getauscht werden kann alles, was zu Hause keine Verwendung mehr findet, aber andere noch glücklich machen kann! Wichtig ist uns nur, dass es noch gut erhalten und verwendbar ist. Außerdem bitte nicht im Übermaß säckeweise Sachen mitbringen. Im Gegenzug kannst du dann Anderes mit nach Hause nehmen.
    Ganz einfach.
    Ganz unverbindlich.
    Ohne Geld.
    Auch nicht 1 zu 1.
    Einfach geben.
    Einfach nehmen.
    Mit Spaß.
    Auch wenn du dieses Mal nichts zum Tauschen mitbringen möchtest oder kannst, bist du herzlich eingeladen! Schau dich nach neuen Schätzen um oder verbringe einfach eine schöne Zeit!

    Referentin: Eva-Maria Reinwald, SÜDWIND e.V.
    Organisation: Team Swap it: Elisabeth Brachem, Werkstatt für globales Lernen, Anna Lena Schaeper, Raum vor Ort, Julia Mohr, Hannah Fischer und Hauke Reitz vom Offenen Zentrum.

    Ort: Offenes Zentrum für kulturellen Aktivismus, gelebte Nachhaltigkeit und Solidarität, Schleswiger Straße 12, 44145 Dortmund
    Zeit: 16. Oktober 2019, 18:30 Uhr- 21:00 Uhr

    Informationen zur Initiative Lieferkettengesetz: lieferkettengesetz.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen