
Orchesterkonzerte, Kammermusik-Abende, Chanson-Aufführungen und Pop-Events: Die Saison im Konzerthaus Dortmund läuft noch bis Mitte Juni. Doch schon jetzt wurden mehr als 92.000 Tickets verkauft – und damit mehr als je zuvor seit der Eröffnungssaison vor fast 25 Jahren. 111 Eigenveranstaltungen finden in der aktuellen Saison im Konzertsaal statt, bereits nach 69 dieser Termine war dieser neue Rekord erreicht. Hinzu kommt: Noch nie zuvor waren so viele Konzerte bis auf den letzten Platz gefüllt.
Künstlerische Angebote sollen Menschen erreichen und begeistern
„Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung“, sagt Konzerthaus-Intendant Raphael von Hoensbroech. Seiner Einschätzung nach ist dieses Ergebnis nicht auf eine einzelne Ursache zurückzuführen: „Natürlich spielt unser Programm eine zentrale Rolle: Offenbar gelingt es uns weiterhin zunehmend, mit unseren künstlerischen Angeboten und Geschichten Menschen zu erreichen und zu begeistern.“
Ein wesentlicher Faktor sei aber auch die Weiterentwicklung von Werbung und Kommunikation, die auf Grundlage einer umfangreichen Marktforschung vorgenommen worden sei. „Diese Neuausrichtung – stärker vom Publikum gedacht, präziser adressiert und konsequenter entlang der Customer Journey entwickelt – trägt inzwischen deutlich sichtbar Früchte”, ergänzt Anne-Katrin Röhm, Leiterin Strategisches Marketing, Kommunikation und Vertrieb.
Wie positiv das Publikum das Konzerthaus wahrnimmt, spiegelt sich nicht allein in den Verkaufszahlen wider. Nach einer aktuellen Besucherbefragung, an der mehr als 4000 Menschen online teilgenommen haben, würden 99,3 Prozent der Teilnehmenden das Konzerthaus empfehlen, insgesamt 93,1 Prozent sind mit dem Haus und seinen Konzerten „ganz besonders zufrieden“ (35,1 Prozent) und „sehr zufrieden“ (58 Prozent). Weitere 6,3 Prozent äußerten sich „zufrieden“.
„Wir möchten noch mehr Menschen erreichen und neuen Trends aufgeschlossen bleiben“
„Das ist ein überwältigendes Ergebnis und bestätigt uns darin, den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen“, betont Röhm. Für sie heißt das: „Wir möchten noch mehr Menschen erreichen und neuen Trends und Entwicklungen gegenüber aufgeschlossen bleiben.“

Ob vom ersten Kontakt beim Ticketing über Empfang und Bewirtung bis hin zur digitalen Kommunikation: Großen Anteil an dem Erfolg hätten auch die Menschen, die das Haus prägten, hebt Raphael von Hoensbroech hervor. Mit ihnen entscheide sich, wie die Konzertbesucherinnen und -besucher ihre Zeit im Konzerthaus erleben.
Laut der aktuellen Befragung ist das größtenteils positiv: „Im Konzerthaus zu sitzen und auf den Beginn des Abends zu warten, ist wie nach Hause kommen“, lautet da zum Beispiel ein Feedback. „Die Konzerte sind Highlights in meinem Alltag und schaffen es immer, meine Seele zu berühren“, ein anderes.
Für Raphael von Hoensbroech bestätigen diese Rückmeldungen auch eine Entwicklung, die er beobachtet: „Ich stelle fest, dass die Sehnsucht nach analogen Erlebnissen in Gemeinschaft in unserer heutigen Gesellschaft wächst – wie eine Gegenbewegung zur rasanten Digitalisierung unserer Welt.“ Der Konzerthaus-Intendant ist dankbar, dass sich die Gäste „bei uns willkommen fühlen. Dass sie gerne wiederkommen und uns weiterempfehlen, ist das Ergebnis der täglichen Arbeit aller.“


Reaktionen
Apokalypse im Konzertsaal: »Das Buch mit sieben Siegeln in Dortmund« (PM)
Weltuntergang auf der Bühne: Mit dem Oratorium »Das Buch mit sieben Siegeln« von Franz Schmidt kommt im Konzerthaus Dortmund ein monumentales Werk zur Aufführung, das – aufgrund seines musikalischen Anspruchs und des hohen Besetzungsaufwands – nur selten auf den Programmen der Konzerthäuser steht. Das Konzert am Sonntag, 3. Mai 2026, um 19 Uhr mit Manfred Honeck am Pult, hochkarätigen Solistinnen und Solisten und rund 200 Musikerinnen und Musikern des NDR Elbphilharmonie Orchesters, des NDR Vokalensembles und des MDR Rundfunkchors ist in dieser Saison das einzige in Nordrhein-Westfalen.
»Gnade sei mit euch und Friede…«: Mit diesem Satz aus der Bibel beginnt »Das Buch mit sieben Siegeln« von Franz Schmidt. Das zwischen 1935 und 1937 entstandene Oratorium zählt zu den bedeutenden Chorwerken des 20. Jahrhunderts. Grundlage der monumentalen Komposition ist die Offenbarung des Johannes. Schmidt fasst die biblischen Visionen in eine dichte, groß besetzte Partitur. »Ich habe mich genau an das Original gehalten und habe zu dem Werk einzig vom Standpunkte des tiefreligiösen Menschen und des Künstlers aus Stellung bezogen«, soll Franz Schmidt, ein gläubiger Katholik, über seine Vertonung gesagt haben.
Chorszenen, die als außerordentlich anspruchsvoll gelten, stehen neben ruhigeren, kammermusikalisch geprägten Abschnitten. Mit einem virtuosen Part übernimmt zudem die Orgel eine zentrale Rolle in Schmidts Komposition. Hinzu kommt die anspruchsvolle Tenorpartie des Johannes, der wie in einer Passion von Bach durch das Werk führt, das Geschehen erzählerisch zusammenhält und somit nahezu durchgehend gefordert ist. In Dortmund stellt sich Maximilian Schmitt dieser Aufgabe und übernimmt den Part, der für den weltberühmten Tenor Peter Schreier eine seiner Paraderollen war.
Die Uraufführung des Werks, das als Höhepunkt von Schmidts Schaffen gilt, fiel 1938 in eine politisch angespannte Zeit, in die Monate des »Anschlusses« Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland. Während draußen die Weltordnung zerbrach, entwarf Schmidt eine Musik, die Trost und Transzendenz suchte.
»Schmidts apokalyptische Vision ist in unserer Zeit erschreckend aktuell, wobei er mit dem gewaltigen Halleluja-Chor die Hoffnung ans Ende dieses Werkes stellt: den Sieg der Menschlichkeit«, sagte Dirigent Manfred Honeck in einem Interview zu »Das Buch mit sieben Siegeln«. Ihn lasse diese tiefe, ernsthafte, aber eben auch hoffnungsvolle Musik sprachlos zurück. Für den Österreicher ist Schmidts Werk »eines der wichtigsten Oratorien des 20. Jahrhunderts«. Alle Höhen und Tiefen, die ein Mensch erleben könne, fänden sich in diesem Stück.
Die Ticketpreise liegen zwischen 16 und 79 Euro.
Sounderlebnis mit Skinshape: William Dorey im Konzerthaus Dortmund zu Gast (PM)
Skinshape ist das Projekt des britischen Multiinstrumentalisten und Produzenten William Dorey. Mit seinem einzigartigen Mix aus Funk, Reggae und Folk sowie Psychedelic Rock und afrikanischer Musik hat Dorey eine ganz eigene Klanglandschaft mit modernem Twist geschaffen.
Live entsteht ein Sounderlebnis, das am Freitag, 17. April 2026, um 20 Uhr im Konzerthaus Dortmund zu hören ist. Das Publikum erwartet eine produktionsorientierte Show, die ein minimalistisches Bühnenbild mit immersiven, analogen visuellen Elementen und Live-Dub-Mixing verbindet.
Tickets kosten zwischen 18 und 45 Euro. Weitere Informationen: https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/programm/17-04-2026-skinshape
Virtuosität und Leidenschaft: Constantinos Carydis dirigiert WDR Sinfonieorchester in Dortmund (PM)
Das WDR Sinfonieorchester ist am Sonntag, 17. Mai, um 16 Uhr im Konzerthaus Dortmund zu Gast: Unter der Leitung von Constantinos Carydis entfalten die Musikerinnen und Musiker die monumentale Dramatik von Dmitri Schostakowitschs 5. Sinfonie, einem Werk, das voller emotionaler Gegensätze und klanglicher Intensität steckt.
Virtuos wird es auch, wenn Yoav Levanon am Flügel Platz nimmt. Der Solist zählt zu den vielversprechendsten Klaviertalenten seiner Generation und bringt mit Liszts Erstem Klavierkonzert eine Werk auf die Bühne, das begeistern, beeindrucken und gleichzeitig auch herausfordern kann.
Wer noch vor dem Konzert mehr zu den Werken und Künstlern wissen möchte, hat dazu bei den Einführungen um 15 Uhr und um 15.40 Uhr (Expresseinführung) die Gelegenheit. Zudem bietet das Konzerthaus Dortmund an diesem Konzertnachmittag wieder eine kostenlose Kinderbetreuung an. Anmeldungen dazu werden unter 0231 – 22 696 200 entgegengenommen.
So. 17.5.26, 16 Uhr
Constantinos Carydis & WDR Sinfonieorchester
Yoav Levanon spielt Liszts Klavierkonzert
Weitere Informationen: https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/programm/17-05-2026-constantinos-carydis-wdr-sinfonieorchester/
Tickets: zwischen 19 und 89 Euro
Ordnungsamt ahndet zahlreiche Parkverstöße rund um das Konzerthaus (PM)
Bei einer vierwöchigen Schwerpunktkontrolle rund um das Konzerthaus hat die Verkehrsüberwachung der Stadt Dortmund 701 Parkverstöße festgestellt und 107 Fahrzeuge abschleppen lassen. Die Kontrollen sollen die Verkehrssicherheit in der Innenstadt stärken.
Vom 18. Mai bis zum 14. Juni 2026 hat die Verkehrsüberwachung den Bereich rund um das Konzerthaus erneut verstärkt in den Blick genommen. Die Mitarbeitenden des Außendienstes kontrollierten an insgesamt 28 Tagen insbesondere die Ludwigstraße, Hansastraße, Bissenkamp, Helle, Gnadenort, Lütge Brückstraße, Gerberstraße, Thomasstraße, Bischofsgasse, Kuckelke und die Reinoldistraße. An 21 Tagen kontrollierten die Einsatzkräfte zusätzlich im Umfeld von Veranstaltungen im Konzerthaus.
701 Verwarnungen und 107 Autos abgeschleppt
Im Verlauf der Schwerpunktaktion sprach die Verkehrsüberwachung 701 Verwarnungen aus und ließ 107 Fahrzeuge abschleppen. Am häufigsten registrierten die Mitarbeitenden Fahrzeuge ohne gültigen Parkschein. Zudem fiel die hohe Zahl an Verstößen im absoluten Haltverbot auf. In 54 Fällen griff die Verkehrsüberwachung wegen unzulässigen Parkens im Haltverbot ein. Weitere 31 Verwarnungen betrafen das unberechtigte Parken auf Schwerbehindertenparkplätzen.
Kontrolliert wurde von 7 bis 21:30 Uhr. Dabei arbeiteten die Einsatzkräfte im Zwei-Schicht-Betrieb. Nur selten blieben Kontrollbereiche ohne Beanstandungen.
Weniger Verwarnungen, mehr Abschleppungen
Die Verkehrsüberwachung möchte mit der Aktion die Verkehrssicherheit in den besonders stark frequentierten Bereichen der Innenstadt erhöhen. Auch zu Jahresbeginn 2026 hatte es Schwerpunktkontrollen gegeben. Damals registrierte die Verkehrsüberwachung mehr Verwarnungen (858) und musste weniger abschleppen lassen (67 Mal).
Weitere Schwerpunktkontrollen geplant
Die Ergebnisse bestätigen aus Sicht des Ordnungsamtes, dass der ruhende Verkehr in den zentralen Bereichen der City konsequent überwacht werden muss. Die Verkehrsüberwachung wird ihre Kontrollen rund um das Konzerthaus und im Brückstraßenviertel im Rahmen der regulären Streifentätigkeit fortsetzen und Verstöße weiterhin konsequent ahnden. Ein weiterer Schwerpunkteinsatz wird ebenfalls bereits vorbereitet.