Nordstadtblogger

Die Programmkinos aus Dortmund räumen Preise ab: Das sweetSixteen aus der Nordstadt ist besonders erfolgreich

Gruppenbild zum Finale: 429.000 Euro gingen an 66 Kinos aus 40 Städten. Foto: Ralph Sondermann/FMS NRW.

Freude und Stolz bei den MitarbeiterInnen des sweetSixteen-Kinos im Dortmunder Depot: Auch in diesem Jahr ist das Programmkino wieder von der Film- und Medienstiftung NRW ausgezeichnet worden. Und dies gleich doppelt. Daneben wurden mit der Camera und der Schauburg, dem Roxy-Kino sowie dem Kino im U Preise auch an andere Dortmunder Programmkinos verliehen.

Bereits die zweite Ehrung für das sweetSixteen-Kino in diesem Jahr

„Pate“ Richy Müller mit Susanne Solbach vom sweetSixteen-Kino. Foto: Anna Kaduk/FMS NRW.

Nachdem das sweetSixteen im Oktober bereits als einziges Dortmunder Kino von Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, mit dem BKM-Kinoprogrammpreis ausgezeichnet wurde, wurde nun die Arbeit der Programmmacher aus dem Dortmunder Depot erneut gewürdigt – für ein „herausragendes Jahres- als auch Kinderfilmprogramm“. Und zwar in der zweithöchsten Kategorie; damit gehört das sweetSixteen zu den sechs am höchsten dotierten Kinos in ganz NRW.

Die zum 27. Mal verliehenen Preise der Film- und Medienstiftung NRW werden an Kinos verliehen, die im Vorjahr durch ein hervorstechendes Programm aus deutschen und europäischen Filmen und durch besondere Kinder- und Jugendprogramme überzeugen konnten.

Die Jury für den Kinoprogrammpreis 2017 setzte sich in diesem Jahr wie folgt zusammen: Emma Klopf (Prokino Filmverleih, München), Felix Bruder (AG Kino – Gilde e.V., Berlin), Stephan Holl (Rapid Eye Movies, Köln), Verena von Stackelberg (Wolf Kino GmbH, Berlin) und Britta Lengowski (Film- und Medienstiftung NRW). Sie widmeten sich gemeinsam den eingereichten Anträgen und wählten daraus schließlich die innovativsten und anspruchsvollsten Programmideen aus, darunter auch herausragende Kinderprogramme.

Diesmal verteilten sich die Preise in einer Gesamthöhe von 429.000 Euro auf insgesamt 66 Filmtheater aus 40 Städten Nordrhein-Westfalens. Das sweetSixteen erhielt 10.000 Euro Programmprämie und 3.000 Euro Kinder- und Jugendprogrammprämie; die Schauburg und das Roxy jeweils 5000 Euro, die Camera 4000 Euro Programmprämie; das Kino im U den Sonderpreis ohne Prämie. Die Ehrung bildete den feierlichen Abschluss des eintägigen Film- und Kinokongress im Kölnischen Kunstverein.

Vielfalt der Kinolandschaft in Nordrhein-Westfalen wird gewürdigt und ausgezeichnet

„So viel Zeit“: Matthias Bundschuh, Richy Müller und Armin Rohde. Foto: Anna Kaduk/FMS NRW.

Kein Bundesland verfügt über eine so große Anzahl an Leinwänden wie NRW. Dank der außerordentlich vielfältigen und lebendigen Kinolandschaft, die aus einer Mischung aus traditionellen Kinos und modernisierten Spielstätten besteht, ist das kulturelle Angebot NRWs einzigartig. Für ihr Engagement und den Beitrag zur Kultur des Landes wurden die NRW-Kinos in den zurückliegenden 27 Jahren bereits mit rund 10,5 Millionen Euro prämiert.

„Die Kinobetreiber Nordrhein-Westfalens überzeugen mit Ideenreichtum und Gespür bei der Gestaltung ihres Filmprogramms, und vor allem beweisen sie Jahr für Jahr Engagement und Leidenschaft für ihre Häuser und das Kino. Die Verleihung der Kinoprogrammpreise ist die Gelegenheit, ihnen dafür zu danken“, so Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW bei der Preisverleihung.

„Allen Preisträgern des heutigen Abends gratuliere ich herzlich und bedanke mich bei den vielen prominenten Filmschaffenden, die uns bei der Ehrung unterstützen.“

Auch in diesem Jahr übernahmen wieder eine Reihe von prominenten Paten die Ehrung der Kinobetreiber. Auf diesem Wege bot sich den Schauspielern, Regisseuren und Produzenten die Gelegenheit, sich für das Engagement der Arthouse-Kinobetreiber zu revanchieren. Die Präsentation aktuell geförderter Filmprojekte ergänzte das Programm des Abends zusätzlich. Durch die Verleihung führte 1LIVE-Moderator Andreas Bursche.

Vorstellung neuer Filme, Verleihung des Herbert-Strate-Preises

Schauspieler Denis Moschitto stellte den neuen Film „Aus dem Nichts“ des Regisseurs Fatih Akin vor, in dem Moschitto die Rolle des Anwalts spielt. Am 23. November startet der Film – Diane Kruger wurde für ihre Darstellung als Beste Schauspielerin in Cannes ausgezeichnet – in den deutschen Kinos. Andrea Sawatzki zeigte mit dem jungen Hauptdarsteller Oskar Keymer erste Bilder aus „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“.

Petra Müller mit Peter Sundarp, Regina Ziegler und Dr. Thomas Negele. Foto: Ralph Sondermann/FMS NRW.

Regisseurin Isabel Prahl präsentierte gemeinsam mit Hauptdarstellerin Bibiana Beglau den Trailer zu „1000 Arten, den Regen zu beschreiben“, der im März 2018 in die Kinos kommt. Richy Müller, Matthias Bundschuh und Armin Rohde stellten Ausschnitte aus dem Film „So viel Zeit“ von Philipp Kadelbach vor.

Jan Josef Liefers und Jürgen Vogel wirken ebenfalls in der Tragikomödie nach einem Roman von Frank Goosen mit. Regisseur Ali Soozandeh präsentierte gemeinsam mit den Schauspielerinnen Elmira Rafizadeh und Negar Mona Alizadeh Ausschnitte seines animierten Gesellschaftsdramas und Debütfilms „Teheran Tabu“.

Der Trailer zu dem Dokumentarfilm „Die Nacht der Nächte“ wurde von den Regisseurinnen Yasemin Samdereli und Nesrin Samdereli vorgestellt. Anne Leppin, Geschäftsführerin der Deutschen Filmakademie, zeigte schließlich Ergebnisse des 2016 gegründeten integrativen Filmbildungsprojekts „Mix it!“.

Einen weiteren Höhepunkt des Abends stellte die Verleihung des Herbert Strate-Preis dar, mit dem die Film-und Medienstiftung NRW und der HDF Kino e.V. an den 2004 verstorbenen Kinobetreiber Herbert Strate erinnern. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis für besondere Verdienste um den deutschen Film ging in diesem Jahr an einen Verleiher, Central Film-Geschäftsführer Peter Sundarp.

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