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Schauspiel Dortmund, Intendanz Julia Wissert – Heiteres bis Ernstes beim Tanz multipler Identitäten in Spielzeit 2020/21

Schauspielhaus Dortmund, Archivbild

„Neustart“ im Schauspielhaus Dortmund: es wird und soll Verunsicherungen geben. Foto: Archiv NSB

Die neue Spielzeit im Dortmunder Schauspiel steht bevor. In einer weiterhin unheimlichen Gefährdungslage – für viele gleich einem Ausnahmezustand, wenig sympathisch: Unsicherheit macht sich breit, Gewohnheiten brechen ein. – Doch beim Kulturschaffen, da geht was. Gerade deshalb vielleicht, weil die Dinge ins Wanken geraten. Wenn auch nicht ohne Risiko. Was wiederum zur Zeit passt. Darin erschließen sich Möglichkeitsräume, bislang unterdrückte Wissensvorräte, Neues entsteht, Verständnishorizonte weiten sich. – Genuss wie Herausforderung für Künstler*innen, Dramaturgie, Rezeption. – Am vorgestrigen Freitag, 21. August, stellten die Akteure ihr Spielzeitprogramm vor. Anfangs mit ganz unterschiedlichen Formaten, heißt es ab Ende Oktober wieder regelmäßig: on stage! Selbstverständlich mit einem ausgearbeiteten Schutzkonzept wegen Corona.

Von anfangs merkwürdigen Ästhetiken, dem Genuss in Verunsicherung und eigentlich unmöglichen Formaten

Dem Philosophen fällt es bei der Programmvorstellung „natürlich“ sofort auf. Erstaunt nimmt er zur Kenntnis, wenn einige der Dramaturg*innen um die neue Intendantin am Dortmunder Schauspiel, Julia Wissert, flockig von (jeweils anderen) „Ästhetiken“ sprechen – so, als gäbe es mehrere, nicht nur die eine. Doch statt sich flugs mit wohlwollend-paternalistischem Lächeln innerlich zu verabschieden, tut er gut daran, einfach mal locker zu bleiben. ___STEADY_PAYWALL___

Ein entscheidendes Motiv fürs Reflektieren überhaupt ist immerhin das Staunen. Woran kein Mangel bestehen wird. Denn ohne auf begriffliche Plattitüden wie „Spannung“ oder „macht neugierig“, „ist vielversprechend“ zurückgreifen zu müssen – was die neue Truppe am Schauspiel für die kommende Spielzeit auf die Beine gestellt hat, darf, soll – will: verunsichern. Punkt. Stellt sich dabei noch ein gewisser Genuss ein – et voilà. Ist aber nicht zwingend.

„Was wir im Grunde genommen versucht haben, ist, den Genuss in der Verunsicherung zu finden und Formate zu entwickeln, wo wir eigentlich sagen: es ist schwierig und es ist ein seltsames Gefühl, zu merken, dass Wirklichkeit zerfällt“, sagt die neue Intendantin zwar. Doch wer ihr länger zuhört, wird das mit dem Genießen im engeren Sinne relativ zum gezielten, künstlerischen Ins-Wanken-Bringen von hausbackenen Überzeugungen getrost in die zweite Reihe setzen dürfen.

Ironie der Geschichte: Corona leistet gerade ungewollte Beihilfe zur Umsetzung des eigentlichen Konzepts

„Freude“ wäre vielleicht der rezeptionsästhetisch passenderer Ausdruck. Oder die Lust aufs Balancieren, Austarieren, wo doch im Gemüt überall irgendwelche Gewichte baumeln, weil Spannungsverhältnisse sich auftun, von allen Seiten her etwas vereinnahmend zieht.

Vorstellung der Schauspiel-Intendanz Mai 2019 im Dortmunder Rathaus – Sabine Reich (l.) und Julia Wissert

Na, ok, das ist jetzt auch dem Genuss nicht sonderlich abhold. Sicher ist neben der neuen Ungewissheit jedenfalls: die Pandemie hat unser Leben andererseits in einem erheblichen Maße im Griff; das öffentliche Leben ist alles andere als „normal“ – Ende offen. So scheint es wenigstens, à première vue. Was machen Künstler*innen damit? Wenn dem so ist.

Um die Dortmunder Antwort der Gegenwart beim Kunstschaffen auf der Bühne und anderswo zu verstehen, braucht es eine kleine Rückblende: Es war im Mai letzten Jahres, als sich Julia Wissert im Rathaus der Stadt als neue Intendantin vorstellte. Bei dieser Gelegenheit sprach sie etwas aus, was für manche wie eine Drohung klingen musste.

Sie karikierte das Konzept, wie sie sich die Ausrichtung des Schauspiel Dortmund unter ihrer Leitung vorstellt. Herauszuhören war deutlich: sie möchte zukünftig mit dem frischen Wind poststrukturalistisch-feministischer Theoriestücke im Rücken agieren. Also aufgepasst, liebe Männer oder Freund*innen der Glückseligkeit aus Althergebrachtem, und überhaupt alle, die privilegiert in Machtstrukturen ihr Dasein pflegen. Zukünftig wird eine Schublade geöffnet, aus der heraus so manch Liebgewonnenes hinterfragt werden dürfte, so ihre Botschaft seinerzeit.

Die Frage (nicht nur) am Schauspiel ist: „Wir können wir mit diesem Zerfall künstlerisch umgehen?“

Ironie der Geschichte: „Corona“ leistet gegenwärtig fleißig Beihilfe, auch wenn sich das niemand so gewünscht haben kann. „Wir merken gerade, dass alles zerfällt. Alle Ideen von Sicherheit, die wir scheinbar hatten, funktionieren nicht mehr“, diagnostiziert Wissert zu den gesellschaftlichen Folgen der Pandemie bei der Vorstellung des Programms für den Herbst und darüber hinaus. Der Punkt für sie ist: die Krise schafft neue Erkenntnisse, kann es zumindest. Über Brüche, die es unterhalb der Oberfläche bereits gab, aber erst jetzt offen zutage treten. Sodass Handlungsbedarf für Veränderung erst nach und nach offenkundiger wird. Die Not schafft erweiterte Perspektiven.

Zuerst stellt sich der Intendantin die naheliegende Frage: „Wir können wir mit diesem Zerfall künstlerisch umgehen?“ Näherhin: „Wie können wir Künstler*innen einladen, hier zu arbeiten, die in ihrer Praxis die Frage von ästhetischen Veränderungen, von neuen Lesarten, von dem Zerfall als Möglichkeit einer Öffnung von etwas sehen und so nochmal andere Wirklichkeiten sichtbar werden, Wirklichkeiten, die immer da waren, weil gerade gibt es ja auch diese Sehnsucht: Zurück zum Alten.“

Und die gibt es bekanntlich nicht erst seit gestern; sie hat in Deutschland eine lange unheilvolle Geschichte hinter sich. Mündend in eine Gegenwart, in der weiterhin aus rassistischen und antisemitischen Motiven genötigt, verletzt, gebrannt und gemordet wird. Das lasse sich der Mensch „auf der Zunge zergehen“ – mit Verlaub, weil’s hier mit jedwedem Genuss ja wohl endgültig vorbei sein dürfte. Doch nun werden Tiefenstrukturen freigelegt.

Wiederaneignung, Selbstermächtigung, Machtkritik, Übergänge, Transformationen

Julia Wissert hat sich einiges zu strukturellen Rassismen erarbeitet, ihre Diplomarbeit zu diesem ekelaffinen Phänomen „auf deutschsprachigen Bühnen“ geschrieben. Sie weiß, wovon sie spricht, wenn sie zu rechten Funktionalisierungsversuchen der Pandemie sagt: „Es gibt Strömungen, die reaktionär damit umgehen und versuchen, mit noch restriktiveren, noch konservativeren Reglungen eine Möglichkeit wieder herzustellen zu können, die vorher schon nicht mehr funktioniert hat.“

Schauspiel Dortmund, Intendanz und Dramaturg*innen. Foto: Thomas Engel

Soweit, so schlecht: es sei etwa an den (in diesen Zusammenhängen typischen) Rekurs auf ahistorische Entitäten erinnert, mit dem Machtverhältnisse gerechtfertigt werden sollen. Aktuell geht es deshalb umso mehr um Gegenbilder. Entwürfe von Fluss und Heterogenität sind gefragt. Mindestens von „Vielfalt“, wie es im Dortmunder Stadtgesellschaftsdeutsch heißt. Und daran mangelt es im Programm für die kommende Spielzeit in der Tat nicht.

Die Inhalte kreisen um Selbstermächtigung, Wiederaneignung, Definitions- und Diskursmacht, Übergänge, Begegnung, Transformationen. Und mittendrin, in all dem, drängt stets die eine Frage. Die nach „der“ Identität: verstört-neugierige Blicke ins Kaleidoskop, wo keins dem anderen gleicht, weil so ziemlich alles in Bewegung ist. Und wo „Identität“, ob individuell oder sozial, als infiniter Prozess begriffen wird. Mit sich selbst und Anderen im aushandelnden Miteinander. Und gegen das identitäre Wesenheits-Gesülze jener, denen mit ihren unumstößlichen „Wahrheiten“ lediglich daran gelegen ist, hierarchisch zu segregieren.

Das ist der rote Faden im Schauspiel-Programm der kommenden Monate. Im Mimetischen fürs und interaktiv mit dem Publikum wird zuweilen vermutlich wenig aufeinander bleiben. Soll es auch nicht – ist denn die Absicht, zu rekonstruieren wie Neues zu gebären. Es wird queer, schrill, ja, auch lustvoll, fordernd – dies nicht zuletzt den Gedanken, der sich fragen muss, worüber er sich wundert.

Eine Wirklichkeit, deren Fragilität durch die Pandemie gnadenlos offengelegt wird

Das ist in erster Linie dann nicht das Planen unter Corona-Bedingungen, „sondern Planen in einer Wirklichkeit, die ihre Instabilität und Unsicherheit offenlegt, um dann darauf zu achten …, wie wir damit künstlerisch umgehen können und raus finden, was wir in der nächsten Spielzeit vielleicht machen werden“, bedeutet die neue Intendantin des Dortmunder Schauspiels.

Für sie – das scheint während des Pressegesprächs deutlich durch – stellen Pandemie und ihre Folgen so etwas wie einen gleichwohl aufoktroyierten, aber erweiterten Chancenhorizont dar: neue Verstehenszusammenhänge zu öffnen, unterdrückte Wissensvorräte zu befreien, indem in und mit anderen Formaten künstlerisch-kreativer Umgang im weitesten Sinne gesucht wird.

Der alternativlos ist. Denn einen Weg zurück zum Status quo ante gibt es nicht, das hat sich rumgesprochen. „Das Alte wird nicht mehr kommen“, konstatiert Wissert lakonisch. Es ist also keine Frage des Durchhaltens – bis alles wieder gut ist. Denn nichts wird mehr „gut“, sondern alles, mindestens vieles wird ungleich sein. Zwar hinterlässt auch jedes verheerende Unwetter Schäden. Doch anders als danach, geht es weniger ums Aufräumen. Allein der Ausdruck „nach Corona“ ist problematisch, weil er insinuiert, da wäre irgendwas vergleichbar zum Vorher.

Diskursivität nicht ohne Kompetenzen: „Dissonanzen auszuhalten und miteinander zu verhandeln“

Julia Wissert als Moderatorin beim „Talk im DKH“

Entscheidend ist für die Akteure des Schauspiel Dortmund der Prozess im Sturm selbst. Da gäbe es einerseits die „Möglichkeit, noch einmal genauer zu gucken, was wir vorher geglaubt haben, was gut und richtig und funktional ist, weil es wahnsinnig schnell nicht mehr funktioniert hat. Und wahnsinnig schnell klar war, dass es eigentlich vorher auch schon nicht mehr funktioniert hat“, erklärt Wissert.

Andererseits schaut sie eben nach vorn: „Jetzt gilt es, in dieser Spielzeit herauszufinden, was könnte das Nächste sein, was ist das?“ Und ist sich darüber im Klaren, dass die implizierte Diskursivität nicht ohne Kompetenzen zu haben ist: Wege müssten gefunden werden, „Dissonanzen auszuhalten und miteinander zu verhandeln“, so die neue Vorzeigefrau des Kunstbetriebs einer ihrem Selbstverständnis nach weltoffenen Stadt.

Freilich: ohne Anpassung kommen sie am Schauspiel nicht aus. Denn, um die Wahrscheinlichkeit einer Infektion für sich und andere signifikant zu verringern, bleibt bis auf Weiteres eben nur die Einschränkung sozialer Kontakte, also relative Isolation, so weh das ohne gewohnte Begegnungsformen auch tut.

Auch gut eingeschliffene Arbeitspraxen im Theaterbetrieb geraten durch Corona in Gefahr

Insofern spielt sich das gesamte Herbstprogramm vor einer immensen Herausforderung ab, weil COVID-19 gewissermaßen der Nivellierer schlechthin ist, wenigstens nicht vor den produktiven Mechanismen der Theaterpraxis halt macht – weiß die in Freiburg i.B. geborene Intendantin:

„Ich glaube, diese Spielzeit muss eigentlich darum gehen, damit umzugehen, dass wir eine Arbeitspraxis haben, die erst mal über Energie und Nähe funktioniert, und wir plötzlich merken, dass genau das eigentlich nicht mehr möglich ist und jetzt die Frage ist, wie können wir Nähe schaffen, wie können wir uns verbinden und uns trotzdem sicher fühlen. Und einander in die Augen gucken und einander begegnen, in diesen Momenten, in denen es unendlich wichtig ist, in Kontakt miteinander zu bleiben und da zu sein.“

Es erhellt sich: Nicht nur überkommene Formen und Strukturen in Gesellschaft wie Theaterbetrieb, sondern ebenso erwünschte Parameter für eine funktionierende Kulturpraxis laufen Gefahr, von Corona geschluckt zu werden. Da gilt es zu scheiden, um „irgendwie“ zu erhalten, was vielleicht doch bewahrt werden sollte. Oder aufgehoben?

Genau, und da war das noch mit den „Ästhetiken“. Das muss dann wohl so sein wie mit den Identitäten: bei genauerer Betrachtung wird es schwierig – und Schluss ist, mit der eindimensionalen Denke: „Ich bin, was ich bin.“ – Es könnte eher heißen: „Mich kann ich nie finden, nur Spuren im Werden, allein darin ich bin.“ Oder so. Und dann wird das mit den Ästhetiken auch gleich fassbarer.

 

Schauspiel Dortmund: Programm der Spielzeit 2020/21

16 Schauspieler*innen und 1 Sprechchor: 17 × 1 (24. September 2020; 18, 20, 22 Uhr)

Das ist das neue Ensemble des Schauspiel Dortmund. Einige sind schon hier, die meisten kommen neu dazu und alle stellen sich vor. 17 Soli. Um zu zeigen, wer sie sind, was sie wollen, mögen, was vielleicht nicht. Als Teil eines Teams – und als Künstler*innen.

„2170“ – Was wir die Stadt gewesen sein, in der wir leben werden (Uraufführung: 25. September 2020)

In einem gleichsam hermeneutischen Horizont bewegt sich „2170“. Der Blick zurück, auf das was war, ist stets ein anderer, sich herausformend im Konvolut, wer ich gerade so alles bin und wo ich zeitlich stehe. Viele Zukünfte schaffen noch mehr Vergangenheiten: Was wird die Stadt – im Unterschied zu heute – gewesen sein, in der wir leben werden?

Ein Weg durch Dortmund in fünf Texten und vielen Schritten, festes Schuhwerk nicht als Voraussetzung, wie Julia Wissert mit Blick auf ihre raue Schwarzwaldvergangenheit betont. Literarische Unterlegungsversuche von Luna Ali, Sivan Ben Yishai, Ivana Sajko, Akin Şipal, Karosh Taha.

Lust for Life. Ein musikalischer Abend von Selen Kara und Torsten Kindermann (Premiere: 7. Oktober 2020)

Keine Angst vor Morgen! Denn: am Ende der Krise lauert der Neuanfang. Die Lust am Leben folgt der Depression und Momente der gemeinsamen Begegnungen beenden die Isolation. Gemeinsam mit dem Theater und seinen Zuschauer:innen suchen wir nach diesen Momenten, heißt es. Das Studio wird musikalischer Berührungspunkt – Live und hoffnungsvoll!

Paradise not lost. Konzert von Kaleo Sansaa. Im Rahmen der Reihe Futur III (9. Oktober 2020, 20 Uhr, on stage)

Fighting Depression. Vierteilige Hörspielserie der Studierendentheatergruppe (erstmalig am 16. Oktober)

Ballroom: Garagen Xtravaganza (23. Oktober 2020, 21 Uhr, in der Tiefgarage am Opernplatz)

Zusammen mit der Crew von „Because the Night Belongs to Lovers“ startet eine queere & inklusive Party- und Gesprächsreihe – zwischen Ballroom und Tanzkurs, Filmabend und Diskussionen. „Wir wissen nicht, was passieren wird! Deshalb: Lasst uns unter allen dynamischen Umständen zusammenkommen und das queere, liebevolle, schöne Leben für alle feiern!“, lassen die Schauspiel-Akteure verlautbaren.

„Ballroom“ beschreibt eine Subkultur der LGBTQ-Community, die in New York City entstanden ist. Dabei treten Personen auf Veranstaltungen wie Tanzbällen in unterschiedlichen Kategorien gegeneinander an. Categories wie Voguing oder Realness sollen verschiedene Geschlechter und soziale Klassen verkörpern und persiflieren. Internationale Bekanntheit erlangten die Ballrooms durch die US-Serie „Pose“.

Es folgen die Faust-Test-Spiele (24. und 25. Oktober 2020):

  • Zunächst die Aufbereitung des stockpatriachalischen Klassikers in drei Versionen: Schauspiel, Oper, KJT: Faust I (Samstag, 24. Oktober, 19.30 Uhr)
  • Am Sonntagvormittag darauf (25. Oktober, 11 Uhr): Morgendliche Hexenbeschwörung. Eingeladen wird zum Lesen und Lesen-Lassen von magischen Lieblingstexten in gemütlicher Atmosphäre für Kinder und Erwachsene.

Faust I. Nach Johann Wolfgang von Goethe (Premiere: 31. Oktober 2020, on stage)

Es geht um die dortigen Protagonist*innen, das Dreigestirn Faust, Mephistopheles und Margarete, nur etwas anders angeordnet. Da ist vor allem Margarete: kein Gretchen, kein Opfer mehr. Daneben gibt es einen Chor, bestehend aus Mischwesen und einer Wundertüte an verborgenem Wissen, unter der Leitung von Matthias Flake. Ein rekonstruiertes Narrativ aus der Latenz – der über viele Jahrhunderte unterdrückten Weisheit der Anderen, die in der Männerwelt nie einen Platz hatten?

„Eine Art des verdrängten Wissens, das in dem Chor, den mythischen Stimmen im Faust stattfindet und an die Oberfläche kommt. Eine feministische Wiederaneignung des Hexenthemas, Witchcraft und die Frage, wie kann man [sic!] den Faust eigentlich aus der Walpurgisnacht heraus erzählen“, erklärt Dramaturgin Kirsten Möller.

 

Weitere Premieren (on stage, allesamt: Schauspiel, 19.30 Uhr):

„Mrs. Dalloway“ nach Virginia Woolf & „4.48 Psychose“ von Sarah Kane (Premiere: 14. November 2020)

Zwei Autorinnen, zwei Texte, ein Tag. Vergangenheit, Gegenwart und die mögliche Zukunft, die ineinander fallen. Virginia Woolfs berühmter Roman Mrs. Dalloway vollzieht sich innerhalb eines einzigen Tages, bis in die Nacht hinein. Im Zentrum der Geschichte: Clarissa Dalloway und Septimus Warren Smith, der junge Veteran, der die psychischen Folgen des Ersten Weltkrieges mit sich trägt.

Mehr als 70 Jahre später vollendet Sarah Kane ihr letztes Stück: 4.48 Psychose. Kane beschreibt den klarsten und dunkelsten Moment der Nacht zum Morgen hin, indem sie Bilder, Zahlen, pathologische Berichte und poetische Assoziationen aufruft. Figuren, Zeit und Raum werden aufgelöst zu einem Rausch auf der Suche nach dem eigenen Ich. Wer aber sucht da eigentlich was in welchem Prozess? Selen Kara inszeniert erstmalig diesen Dialog zwischen Kane und Woolf.

La Chemise Lacoste von Anne Lepper (Premiere: 26. November 2020)

Einer von sieben Brüdern wird auserwählt. Auserwählt vom Staat. Er darf in eine andere Welt, eine bessere Welt und dort Balljunge beim Tennis werden. Seine Familie lässt er zurück – „der Staat kann ja nicht jeden aufsteigen lassen“. Stattdessen trifft er auf zwei neue Weggefährten. Doch keiner erklärt ihm die Regeln dieses Sports und das Tennis selbst lässt auch auf sich warten. Dafür ist da ein Chor, der zwar nie singt, aber einfach nicht still sein will – obwohl er nur aus Mädchen besteht. Dann ein Tennis-Star. Mit seiner Freundin. Auf einer Party. An ihrem Paillettenkleid klebt noch Dreck. Musik. Blut. „Wer unten ist, soll unten bleiben“.

Die Figuren in Anne Leppers Stück La Chemise Lacoste stehen vor einer Zerreißprobe zwischen Identität und Anpassungsfähigkeit. Können die bestehenden Verhältnisse ins Wanken gebracht werden? Erinnernd an Sartres Drehbuch: Das Spiel ist aus!

Neue Arbeit. Ein Gesellschaftsspiel (Uraufführung: 17. Dezember 2020)

Von der Schule bis zur Rente beherrscht sie unser Leben und strukturiert unsere Zeit: die Arbeit. Was wäre, wenn sie einfach verschwindet? Wie viele Jobs braucht man zum Leben? Und was hat Arbeit eigentlich mit Identität zu tun? Ist sie wirklich sinnstiftend oder eher über ihren „Lastcharakter“ (H. Marcuse) zu definieren? Zwischen Start-up und Kickertisch, Home-Office und Schichtarbeit – auf dem Weg zur perfekten Work-Life-Balance – wird nach anderen Modellen gesucht, in denen es sich zu leben und arbeiten lohnt. Zusammen erspielen wir uns den Arbeitsplatz der Zukunft! Also raus aus der Dichotomie: „Leben, um zu arbeiten“ – „Arbeiten, um zu leben“ – ?

Heidi – Auf der Suche nach der verlorenen Schönheit. Ein Show-Experiment (Uraufführung: 28. Januar 2021)

Alle wollen schön sein. Finden wir andere schön, weil wir uns danach sehnen, geliebt zu werden? Keiner findet sich schön. Doch wenn sich keiner schön findet, wie können wir lieben? Es geht um Selbst- und Fremdbildnisse. Und Selbst-Fremd-Einschätzungen und mehr. Im Recherche-Projekt Heidi – auf der Suche nach der verlorenen Schönheit – sucht die Regisseurin Mizgin Bilmen gemeinsam mit Schauspieler*innen und Menschen aus Dortmund nach dem Schönen. Sie suchen in Casting-Shows, in der Literatur und begegnen dabei vielen Menschen und Geschichten. Die Schönheit finden sie vielleicht dort, wo man sie am wenigsten vermutet. Am Fuße des Leuchtturms?

Früchte des Zorns. Nach dem Roman von John Steinbeck (Premiere 30. Januar 2021)

„Ich habe versucht, ein Buch zu schreiben, so wie Leben gelebt wird und nicht wie Bücher geschrieben werden,“ sagte John Steinbeck über seinen 1939 erschienenen Roman, in dem er die Geschichte der Familie Joad erzählt. Steinbeck begleitete sie auf ihrem langem Weg nach Kalifornien, als sie ihre versandeten Felder und verschuldeten Farmen verlassen mussten. Alles entpuppte sich als eine Fata Morgana. Sie hoffen auf eine Zukunft, in der sie in der Sonne Orangen pflücken, doch ein erbarmungsloses System spuckt sie aus wie fauliges Obst und in ihrem Herzen „wachsen die Früchte des Zorns“.

Der Platz. Nach dem Roman von Annie Ernaux (Uraufführung: 20. März 2021)

Die französische Schriftstellerin Annie Ernaux begibt sich in „Der Platz“ in eine literarische Auseinandersetzung mit der Beziehung zu ihrem verstorbenen Vater und ihren Herkunftsverhältnissen. Bereits 1983 – lange bevor Didier Eribon in seinem Bestseller „Rückkehr nach Reims“ autobiografische Erzählung mit soziologischer Analyse verschränkt – untersucht Annie Ernaux in einer leisen und zärtlichen Selbstbetrachtung die Herausforderungen und Verluste, die mit einem sozialen Aufstieg aus der Arbeiterklasse verbunden sind. Mafaalani lässt grüßen. Die Topraks auch.

Was musste geopfert werden, damit sie, als erste in der Familie, studieren konnte? Was muss zurückgelassen werden, um den Erwartungen, die mit dieser Chance verbunden sind, gerecht zu werden? Und was muss neu erlernt werden, um sich in den Regeln des Bürgertums zurecht zu finden? – Julia Wissert geht diesen Fragen zusammen mit dem Ensemble nach und wird sich in einer theatralen Recherche mit den Themen Herkunft und Klasse auseinandersetzen.

Land ohne Land. Stückentwicklung von Sandra & Simonida Selimović mit Rom:nja aus Dortmund (Uraufführung: 10. April 2021)

Sandra und Simonida Selimović gründen zusammen mit Rom:nja aus Dortmund ein virtuelles Land. Ein Land ohne Land, ohne Grenzen, das kosmopolitisch, divers und weltoffen ist. Kein Land. Kein Ort – nichts anderes bedeutet das griechische Wort „Utopie“. Es ist der Unort, wo noch niemand war. Von dem wir alle träumen. Utopie – das ist eine positive Zukunftsvision, eine Hoffnung. Welche Hoffnung geht von den Rom:nja aus? Welche positive Vision bieten die Erfahrungen der Rom:nja für unsere Zukunft? Ist die Hoffnung eines Ernst Bloch mit dem Untergang des „real existierenden Sozialismus“ gestorben?

Autos. Von Enis Maci (Deutsche Erstaufführung: 29. April 2021)

Einst Zeichen für den sozialen Aufstieg, heute noch immer Statussymbol Nummer 1: Das AUTO steht für Freiheit und Geschwindigkeit, Rausch und Risiko. Kann aber in den falschen Händen auch zur tödlichen Waffe werden … Fenster heruntergekurbelt, Autoradio an. Unterwegs auf den alten Transitrouten zwischen Ost und West ziehen die Hoffnungen und Ängste ganzer Generationen vorbei. Ihre Stimmen werden zu einem Chor auf der Suche nach dem vermeintlich besseren Leben.

Paradise Now – Welcome to Paradise. Eine Stückentwicklung mit dem Jugendclub 16+ (Premiere: 17. April 2021)

Laut der Shell-Studie 2019 ist unter Jugendlichen die Angst vor der Umweltzerstörung größer als die Terrorangst. Insgesamt haben Jugendliche mehr Zukunftsangst und glauben, dass der Staat ihnen „die Wahrheit“ verschweigt. Sie sind unzufrieden mit der Arbeit derer, die politische Vertreter*innen sind. Grund genug, Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit vermeintlichen Utopien für die Zukunft zu reflektieren: Welche dieser vermeintlichen Utopien lohnt es zu verwirklichen?

„Wann ist für uns das Paradise Now“? Wie sieht mein Paradies in der Zukunft aus? Wie nah sind wir dran? Wie möchte ich es gestalten? Welche Lebewesen wird es da geben und was wird unwichtig sein? Oder ist das Paradies vielleicht der Alptraum? Wenn alles geht? Oder geht da doch nicht alles?

Jugendliche ab 16 Jahren sind hier gefragt, ihr eigenes Stück zu kreieren und sich künstlerisch ausdrücken … das alles ist gerade jetzt wichtiger denn je … – doch leider live und in Farbe aktuell (noch!) nicht möglich. „Ab wann wir wieder miteinander spielen dürfen und ob der Wunsch-Spielclub in den digitalen Raum umzieht, ist zurzeit eine spannende und dynamische Frage, die wir per Mail beantworten wollen und Euch über den Start des Projektes informieren“, schreiben die Akteure.

Infos und Anmeldung: Sarah Jasinszczak, Theatervermittlung Schauspiel, junges-schauspiel@theaterdo.de

 

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36 Gedanken über “Schauspiel Dortmund, Intendanz Julia Wissert – Heiteres bis Ernstes beim Tanz multipler Identitäten in Spielzeit 2020/21

  1. Schauspiel Dortmund (PM): Blicke hinter die Kulissen Beitrags Autor

    Immer wieder sonntags: Blicke hinter die Kulissen

    Das Schauspiel Dortmund bietet ab Oktober wieder Matineen zu den Produktionen an und greift damit eine beliebte Tradition wieder auf. Bei den Veranstaltungen kommen Beteiligte der Produktionen mit dem Publikum ins Gespräch und gewähren Einblicke hinter die Kulissen. Zum ersten Mal gibt es zur Uraufführung „2170 – Wie wird die Stadt gewesen sein, in der wir leben werden?“ von Schauspielintendantin Julia Wissert dieses Angebot. Das Werkstattgespräch findet am Sonntag, 4. Oktober, um 11 Uhr im Schauspielhaus statt. Mit dabei sind Julia Wissert und das Produktionsteam sowie die Autor*innen. Karten für 10,- Euro gibt es an der Vorverkaufskasse im Kundencenter auf dem Platz der Alten Synagoge, unter 0231/50-27222 oder http://www.theaterdo.de. Die zweite Matinee findet in der Reihe „Futur III“ am Sonntag, 11. Oktober, um 11 Uhr statt und widmet sich, ebenfalls von „2170“ ausgehend, den Themen Stadtentwicklung und Utopie. Um „Faust“ geht es dann bei der dritten Veranstaltung, einer „morgendlichen Hexenbeschwörung“, am Sonntag, 25. Oktober (11 Uhr).

  2. Solo für Bianka Lammert: „All das Schöne“ feiert Premiere (PM)

    Solo für Bianka Lammert: „All das Schöne“ feiert Premiere

    Als bereits dritte Premiere in dieser Spielzeit steht „All das Schöne“ von Duncan Macmillan und Jonny Donahoe am kommenden Donnerstag, 1. Oktober, auf dem Plan. Das Stück für ein junges Publikum ab 14 Jahren erzählt von einer jungen Frau, die schon als Kind eine Liste beginnt mit allem, was ihr Freude macht. „1. Eiscreme“ – und so geht es weiter, bis acht Seiten gefüllt sind. Sie überschreibt diese Liste mit „All das Schöne“ und schenkt sie ihrer Mutter, in der Hoffnung, sie damit glücklich zu machen. Denn die Mutter leidet unter Depressionen und hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Statt sich zu freuen, korrigiert sie allerdings lediglich die Rechtschreibfehler… Die Erzählerin, gespielt von Bianka Lammert, wird erwachsen, macht ihren Schulabschluss und geht zu Uni. Die Liste setzt sie immer weiter fort, teils auch auf Pizzakartons und Post-it-Zetteln, und sie ist ihr auch behilflich, ein Date mit ihrer ersten großen Liebe abzumachen. 1000 Punkte schreibt sie allein in einer Nacht, und sie ahnt schon lang, dass diese Liste vielleicht nicht das Leben ihrer Mutter retten kann, für ihr eigenes aber doch sehr wichtig war und ist. Peter Kirschke inszeniert das Stück mit leisen Tönen und doch auch viel Humor, erzählt das schwere Thema mit großer Leichtigkeit. Jennifer Langer ist für Bühne und Kostüme verantwortlich. Für die Premiere am 1. Oktober (19 Uhr) und die zweite Vorstellung am 4. Oktober (18 Uhr) gibt es nur noch Restkarten, die nächsten Termine sind 9., 10. und 24 . Oktober (jeweils 20 Uhr). Karten für 7,- Euro gibt es an der Vorverkaufskasse im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, unter http://www.theaterdo.de und 0231/50-27222.

  3. Mit Live-Musik auf die Hinterbühne: „Lust for Life“ feiert Premiere im Schauspiel Dortmund (PM)

    Mit Live-Musik auf die Hinterbühne: „Lust for Life“ feiert Premiere im Schauspiel Dortmund

    Rock, Pop, Folk – der neue musikalische Abend am Schauspiel Dortmund, „Lust for Life“, bedient sich verschiedener Genres und bietet ein Wiederhören mit Songs u.a. von Johnny Cash, Coldplay, den Rolling Stones oder Nina Simone. Premiere ist am Mittwoch, 7. Oktober 2020. Auf der Bühne stehen die Schauspieler*innen Linda Elsner, Ekkehard Freye und Raphael Westermeier mit ihnen sorgen Torsten Kindermann und Jan-Sebastian Weichsel für die Live-Musik. Gäste aus dem Haus unterstützten sie auf ihrer musikalischen Suche.

    Sie alle sind „die Band“, die für ein neues Album wieder zusammenkommt. Regisseurin Selen Kara sagt über „Lust for Life“: „Es wird ein facettenreicher musikalischer Abend. Alle kommen nach einer längeren Pause zusammen, um ein Cover-Konzeptalbum zum Thema „Lust for Life“ aufzunehmen. Die Lust am Leben, wird u.a. thematisch eine Rolle spielen und auch der Live-Moment an sich, der uns allen in den vergangenen Monaten zwangsläufig gefehlt hat – und das alles natürlich mit Sicherheitsabstand.

    Musikalisch wird es vielfältig. Songs aus verschiedenen Genres wie Pop, Rock, Reggae werden von Torsten Kindermann für „die Band“ auf der Bühne neu arrangiert und gemeinsam gespielt werden.“ Mit der musikalischen Collage „Lust for Life“ stellt sich die Regisseurin Selen Kara zum ersten Mal in Dortmund vor. Sie hat deutschlandweit an verschiedenen Häusern inszeniert, unter anderem am Theater Bremen, am Nationaltheater Mannheim oder am Staatstheater Nürnberg. Mit Torsten Kindermann, der auch in Dortmund die Musikalische Leitung hat, realisierte sie u.a. den sehr erfolgreichen musikalischen Abend „Istanbul“. Lydia Merkel ist für die Ausstattung verantwortlich. Für die Premiere am Mittwoch, 7. Oktober, und die zweite Vorstellung am Donnerstag, 8. Oktober (jeweils 19.30 Uhr) gibt es nur noch wenige Restkarten. Karten für den 17. Oktober und 20. November (ebenfalls um 19.30 Uhr) gibt es an der Vorverkaufskasse im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, unter http://www.theaterdo.de und 0231/50-27222. Die Tickets kosten 30,- Euro für die Premiere und 20,- Euro für die weiteren Termine.

  4. Vier neue Reihen am Schauspiel Dortmund - Start mit Konzert von Kaleo Sansaa (PM)

    Vier neue Reihen am Schauspiel Dortmund – Start mit Konzert von Kaleo Sansaa

    Im Oktober öffnet das Schauspiel Dortmund die Bühne für neue Formate und lädt zu vier neuen Reihen ein: „Futur III“, „Garagen Xtravaganza“, „Dynamite“ und „Testspiele on stage“ bieten Hintergrundgespräche, Konzerte, spontan geplante Veranstaltungen mit Schauspieler*innen und Dramaturg*innen und Workshops. Den Anfang macht das Konzert „Paradise not lost“ von Kaleo Sansaa am kommenden Freitag, 9. Oktober, um 20 Uhr im Schauspielhaus on stage. Die Künstlerin beschreibt die Sonne als ihre größte Inspiration. „Sun-Drunk Sound“ und „Solar-Based Hip-Hop“ nennt sie ihren hypnotisierenden und meditativen Musik-Stil und würdigt die Sonne auch in ihrem Namen: SAN=SUN (dt. „Sonne“) und „SAA“ (Swahili für „Zeit“). Seit der Veröffentlichung ihrer Debüt-EP mit dem unverwechselbaren Titel „Purple Moon“ gilt Sansaa nun als vielseitiger Insider-Tipp auf europäischen und afrikanischen Bühnen. 2019 erhielt die Kölnerin den renommierten Pop NRW Preis als beste Newcomerin. Bevor Ende 2020 ihr Debütalbum erscheint, bringt sie die Energie der Sonne ins Schauspielhaus. Gefördert wird die Veranstaltung vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRW Kultursekretariat Wuppertal. Karten für 15,- Euro gibt es an der Vorverkaufskasse im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, unter http://www.theaterdo.de und 0231/50-27222.

  5. Nordstadtblogger-Redaktion

    Reihe „Garagen Xtravaganza“ startet mit Talkrunde am Samstag

    In drei verschiedenen Veranstaltungen lädt das Schauspiel Dortmund dazu ein, an Themen und Gedanken der LGBTQAI* Gemeinschaften teilzunehmen: Akteur*innen und Performer*innen aus der Queeren sowie Voguing-Szene sprechen für sich selbst und machen ihre Praxis sichtbar und aktiv erfahrbar. Los geht es mit einer Talkrunde am kommenden Samstag, 10. Oktober, um 19.30 Uhr im Schauspielhaus on stage. Willkommen sind alle, auch Menschen, die sich bisher mit den Begriffen wie Voguing, FLINT*, LGBTQAI*, Queer noch nicht auskennen. Gemeinsam mit den Gäst*innen Manu von ,,Because the Night Belongs to Lovers”, Mother Crystal aus dem ,,House of Solar” und ihrem Sohn Wendel Shine Solar will das Schauspiel über Kreativität, Queersein, Machtdimensionen und die Bedeutung von Ballroom diskutieren, um eine neue Praxis der Zusammenkunft zu schaffen. In der Talkrunde stehen Fragen im Vordergrund wie: Wer sind die Lovers, wer ist das House? Wo liegen die Schnittstellen? Wo die Gemeinsamkeiten? Was bleibt häufig ungesagt und ungehört? Worüber sollten wir reden? Und was hat das Theater eigentlich damit zu tun? Die Veranstaltung wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRW Kultursekretariat Wuppertal. Karten für den Talk am 10. Oktober gibt es für 7,50 Euro an der Vorverkaufskasse im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, unter http://www.theaterdo.de und 0231/50-27222.

  6. Heutige Vorstellung „Lust for Life“ muss wegen Krankheit entfallen (PM)

    Heutige Vorstellung „Lust for Life“ muss wegen Krankheit entfallen

    Aus Krankheitsgründen muss die heutige Vorstellung von „Lust for Life“ (Donnerstag, 8.10.) im Dortmunder Schauspiel leider entfallen. Bereits gekaufte Karten können gegen Gutscheine umgetauscht oder erstattet werden. Weitere Termine von „Lust for Life“ folgen im Dezember.

  7. Neues Schauspielensemble kennenlernen: Start für die „DYNAMITE“-Reihe am Schauspiel Dortmund (PM)

    Neues Schauspielensemble kennenlernen: Start für die „DYNAMITE“-Reihe am Schauspiel Dortmund

    Unter dem Titel „DYNAMITE“ finden jeden Monat kurzfristig geplante Veranstaltungen statt. Damit gibt das Schauspiel Dortmund spontanen Ideen für ungewöhnliche Abende, Shows, Talks oder ganz neue Formate Raum. „Dynamite“-Abende können alle erfinden: alle im Ensemble, die Regie-Assistent*innen, die Dramaturg*innen, Kolleg*innen am Theater.

    Die neue Reihe startet am kommenden Mittwoch, 14. Oktober, mit „DYNAMITE #1: Wasweißichwas“: Drei Schauspieler*innen stellen einander Fragen, auf die es keine Antworten gibt, sondern nur wieder neue Fragen. Dabei lernt das Publikum sie und auch sich besser kennen, kommt auf die abwegigsten Dinge, über die alle so noch nie nachgedacht haben.

    Die erste Regiearbeit von Anna Tenti in Dortmund bietet die Gelegenheit, die drei Schauspieler*innen Ekkehard Freye, Nika Mišković und Mervan Ürkmez besser kennen zu lernen. Einen Tag später, am Donnerstag, 15. Oktober, ruft Ensemblemitglied Valentina Schüler eine Late-Night-Show für Dortmund ins Leben.

    Bei „DYNAMITE #2: Talk mit Tina“ geht es um Privates, Theatrales, Politisches, mit Musik-Acts, Live-Gästen, sowie vielen weiteren kleinen Specials. Diese Ausgabe startet unter dem Motto „Verantwortung ist sexy“. Mit ihren Gästen und dem Publikum begibt sich Tina auf die Suche nach dem Theater und der Gesellschaft der Zukunft. Was bedeutet es, nachhaltig zu leben – als Privatperson, Künstler*in und Institution? Und was hält uns davon ab, verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen?

    Zu Gast sind Nicola Gördes, die als Kostümassistentin am Theater Dortmund und auch freiberuflich als Künstlerin arbeitet, sowie Carola Bühn, die Künstlerische Betriebsdirektorin des Schauspiel Dortmund. Beide Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr und finden im Schauspielhaus on stage statt. Karten für 10,- Euro (Veranstaltung am 14.10.) bzw. 15,- Euro (Veranstaltung am 15.10.) gibt es an der Vorverkaufskasse im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, unter http://www.theaterdo.de und 0231/50-27222.

  8. Live-Hörspiel „Fighting Depression“ feiert Premiere im Schauspiel Dortmund (PM)

    Live-Hörspiel „Fighting Depression“ feiert Premiere im Schauspiel Dortmund

    „Fighting Depression“ ist eine neue vierteilige Hörspielserie der Studierenden-Theatergruppe am Schauspiel Dortmund, die als Live-Hörspiel im Rahmen der neuen Reihe „Storytelling: Coroniken“ am kommenden Freitag, 16. Oktober, Premiere feiert. Vier Studierende haben die Corona-Zeit mehr oder weniger isoliert verbracht, mussten sich in kleinen Zimmern mit Online-Seminaren, fehlender Struktur und Einsamkeit herumschlagen. Als sie auf einem Aushang das Angebot psychologischer Beratung finden, treffen sie im Raum 009 auf Dr. Brunner und seine ungewöhnlichen Methoden… Die Mitwirkenden haben aus fiktiven Texten und biografischen Momenten Geschichten vom Umgang mit Krise(n) entwickelt, gesprochen von Ekkehard Freye, Beran Kosan, Mattis Krems, Malin Laurenz und Lea Schwarze in Zusammenarbeit mit Hauke Berheide, Lorenz Hippe und Sarah Jasinszczak. In weiteren Sprechrollen sind Mitglieder vom Jugendclub und Kolleg*innen des Schauspiels zu erleben. Das Live-Hörspiel beginnt am Freitag um 19.30 Uhr und findet im Schauspielhaus on stage statt. Karten für 10,- Euro gibt es an der Vorverkaufskasse im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, unter http://www.theaterdo.de und 0231/50-27222. Einen weiteren Aufführungstermin gibt es am 28. November, ebenfalls um 19.30 Uhr. Die Hörspielteile können nach der Premiere auch nach Absprache mit der Theatervermittlung mit theaterpädagogischer Begleitung für die Schule ab Klasse 9 gebucht werden. Interessent*innen können sich bei Sarah Jasinszczak unter junges-schauspiel@theaterdo.de melden.

  9. Julia Wissert neu beim „Talk mit Tina“ im Schauspiel Dortmund (PM)

    Julia Wissert neu beim „Talk mit Tina“ im Schauspiel Dortmund

    Bei der Veranstaltung „Talk mit Tina“ in der neuen „DYNAMITE“-Reihe am Schauspiel Dortmund gibt es einen Neuzugang: Schauspielintendantin Julia Wissert sitzt auch mit auf dem Podium und talkt mit Schauspielerin Valentina Schüler und Nicola Gördes, Kostümassistentin und Künstlerin, über das Theater und die Gesellschaft der Zukunft.

    Was bedeutet es, nachhaltig zu leben – als Privatperson, Künstler*in und Institution? Und was hält uns davon ab, verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen? Die Veranstaltung findet morgen, am Donnerstag, 15. Oktober, um 19.30 Uhr im Schauspielhaus on stage statt. Karten für 15,- Euro gibt es an der Vorverkaufskasse im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, unter http://www.theaterdo.de und 0231/50-27222.

  10. Drei Sparten, ein Text: „Faust“ mit Oper, Schauspiel und KJT Dortmund (PM)

    Drei Sparten, ein Text: „Faust“ mit Oper, Schauspiel und KJT Dortmund

    Das Schauspiel eröffnet die neue Reihe „Test-Spiele“ mit einem Collage-Abend zu Goethes „Faust“ am Samstag, 24. Oktober, an dem die drei Sparten des Theaters Oper, KJT und Schauspiel beteiligt sind. Alle drei Sparten setzen sich unterschiedlich mit dem Stoff auseinander und werfen in ihren kurzen Beiträge eigene Schlaglichter auf den Klassiker, um sich im Anschluss untereinander und auch mit dem Publikum darüber auszutauschen. Ensemblemitglieder und Gäste der Oper Dortmund – Mandla Mndebele, Morgan Moody und Hagen Matzeit – gestalten Auszüge aus „Faust“-Vertonungen und weiteren thematisch passenden Werken von der romantischen Opernarie bis zum Spiritual. Das KJT Dortmund zeigt eine Szene aus der Produktion „Fast Faust“ (Regie: Antje Siebers) mit Andreas Ksienzyk und Thorsten Schmidt. In dem Stück geht es um die Schauspieltruppe „Dramenterzett“, die „große Stücke für ein kleines Haus mit kleinem Ensemble“ spielt und sich zu zweit Goethes Klassiker vorgenommen hat – mit absurden und sehr unterhaltsamen Folgen. Für das Schauspiel Dortmund präsentieren die Ensemblemitglieder Linus Ebner, Lola Fuchs und Mervan Ürkmez die Erdgeist-Szene aus der aktuellen „Faust“-Inszenierung, die am 31. Oktober in der Regie von Mizgin Bilmen Premiere feiert. Die „Test-Spiele“ werden am Sonntag, 25. Oktober, fortgesetzt mit einer Lesung: Dramaturgin Kirsten Möller liest ihre Lieblings-Hexentexte, aber auch jede*r im Publikum ist eingeladen, selbst Erzählungen, Märchen oder thematische Texte aller Art mitzubringen und vorzulesen. Eine Anmeldung der eigenen Lesung kann im Voraus über die Emailadresse schauspiel@theaterdo.de erfolgen. Die Veranstaltung der drei Sparten beginnt am 24. Oktober um 19.30 Uhr, die Lesung am 25. Oktober um 11 Uhr. Beides findet im Schauspielhaus on stage statt. Karten für 15,- Euro (24.10.) und 10,- Euro (25.10.) gibt es an der Vorverkaufskasse im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, unter http://www.theaterdo.de und 0231/50-27222.

  11. Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur – mit Max Czollek und Idil Baydar (PM)

    Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur – mit Max Czollek und Idil Baydar

    Die „Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur“ feiern die Vielfalt in Deutschland: Vom 3. Oktober bis 9. November 2020 finden die von Max Czollek kuratierten Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur in Theatern und Institutionen im gesamten deutschsprachigen Raum statt. Gefeiert wird Vielfalt, die weit über das Jüdisch, Muslimische hinausgeht und die queere, kurdische, afrodeutsche, atheistische Perspektiven miteinschließt.

    In Dortmund finden die „Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur“ als Kooperation zwischen dem Dietrich-Keuning-Haus und dem Schauspiel Dortmund statt. Als eines der größten Soziokulturellen Zentren NRWs beteiligt sich das DKH mit einer Sonderausgabe des bundesweit bekannten Politformates „Talk im DKH“. Talkmaster Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani leitet die Gesprächsrunde u. a. mit Max Czollek und Idil Baydar (aka Jilet Ayşe). Die Veranstaltung wird im Dietrich-Keuning-Haus aufgezeichnet und in zwei Teilen am 7. und am 8.11. auf dem YouTube Kanal „Keuninghaus to Go“ ausgestrahlt.

    Die Reihe geht live im Schauspiel weiter. Max Czollek liest am Donnerstag, 5. November, um 20 Uhr aus seinem neuen Bestseller „Gegenwartsbewältigung“ und die Kabarettistin Idil Baydar kommt mit ihrem Programm „Ghettolektuell“ am Freitag, 6. November um 19.30 Uhr ins Schauspielhaus. Darin tritt sie als ihre typische Kunstfigur Jilet Ayşe auf und serviert dem Publikum sehr unterhaltsam altbekannte Stereotypen, nagelneue Schimpfwörter, ungelogene Wahrheiten und garantierte Tatsachen am laufenden Band. Karten für 15,- Euro (am 5.11.) und 20,- Euro (am 6.11.) gibt es an der Vorverkaufskasse im Kundencenter am Platz der Alten Synagoge, unter http://www.theaterdo.de und 0231/50-27222.

    Die Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur finden als dezentraler Kongress in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich statt. Das Projekt befindet sich in Trägerschaft der Leo Baeck Foundation und wird von der Bundeszentrale für politische Bildung und der Allianz Kulturstiftung gefördert. Deutschlandfunk Kultur ist Medienpartner der Veranstaltungsreihe.

  12. Schauspiel und KJT Dortmund beim "Frankfurter Forum Junges Theater" dabei (PM)

    Schauspiel und KJT Dortmund beim „Frankfurter Forum Junges Theater“ dabei

    Die Theater können im November wegen Corona leider nicht spielen, doch online ist vieles möglich. So auch das „Frankfurter Forum Junges Theater“, eine zentrale Diskursveranstaltung für junges Theater, das in diesem Jahr mit dem Thema „stadt+finden“ vom 12. bis 14. November bundesweit und online stattfindet. Mit dabei sind auch das Schauspiel und Kinder- und Jugendtheater Dortmund.

    Ziel der Veranstaltung ist es, Austausch verschiedener Berufspraktiker*innen herzustellen und Aspekte von Zusammenarbeit, räumlichen Möglichkeiten, Enthierarchisierung, Teilhabe, Inklusion und neuen Formaten des künstlerischen Arbeitens auf Distanz zu beleuchten.

    Das „Frankfurter Forum Junges Theater: stadt+finden“ beginnt am 12. November mit einer digitalen Begegnung dreier Autor*innen. Im Anschluss findet die Verleihung des Deutschen Kindertheaterpreises, Deutschen Jugendtheaterpreises und der Sonderpreise zum szenischen Schreiben statt (via Zoom).

    Am 13. November sind alle Teilnehmenden eingeladen, auf digitale Weise eine Stadt in ihrer Nähe zu (be)suchen: es wurden künstlerische Begegnungsformate als stadt+projekte in Augustusburg, Brunsbüttel, Dortmund, Frankfurt am Main, Frankfurt (Oder), Gotha, Hildesheim und München konzipiert.
    Verbindendes Element aller Orte ist die App #stadtsache, in die Fotos, Wege oder Kuriositäten hochgeladen und so digitale Blicke in die anderen Städte geworfen werden können.

    Für Dortmund gestalten die Pädagogin und freie Kulturschaffende Neslihan Kanbur, KJT-Theaterpädagogin Linda Thaller und die Stadtdramaturgin des Schauspiel Dortmund Megha Kono-Patel ein Projekt mit unterschiedlichen Kurz-Workshops, Austausch mit Theaterakteur*innen aus NRW und Arbeiten mit der Design Thinking-Methode vor dem Hintergrund, gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie die Menschen kreativ durch den Corona-Winter kommen können.

    Am 14. November finden unterschiedliche digitale Gesprächsformate zum Austausch über die Teilprojekte statt.
    Die Anmeldung ist weiterhin möglich unter: https://www.kjtz.de/projekte/frankfurter-forum-junges-theater-2020/anmeldung-ablauf/
    Für die Teilnahme ist ein Beitrag zu überweisen, allerdings nach völlig freiem Ermessen.

    Das „Frankfurter Forum Junges Theater: stadt+finden“ ist eine dezentrale Veranstaltung in Kooperation mit Staff-Mitgliedern des AYŞE X-Staatstheaters+guests sowie dem Literaturhaus Frankfurt.
    Es wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, das Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, den Deutschen Literaturfonds sowie durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

    Weitere Infos unter https://www.kjtz.de/projekte/frankfurter-forum-junges-theater-2020/

  13. Neue Nähe: Digitale Premieren am Schauspiel Dortmund (PM)

    Neue Nähe: Digitale Premieren am Schauspiel Dortmund

    Mit der neuen Filmserie „Abgedreht!“ in der Regie von Intendantin Julia Wissert geht es los: Das Schauspiel Dortmund blickt ab der Premiere am Freitag, 11. Dezember (19 Uhr), mit Mini-Folgen wöchentlich hinter die Theaterkulissen, stellt die Menschen und ihre Berufe vor und nimmt das Publikum virtuell mit: Requisite, Garderobe, Licht, Ensemble, Bühnenmeister, Regie, Druckerräume, Dramaturgie, Proben, Fundus, Ton, KBB, Foyer, Studio, Säle, Sicherheit, Reinigung, Pforte, Assistenz, Intendanz und vieles mehr muss zusammenspielen, damit Theater erlebbar wird.

    In der ersten Folge führt Julia Wissert selbst virtuell durch das Schauspiel. Wer Lust auf fantastische Theaterwesen und deren Alltag hat, kann sich jeweils Freitag um 19 Uhr auf YouTube dazu schalten. Auf Zoom gibt es außerdem auch Vor- und Nachgespräche mit dem Team, bis auf den 25.12. und Neujahr. Die Links für YouTube und Zoom finden alle Interessierten auf http://www.tdo.li/abgedreht. Für Abonnent*innen des Schauspiels gibt es am 10. Dezember eine exklusive Preview.

    Bei dem audiovisuellen Spaziergang „Eine Winterreise“ wird das Publikum durch die Dortmunder Innenstadt geleitet. Begleitet von den Stimmen der Schauspieler*innen des Dortmunder Ensembles führt der Weg die Teilnehmer*innen vom Hauptbahnhof über die Reinoldikirche bis zum Hansaplatz.

    Zu hören sind traurige, lustige, weihnachtliche und nicht weihnachtliche Texte, Gedichte und Gedanken unter anderem von Else Lasker-Schüler, Bertolt Brecht, Janosch, Kurt Tucholsky, Selma Meerbaum-Eisinger, Wisława Szymborska, Saša Stanišić und vielen anderen, über das Leben, den Winter, die Menschen, Gott und die Welt.

    Mitmachen ist ganz einfach: Ab Dienstag, 15. Dezember, ist „Eine Winterreise“ abrufbar über http://www.tdo.li/winterreise. Handy an, auf den Link klicken, Kopfhörer auf und los. Anton Andreew und Amelie Lopper haben den 30-60-minütigen Spaziergang konzipiert. Als dritte Premiere im Dezember zeigt das Schauspiel Dortmund „Neue Arbeit oder: Der Tag, an dem ich beschloss, aus meinem Leben auszubrechen“. Die Inszenierung war als ein interaktives Spiel mit Publikum geplant, nun findet sie wegen Corona im virtuellen Raum statt.

    Das Premierendatum am Donnerstag, 17. Dezember, bleibt bestehen. Das Online-Experiment von France-Elena Damian, Kirsten Möller, Achim Naumann D’Alnoncourt und Jane Saks nimmt das Publikum mit auf eine Gedankenreise und begibt sich auf die Suche nach dem „guten“ Leben jenseits des Hamsterrads. Mit DIY-Anleitung für zu Hause und interaktivem Live-Stream bringt das Online-Gesellschaftsspiel Schauspieler*innen und Publikum zumindest virtuell wieder in einen gemeinsamen Raum und überbrückt das Social Distancing.

    „Neue Arbeit“ wird gefördert von Dr. Schlensker und Team GmbH und ist am 17. Dezember um 18 Uhr online. Karten für 15 Euro (Premiere) und 10 Euro (weitere Termine) sind ab dem 8.12. im Vorverkauf und nur im Webshop des Theaters (www.theaterdo.de) erhältlich. Die Teilnehmer*innen bekommen zwei Tage vor der Veranstaltung per Mail einen Zoom-Link. Weitere Termine sind am 18., 19. und 20. Dezember sowie im Januar.

  14. Abgedreht! Fantastische Theaterwesen und deren Alltag - Eine ungewöhnliche Dokumentation berichtet von den Aktivitäten aus dem geschlossenen Theater (PM)

    Abgedreht! Fantastische Theaterwesen und deren Alltag – Eine ungewöhnliche Dokumentation berichtet von den Aktivitäten aus dem geschlossenen Theater

    Das Theater ist leer, die Türen geschlossen. Kein Publikum und keine Vorstellungen. Die Pflanzen im Foyer wachsen allein in aller Stille und führen einsame Gespräche über ein Theater, das sonst erfüllt ist vom Lachen der Kinder, die aus dem Weihnachtsmärchen kommen. Ein Theater, durch das normalerweise ein Rauschen und Raunen wogt aus Gesprächsfetzen, Begrüßungen, klirrenden Gläsern, ein Gong ertönt, jemand hustet, ein Vorhang geht auf, Menschen sprechen, seufzen, weinen, lieben.

    Jetzt aber ist es still – doch plötzlich zerreißt ein lauter, quietschender Ton die Stille. Türen schlagen, Schritte. Ein Schatten an der Wand, riesig wie ein Dinosaurier, erhebt sich. Was geschieht hinter den verschlossenen Türen?

    Ein Filmteam macht sich auf den Weg und begibt sich mit ihrem Team auf die Suche nach den phantastischen Theaterwesen. Sie entdeckt dabei verborgene Superkräfte und Aktivitäten, die uns in Staunen versetzen, weil sie unser Leben immer wieder ein wenig anders erscheinen lassen.

    Ab 11. Dezember immer freitags ab 18.45 Uhr mit einer neuen Folge. Den jeweiligen Link gibt es vorher unter http://www.tdo.li/abgedreht

  15. Neue Produktion am KJT Dortmund: Mit dem „Homewalk“ durch Wohnanien (PM)

    Neue Produktion am KJT Dortmund: Mit dem „Homewalk“ durch Wohnanien

    Die freie Theatergruppe pulk fiktion, die bereits den Videowalk „Integration Baby!“ am Kinder- und Jugendtheater Dortmund entwickelt hat, ist zurück. Nach dem Start am FFT Düsseldorf kommt der „Homewalk“ nun nach Dortmund und ist ab der dortigen Premiere am Samstag, 19. Dezember (15 Uhr), einige Male zu erleben – als Spaziergang zu Hause. „Homewalk“ ist ein Telefon-Audiowalk, der neue Orte und Pfade durch die Landschaften der eigenen und die Wohnungen der Mitspieler*innen erschafft. Live moderiert und mittels gesprochenem Wort, Sounds und Musik werden drei Wohnungen zu einer Gesamtlandschaft: Wohnanien.

    Dabei befragt „Homewalk“ spielerisch die Bedingungen unseres Wohnens, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten und setzt uns ins Verhältnis zueinander – und zu der Welt da draußen. Und das geht so: Zwei Kinder befinden sich in ihrem jeweiligen Zuhause. Sie kennen sich oder werden sich jetzt kennenlernen. Gemeinsam begeben sie sich am Telefon auf eine Expedition durch Wohnanien. Zur Seite steht ihnen eine erfahrene Reiseführerin, die schon viele Länder bereist hat – doch in Wohnanien war sie noch nie. Es beginnt eine Reise, bei der alle drei zwar Expert*innen ihrer Umgebung und doch in der Begegnung mit dem Unbekannten aufeinander angewiesen sind. Und ehe sie sich versehen, ist auch ihre eigene Wohnung nicht mehr das, was sie dachten. Es werden Karten gezeichnet und Verstecke aufgesucht, Proviantschränke geplündert und schöne Aussichten bewundert.

    Es wird kalt, eng, gefährlich und herrlich zugleich. Es erklingen seltsame Tiergeräusche, oder ist das nur das andere Kind in der Leitung? Geeignet ist „Homewalk“ für junge Menschen ab 10 Jahren, auch für Jugendliche und Erwachsene. Wer Lust hat, mitzumachen, kann sich bis zum 17. Dezember unter kjt@theaterdo.de anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos. Benötigt werden ein Smartphone mit Internetverbindung und ein Paar Kopfhörer mit Mikrofon. Die Vernetzung erfolgt mit der App Jitsi Meet, die man kostenlos herunterladen kann. Die Termine bis Jahresende sind: 19. Dezember (Premiere), 20., 27., 28., 29. Dezember, jeweils 15 Uhr, und 30., 31.

  16. Mit dem Schauspielensemble durch die Dortmunder City: „Eine Winterreise“ (PM)

    Mit dem Schauspielensemble durch die Dortmunder City: „Eine Winterreise“

    Hektisch durch die Innenstadt in der Vorweihnachtszeit? Muss nicht sein: Das Schauspiel Dortmund lädt mit seinem audiovisuellen Spaziergang „Eine Winterreise“ ab dem 15. Dezember zur Entschleunigung ein. Begleitet von den Stimmen der Schauspieler*innen des Dortmunder Ensembles wird das Publikum durch die Dortmunder Innenstadt geleitet, beginnend am Haupteingang des Hauptbahnhofs über die Reinoldikirche bis zum Hansaplatz. Zu hören sind traurige, lustige, weihnachtliche und nicht weihnachtliche Texte, Gedichte und Gedanken unter anderem von Else Lasker-Schüler, Bertolt Brecht, Janosch, Kurt Tucholsky, Selma Meerbaum-Eisinger, Wisława Szymborska, Saša Stanišić und vielen anderen, über das Leben, den Winter, die Menschen, Gott und die Welt. Mitmachen ist ganz einfach: Ab Dienstag, 15. Dezember, ist „Eine Winterreise“ abrufbar über http://www.tdo.li/winterreise. Zum Hauptbahnhof gehen, Handy an, auf den Link klicken, Kopfhörer auf und los. Benötigt werden ein Handy oder Abspielgerät mit etwas freiem Speicherplatz und Kopfhörer. Anton Andreew und Amelie Lopper haben den ca. 45-minütigen Spaziergang konzipiert, Gertfried Lammersdorf war für Ton und Aufnahme zuständig.

  17. ENTER – Dritte Ausgabe widmet sich dem Thema „Hörspiel“ (PM)

    ENTER – Dritte Ausgabe widmet sich dem Thema „Hörspiel“

    Bereits zwei Mal lud das neue Programm „ENTER“ zum digitalen Austausch zwischen Theater und Schule ein und war mit zahlreichen Teilnehmer*innen so erfolgreich, dass nun die dritte Ausgabe folgt. Die Theatervermittlerinnen des Theater Dortmund Sarah Jasinszczak (Schauspiel) und Linda Thaller (KJT) widmen sich am kommenden Dienstag, 22. Dezember, dem Thema „Hörspiel.

    Sarah Jasinszczak hat selbst jüngste Erfahrung bei der Produktion des Hörspiels „Fighting Depression“ mit Beteiligten aus ihrem Jugendclub sammeln können und hält eine Keynote zum Thema „Was muss ich bei einer Hörspielproduktion beachten“. Das neue Gesprächsformat richtet sich an Pädagog*innen.

    Die Veranstaltung findet in der Zeit von 17 bis 19 Uhr via Zoom statt. Wer Interesse hat, kann sich vorab unter lthaller@theaterdo.de oder sjasinszczak@theaterdo.de per Email anmelden. In einer Antwortmail erhalten die Teilnehmer*innen dann die Zugangsdaten.

  18. Keine Premiere von „Neue Arbeit“ (PM)

    Keine Premiere von „Neue Arbeit“

    Aufgrund der steigenden Fallzahlen von Covid-19 hat das Schauspiel Dortmund den Probenbetrieb bis 10. Januar 2021 eingestellt, so dass die für den 17. Dezember geplante Premiere von „Neue Arbeit“ nicht stattfinden kann. Das Schauspiel hatte das Projekt in der ersten Lockdown-Stufe bereits in ein digitales Format übertragen, dennoch würden die Schauspieler*innen bei den Vorstellungen in Maske und Kostüm live vor der Kamera agieren, was gegenwärtig nicht mehr realisiert werden kann. Über weitere Terminplanungen wird Anfang Januar entschieden.

    Bis dahin bietet das Schauspiel Dortmund mit den Online-Formaten „Abgedreht“ (Zweite Folge am kommenden Freitag, 18. Dezember, ab 18.45 Uhr über Zoom und YouTube – Links unter http://www.tdo.li/abgedreht) und „Eine Winterreise“ (als Audiowalk durch die Dortmunder Innenstadt jederzeit verfügbar unter http://www.tdo.li/winterreise) ein alternatives Programm im virtuellen Raum an. Weitere Infos unter http://www.theaterdo.de.

  19. Verlängerte Anmeldefrist für neue Produktion am KJT Dortmund: Mit dem „Homewalk“ durch Wohnanien (PM)

    Verlängerte Anmeldefrist für neue Produktion am KJT Dortmund: Mit dem „Homewalk“ durch Wohnanien

    Die freie Theatergruppe pulk fiktion, die bereits den Videowalk „Integration Baby!“ am Kinder- und Jugendtheater Dortmund entwickelt hat, ist zurück. Nach dem Start am FFT Düsseldorf kommt der „Homewalk“ nun nach Dortmund und ist ab der dortigen Premiere am Samstag, 19. Dezember (15 Uhr), einige Male zu erleben – als Spaziergang zu Hause. „Homewalk“ ist ein Telefon-Audiowalk, der neue Orte und Pfade durch die Landschaften der eigenen und die Wohnungen der Mitspieler*innen erschafft. Live moderiert und mittels gesprochenem Wort, Sounds und Musik werden drei Wohnungen zu einer Gesamtlandschaft: Wohnanien.

    Dabei befragt „Homewalk“ spielerisch die Bedingungen unseres Wohnens, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten und setzt uns ins Verhältnis zueinander – und zu der Welt da draußen. Und das geht so: Zwei Kinder befinden sich in ihrem jeweiligen Zuhause. Sie kennen sich oder werden sich jetzt kennenlernen. Gemeinsam begeben sie sich am Telefon auf eine Expedition durch Wohnanien. Zur Seite steht ihnen eine erfahrene Reiseführerin, die schon viele Länder bereist hat – doch in Wohnanien war sie noch nie. Es beginnt eine Reise, bei der alle drei zwar Expert*innen ihrer Umgebung und doch in der Begegnung mit dem Unbekannten aufeinander angewiesen sind. Und ehe sie sich versehen, ist auch ihre eigene Wohnung nicht mehr das, was sie dachten. Es werden Karten gezeichnet und Verstecke aufgesucht, Proviantschränke geplündert und schöne Aussichten bewundert.

    Es wird kalt, eng, gefährlich und herrlich zugleich. Es erklingen seltsame Tiergeräusche, oder ist das nur das andere Kind in der Leitung? Geeignet ist „Homewalk“ für junge Menschen ab 10 Jahren, auch für Jugendliche und Erwachsene. Die Termine bis Jahresende sind: 19. Dezember (Premiere), 20., 27., 28., 29. Dezember, jeweils 15 Uhr, und 30., 31. Dezember, jeweils 18 Uhr. Die Premiere am 19. ist bereits voll, am 20. Dezember ist noch ein Platz frei.

    Gute Nachrichten für die Termine ab 27. Dezember: Die Anmeldefrist wurde bis 22. Dezember (15 Uhr) verlängert. Wer also Lust hat, mitzumachen, kann sich bis dahin unter kjt@theaterdo.de anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos. Benötigt werden ein Smartphone mit Internetverbindung und ein Paar Kopfhörer mit Mikrofon. Die Vernetzung erfolgt mit der App Jitsi Meet, die man kostenlos herunterladen kann.

  20. Silvesterlesung mit Andreas Weißert in diesem Jahr online (PM)

    Silvesterlesung mit Andreas Weißert in diesem Jahr online

    Inzwischen schon längst zum Kult geworden, trotzt die seit vielen Jahren im Schauspiel Dortmund stattfindende Silvesterlesung von und mit Andreas Weißert auch Corona. Als Ersatz für den Corona-bedingten Ausfall liest er „Der Schneesturm“ von Alexander Puschkin in diesem Jahr nicht live auf der Bühne, sondern in einem YouTube-Clip. Der Text ist eine der drei „Geschichten von der Liebe“, die er als Programmpunkt für sein Publikum ausgesucht hatte. Zeitlich passend wird der Clip am Donnerstag, 31. Januar, um 16 Uhr freigeschaltet und ist unter dem Link https://youtu.be/0fXWqqw8p7o zu sehen. Wer schon eine kleine Kostprobe möchte, kann sich ab sofort unter https://youtu.be/l_pcG6YINFI umschauen.

  21. Open Call – Dortmund goes Black: Was wird die Stadt gewesen sein, in der wir leben werden? (PM)

    Open Call – Dortmund goes Black: Was wird die Stadt gewesen sein, in der wir leben werden?

    Im Rahmen des Black History Months haben verschiedene Dortmunder Institutionen ein neues Netzwerk gegründet und rufen nun zu einem Open Call auf. Ein Jahr lang erhalten zwölf Künstler*innern und Akteur*innen der Stadt dadurch eine Plattform, ihr kreatives und künstlerisches Schaffen zu zeigen. Unter dem Motto: „There are black people in the future“ (Zitat: Alisha B. Wormsley) soll eine Reihe an Erzählungen, Performances, Präsentationen, Lectures, Workshops von Akteur*innen aus (oder mit Verbindung zu) Dortmund und dem Ruhrgebiet präsentiert werden.

    Das neue Netzwerk setzt sich unter der Projektleitung von Schauspielintendantin Julia Wissert aus dem Schauspiel Dortmund, dem Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund / Köln, dem Dietrich-Keuning-Haus und dem Dortmunder Kunstverein zusammen. Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit war die Frage, warum der Fokus des Black History Month nur in einem Monat liegt und nicht ein ganzes Jahr lang dauern kann.

    Deshalb entwickelte das Netzwerk ein ganzjähriges Format, um erste Impulse einer selbstverständlichen Praxis zu setzen, welche unabhängig vom Black History Month langfristig gedacht wird. Der Aufruf des Open Call richtet sich an alle Künstler*innen, Kulturschaffende und Kurator*innen aus oder in Verbindung mit Dortmund und dem Ruhrgebiet, die sich als Schwarz, Afrikanisch, Afrodeutsch und/ oder Afrodiasporisch positionieren und Lust haben, zwischen Februar 2021 und Februar 2022 eine fertige Arbeit zu präsentieren, zu performen oder sichtbar zu machen und aktiv an der Gestaltung des Formates im nächsten Jahr mitzuarbeiten. Gesucht werden hierfür zwölf Positionen verschiedenster künstlerischer Bereiche, welche einmal monatlich ihre Kunstformen und Expertisen präsentieren und zu Gesprächen einladen.

    Das Netzwerk bietet Raum, Zeit und eine Aufwandsentschädigung. Interessierte reichen eine ein- bis zweiseitige Ausformulierung ihrer Arbeit mit einer Beschreibung der technischen Bedarfe und Materialien und weiteren benötigten Mitteln im PDF-Format ein unter schauspiel@theaterdo.de, wenn möglich auch mit zusätzlichen MP3 Dateien, Soundcloud, Vimeo, Spotify Link und/ oder Bilder in JPEG-Format. Einsendeschluss ist der 17. Januar 2021. Weitere Infos gibt es unter http://www.theaterdo.de/schauspiel/black-history-month/

  22. Künstlergespräch der Theater- und Konzertfreunde Dortmund mit Schauspielintendantin Julia Wissert (PM)

    Künstlergespräch der Theater- und Konzertfreunde Dortmund mit Schauspielintendantin Julia Wissert

    Die Theater- und Konzertfreunde Dortmund laden in ihrer neuen Online-Reihe Schauspielintendantin Julia Wissert zum Gespräch am Donnerstag, 14. Januar, um 19 Uhr ein. Ulrich Wantia, Vorsitzender der Theater- und Konzertfreunde, führt durch den Abend mit Hintergrundinformationen und Details zu Julia Wisserts Werdegang und den Plänen für das Schauspiel Dortmund. Das Publikum hat bereits im Vorfeld die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Veranstaltung findet online statt. Unter https://www.theaterdo.de/schauspiel-live können Zuschauer*innen vorab Fragen stellen und um 19 Uhr den Stream sehen.

  23. Schauspiel Dortmund bietet Brieffreundschaften an (PM)

    Schauspiel Dortmund bietet Brieffreundschaften an

    Wie tauscht man sich als Theater mit seinem Publikum in Zeiten der Kontaktbeschränkung aus? Keine Vorstellungen, kein Applaus, kein Gespräch im Foyer… Das Schauspiel Dortmund möchte trotzdem Kontakt aufnehmen und bietet seinem Publikum die Möglichkeit zu Brieffreundschaften an. Wer Lust hat, sich regelmäßig per Brief oder Mail mit einer Schauspieler*in, einer Regisseur*in oder einer Dramaturg*in zu schreiben, kann sich unter schauspiel@theaterdo.de melden und seine Adresse angeben und muss nur noch ein bisschen warten, bis der erste Brief ankommt mit Grüßen und Geschichten aus dem Theater und dem Leben vor und hinter den Kulissen.

  24. Jahreskonferenz der Dramaturgischen Gesellschaft am Theater Dortmund / Akademie für Theater und Digitalität am 23. und 24. Januar 2021 (PM)

    Jahreskonferenz der Dramaturgischen Gesellschaft am Theater Dortmund / Akademie für Theater und Digitalität am 23. und 24. Januar 2021

    Die Jahreskonferenz der Dramaturgischen Gesellschaft „DiG IT ALL“ wird in 2021 in Dortmund ausgerichtet. Gastgeber sind das Theater Dortmund und insbesondere die 2019 neu am Theater Dortmund gegründete Akademie für Theater und Digitalität. Zu der virtuell stattfindenden Konferenz erwarten die Gastgeber ca. 200 Dramaturg*innen aus dem deutschsprachigen In- und Ausland. Zentrale Bestandteile sind ein virtueller Rundgang durch Forschungsprojekte der Fellows der Akademie für Digitalität und Theater am 23. Januar und zahlreiche Talks mit Expert*innen des digitalen Theaters am 24. Januar.

    Die gesamte Konferenz wird in virtuellen 3D-Räumen der Social VR-Plattform „Mozilla Hubs“ ausgetragen – Mitglieder der Dramaturgischen Gesellschaft kreieren sich dazu einen virtuellen Avatar, mit dem ein interaktiver Besuch der Veranstaltungen spielend möglich ist: sich auch im Virtuellen zu begegnen und über die neuesten Entwicklungen des Theaters mittels digitaler Technologien oder im virtuellen Raum auszutauschen, gelingt dann auch in pandemischen Zeiten vom heimischen Schreibtisch. Interessierte Besucher*innen, die nicht Mitglied der Dramaturgischen Gesellschaft sind, können zwar nicht „mitspielen“, dafür aber zusehen unter: https://www.twitch.tv/dgtagung (ab 14.45 Uhr bis ca. 18 Uhr)

    Mit „Mozilla Hubs“ erproben die Besucher*innen der Konferenz die Möglichkeiten der virtuellen Welt und der Avatar-Begegnungen im und für den (theatralen) Kunstkontext. Diskutiert und erlebt werden können die Möglichkeiten und das Verhältnis von Performing Arts und Digitalität.

    Die virtuellen 3D-Räume sind von den Hubs-Entwicklern Nils Corte und Roman Senkl kreiert, aktuell Fellows an der Akademie. Gezeigt werden darüber hinaus Arbeiten der Fellows Lena Biresch, Andrea Familari und Marco Donnarumma, Jana Kerima Stolzer und Alexander Rütten, Lukas Rehm, Vesela Stanoeva.

    http://www.theater.digital

  25. Neue Ausgabe von „ENTER“ zum Thema „Nathan und Faust“ (PM Theater Dortmund)

    Neue Ausgabe von „ENTER“ zum Thema „Nathan und Faust“

    Das Theater Dortmund bietet eine neue Ausgabe des erfolgreichen Programms „ENTER“ zum digitalen Austausch zwischen Theater und Schule an. Die Theatervermittlerinnen des Theater Dortmund Sarah Jasinszczak (Schauspiel) und Linda Thaller (KJT) widmen sich am kommenden Dienstag, 2. Februar, dem Thema „Nathan und Faust – Literatur digital zum Leben erwecken“ mit praktischen Ideen und Erfahrungen rund um die virtuelle, theatrale Begegnung. Anhand zweier Theatertexte, die im Spielplan des Schauspiels und des KJTs verankert sind, werden die Teilnehmer*innen in Kleingruppen kreativ arbeiten. Wie immer ist die Expertise aller Beteiligten gefragt: Wer hat schon welche Erfahrungen gesammelt, welche Tops und Flops gab es bereits in der digitalen Literaturvermittlung und welche Strategien können gemeinsam neu entwickelt werden? Mit dabei sind die Schauspieler*innen Antje Prust und Linus Ebner vom Schauspiel Dortmund sowie Ann-Kathrin Hinz und Max Ranft vom Kinder- und Jugendtheater Dortmund, die an den jeweiligen Produktionen beteiligt sind und Einblicke in ihre Rollenarbeit geben. Die Veranstaltung findet in der Zeit von 17 bis 19 Uhr via Zoom statt. Wer Interesse hat, kann sich vorab unter sjasinszczak@theaterdo.de per Email anmelden. In einer Antwortmail erhalten die Teilnehmer*innen dann die Zugangsdaten.

  26. Künstlergespräch der Theater- und Konzertfreunde Dortmund mit Akademiedirektor Marcus Lobbes (PM)

    Künstlergespräch der Theater- und Konzertfreunde Dortmund mit Akademiedirektor Marcus Lobbes

    Die Theater- und Konzertfreunde Dortmund laden in der nächsten Ausgabe ihrer neuen Online-Reihe Marcus Lobbes, den Künstlerischen Direktor der Dortmunder Akademie für Theater und Digitalität, zum Gespräch am Donnerstag, 18. Februar, um 19 Uhr ein. Ulrich Wantia, Vorsitzender der Theater- und Konzertfreunde, führt durch den Abend mit Hintergrundinformationen und Details zu den Plänen für die Akademie in Dortmund. Das Publikum hat bereits im Vorfeld die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Veranstaltung findet online statt. Unter https://www.theaterdo.de/akademie-live können Zuschauer*innen vorab Fragen stellen und um 19 Uhr den Stream sehen.

  27. Neue Ausgabe von „ENTER“: Von Warm-ups bis Impros im digitalen Raum (PM)

    Neue Ausgabe von „ENTER“: Von Warm-ups bis Impros im digitalen Raum

    Das Theater Dortmund bietet eine neue Ausgabe des erfolgreichen Programms „ENTER“ zum digitalen Austausch zwischen Theater und Schule am kommenden Dienstag, 2. März, an. Diesmal dreht sich alles um gemeinsame Aktivität: Vom körperlich-kreativen Warm-up in Großgruppen über Improvisationstechniken bis hin zu rhythmischen Übungen bringt die Theatervermittlung der verschiedenen Sparten spielerische Impulse mit, mit denen alle gemeinsam aktiv werden können. Durch die Selbsterfahrung und mit der Expertise der Teilnehmer*innen soll schließlich gemeinsam eine Best-Practice-Liste angefertigt werden. Die Veranstaltung findet in der Zeit von 17 bis 19 Uhr via Zoom statt. Wer Interesse hat, kann sich vorab unter sjasinszczak@theaterdo.de per Email anmelden. In einer Antwortmail erhalten die Teilnehmer*innen dann die Zugangsdaten.

  28. „Idomeneus“: Jugendclub des Kinder- und Jugendtheaters Dortmund präsentiert Installation (PM)

    „Idomeneus“: Jugendclub des Kinder- und Jugendtheaters Dortmund präsentiert Installation

    Auch wenn die Jugendclubs der Theater wegen Corona derzeit nicht live zusammenkommen können, probt der Jugendclub des Kinder- und Jugendtheaters seit Oktober weiter – und zwar digital. Herausgekommen ist „Idomeneus“, eine Rauminstallation frei nach Roland Schimmelpfennig, die am kommenden Freitag, 12. März, um 19 Uhr online per Zoom eröffnet wird.

    Die 10 jungen Mitglieder des Jugendclubs haben sich unter der Leitung von Lioba Sombetzki (Dramaturgie) und Linda Thaller (Theatervermittlung) mit dem antiken Stoff beschäftigt, der nichts an Aktualität eingebüßt hat. Nach dem trojanischen Krieg gerät Idomeneus mit seiner Flotte auf dem Heimweg in einen Sturm und verspricht den Göttern, das erste Lebewesen zu opfern, das ihm begegnet, wenn sie nur sein eigenes Leben verschonen. Und das tun sie tatsächlich – doch sein Versprechen muss Idomeneus nun einlösen. Wem begegnet er als erstes an Land?

    Die Verlagerung der Proben in den digitalen Raum war für die Jugendlichen ein Experiment. Wie kann der geschriebene Text zum Leben erweckt werden, ohne physische oder analoge Begegnungen? Nach der Eröffnungsfeier im virtuellen Raum ist die Installation am U auch analog zu besuchen, und zwar ganz corona-konform.

    Von außen ist das Video täglich bis 22 Uhr zu sehen, Sounds und Interaktion gibt es zum Beispiel über einen dort sichtbaren QR Code. Die Installation findet im Rahmen von Trust Tour und in Kooperation mit UZWEI und MASCHINERIE E.V. statt und ist kostenlos. Bis Mitte Mai ist das Projekt am U zu sehen, danach zieht es an seine zweite Ausstellungsstätte um in den Speicher 100 am Hafen und ist auch dem Unruhr-Festival zu sehen. Wer an der kostenlosen, virtuellen Eröffnung am Freitagabend teilnehmen möchte, kann sich unter lthaller@theaterdo.de anmelden und erhält darüber den Link.

  29. Neue Ausgabe von „ENTER“ zur Bewegung im digital-theatralen Raum (PM)

    Neue Ausgabe von „ENTER“ zur Bewegung im digital-theatralen Raum

    Das Theater Dortmund bietet eine neue Ausgabe des erfolgreichen Programms „ENTER“ zum digitalen Austausch zwischen Theater und Schule an. Diesmal dreht es sich um den digital-theatralen Raum in Bewegung. Zu Gast am kommenden Dienstag, 16. März, ist Sayaka Wakita, Tänzerin des Ballett Dortmund, die mit kleinen, zum Teil in den Alltag integrierbaren Übungen zeigt, wie jeder Muskel gezielt trainiert werden kann. Gemeinsam mit den Theatervermittlerinnen des Theater Dortmund Sarah Jasinszczak (Schauspiel) und Linda Thaller (KJT) zeigt die Profitänzerin den Teilnehmenden von „ENTER“ einige effektive Übungen.

    Wer mitmachen möchte, sollte also schon mal seine Yogamatte bereit halten. Zum Start des Treffens gibt Tommy Finke, ehemaliger Musikalischer Leiter am Schauspiel Dortmund, Tipps zum Thema Musikrechte und Empfehlungen, welche kostenfreien Apps sich besonders gut eignen, um Musik zu schneiden. Die Veranstaltung findet in der Zeit von 17 bis 19 Uhr via Zoom statt. Wer Interesse hat, kann sich vorab unter sjasinszczak@theaterdo.de per Email anmelden. In einer Antwortmail erhalten die Teilnehmer*innen dann die Zugangsdaten.

  30. Schauspiel Dortmund: Neue Gesprächsreihe „Klasse!“ geht in die zweite Runde (PM)

    Schauspiel Dortmund: Neue Gesprächsreihe „Klasse!“ geht in die zweite Runde

    Die neue Gesprächsreihe „Klasse!“ begleitend zu Julia Wisserts Inszenierung „Der Platz“ geht mit zwei neuen Terminen in die zweite Runde. In den Gesprächen geht es um die Themen Herkunft und Klasse, und nach den ersten Talks sind am 17. und 18. März nun Stephan Lessenich und Deniz Ohde zu Gast. Über „Grenzen der Demokratie – Teilhabe als Verteilungsproblem“ sprechen die Dortmunder Schauspieler*innen Lola Fuchs und Raphael Westermeier mit dem Soziologen Stephan Lessenich, der sich mit Politischer Soziologie der sozialen Ungleichheit sowie Kapitalismusanalyse und Kapitalismuskritik beschäftigt. Die Autorin Deniz Ohde ist am 18. März zu Gast. Die Ensemblemitglieder Linda Elsner und Mervan Ürkmez sprechen mit ihr über ihren mehrfach ausgezeichneten Debütroman „Streulicht“, der den Sollbruchstellen im Leben der Erzählerin, den Erwartungen an sie als Arbeiterkind und der Kluft zwischen Bildungsversprechen und erfahrener Ungleichheit nachspürt. Beide Gespräche am 17. und 18. März beginnen um 19.30 Uhr auf Zoom Webinar und sind kostenlos. Wer teilnehmen möchte, sollte sich wegen der begrenzten Platzkapazität unter alopper@theaterdo.de anmelden und erhält dann den Link für die Teilnahme. Mehr Infos gibt es unter blog.schauspieldortmund.de.

  31. Neu im digitalen Spielplan des Schauspiel Dortmund: Antje Prust in der Motten-Performance „Softmo(u)th“ (PM)

    Neu im digitalen Spielplan des Schauspiel Dortmund: Antje Prust in der Motten-Performance „Softmo(u)th“

    Schon in ihrer Performance im Rahmen von „17×1“ beschäftigte sich die Schauspielerin Antje Prust mit den unterschiedlichen Transformationen der Motte im weiteren Sinn. Jetzt führt sie das Thema in der neuen Reihe „Softmo(u)th A.S.M.R.“, die ab kommenden Donnerstag, 25. März, im digitalen Spielplan zu sehen ist, weiter. Es ist ein Versuch, bei dem der Mensch nicht im Mittelpunkt steht, sondern mit dem Anderen koexistiert. Wenn Tiere und Menschen als Kollaborateure zusammenkommen, trifft unterschiedliches Wissen aufeinander und verändert sich die Erfahrung des Sinnlichen und des Sinnvollen „Softmo(u)th“ ist Teil der neuen Recherchereihe zu „New Kinships“ am Schauspiel Dortmund und Antje Prusts Performance über die Welt der Nachtfalter: Als Metamorphosen-Mediatorin lädt sie ein in ihren Kokon, in dem wir uns fragen: Was können wir vom Motte-sein lernen? In verschiedenen Videos und Instaposts influenced Softmo(u)th die Zuschauer*innen in eine Perspektivverschiebung. Das erste Video behandelt die verschiedenen Stadien der Umwandlungen einer Motte – von der Raupe, die aus dem Ei schlüpft, über den Moment der Verpuppung und den Zustand der Chrysalis, der eigentlichen Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling bis zum finalen Schlüpfen des Falters. In Anlehnung an eine Meditation werden Informationen über diese Transformationen verknüpft mit antiken Schöpfungsmythen. Wer neugierig geworden ist, sich aber nicht genau vorstellen kann, was ihn erwartet, sollte einfach selbst reinschauen. Die Premiere von „Softmo(u)th“ findet am Donnerstag, 25. März, um 19 Uhr auf blog.schauspieldortmund.de statt und ist kostenlos. Insgesamt werden vier Videos in der neuen Reihe gezeigt. Die weiteren Termine sind: 8., 15. und 22. April, jeweils 19 Uhr.

  32. Zweiter Teil von „17x1“ geht online (PM Schauspiel Dortmund)

    Zweiter Teil von „17×1“ geht online

    Nach dem ersten Block mit vier Filmen geht nun der zweite Teil von „17×1“ am kommenden Freitag, 26. März, online. Mit dem Stationen-Abend stellte sich das neue Ensemble des Schauspiel Dortmund dem Publikum im September vor. Nun ist corona-bedingt aus den Live-Performances eine filmische Version geworden. Nach wie vor haben die Schauspieler*innen dabei selbst den Hut auf. Mit den nächsten vier Filmen präsentieren sich die Ensemblemitglieder Nika Mišković, Adi Hrustemović, Linus Ebner und Marlena Keil ab Freitag, 26. März, 19 Uhr, zu sehen kostenlos auf blog.schauspieldortmund.de. Im Anschluss (ab 20 Uhr) können sich alle, Zuschauer*innen und Ensemble, in der digitalen Kantine treffen, die auf der Plattform wonder.me stattfindet, um ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und das ein oder andere Getränk zu sich zu nehmen. Den Link zur Kantine gibt es ebenfalls auf dem Schauspielblog.

  33. Schauspiel Dortmund: Neue Ausgabe von „ENTER“ zum Thema „Digital – analog – hybrid“ (PM)

    Schauspiel Dortmund: Neue Ausgabe von „ENTER“ zum Thema „Digital – analog – hybrid“

    Das Theater Dortmund bietet eine neue Ausgabe des erfolgreichen Programms „ENTER“ zum digitalen Austausch zwischen Theater und Schule am kommenden Dienstag, 30. März, an. Diesmal dreht sich alles um „Digital – analog – hybrid: die unterschiedlichen Räume, ihre Verbindungen, Ähnlichkeiten und Unterschiede“. Die Teilnehmenden werden mit den Theatervermittlerinnen des Theater Dortmund Sarah Jasinszczak (Schauspiel) und Linda Thaller (KJT) theaterpädagogische Spiele und Übungen aus analogen Zeiten ins digitale übersetzen und diese ausprobieren.

    Der Fokus wird dabei auf dem Gebiet der Übergänge liegen: Wie kommt die analoge Idee in den digitalen Raum und wieder zurück in die Präsenz? Wie immer stehen praktisches Ausprobieren und der Austausch aller Teilnehmer*innen im Zentrum. Die Veranstaltung findet am 30. März in der Zeit von 17 bis 19 Uhr via Zoom statt. Wer Interesse hat, kann sich vorab unter sjasinszczak@theaterdo.de per Email anmelden. In einer Antwortmail erhalten die Teilnehmer*innen dann die Zugangsdaten.

  34. Neu im digitalen Spielplan: „Multiversen“ am Schauspiel Dortmund (PM)

    Neu im digitalen Spielplan: „Multiversen“ am Schauspiel Dortmund

    Die neue Reihe am Schauspiel Dortmund „DYNAMITE“ für ungewöhnliche, neue Formate startete im Oktober mit zwei Terminen vor Publikum. Nun geht sie online weiter mit der Storytelling-Perfomance „Multiversen“ am kommenden Donnerstag, 1. April. Der filmische Versuch zeigt drei Schauspieler (Linus Ebner, Ekkehard Freye und Mervan Ürkmez), drei Kameras, eine Leinwand und unzählige Paralleluniversen, Geschichten und Möglichkeiten, die es zu entdecken gilt. Denn wie viele Welten könnten existieren und wie könnten sie aussehen, wenn jede Entscheidung, die wir treffen, ein neues Universum entstehen ließe? Und jeder Gedanke ein eigenes Universum wäre? Der Text zur Performance wurde im Spiel von den Schauspielern entwickelt, für Konzept und Regie zeichnet Ruven Bircks verantwortlich, der seit dieser Spielzeit Regieassistent am Schauspiel Dortmund ist. Die Ausstattung hat Elizaweta Vesprinskaja entworfen, Daniela Sülwold ist für Video verantwortlich, Dramaturg ist Christopher-Fares Köhler. „Multiversen“ ist ab Donnerstag, 1. April, 19 Uhr über das Osterwochenende auf dem Schauspiel-Blog (blog.schauspieldortmund.de) und der Homepage des Theaters (www.theaterdo.de) zu sehen.

  35. SUMMER UP Festival – DIGITAL #coronaedit - Ausbildung. Förderung. Mentoring. Das erste deutschsprachige Festival seiner Art (PM)

    SUMMER UP Festival – DIGITAL #coronaedit –
    Ausbildung. Förderung. Mentoring. Das erste deutschsprachige Festival seiner Art

    SUMMER UP ist das erste Theaterfestival, das gezielt Arbeiten junger Produktions- und Assistenz-Teams sowie Künstler*innen in Ausbildung sichtbar macht und so einen Beitrag zur Nachwuchsförderung leisten möchte. Die 7. Ausgabe des Festivals wird in diesem Jahr am Schauspiel Dortmund zu Gast sein und startet als digitale SUMMER UP#coronaedit vom 9.-11.April 2021 mit einem umfangreichen Online-Programm. Es gibt Live-Streams aus dem Festivalzentrum mit Gästen aus der Theaterlandschaft, digitale Vorstellungen mit Nachgesprächen und ein Education-Programm mit Workshops. Vom 15.-17.Oktober 2021 startet SUMMER UP7 in die zweite Runde live und in Farbe auf den Bühnen des Dortmunder Schauspiels.

    SUMMER UP möchte neuen künstlerischen Handschriften zur Sichtbarkeit verhelfen und den Weg für neue Ästhetiken und Formate auf der Bühne ebnen. Das Festival bringt Newcomer*innen verschiedener Genres und Wirkungsbereiche zusammen, verknüpft sie mit potentiellen Arbeitgeber*innen und ihrem zukünftigen Publikum. Gleichzeitig schafft das Festival ein spartenübergreifendes Netzwerk, in dem sich neue Arbeitsgemeinschaften bilden und zukünftige Produktionsteams finden können. Seit der Gründung 2015 wuchs das Festival stetig in Konzeption und Ausführung und etablierte sich zu einem internationalen Festival mit Teilnehmer*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

    Der thematische Schwerpunkt liegt auf analog-digital-hybriden Kunstformen, mit dem Ziel, durch ein neues Kunstverständnis das traditionelle Theaterpublikum zurückzugewinnen und ein neues Publikum anzusprechen. Neue Visionen und künstlerische Ansätze sind gefragt. Welche digitalen Möglichkeiten gibt es, den Theaterraum neu zu denken und das Publikum zu erreichen? Wie werden zukünftig analoge und digitale Formen im Post-Corona-Theater ineinander fließen?

    Spartenübergreifend stehen hier Inszenierungen, Performances, Installationen, Musik und Tanz sowie Lesungen und audiovisuelle Installationen gleichberechtigt nebeneinander und wirken zusammen. Organisiert wird das Festival von Mitgliedern des assistierenden-netzwerk in Zusammenarbeit mit dem Assistenz-Team und in Kooperation mit dem Schauspiel Dortmund. In diesem Jahr übernehmen Jessica Weisskirchen (assistierenden-netzwerk) & Anna Tenti (Regieassistenz Schauspiel Dortmund) federführend die künstlerische Leitung des Festivals.

    Bei der Stückauswahl ist es den Kurator*innen wichtig, kluge Konzepte zu fördern, die im digitalen Raum eine Neuausrichtung auf das Publikum zum Ziel haben und den Zugang für alle sozialen Schichten ermöglichen sowie neue Narrative, die auf die Vielfältigkeit der Gesellschaft ausgerichtet sind.

    Künstlerische Leitung & Organisation: Jessica Weisskirchen (assistierenden-netzwerk) & Anna Tenti (Regieassistenz Schauspiel Dortmund)
    Dramaturgische Beratung: Christopher-Fares Köhler

    Kontakt
    1. SUMMER UP
    homepage:www.summerup.de
    Facebook: https://www.facebook.com/SummerUPTheaterfestival

    2. assistierenden-netzwerk,
    homepage: https://ensemble-netzwerk.de/assistnw/
    Insta: https://www.instagram.com/assistierendennetzwerk/
    Facebook: https://www.facebook.com/assistierendennetzwerk
    email: assistierende@ensemble-netzwerk.de

  36. Neue Ausgabe von „ENTER“ zum Thema „Musizieren im digitalen Raum“ (PM)

    Neue Ausgabe von „ENTER“ zum Thema „Musizieren im digitalen Raum“

    Das Theater Dortmund bietet eine neue Ausgabe des erfolgreichen Programms „ENTER“ zum digitalen Austausch zwischen Theater und Schule am kommenden Dienstag, 13. April, an. Diesmal dreht sich alles um „Musizieren im digitalen Raum“ mit Klara Hens, die seit 2017 mit der Kooperation Junge Opern Rhein-Ruhr (Oper Dortmund, Deutsche Oper am Rhein und Theater Bonn) verbunden ist und zahlreiche Kinder in szenischen Workshops auf die gemeinsam produzierten Familienopern vorbereitete. Seit Beginn der Pandemie hat sich die freischaffende Chorleiterin, Sängerin und Pädagogin mit verschiedenen Methoden des Online-Musizierens auseinandergesetzt, von denen sie einige bei „ENTER“ vorstellen wird. Ausgehend von ausgewählten Materialien der Operette „Orpheus aus der Unterwelt“ von Jaques Offenbach umreißt Klara Hens Methoden der Partizipation in Online-Formaten und erarbeitet gemeinsam mit den Teilnehmenden praxisorientiert musiktheaterpädagogische Methoden. Dies geschieht hauptsächlich mithilfe der Plattform Bandlab.com, die sich Interessierte vorab herunterladen können. Die Veranstaltung wird von den Theatervermittlerinnen des Theater Dortmund Sarah Jasinszczak (Schauspiel) und Linda Thaller (KJT) moderiert und findet am 13. April in der Zeit von 17 bis 19 Uhr statt. Wer Interesse hat, kann sich vorab unter sjasinszczak@theaterdo.de per Email anmelden. In einer Antwortmail erhalten die Teilnehmer*innen dann die Zugangsdaten.

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