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Update: Samstag kommen keine Züge mehr – Köln übernimmt von Dortmund die Drehscheiben-Funktion für Flüchtlinge

Am Sonntag werden in Dortmund drei Flüchtlingszüge erwartet. Der erste Zug brachte 800 Menschen, die im DKH versorgt und dann landesweit verteilt wurden.

Am Samstag werden vorerst zum letzten Mal Flüchtlingszüge nach Dortmund kommen.

Seit fast zwei Wochen hat Dortmund die Funktion der NRW-Drehscheibe bei der Aufnahme von Flüchtlingen inne. Mit dem Montag der nächsten Woche geht diese Funktion auf die Stadt Köln über, die sich dann wie zuletzt Dortmund die Aufgabe mit Düsseldorf teilt. Zwar wäre Dortmund am Samstag noch mal „dran“. Aber die Stadt Dortmund rechnet aber mit keinen Zügen mit Flüchtlingen mehr.

Neue Regelung ist das Ergebnis von Gesprächen mit Land und Köln

Am Sonntag werden in Dortmund drei Flüchtlingszüge erwartet. Der erste Zug brachte 800 Menschen, die im DKH versorgt und dann landesweit verteilt wurden.

Die Menschen werden am Samstag wieder im DKH versorgt und dann landesweit verteilt.

Diese Regelung ist Ergebnis von Gesprächen zwischen dem Innenminister des Landes Ralf Jäger, Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Guido Kahlen, Stadtdirektor von Köln.

Hintergrund des Wechsels von Dortmund zu Köln ist auch die Doppelbelastung, die Dortmund mit der Funktion der Drehscheibe und als Standort für eine Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) zu stemmen hat. Dortmund wird die Entlastung nun nutzen, die Erweiterung der EAE an der Buschmühle zu betreiben.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau wünscht Köln für die kommende Herausforderung viel Erfolg und bedankt sich für die Übernahme der Drehscheibenfunktion.

Dank gilt den vielen ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfern

Mehr als 1000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben sich beim DKH registriert und helfen mit.

Tausende ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben sich engagiert.

Er bedankt sich gleichzeitig bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Dortmund, beim Team des Dietrich-Keuning-Hauses, bei DSW21 für die Drehscheibentransfers und bei den Hunderten ehrenamtlichen Helfern aus der Stadtgesellschaft, ohne die diese große Aufgabe der letzten beiden Wochen nicht zu bewältigen gewesen wäre.

Es sind unter anderem die Angehörigen der freien Wohlfahrtsverbände, der Malteser, der Johanniter, des DRK, des THW, des VMDO, der Bahnhofsmission, der Freiwilligen Feuerwehren, der Vertreter aller Dortmunder Religionsgemeinschaften und viele Bürgerinnen und Bürger, die spontan ihre Hilfe angeboten haben.

Solidarität vermittelte ein positives Bild von Dortmund

Am Sonntag werden in Dortmund drei Flüchtlingszüge erwartet. Der erste Zug brachte 800 Menschen, die im DKH versorgt und dann landesweit verteilt wurden.

Die Flüchtlinge waren von der Hilfsbereitschaft begeistert und sehr dankbar.

„Die herausragende Solidarität mit den Flüchtlingen vermittelt bundesweit ein Bild von Dortmund, auf das wir stolz sein können“, so Ullrich Sierau.

Dortmund habe seinen Ruf als solidarische Stadt untermauert und sehe sich diesem auch weiterhin verpflichtet, so Sierau mit Blick auf eine mögliche erneute Übernahme der Drehscheibenfunktion für Flüchtlinge.

Die Stadt Dortmund geht aber davon aus, dass dies frühestens im Oktober greifen werde. Oberbürgermeister Ullrich Sierau dankt auch der Stadt Düsseldorf für die bisherige Zusammenarbeit.

Dank gilt zudem dem Engagement der Landtagsabgeordneten Nadja Lüders, die sich für die neue Aufteilung der Drehscheiben-Aufgabe unter den NRW-Städten eingesetzt hat.

Dortmund bliebt in der Not als weitere Drehscheibe in Reserve

OB Ullrich Sierau hieß die Flüchtlinge in Dortmund willkommen.

OB Ullrich Sierau sagte zu, dass Dortmund bei weiter steigenden Zahlen einspringen werde.

Sollte die Zahl der Flüchtlinge weiter extrem zunehmen, steht Dortmund bereit und wird neben Köln und Düsseldorf einspringen.

Bei einem Vorlauf von acht Stunden – gerechnet von der Abfahrt in München – bleibt genug Zeit, die routinierten Strukturen in Dortmund hochzufahren.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau hofft, „dass die Erweiterung der Verantwortungsgemeinschaft um Köln die Betreuung und Weiterleitung der Flüchtlinge im Sinne der humanitären Aufgabe weiterhin nachhaltig ohne stressbedingte Beeinträchtigungen sicherstellt“.

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