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Saisonauftakt der Dortmund Wanderers in der Nordstadt: Auch wer die Baseball-Regeln nicht kennt, schaute gerne zu

Saisonauftakt im Hoeschpark: Die Wanderers empfingen die Alligators 2 aus Solingen. Fotos: Leopold Achilles

Von Susanne Schulte

Wenn Oliver Görich mit seinen Sitznachbarn über Pitch und Batter redet, über Strike-Zone und Home Run spitzen alle anderen in Hörweite auf der Tribüne auch die Ohren. Die Baseball-Regeln sind selbst vielen Stammzuschauern im Hoeschpark nicht immer klar. Görich, Vorsitzender der Dortmund Wanderers trägt das mit Fassung und viel Geduld. „Das dauert eben, bis man alle Feinheiten kennt. Aber im Prinzip ist das wie Brennball, das viele ja schon in der Schule gespielt haben.“

Den ersten Wurf machte Christopher Weber, der den Viererbob bei Olympia anschob

Laura Herfurth, Christopher Weber und Oliver Görich nach dem First Pitch.

Wer es genauer wissen will, nimmt sich das Infoblatt mit nach Hause: „Baseball schnell erklärt“ heißt es und wird kostenlos an Interessierte verteilt.

Am Sonntag hatten die Wanderers beim Spiel gegen die Solinger Alligators viele ZuschauerInnen. Es war die Saison-Eröffnung für die erste Mannschaft, die in der zweiten Liga spielt. Für den ersten Wurf hatte man einen Ehrengast eingeladen: Christopher Weber, zurzeit Dortmunds schnellster Sprinter, war ausgewählt, an den Olympischen Spielen teilzunehmen.

Nicht als Leichtathlet, sondern als Anschieber im Viererbob war er bei den Winterspielen in Pyeongchang. Stadionsprecherin bei den Wanderes ist Alexandra Rohde, selbst Spielerin, Kindertrainerin und kompetente Spielmoderatorin.

Der Verein schwärmt von seinem Stadion: „Es ist eines der fünf, sechs, sieben schönsten in Deutschland“

Die Dortmunder Baseballer haben einen eigenen Platz im Hoeschpark. Und das seit Jahren. Oliver Görich schwärmt: „Es ist eines der fünf, sechs, sieben schönsten Stadien in ganz Deutschland. Die anderen Vereine kommen gerne zu uns.“ Es sei eine besondere Atmosphäre, das Spiel im Kessel zu sehen.

Dort, wo heute geworfen und geschlagen und gerannt wird, war einst die Radrennbahn. Der Untergrund für die Tribünen-Bänke ist auf der westlichen Seite immer noch erhalten und steht unter Denkmalschutz. Eintritt nimmt der Verein nicht mehr. Das sei zu aufwändig gewesen und haben zu wenig eingebracht. Dann lieber eine gut besetzte Tribüne.

Wunsch 1 des Vereins: Ein sicherer Stellplatz für den Imbisswagen im Hoeschpark

Die anderen Vereine kommen aber sicher auch gerne wegen der guten Verpflegung. Burger und Pommes, Muffins und Bratwurst kommen bei den ZuschauerInnen gut an und in den Magen. Doch der Imbisswagen könne in dieser Saison nur selten oberhalb des Spielfelds stehen, so der Vorsitzende. Denn für den gebe es keinen sicheren Parkplatz im Hoeschpark.

Also wird er nach jedem Heimspiel zur Tankstelle an der Brackeler Straße gezogen, wo er kostenlos stehen darf. „Aber dafür brauchen wir dann zweimal am Tag jemanden, der ein Auto mit Anhängerkupplung hat und die Zeit für den Transport.“ Und dieses Jahr sei das nicht häufig der Fall. Wunsch eins: ein sicherer Parkplatz im Park.

Wunsch 2: eine dichte Efeubepflanzung an der bislang grün gestrichenen Betonwand

Wunsch zwei: Der Verein möchte gerne die grün gestrichene Betonwand im Stadion mit Efeu begrünen. Bislang, so Görich, habe die Stadt dieses verwehrt. Ja, zugegeben, den letzten Vorstoß in dieser Sache habe man bereits vor mehreren Jahren gemacht. Vielleicht gebe es dort jetzt einen Sinneswandel.

Denn dicht wachsendes Efeu, so sagt er, sei ein besserer Schutz vor Verletzungen der Spieler, sollten diese im Eifer des Spiels vor die Wand rennen, und zudem sehe er nicht, wieso Efeu dem Charakter des Park nicht entsprechen solle.

Wunsch 3: der Wiederaufstieg in die erste Bundesliga der Baseballer

Ein dritten Wunsch hat Görich auch: den Wiederaufstieg in die erste Bundesliga. Acht Teams hat der Verein in dieser Saison gemeldet, so unter anderen für die 2. Bundesliga, für die Landesliga, für die Bezirksliga und die Junioren. Und wer gerne spielen möchte, aber noch keine Ahnung vom Baseball hat, kann im Mixed-Team aktiv werden.

„Wir nennen es das U-100-Team. Da spielen Frauen und Männer, oft Eltern von den Kindern und Jugendlichen, mit dem Softball bei kleineren Turnieren.“ Sorge darum, nicht fit genug zu sein, brauch niemand haben. Selbst die aktiven U-100-SpielerInnen hätten da immer noch Fragen.

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