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Projekt „Starter Job und Jobwinner“ setzt Pilotprojekt „Pick UP“ in Dortmund fort – Möglichkeit für 195 junge Menschen

Junge Menschen können mit dem Projekt „Starter Job und Jobwinner“ im Bereich der Pflege von Grün- und Spielflächen sowie in den Tätigkeitsfeldern der städtischen Beteiligungsgesellschaft arbeiten. Foto: Alex Völkel

Qualifizierung und Beschäftigung von jungen, perspektivlosen Menschen bleibt ein Thema in Dortmund. Doch das dreijährige Pilotprojekt „Pick UP“ endet nun. Daher gab der Verwaltungsvorstand den Auftrag,  in der Nachfolge das Projekt „Starter Job und Jobwinner“ zu initiieren und in die Kommunale Arbeitsmarktstrategie 2020-2030 einzubinden.

Integration von jungen Menschen in prekären Lebenslagen in den Beruf

Das Projekt ist für drei Jahre angelegt und die Gesamtkosten betragen circa 1,4 Millionen Euro. „Wir wollen damit 195 junge Menschen erreichen, ihnen eine Chance geben, damit sie später eine Ausbildung beginnen oder eine Beschäftigung aufnehmen können“, erläutert Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger.

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Daniela Schneckenburger ist Dezernentin für Jugend und Familie in Dortmund.

Das Jugendamt startet gemeinsam mit der GrünBau gGmbH das Projekt „Starter Job und Jobwinner“ im Januar 2020. Es ist für junge Menschen zwischen 16 und 27 Jahren, die in prekären Lebensverhältnissen leben. Auf Grund von Mehrfachproblemlagen, mangelnder Deutschkenntnisse und fehlender Systemkenntnisse sind sie nicht mehr in der Lage, an den Unterstützungsangeboten des Regelsystems teilzunehmen.

Das Projekt ermöglicht eine pädagogisch begleitende geringfügige Beschäftigung mit einhergehenden Qualifizierungs- und Sprachangeboten. Teilnehmende betätigen sich im Bereich der Pflege von Grün- und Spielflächen sowie im Bereich der städtischen Beteiligungsgesellschaften.

Tagestruktur, Integration, Ausbildung und Beschäftigung zur sozialen Teilhabe

Projekt „Starter Job und Jobwinner“ ermöglicht  pädagogisch begleitende geringfügige Beschäftigung.

Es gibt ein tagesstrukturierendes Angebot, um sich fur weiterführende Integrationsangebote im Regelsystem zu öffnen, sowie Angebote zur Heranführung an eine Ausbildung oder Beschäftigung. Durch das Projekt wird eine Angebotslücke geschlossen: sogenannte „entkoppelte“ junge Menschen können so an die Unterstützungs- und Förderangebote des Regelsystems herangeführt werden.

Die Stadt Dortmund übernimmt, mit Beschäftigungsangeboten innerhalb der städtischen Beteiligungsgesellschaft Verantwortung zur Integration von jungen Menschen in den Beruf und damit zur gesellschaftlichen und sozialen Teilhabe.

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Ein Gedanke zu “Projekt „Starter Job und Jobwinner“ setzt Pilotprojekt „Pick UP“ in Dortmund fort – Möglichkeit für 195 junge Menschen

  1. Florian Willenbrock-Hoppe

    … and again the winner is: Das Maßnahmenstrukturnetzwerk mit seinen zugeschalteten Trägern.
    And again the biggest looser are: Junge Menschen ohne Ausbildung, die Handwerkszünfte, das produzierende Gewerbe und der Mittelstand.

    Für meine Schafe kann man als Ergebnis dieser Maßnahmen und Projekte nur bescheinigen: Traumatisierung, Anwendung schwarzer Psychologie, Depressionen, Selbstwertverlust, Gefügigmachung durch Brechen mittels psychischer Gewalt, Umerziehung, Kontrollverlust und immer wieder suizidale Gedanken als neue Erfahrung.
    Nicht dabei: Eine fundierte Ausbildung, Lebenschancen, gute Sozialprognose, Selbstwertgefühl, Erfolgserlebnisse, Motivation, langfristige Berufsaussichten, fair bezahlte Arbeitsplätze.

    Stattdessen dienen diese Projekte und Maßnahmen als Brechwerk in der Zuführungsmaschinerie in den 3. und 4. Arbeitsmarkt.

    1. Arbeitsmarkt: Normaler, gut bezahlter, langfristiger Arbeitsplatz basierend auf einer fundierten Ausbildung
    2. Arbeitsmarkt: Anormaler, unangemessen niedrig bezahlter Arbeitsplatz. In mehrfach befristeten Arbeitsverträgen und häufigen Stellenwechseln, Teilzeitarbeit, geringfügige Beschäftigung
    3. Arbeitsmarkt: Leiharbeitnehmerüberlassung, in Europas größtem Billigstlohnsegment
    4. Arbeitsmarkt: Beschäftigungsmaßnahmen, Projekte, „Gemeinwohlarbeit“, entlohnungsfreie Arbeit

    Es kann nur eines Wahr sein:

    A) Jeder der Arbeit haben will, kriegt innerhalb eines Tages welche in seinem Beruf und absolut jeder kann immer jeden Beruf erlernen

    B) Wir müssen uns eingestehen, dass die Zeiten vorbei sind, in denen wir für wirklich jeden eine passende Arbeitsstelle haben, geschweige denn basierend auf seinen Fähigkeiten und Qualifikationen.

    Meine auf der bald endenden Lebenszeit basierende Erfahrung sagt, es ist unwiderlegbar B.
    Die sagt auch, nicht die Jugendlichen sind Schuld, dass sie vielfach nicht ausbildungsfähig die Schule verlassen, sondern wir als Gesellschaft tragen dafür die Verantwortung. Unter anderem dafür, dass das Schulsystem seit mindestens drei Jahrzehnten zu einem irreparablen Totalschaden kaputtreformiert wurde. Dass wir keine der Erziehung der Kinder gewinnbringende ganzheitliche Ganztagsbetreuung auf die Reihe bekommen haben. Und so manch andere Fehlentwicklung.

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