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Erzieherin in der Kita Münsterstraße an Tuberkulose erkrankt – Gesundheitsamt startet große Untersuchungsaktion

Gesundheitsamt Dortmund

Das Gesundheitsamt hat Tests angesordnet. Archivbild: Alex Völkel

In der FABIDO-Kindertageseinrichtung Münsterstraße hat es bei einer Beschäftigten einen Erkrankungsfall von Tuberkulose gegeben. Eine Ansteckungsgefahr für weitere Personen kann nicht völlig ausgeschlossen werden, auch wenn das Ansteckungsrisiko derzeit vom Gesundheitsamt nicht so hoch eingeschätzt wird.

Das Gesundheitsamt hat in einer Informationsveranstaltung am 12. März die Eltern ausführlich beraten und das weitere Vorgehen besprochen.

Alle Kinder und Erzieherinnen werden untersucht

Aufgrund der Betreuungssituation im Kindergarten sind alle Kinder und alle Erzieherinnen enge Kontaktpersonen. Das Gesundheitsamt hat festgelegt, dass diese engen Kontaktpersonen vorsorglich alle untersucht werden müssen. Durch die Untersuchungen wird überprüft, ob sich die Körperabwehr (das Immunsystem) mit dem Krankheitserreger bereits auseinandergesetzt hat.

Bei den Erwachsenen wird eine Blutprobe entnommen. Die Blutentnahme und Testung der Blutprobe erfolgt im Labor. Bei denrund 60 Kindern in der Kita ist diese Blutuntersuchung noch nicht so aussagekräftig. Deshalb wird bei den Kindern ein anderes Testverfahren durchgeführt. Die Kinder erhalten alle eine Tuberkulin-Haut-Testung in die Haut des Unterarmes.

Am 27. März findet die Testaktion für Kinder statt

Das Gesundheitsamt Dortmund wird am 27. März die Tuberkulin-Hauttestung für die Kinder im Gesundheitsamt durchführen.

Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die über Tröpfchen (Sprechen, Husten, Niesen) weitergegeben werden kann. Der erkrankte Mensch ist in der Regel die Infektionsquelle. Die  Tuberkuloseerkrankung (früher auch als „Schwindsucht“ bezeichnet) ist eine Erkrankung, die bevorzugt in den Lungen auftritt, aber auch andere Organe befallen kann.

Besonders Kinder sind gefährdet

Nicht jeder Mensch erkrankt, wenn er den Erreger einatmet. Besonders gefährdet sind vor allem kleine Kinder, enge Partner des Erkrankten und Menschen mit chronischen Erkrankungen in der Umgebung eines Erkrankten.

Bei vielen Menschen verläuft die Auseinandersetzung mit dem Tuberkuloseerreger völlig unbemerkt. Nur bei wenigen Menschen kommt es nach Einatmen des Erregers zur Entwicklung des Vollbildes einer Tuberkuloseerkrankung. Tritt dann – bedingt durch die Tuberkulose-Erkrankung – ein Husten auf, können über den Hustenstoß Erreger an die Umgebung weitergegeben werden. Erst zu diesem Zeitpunkt handelt es sich um eine offene, ansteckungsfähige Tuberkulose.

Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust

Bei einer Tuberkulose werden als typische Krankheitszeichen zunächst nur Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust beobachtet. Häufig berichten die Erkrankten auch über ein starkes Schwitzen in der Nacht. Erst zu einem sehr späten Zeitpunkt tritt ein starker Husten auf, oft verbunden mit Schmerzen beim Atmen, gelegentlich auch mit Blut im Hustenauswurf.

Das Gesundheitsamt hat alle notwendigen Maßnahmen veranlasst, um eine Weiterverbreitung der Erkrankung zu verhindern. Eine Gefährdung weiterer Personen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu erwarten.

 

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