Kein „FunDOmio“ – aber Dortmund soll im Juli einen temporären Freizeitpark in der Nordstadt bekommen

Osterkirmes in Dortmund-Nordstadt. Foto: Roland Klecker/ Do-Foto
Am traditionellen Ort der Osterkirmes in der Nordstadt soll der Freizeitpark entstehen. Archivfotos: Roland Klecker

Dortmund soll vom 1. bis 31. Juli 2021 wieder einen temporären Freizeitpark bekommen: Doch das Format wird sich von „FunDOmio“ im vergangenen Sommer an den Westfalenhallen unterscheiden, kündigte Patrick Arens, Mitorganisator von „FunDOmio“ und Chef des Dortmunder Schaustellervereins „Rote Erde“, an. Sie wollen damit „endlich“ den sanierten Festplatz an der Eberstraße in der Nordstadt einweihen.

Eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 ist Voraussetzung für den Freizeitpark

Über viele Jahre hatten sie den schlechten baulichen Zustand des traditionsreichen Kirmesplatzes in der Nordstadt beklagt. Nun wurde dieser 2019 saniert. Doch einweihen konnten die Schausteller*innen ihn wegen Corona nicht. Nun also nach den Westfalenhallen zurück zu den Wurzeln in der Nordstadt. „Im Norden soll wieder die Sonne aufgehen“, freut sich Arens auf den Freizeitpark. ___STEADY_PAYWALL___

Doch eine 1:1-Neuauflage von „FunDOmio“ wird es nicht geben: Denn die großen Fahrgeschäfte aus verschiedenen Bundesländern, die 2020 erstmals für einige Wochen in Dortmund Station machten, sind wegen der bundesweiten Lockerungen schon wieder unterwegs und anderweitig verplant. 

Anders als im Vorjahr, als Dortmund eine Vorreiter-Rolle hatte, fehlt den heimischen Schausteller*innen der nötige Vorlauf. Erst wenn die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 50 ist, sind temporäre Freizeitparks möglich. Daher laufen die Planungen auch erst seit vier Tagen. Doch für den Festplatz brauchen sie weniger Vorlauf, weil es dort jahrzehntelange Erfahrung mit der Platzierung von Fahrgeschäften gibt.

Anderes Konzept: Flanierticket für den Park, Einzeltickets an den Fahrgeschäften

Patrick Arens kündigt auch ohne Schausteller*innen aus anderen Bundesländern ein attraktives Format an, bei dem vor allem Betriebe aus der Region zum Einsatz kommen. In der kommenden Woche will er Details vorstellen und den Bauantrag einreichen, der für einen temporären Freizeitpark nötig ist.

Dazu gehört die Einzäunung und ein regulierter Einlass, was das Angebot von einem Volksfest oder einer klassischen Kirmes unterscheidet. Anders als im vergangenen Jahr bei „FunDOmio“ wird kein Ticket für alles geben. So soll es ein „Flanierticket“ geben, welches zum Einlass berechtigt. Innen wird es dann Tickets an den einzelnen Fahrgeschäften geben. Mit Gedränge dort rechnet Arens nach den Erfahrungen im vergangenen Jahr nicht. Es werde großzügige und schön gestaltete Wartebereiche geben.

Der Einzelticket-Verkauf ermöglicht auch geringere Preise als im Vorjahr. Daran hatte es punktuell Kritik gegeben, weil die „Flatrate-Tagestickets“ preislich denen eines etablierten Freizeitparks nahe kamen. „Wir hatten ja auch fast Crange-Niveau“, sagt Arens mit Blick auf die zahlreichen großen Fahrgeschäfte, die zum großen Teil erstmals in Dortmund waren.

1500 bis 2000 Gäste wegen Corona-Auflagen statt mehr als 10.000 wie bei Osterkirmes

Mitorganisator Patrick Arens. Foto: Alex Völkel

Auf ein attraktives Angebot – der Name des neuen Freizeitparks wird auch erst in der kommenden Woche vorgestellt – müssen die möglichen Nutzer*innen trotz der kurzen Planungszeit nicht verzichten. Riesenrad, Wildwasserbahn, Breakdancer und vieles mehr werden vom 1. bis 31. Juli am Start sein – wenn denn der Rat und vor allem die Pandemie-Lage es zulassen. 

Das Interesse der Schausteller*innen jedenfalls ist groß, endlich wieder ins Geschäft einzusteigen – auch wenn der Freizeitpark mit weniger Besucher*innen auskommen muss als eine traditionelle Kirmes.

Von 1500 bis 2000 Gästen, die das weitläufige Gelände an der Eberstraße gleichzeitig betreten können, geht Patrick Arens aus. „Wir legen natürlich ein corona-konformes Konzept vor“, betont Arens. Zum Vergleich: Der Platz ist zu „normalen“ Zeiten für mehr als 10.000 Gäste ausgelegt. 

 

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