Nordstadtblogger

Interreligiöser Dialog in der Nordstadt – das DKH lädt zur Veranstaltungsreihe und will wissen: Was glaubt Dortmund?

Hochamt in der Kirche St. Aposteln, Clemens Veltum-Straße und Fronleichnamsprozession durch die Nordstadt, Pastoralverbund Nordstadt-Ost und Katholische Missionen

Ein eher unerwarteter Anblick in der Nordstadt: die Fronleichnamsprozession Foto: Klaus Hartmann

In Dortmund leben viele Gläubige verschiedener Glaubenszugehörigkeiten und religiöser Traditionen. Doch oft wissen die Menschen nicht viel über andere religiöse, spirituelle oder auch atheistische Vorstellungen anderer Mitbewohnerinnen und Mitbewohner unserer Stadt. Das Dieterich-Keuning-Haus in der Nordstadt will die Dortmunder BürgerInnen ins Gespräch bringen und lädt zur Veranstaltungsreihe „Interreligiöser Dialog“ in die Nordstadt und hofft auf rege Beteiligung.

Diverse Veranstaltungen vom 5. September bis zum 3. Oktober

Einblicke in den Moscheealltag bekamen die Teilnehmenden beim Mittagsgebet.

Muslime beim Gebet in der Abū-Bakr Moschee in der Nordstadt. Foto: Alex Völkel

Um das bunte religiöse Leben in Dortmund darzustellen, hat ein loser Verbund von Gemeinden und Verbänden die Veranstaltungsreihe zum interreligiösen Dialog organisiert. An verschiedenen Orten in Dortmund finden vom 5. September bis 3. Oktober 2019 Veranstaltungstage statt. 

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Die Ausstellung „Dortmund interreligiös“ des Dialogkreises der Abrahamsreligionen wird in diesem Zeitraum im Dietrich-Keuning-Haus im Rahmen der Öffnungszeiten zu besuchen sein. Die Veranstaltungsreihe startet mit der Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 5. September ab 17.30 Uhr, in der Agora im Dietrich-Keuning-Haus. 

Stadtdirektor Jörg Stüdemann wird die Gäste bei der Auftaktveranstaltung „Was glaubt Dortmund?“ begrüßen. Dr. Judith Stander-Dulisch der Ruhr Uni Bochum (CERES) informiert über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Glaubensgemeinschaften, des Judentums, Islams und des Christentums sowie des Jesidentums. Dr. Tagrid Yousef moderiert durch das Programm und spricht mit unterschiedlichen Gläubigen, um mehr über die persönliche Bedeutung des Glaubens im Alltag zu erfahren. 

Ausstellung „Dortmund interreligiös“ des Dialogkreis der Abrahamsreligionen 

Jüdisches Channuka-Fest am Phoenix-See. Foto: Alex Völkel

Ab 17.30 Uhr gibt es die Möglichkeit die interreligiöse Ausstellung des Dialogkreises der Abrahamsreligionen zu besuchen. Um 20.15 Uhr führen Vertreter des Dialogkreises durch die Ausstellung und beantworten Fragen. Ferner wird erstmalig die interreligiöse Karte von Dortmund zu sehen sein, die gemeinsam mit dem Katasteramt der Stadt Dortmund erstellt wurde. 

In Dortmund gibt es trotz schwieriger Rahmenbedingungen einen intensiven Dialog der Religionen wie in wenig anderen Städten des Landes. Menschen christlichen, jüdischen und muslimischen Glaubens sind seit Jahren im Kontakt und entwickeln immer wieder neue Begegnungsprojekte. Die Beteiligten verstehen dies als wichtigen Beitrag zum Frieden in der Stadt. 

Trotzdem wissen viele zu wenig über diese Aktivitäten. Mit der Ausstellung „Dortmund interreligiös“ kann sich das Publikum selbst ein Bild machen. Auf großen Stellwänden geht es um zentrale Fragen: Was soll Interreligiöser Dialog? Welche Ideen verfolgt er? Was ist mit Konflikten? Es geht um Dortmunder Erfahrungen und hiesige Akteure.

Für Gruppen oder Schulklassen werden Führungen durch die Ausstellung angeboten

Die Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften führen in die Ausstellung ein und erläutern Chancen und Grenzen des Dialogs. Anschließend ist die Ausstellung bis zum 3. Oktober 2019 im Rahmen der Öffnungszeiten im Dietrich-Keuning-Haus zu besichtigen. Nach Vereinbarung können Führungen für Gruppen und Schulklassen verabredet werden. 

Erstellt wurde die Ausstellung vom Dortmunder Dialogkreis der Abrahamsreligionen. In ihm arbeiten die offiziellen Dialogbeauftragten der Kirchen, der jüdischen Gemeinde und des Rates der muslimischen Gemeinden seit Jahren zusammen. Der Kreis hat bereits etliche Veranstaltungen durchgeführt. Neuerdings verantwortet er auch das Interreligiöse Friedensgebet zu Beginn des Stadtfestes DortBUNT.

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Weitere Informationen:

Ablauf der Auftaktveranstaltung am 5. September 2019:

  • 17.30 Uhr: Erste Möglichkeit die Ausstellung und die Interreligiöse Karte zu sehen 
  • 18.30 Uhr: Begrüßung durch Stadtdirektor Herr Stüdemann 
  • 18.45 Uhr: Impulsvortrag „Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei den monotheistischen Religionen und dem Jesidentum“ (Judith Stander-Dulisch) 
  • 19.15 Uhr: Podiumsdiskussion / Fish Bowl Diskussion mit Gläubigen verschiedener Religionen und Traditionen 
  • Moderation Dr. Tagrid Yousef 
  • 20.15 Uhr: Besuch der Ausstellung „Dortmund interreligiös“ mit Führung durch den Dialogkreis der Abrahamsreligionen

Alle weiteren Veranstaltungen der Reihe „Interreligiöser Dialog“ finden Sie hier.

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