Nordstadtblogger

In den Sommerferien daheim? Kein Problem für Kids in Dortmund mit dem kreativen Ferienprogramm im Depot

Wie entwickelt sich künstliche Intelligenz und wie könnte der Roboter der Zukunft oder die Menschmaschine aussehen? Foto: Kultur Rucksack NRW

Wie könnte der Roboter der Zukunft oder die Menschmaschine aussehen? Foto: KulturRucksack NRW

Für alle Kinder und Jugendlichen, die in den Sommerferien nicht mit ihren Eltern verreisen, gibt es eine tolle Alternative zum Auslandsurlaub. Die Ferien-Workshops im Depot in der Dortmunder Nordstadt. Unter dem Motto „Humaschines“ halten im Juli die Roboter Einzug in die alte Straßenbahnwerkstatt in der Immermannstraße. Die Workshops verbinden künstlerische Kreativität und technisches Verständnis, so dass die TeilnehmerInnen zu SchöpferInnen ihres ganz eigenen Maschinenmenschen werden.

Es sind noch viele Plätze frei und Anmeldungen sind bis zum Starttermin möglich

Depot Außenansicht Foto: Depot/ Jan Schmitz

Das Depot bietet das richtige Umfeld für die Umsetzung kreativer Ideen. Foto: Depot/ Jan Schmitz

Das kreative Ferienprogramm für Kids beginnt in der ersten Ferienwoche und findet vom 16. Juli bis zum 26. Juli 2018 statt. Die TeilnehmerInnen werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Insgesamt können pro Gruppe zwanzig junge Menschen daran teilnehmen. In der ersten Gruppe finden Kinder von zehn bis zwölf Jahren Platz, in der zweiten Kinder im Alter von zwölf bis vierzehn Jahren.

Vom 16. Juli bis zum19. Juli wird die erste Gruppe jeweils montags bis donnerstags von 10 Uhr bis 16 Uhr ihre Ideen in die Tat umsetzen. Vom 23. Juli bis zum 26. Juli sind dann die Jugendlichen an der Reihe. Die Workshops sind in zwei Module unterteilt. Zum einen gibt es den Bereich Malerei, Druck und Objekte, zum anderen das Modul Portraitfotografie, Maskenbau und Fotocollage. Es gibt also sowohl Angebote für kreativ begabte Kids als auch für Techniknerds. 

Es sind noch genügend Kapazitäten vorhanden, so dass sich die VeranstalterInnen sehr über weitere Anmeldungen freuen würden. Interessierte melden sich am besten bei einer der ProjektleiterInnen an. (Die Mail-Adressen befinden sich am Ende des Artikels.) Die Teilnahme ist kostenlos und es gibt keine Anmeldefrist.

Wie wird die künstliche Intelligenz der Zukunft aussehen und wird sie den Menschen ersetzen? 

Die Kids werden ihre ganz eigenen Visionen der Menschmaschine entwerfen. Foto Hannes Woidich

Wir leben in Zeiten, in denen die Technologie immer größere Fortschritte macht und uns in fast allen Lebensbereichen umgibt. Künstliche Intelligenz ist mittlerweile fester Bestandteil der Gesellschaft. Siri und Alexa sind unsere Alltagslotsen geworden und erleichtern uns das Leben. Ohne Navigationssysteme sind wir fast verloren im Dschungel der Großstädte und die Kommunikation ohne Messengerdienste ist unvorstellbar geworden.

Die Arbeitswelt verändert sich durch die Digitalisierung, ersetzt Menschen und erschließt neue Arbeitsbereiche. Die Zukunft ist greifbarer als je zuvor. Doch ist das, was als Fortschritt bezeichnet wird auch wirklich gut für uns Menschen? Im Idealfall ergänzen sich menschliche Kreativität und maschinelle Intelligenz zugunsten menschlichen Profits aber was, wenn wir die Kontrolle verlieren. Besteht die Gefahr des Deus ex machina, des Maschinengottes, der die Menschheit vernichten wird?

Ein spannendes Themengebiet, was die Verantwortlichen für die Ferienworkshops in den Fokus rücken. Sie wollen wissen, wie die Generation 4.0 selbst diese Entwicklungen erlebt. Wo stehen wir heute und wie könnte unsere Zukunft aussehen? Ist dies ein Fluch oder ein Segen? Und wie würde der beschworene Maschinengott letztendlich aussehen?

Viel Raum für freie, kreative Ideen und Verwirklichung der eigenen Vision

v.l.: Peter Lutz, Susanne Schütz und Birgit Brinkmann-Grempel freuen sich schon auf die Kids. Foto: Sascha Fijneman

Peter Lutz, Susanne Schütz und Birgit Brinkmann-Grempel freuen sich schon auf die Kids. Foto: S. Fijneman

„Wir wollen die Kinderneugier wecken. Sie sollen selbstständig Ideen entwickeln und sich frei entfalten können“, erläutert Peter Lutz die Intention der VeranstalterInnen. Der Dortmunder Fotograf und Künstler wird das zweite Modul begleiten und mit den Kids arbeiten. Hierfür stehen ihnen die Haupthalle des Depots sowie Lutz eigenes, ebenfalls im Depot beheimatetes Fotostudio zur Verfügung. 

Alle BetreuerInnen des Projektes haben jahrelange Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und sind mit ihren Ateliers oder Studios im Depot ansässig. Sie vereinen eine Menge künstlerisches Fachwissen.

Neben Peter Lutz werden die vor allem für ihre Acrylglasmalerei bekannte Dortmunder Künstlerin Birgit Brinkmann-Grempel, die Malerin Susanne Schütz und Malerin und Grafikerin Susanne Beringer die Workshops leiten und den Kindern und Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Workshops sind in zwei sinnvoll aufeinander aufbauende Module unterteilt

Kulturrucksack NRW

Das Ferienprogramm wird durch das Projekt Kultur Rucksack NRW gefördert und finanziert.

Die zwei Workshop-Module bauen aufeinander auf. Im ersten Modul nimmt die Idee, wie der Wunsch- oder Zukunftsroboter aussehen könnte, langsam Gestalt an. Bei fachkompetenter Anleitung und Beratung werden die TeilnehmerInnen ihre Vision auf Papier bringen. Hierbei können sie malerisch und zeichnerisch von den unterschiedlichsten Materialien und Techniken Gebrauch machen und verschiedene Druckverfahren, wie zum Beispiel den Linoldruck oder das Stempeln benutzen. 

Um ihrem Bot-Entwurf Leben einzuhauchen, stehen Ihnen größtenteils recycelte Materialien wie alte, defekte Elektrogeräte, Computer und Platinen, sowie Draht und LEDs zur Verfügung. Im zweiten Modul dann setzen die Kinder ihre eigene Vision in Szene. Sie inszenieren Fotos mit Hilfe zahlreicher Requisiten, um sich einmal als Mensch, dann als Roboter oder schließlich doch als Menschmaschine zu präsentieren.

Abschließend wird aus den gemachten Fotos, eine Bildergeschichte oder Science-Fiction-Story produziert und es wird eine große Collage aller Bilder geben, die dann zusammen den ultimativen Roboter der Zukunft repräsentieren. Ob dieser ein gottgleiches Wesen wird, das den Menschen überflügelt und ersetzt oder ob es der Menschheit funktional dient und Fortschritt bedeutet, bleibt mit Spannung abzuwarten. Alle Arbeiten sollen im Oktober im Dortmunder U in der Innenstadt ausgestellt werden. 

Bei Interesse unbedingt anmelden; es gibt keine Anmeldefrist und die Teilnahme ist kostenlos

„Wir hoffen durch unsere kreativen Workshops ein Gegenangebot zu all den sportlichen und eher Action-orientierten Ferienprogrammen für Kinder anbieten zu können. Und wir würden uns auf jeden ;Fall noch über möglichst viele Anmeldungen freuen“, sind sich Birgit Brinkmann-Grempel und Susanne Schütz einig.

Das Ferienprogramm findet im Rahmen des Projektes Kultur Rucksack NRW statt und wird durch dieses gefördert und finanziert.

Weitere Informationen:

Kontakt und Anmeldung:

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