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Grünes Dortmund: Über zwei Millionen Euro Förderung für nachhaltige Projekte im Westfalenpark und Rombergpark

Durch die Bundesförderung von über zwei Millionen Euro können im Westfalenpark vier und im Botanischen Garten Rombergpark sechs Nachhaltigkeitsprojekte finanziert werden. Foto: Richard Ortmann/Archiv

Der Westfalenpark und der Botanische Garten Rombergpark werden noch „grüner“: Das Bundesministerium des Inneren, für Bauen und Heimat (BMI) hat 2,2 Millionen Euro für insgesamt zehn Modellprojekte in beiden Parks bewilligt. Die Stadt Dortmund hatte sich mit sechs Projekten im Botanischen Garten Rombergpark und vier Vorhaben im Westfalenpark um die Mittel aus dem Programm „Modellprojekte zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen“ beworben. Nun gab es den Zuschlag für alle zehn. 

Zehn Projekte können in den Parks durch die Förderung umgesetzt werden

Regenwassernutzung, optimierte Bewässerungsanlagen, Dachbegrünungen, Flächenentsiegelung und Feuchtbiotope gehören zu den Vorhaben, die in beiden Parks das städtische Kleinklima direkt verbessern sollen. Eine Umstellung auf Fahrzeuge und Maschinen mit Elektroantrieb soll zusätzlich zu einer Senkung des CO2-Ausstoßes und der Lärmemissionen führen. ___STEADY_PAYWALL___

v.l. Dr. Patrick Knopf (Leiter des Botanischen Gartens Rombergpark), OB Thomas Westphal, Sabine Poschmann und Westfalenpark-Leiterin Annette Kulozik an den Warmwasserbecken im Westfalenpark. Foto: Roland Gorecki/Dortmund Agentur

Das größte Vorhaben im Westfalenpark betrifft das Warmwasserbecken für die tropischen Wasserpflanzen am Zentralplatz. Künftig sollen die Becken nachhaltig mittels Solarthermie oder sogar einem lokalen Blockheizkraftwerk beheizt werden – wie genau, wird eine Machbarkeitsstudie untersuchen. Außerdem soll künftig der Regen vom Dach des Sonnensegels gesammelt und zur Bewässerung genutzt werden.

Auch im Rombergpark wird das Regenwasser künftig besser genutzt. Dafür werden im Park Dächer begrünt und die Niederschläge aufgefangen. Die Bewässerung der Pflanzen geschieht künftig dann automatisch: Rund 23.000 qm Flächen in der Dünen-, Heide und Mooranlage sollen ebenso wie der Lehr- und der Heilkräutergarten mit einer Anlage nachts bewässert werden, wenn weniger Wasser verdunstet. 

Auch für die Energie intensiven Pflanzenschauhäuser gibt es ein innovatives Konzept: Der Botanische Garten prüft gemeinsam mit dem Zoo und dem benachbarten Berufsförderungswerk ein gemeinsam betriebenes lokales Blockheizkraftwerk. Baum- und Strauchschnittabfälle könnten dort in Kombination mit Gas zur Gewinnung von Wärme und Elektrizität genutzt werden.

Konzept für die Zukunft: Freizeit und Erholung nachhaltig gestalten

Die beschriebenen Projekte sind wichtige Bausteine in den vom Rat der Stadt beschlossenen Zukunftskonzepten für beide Parks. Diese Konzepte zielen darauf ab, den Freizeit- und Erholungswert für die Besucher*innen mit nachhaltigen Projekten zu steigern.

Herbst im Rombergpark. Foto: Frank Heldt/Archiv

„Schon bevor wir in sieben Jahren mit der Internationalen Gartenschau Maßstäbe setzen werden, bekommen wir nun Gelegenheit, unsere beliebten Parks nachhaltig zu modernisieren“, sagt Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal.„Die Förderzusage beweist, dass wir in Dortmund unsere Hausaufgaben machen. Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind in dieser Stadt fest verankert.“

„Mit den Bundesmitteln wird Dortmunds grüne Lunge noch grüner! Denn weniger CO2-Ausstoß, die Nutzung erneuerbarer Energien und innovative Bewässerungskonzepte machen Romberg- und Westfalenpark zu Vorbildern in Sachen Nachhaltigkeit. Unsere Grünanlagen werden damit auch in Zukunft attraktive Naherholungsgebiete bleiben. Eine tolle Nachricht auch vor dem Hintergrund, dass viele Dortmunderinnen und Dortmunder in der Corona-Krise den Mehrwert unserer Parks noch einmal neu für sich entdeckt haben“, so Sabine Poschmann. 

Die Bundestagsabgeordnete hatte sich für die Förderung aus dem Bundesprogramm eingesetzt. „Mit dieser großen Fördersumme können wir gleich mehrere große Schritte in Richtung Modernisierung der Parks gehen. Das ist eine große Motivation für die Zukunft“, freut sich Park-Leiterin Annette Kulozik.

 

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