Gründungswettbewerb „Start2grow“ – die Stadt Dortmund feiert 25 Jahre Innovation

Jubiläumsfeier im Kulturort Depot am 6. März 2026

Präsentation des Wettebwerbs
Wirtschaftsfördererin Heike Marzen (re.) stellte den Gründungswettbewerb „Start2Grow“ vor. Foto: Alex Völkel für Nordstadtblogger.de

„Start2Grow“ bietet jungen Start-Ups die Möglichkeit, ihre Innovationen umzusetzen. Unter dem Motto „Vom Kohle- zum Start-Up Standort“ veranstaltet die Stadt Dortmund anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Gründungswettbewerbs eine Jubiläumsfeier. Sie lädt am Freitag (6. März 2026) ab 18 Uhr in den Kulturort Depot ein.

 „Start2Grow“ als Teil des „Dortmund Projects“

Der Wettbewerb wurde einst als Baustein des „Dortmund Projects“ initiiert, welches dabei helfen sollte, die Folgen des Strukturwandels und die massiven Arbeitsplatzverluste in Dortmund zu bewältigen. „Start2Grow“ setzte auf die Gründung und Ansiedlung neuer junger Firmen.

Blick in die Veranstaltung
Bei der sogenannten „Pitch-Party“ präsentieren und feiern die Gründer:innen ihre Ideen. Foto: Markus Mielek

Früher konnten Gründungsteams unabhängig von ihrer Branche teilnehmen. Aber mit weiteren, fachspezifischen Wettbewerben wie „Geschmackstalente“ für gastronomische Gründungsvorhaben oder „Greenhouse Ruhr“ für nachhaltige Start-Ups wurde der Wettbewerb eingegrenzt.

Schwerpunkte sind heute innovative Gründungsideen aus den Bereichen Digitalisierung und Decarbonisierung. ___STEADY_PAYWALL___

Mit 94.000 Euro Preisgeld zur Umsetzung von Gründungsideen

Die Teilnehmenden werden während einer Wettbewerbsperiode mit Workshops und Coachings bei ihren Gründungsideen unterstützt. Etwa 600 ehrenamtliche Fachleute geben ihr Wissen bundesweit an die jungen Unternehmer:innen weiter. „Das ist alles nicht selbstverständlich, aber das ist ein gutes Beispiel für das Dortmunder Miteinander“, lobt Heike Merzen, die Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Dortmund. Zum Abschluss werden die besten Teams mit insgesamt 94.000 Euro prämiert.

Planungsboard mit bunten Haftnotizen
Workshops bereiten die angehenden Gründer:innen auf den Business-Start vor und sorgen für Vernetzung. Foto: Wirtschaftsförderung Dortmund / Christoph Gallus

Dabei erhält der erste Platz 40.000 Euro, der zweite 20.000 Euro und der dritte Platz 10.000 Euro. Hinzu kommt ein Sonderpreis des TechnologieZentrumDortmunds (TZDO) von 10.000 Euro. Die Gewinner:innen erhalten bei der Verleihung des Preises die Hälfte des Preisgeldes. Die andere Hälfte steht ihnen mit Gründung ihres Firmensitzes in Dortmund zur Verfügung.

Außerdem bietet das TZDO den Teilnehmenden mit den Dortmunder Biomedizin-, Mikro- und Nanotechnologie- Standorten eine Infrastruktur, die die Gründer:innen im Realisierungsprozess unterstützt. Genauso fungiert der Wettbewerb als Netzwerk zwischen regionalen Unternehmen und den Gründerteams.

„Erfolgsgeschichten“ des Wettbewerbs

„Start2grow“ ist mehr als ein Wettbewerb, weil die Gründungsteam eine Sichtabrkeit in ganz Deutschland erhalten“, betont Marzen. Dortmund sei durch den Gründungswettbewerb ein Innovationsstandort geworden. Die „Erfolgsgeschichten“ des Wettbewerbs würden dies belegen.

Blick in einen Vortrag
Im „Start2Grow“ -Camp 2025 lernen die Gründer:innen Pitch-Skills. Foto: Wirtschaftsförderung Dortmund / Andreas Buck

Beispielsweise nahmen 2001 „Dataciders QuinSpace“, die der deutsche Marktführer für Daten und KI seien, an „Start2Grow“ teil und haben nun rund 1000 Mitarbeitende.

Weitere ehemalige Teilnehmende sind Unternehmen wie „Neues Schwarz“, „MyWellness“, „Chefkoch“, „Komoot“ oder „Ergobag“, die zu bekannten Unternehmen herangewachsen sind.

„Start2Grow“ hat 2025 einen neuen Rekord von 101 Businessplänen

Zum Jubiläum präsentiert die Stadt Zahlen zum Wettbewerb: „Seit 2001 haben über 15.000 Teilnehmende in 6.500 Teams teilgenommen. Es wurden insgesamt 4.100 Businesspläne eingereicht“, berichtet Marzen. In der aktuellen Wettbewerbsrunde erreichten die Einreichungen mit 101 Businessplänen einen Rekord.

„Start2grow“ sei auch aufgrund anderer Faktoren besonders:  „Erfreulich ist, dass die Frauenqote bei über 30 Prozent der Teilnehmenden liegt. Insofern schaffen wir es auch gut, Gründerinnen zu motivieren und sie in ihren Ideen zu unterstützen“, so Marzen.

Im Gegensatz dazu läge die landesweite Quote der Gründerinnen seit Jahren „unter 20 Prozent“. Der Wettbewerb steche auch hervor, da die Teilnahme „seit jeher“ kostenfrei ist. Das wird getragen durch den Partner Sparkasse Dortmund und die ehrenamtlichen Expert:innen, die die Teams begleiten.

„Pitch-Party“ im Kulturort Depot

Am Ende einer Wettbewerbsrunde werden die besten 20 Geschäftsideen des Wettbewerbs in Form einer Pitch-Party vor einer Fachjury vorgestellt. Dieses Jahr finden die 20 Pitches im Kulturort Depot statt – genauso wie vor 25 Jahren zum Abschluss der ersten Wettbewerbsrunde.

Zusätzlich zur Preisverleihung soll die Veranstaltung Raum zum Networking in der regionalen Start-Up-Szene schaffen und „Start2Grow“ wird mit den Gästen auf 25 Jahre Gründungswettbewerb zurückblicken.

Anmeldungen zur Veranstaltung unter: eventbrite.de/e/start2grow-pitch-party-2026


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Reaktionen

  1. start2grow holt die besten Gründungsteams nach Dortmund: Spree Monitoring setzt sich gegen 100 Start-ups durch Berliner und Dortmunder Unternehmen unter den Top 3 (PM)

    Beim Finale von start2grow, dem bundesweiten Gründungswettbewerbs der Wirtschaftsförderung Dortmund, sind am Freitagabend (6. März) zehn Gründungsteams für ihre innovativen Geschäftsideen ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb existiert seit 25 Jahren und zählt mit 101 eingereichten Businessplänen und 94.000 Euro Preisgeld zu den größten Deutschlands.

    Auf Einladung der Wirtschaftsförderung Dortmund präsentierten sich die 20 Teams mit den besten Businessplänen in der Sparkasse Dortmund. In kurzen Pitches stellten die Gründerinnen und Gründer ihre Geschäftsmodelle vor und beantworteten anschließend die Fragen der start2grow-Jury.

    „Unsere diesjährigen Gewinnerteams zeigen, wie viel Innovationskraft in der deutschen Gründungsszene steckt“, so Heike Marzen, Geschäftsführerin der Dortmunder Wirtschaftsförderung und Mitglied der start2grow-Jury. „Und auch Dortmunder Start-ups mischen im nationalen Gründungsgeschehen ganz vorne mit, wie die sehr guten Platzierungen von cargovibe und wailand zeigen“.

    Siegerteam Spree Monitoring gewinnt 40.000 Euro

    Den ersten Platz erhält die Spree Monitoring GmbH aus Berlin. Das Start-up um Julia Hau und Sven Focht entwickelt ein innovatives Monitoringsystem, das Schäden an Brücken frühzeitig erkennt. Mithilfe von Ultraschall-Technologie lassen sich notwendige Sanierungen gezielter planen und läßt sich die Sicherheit von Bauwerken erhöhen. Neben der Technologie überzeugte die Jury vor allem das große Marktpotenzial der Lösung.

    Dortmunder Start-ups komplettieren Podium

    Der zweite Platz geht an die cargovibe UG aus Dortmund. Das Start-up entwickelt eine KI-gestützte Plattform, die Fahrerinnen und Fahrer von LKWs, Speditionen sowie Infrastrukturangebote miteinander verbindet und so für mehr Planbarkeit und Effizienz in der Logistik sorgt.

    Den dritten Platz erhält mit der wailand GmbH ein weiteres KI-Unternehmen aus Dortmund. Mit seiner Plattform erleichtert das Start-up die Arbeit von Ingenieurinnen und Ingenieuren, indem es Engineering-Systeme und Prozesse miteinander vernetzt und die Entstehung von Produktvarianten automatisiert.

    TechnologieZentrumDortmund vergibt Sonderpreis

    Den diesjährigen Sonderpreis des TechnologieZentrumDortmund (TZDO) sichern sich ebenfalls wailand und cargovibe. Beide erhalten je 5.000 Euro, um ihre individuellen Wachstumspläne am Standort voranzutreiben.

    „cargovibe und wailand zeigen mit ihren Lösungen, welches enorme Potential in branchenspezifischen KI-Anwendungen liegt“, sagt TZDO-Geschäftsführer Dirk Stürmer. „Wir zeichnen mit unserem Sonderpreis zwei vielversprechende Teams aus, die KI in die Industrie bringen und daher perfekt zu Dortmund passen“.

    start2grow-Jubiläum schafft feierlichen Rahmen

    Die Preisverleihung stand ganz im Zeichen des 25. start2grow-Jubiläums. Neben Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti nahmen zahlreiche Alumni, Mitglieder des ehrenamtlichen Coaching-Netzwerks sowie langjährige Partner des Wettbewerbs teil. Erstmals standen in diesem Jahr zudem zwei start2grow-Alumni auf der Bühne, um die Laudationen für die Preisträger*innen zu halten: Dörte Schabsky, Gründerin des Co-Working-Anbieters Work Inn (heute Rivvers), und Dr. Ingo Dahm.

    Dahm, der bereits 2001 mit seinem Unternehmen Tel-a-Ticket am Wettbewerb teilnahm und Erfinder eines Grundlagenpatents für mobiles Ticketing ist, betonte in seiner Laudatio die Bedeutung von start2grow für Gründerinnen und Gründer. Dieser Wettbewerb habe ihm „beigebracht, wie man Unternehmen aufbaut und durch Krisen führt“, erklärte er. Die Auszeichnung habe ihm zudem wichtigen Rückenwind gegeben – zu einem Zeitpunkt, als kaum jemand an das Potenzial mobiler Ticketbestellungen glaubte.

    Diesen Rückenwind bekommen nun auch die zehn Preisträger*innen von start2grow 25/26 zu spüren.

    Eine Übersicht der ausgezeichneten Gründungsteams gibt es unter wirtschaftsfoerderung-dortmund.de.

    Über start2grow

    start2grow begleitet Gründerinnen und Gründer auf dem Weg von der Geschäftsidee zum eigenen Unternehmen. Neben Preisgeldern und Workshops profitieren die Teilnehmenden von einem bundesweiten Netzwerk aus ehrenamtlichen Coaches, Investorinnen und Investoren sowie erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern. Die Teilnahme ist kostenfrei.

    start2grow.de

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