Größtes Einzelprojekt der Dortmund-Stiftung ,,Fit für digitale Bildung-Homeschooling im KITZ.do“- 100.000 Euro Spenden

KITZ.do bietet Kindern und Jugendlichen, die Probleme beim ,,Homeschooling” haben die Chance, kostenlose Unterstützung von Fachpersonal zu erhalten. Foto: pixabay

Von Jil Bastian 

Die Corona-Pandemie begrenzt aktuell die sozialen Kontake jedes Einzelnen und vor allem Kinder und Jugendliche sind besonders stark von den Einschränkungen betroffen. Das Kinder- Jugendtechnologiezentrum KITZ.do sowie die Dortmund-Stiftung haben die Initative ,,Fit für die digitale Bildung – Homeschooling im KITZ.do“ gestartet. Das Ziel des kostenlosen Projekts ist es vor allem sozial benachteiligte Schüler*innen bei dem digitalen Unterricht zu unterstützen sowie den verpassten Schulstoff aufzuarbeiten mit Hilfe von Fachpersonal, um Bildungslücken zu schließen.

Ökonomisch benachteiligte Schüler*innen erhalten Unterstützung durch neues Projekt

Das Kinder-Jugendtechnologiezentrum ist ein Schülerlabor für Kinder, Jugendliche sowie junge Erwachsene in Dortmund, welches unabhängig vom Schulalltag mit Spaß und einer Menge an Interesse wissenschaftlich experimentieren sowie forschen möchte.

Die Initative KITZ.do bietet mit professionellen Laboren sowie Werkstätten Raum für eigenständige Kreativität. Es betrachtet die gesamte Bildungslaufbahn der Kinder und Jugendlichen und deckt viele verschiedene Bildungsbereiche ab.

Die Dortmund-Stiftung investiert durch Spenden von Unternehmen sowie Privatpersonen seit über 20 Jahren in die Zukunft der Stadt Dortmund, sodass sie das Projekt KITZ.do ebenfalls mit viel Freude unterstützen, um den Kindern eine erfolgreiche Zukunft zu ermöglichen.

Nicht den Anschluss verlieren: Das Angebot fördert gesellschaftlichen Zusammenhalt

Kinder und Jugendliche haben bei KITZ.do die Möglichkeit in Onlineworkshop Forschungen durchzuführen Archivfoto: KITZ.do

Aufgrund des monatelangen Homeschoolings vergrößert sich die soziale Ungleichheit im Bezug auf die Bildung immer stärker. Es ist noch ungewiss, wann die Schulen wieder den Normalbetrieb aufnehmen dürfen.

Aufgrund dieses aktuell weitverbreiteteten Problems, arbeiten die Dortmund-Stiftung sowie KITZ.do mit dem Projekt ,,Fit für digitale Bildung-Homeschooling“ gegen die Spaltung der Gesellschaft an. Dortmunder Schüler*innen, welche aus ökonomisch benachteiligten Schichten kommen, können das Angebot, welches dank der Dortmund-Stiftung kostenlos ist, jederzeit nutzen.

Die jungen Leute haben die Chance den Unterrichtsstoff, den sie verpasst haben, mit einer Fachkraft nachzuarbeiten, um wieder auf dem aktuellen Stand in der Schule zu sein und weiterhin sorgfältig mitarbeiten zu können. Das Angebot fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sodass keine Menschen durch die Nachteile des Homeschoolings ausgegrenzt werden. Aufgrund des Lockdowns waren bereits monatelang Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Hausaufgabenhilfen sowie Spielplätze geschlossen, was überwiegend für benachteiligte Kinder sowie Jugendliche schwere Folgen hatte.

Ziel von KITZ.do ist es auf sichtbaren Fortschritte der Kinder hinzuarbeiten – kontinuierliches Lernen zahlt sich aus

KITZ.do versucht mit Präventionsmaßnahmen weitere negative Folgen zu vermeiden sowie den bisher entstandenen Bildungs- und Motivationslücken entgegenzuwirken, betonte die Leitung des KITZ.do Dr. Ulrike Martin. Es ist wichtig, dass die Schüler*innen immer noch ausreichend Freizeit haben, damit sie ihre eigenen Interessen aufgrund der Schule nicht vernachlässigen müssen. Das Projekt wird so ablaufen, dass es jede Woche fünf feste Gruppen mit jeweils zehn Schüler*innen im KITZ.do gibt.

Stolzer Scratch jr. Programmierer präsentiert seine Programmierarbeit. Foto: Gerd Wüsthoff
Die jungen Menschen erhalten durch die sozialen Kontakte in den Workshops etwas mehr Normalität zurück Archivfoto: Gerd Wüsthoff

Vier Stunden pro Woche soll jedes Kind in der Einrichtung gefördert werden. Alle drei Monate werden die Gruppen gewechselt. Es ist sinnvoll, wenn die Kinder an allen Terminen teilnehmen werden, sodass sie keinem Kind den Platz wegnehmen.

Zudem ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen Fortschritte erzielen und sich weiterentwickeln, was durch die Kontinuität gefördert wird. Der Verlauf sowie die Erfolgserlebnisse des Angebotes werden festgehalten und regelmäßig verkündet.

Um Teilnehmer*innen auf das Projekt aufmerksam zu machen, kooperiert KITZ.do mit dem Schulverwaltungsamt und Schulen zusammen, betont Dr. Ulrike Martin. Sobald die Coronaverordnung es möglich macht, sich in Präsenz in der Gruppe zu Treffen, wird das Projekt zeitnah wie geplant nicht mehr digital stattfinden, jedoch wird es momentan nur online angeboten.

Unternehmer verdoppelt Spendensumme auf 100.000 Euro-Perspektive für KITZ.do

Die Kinder freuen sich auf die Lerngruppen- auch wenn sie erstmal nur online statt finden werden. (Archiv)

Die Dortmund-Stiftung hat sich für die Unterstützung des Projekts ,,Homeschooling“ ausgesprochen, da es ihnen wichtig ist, dass sozial benachteiligte Kinder sowie Jugendliche aus Dortmund nicht ausgegrenzt werden, sondern weiterhin den Anschluss behalten und individuell gefördert werden können.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist sehr wichtig für die Betroffnenen, vor allem in der aktuellen Pandemiesituation, erklärte Prof. Dr. Guido Quelle, Vorsitzender des Vorstandes der Dortmund-Stiftung.

Christoph Spiekermann, Finanzvorstand der Dortmund-Stiftung spricht sich für Chancengleichheit aus, die gezielt mit diesem Angebot gefördert wird. Einige Unternehmer sowie Verbände wie beispielsweise Lensing Media, Dula-Werke Dustmann& Co. KG oder die Sparkasse Dortmund im Großraum Dortmund waren von dieser Idee begeistert, so dass 50.000 Euro an die Initative ,,Homeschooling“ gespendet wurden, sagte Prof. Dr. Guido Quelle.

Ein Unternehmer hatte sich von Anfang an für eine Verdopplung der eingenommenen Spendengelder ausgesprochen, so dass schlussendlich 100.000 Euro erwirtschaftet wurden. Dieser möchte anonym bleiben. Das Angebot wird den Kindern und Jugendlichen mindestens ein Jahr zur Verfügung stehen, jedoch ist es das Ziel, dass das Projekt langfristig gefördert werden kann.

Kinder-und Jugendtechnologiezentrum weckt Neugierde bei Kindern- Experimentieren auch zu Coronazeiten

Durch die vielseitigen Onlineworkshops von KITZ.do wird die Neugier geweckt.   Archivfoto: Mondo Mio

Projekt ,,Homeschooling“, was die Initative KITZ.do unterstützt, ist eines von vielen Angeboten des Kinder- und Jugendtechnologiezentrums, welches das Motto: ,, Neugier` macht schlau!“ vertritt. Den Schüler*innen wird ein außerschulischer Lernort geboten, der ein spannendes Umfeld für neue Erfahrungen bietet. Kinder und Jugendliche haben die Chance ihre Fähigkeiten zu entdecken und an ihr eigenes Können zu glauben.

Durch das Kennenlernen verschiedener Berufsfelder sowie der Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen sowie technischen Themen, erhält jedes Kind einen Einblick in die Themenvielfalt. Aktuell werden Onlineworkshops zu verschiedenen Themen angeboten, die aus Einzelevents bestehen. Der Forscherdrang von jungen Menschen soll nicht vernachlässigt werden. Am 25. Januar hat dieses Format per Zoom gestartet und steht jedem Teilnehmenden kostenfrei zu Verfügung.

Die Voraussetzung bei der Teilnahme an einem Workshop ist die rechtzeitige Anmeldung auf der Webseite mit dem Titel der Veranstaltung, dem Datum, dem vollständigen Namen sowie den Kontaktmöglichkeiten. Zusätzlich benötigt man ein zoomfähiges Gerät mit Bild und Ton sowie den Materialien für den entsprechenden Workshop. Bei jeder Veranstaltung ist eine Altersgruppe sowie der entsprechende Zeitraum angegeben, damit man Bescheid weiß, für wen sich die Veranstaltung eignet und wann diese genau stattfindet.

 

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