Vorbereitung für das neue ICE-Instandhaltungswerk im Hafen-Quartier

Gleisreaktivierung macht Brücken-Abriss und -Neubau an der Franziusstraße erforderlich

Der Neubau der reaktivierten Gleistrasse soll 2025 umgesetzt werden, sodass ein Abbruch der Brücke bis dahin erfolgt sein muss. Der Brückenneubau soll in den Jahren 2025 bis 2026 erfolgen.
Der Neubau der reaktivierten Gleistrasse soll 2025 umgesetzt werden, sodass ein Abbruch der Brücke bis dahin erfolgt sein muss. Foto: Tiefbauamt Dortmund

Das Tiefbauamt plant den Abbruch und Neubau der Straßenüberführung an der Franziusstraße. Grund ist der geplante Neubau eines ICE-Werkes der DB Fernverkehr AG (Deutsche Bahn) auf den Flächen des ehemaligen Güterbahnhofes am Dortmunder Hafen. Im Rahmen dieser DB-Maßnahme soll eine Gleistrasse reaktiviert werden, die die Anbindung des Werkes an das Gleisnetz aus Richtung Norden ermöglicht und dabei die Brücke Franziusstraße unterquert.

Kein Wegfall der Nord-Süd-Verbindung über die Franziusstraße

Der Rat der Stadt Dortmund entscheidet bei seiner Sitzung am 22. September 2022 über das Vorhaben. Das Brückenbauwerk aus dem Jahr 1903 erhielt zur Ertüchtigung der Hauptträger im Jahr 2006 Stützen. Diese Stützen stehen jedoch mitten in der demnächst reaktivierten Gleistrasse und machen einen Fahrbetrieb der DB unmöglich. ___STEADY_PAYWALL___

In Kenntnis der aktuell geplanten Flächenreaktivierung wurde daher untersucht, ob die Brücke bei einem gleichzeitigen Rückbau der Stützen nachhaltig saniert werden kann. Nach dem seit Ende Mai vorliegenden Untersuchungsergebnis scheidet jedoch eine nachhaltige Sanierung aus, eine Ertüchtigung ist nicht möglich.

Um alle Eventualitäten zu prüfen, wurde seitens der Verwaltung ebenfalls untersucht, wie sich ein Wegfall der Nord-Süd-Verbindung über die Straßenüberführung Franziusstraße auf die Verkehrsflüsse in diesem Bereich auswirken würde.

Brückenbauwerk muss durch eine moderne Konstruktion ersetzt werden

Der Neubau der reaktivierten Gleistrasse soll 2025 umgesetzt werden, sodass ein Abbruch der Brücke bis dahin erfolgt sein muss. Der Brückenneubau soll in den Jahren 2025 bis 2026 erfolgen.
Der Brückenneubau soll in den Jahren 2025 bis 2026 erfolgen. Foto: Tiefbauamt Dortmund

Der Wegfall wäre jedoch sowohl für den Straßen-, wie auch für den Fahrrad- und Fußverkehr schwerwiegend und wurde daher im Endergebnis abgelehnt. Das Brückenbauwerk muss stattdessen abgebrochen und durch eine neue, moderne Konstruktion ersetzt werden.

Der Neubau der reaktivierten Gleistrasse soll 2025 umgesetzt werden, sodass ein Abbruch der Brücke bis dahin erfolgt sein muss. Der Brückenneubau soll in den Jahren 2025 bis 2026 erfolgen. Die Baumaßnahme der DB soll 2025 beginnen und mit der Inbetriebnahme des ICE-Werkes Mitte 2027 enden.

Die Projektkosten werden heute auf 6 Millionen Euro für die bauliche Umsetzung, zuzüglich der Planungskosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro geschätzt.

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Reaktionen

  1. Ingo St.

    Die Brücke Franziusstraße wird ersetzt. Aber die Unterführung mit 3,5 Meter unter der Köln-Mindener an der Franziusstraße und die Strassenführung in Formeines “Fleischerhakens” bleibt erhalten,. Ziemlich weitsichtige Planung. Man hatte nur 20 Jahre Zeit seit Stillegung des Rangierbahnhofs.

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