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Trotz Pandemie gibt es eine leichte Frühjahrsbelebung – Arbeitslosenquote im April in Dortmund bei 11,9 Prozent

Trotz Pandemie und dem damit einhergehenden Lockdown ist die Arbeitslosigkeit im April 2021 weiter gesunken. Dank der für diese Jahreszeit typischen saisonalen Frühjahrsbelebung ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen in Dortmund um 340 oder 0,9 Prozent auf aktuell 37.908 zurückgegangen.

In Dortmund sind fast die Hälfte aller Arbeitslosen mindestens ein Jahr ohne Beschäftigung

Heike Bettermann, Chefin der Agentur für Arbeit in Dortmund. Foto: Alex Völkel

„Trotzdem hat uns die Coronakrise noch immer fest im Griff und die Kurzarbeit stabilisiert den Arbeitsmarkt maßgeblich. Profitiert von der positiven Entwicklung im Frühjahr haben insbesondere junge Menschen unter 25 Jahren“, kommentiert Arbeitsagentur-Chefin Heike Bettermann die aktuelle Lage auf dem Dortmunder Arbeitsmarkt. ___STEADY_PAYWALL___

Viele junge Menschen, die gerade ihre duale Berufsausbildung abgeschlossen haben, konnten nach kurzer Arbeitslosigkeit eine neue Anstellung finden. Sorgen bereitet Bettermann dagegen vor allem die wachsende Zahl der Langzeitarbeitslosen. Weil die Arbeitskräftenachfrage noch sehr gering ist, steigt das Risiko, langzeitarbeitslos zu werden an. 

„In Dortmund sind fast die Hälfte aller Arbeitslosen mindestens ein Jahr ohne Beschäftigung. Hier müssen wir weiter investieren. Diese Menschen wollen wir fest in den Blick nehmen, sie ermutigen, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen weiter zu entwickeln, damit sie die Chance auf eine neue berufliche Perspektive bekommen“, so die Chefin der Arbeitsagentur. Dazu gehörten auch ein gutes Angebot an Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten.

Arbeitsmöglichkeiten für Geringqualifizierte fallen der Pandemie vielfach zum Opfer

Dr. Regine Schmalhorst ist Geschäftsführerin des Jobcenters in Dortmund. Foto: Frauke Schumann

Geschäftsführerin des Jobcenters Dortmund: Dr. Regine Schmalhorst. Foto: Frauke Schumann

Auch das Dortmunder Jobcenter beunruhigt die anhaltende Entwicklung in diesem Bereich. Aufgrund der geringen Arbeitskraftnachfrage kann die Langzeitarbeitslosigkeit oft nicht beendet und auch nicht unterbrochen werden. 

„Gerade Arbeitsmöglichkeiten für Geringqualifizierte fallen der Pandemie vielfach zum Opfer, etwa im Gastgewerbe oder im Handel“, berichtet Dr. Regine Schmalhorst, Geschäftsführerin im Jobcenter Dortmund. „Daher liegt unser Augenmerk auf der Qualifizierung unserer Kundinnen und Kunden, um gute Perspektiven zu entwickeln. 

Positiv hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang die mit 443 Personen im Vergleich zum Vormonat steigende Tendenz der Abgänge aus der Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder qualifizierende Maßnahmen. „Wichtig für die Vermittlungschancen unserer Kundinnen und Kunden ist eine breite Steigerung der Arbeitskraftnachfrage insgesamt und vor allem eine Steigerung in den Bereichen, die nur geringe und mittlere Qualifikationen erfordern“, so Schmalhorst.

Arbeitsmarkt trotzt der Krise – Unterbeschäftigung leicht gesunken

Im April wurden 37.908 Menschen in Dortmund arbeitslos gezählt. Damit ist die Gesamtzahl der als arbeitslos gezählten in der Stadt im Vergleich zum Vormonat um 340 Personen oder 0,9 Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote für alle bei Agentur und Jobcenter gemeldeten Arbeitslosen sinkt um 0,1 Prozentpunkte auf 11,9 Prozent. Im Vergleich: Im Vorjahr betrug die Quote 11,2 Prozent.

An der Steinstraße ist die Zentrale von Arbeitsagentur und JobCenter.

An der Steinstraße ist die Zentrale von Arbeitsagentur und Jobcenter. Foto (2): Alex Völkel

Doch es gibt noch mehr Menschen ohne reguläre Beschäftigung: In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne der Sozialgesetzbücher (SGB III und SGB II) gelten, weil sie beispielsweise wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden. 

Wie die Arbeitslosigkeit ist auch die Unterbeschäftigung in diesem Monat leicht gesunken. Insgesamt sind im April 48.706 Personen in der Unterbeschäftigung registriert. Das sind im Vergleich zum Vormonat 340 Personen weniger. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im April um 0,2 Prozent auf 77,8 Prozent geringfügig gesunken. Ähnlich verhält es sich mit der Unterbeschäftigungsquote: sie sank im Berichtsmonat um 0,1 Prozent auf 14,8 Prozent (Vorjahr: 14,4 Prozent)

Jugendarbeitslosigkeit sinkt unter Zehn-Prozent-Marke – spürbare Frühjahrsbelebung

Die Jugendarbeitslosenquote ist im Vergleich zum März um 0,3 Prozentpunkte auf 9,7 Prozent gesunken. Im April waren damit 3.204 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das ist ein Rückgang um 107 Personen oder 3,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. 

Wie für das Frühjahr zu erwarten, stieg die Zahl der neu gemeldeten Stellen im Vergleich zum März erneut leicht an. So wurden der Agentur für Arbeit im aktuellen Berichtsmonat 877 neue Stellen gemeldet. Das sind 39 mehr als im März. Die Auswirkungen der Pandemie zeigen sich aber deutlich beim Blick auf den aktuellen Stellenbestand. Dieser liegt mit 3.043 offenen Stellen weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr sind gut 40 Prozent weniger offene Stellen gemeldet.

Folgen der Coronakrise: Weniger offene Stellen in Gastgewerbe und Handel

Sorgen um das Gastgewerbe seit der Pandemie. Foto: Karsten Wickern

Die Stellenmeldungen in der Arbeitnehmerüberlassung gelten als ein Frühindikator für die konjunkturelle Stimmung auf dem Arbeitsmarkt. In der Frühphase eines Aufschwungs steigt in der Regel die Nachfrage nach Zeitarbeitnehmern an – in Abschwungphasen nimmt sie ab. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung folgt in der Regel diesem Trend. Aktuell liegt der Bestand offener Stellen in der Zeitarbeit weiterhin auf niedrigem Niveau, ist von März auf April wieder leicht gesunken.

Wachsende Stellenmeldungen im April sind im Baugewerbe, im Handel und im Öffentlichen Dienst zu verzeichnen. Im Vergleich mit dem Vorjahr sind die Spuren der Pandemie jedoch noch deutlich sichtbar. Vor einem Jahr einhergehend mit dem ersten Lockdown war der Stellenmarkt stark eingebrochen, insbesondere im Handel und im Gastgewerbe gingen die Stellenmeldungen deutlich zurück.

Ein Jahr später hat sich daran wenig verändert. Im Handel wurden vor 12 Monaten 490 offene Stellen angeboten, in diesem Jahr waren es im April 411. Im Gastgewerbe ging die Zahl der gemeldeten Stellen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um rund 35 Prozent zurück. 

Die Anzeigen von Kurzarbeitergeld aus Dortmunder Betrieben sinken weiter

Vor Beginn der Kurzarbeit müssen Betriebe Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten. Nach aktuellen Hochrechnungen zu geprüften Anzeigen im April haben 49 Betriebe konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Im März lag die Zahl noch bei 107 Anzeigen. Auch die Anzahl der Beschäftigten, für die Kurzarbeit angezeigt wurde, ging im Vergleich zum Vormonat von 591 auf 462 weiter zurück. Im Vergleich: Im April vor einem Jahr wurde für 47.448 Männer und Frauen Kurzarbeit angezeigt. 

Die Daten über die tatsächlich realisierte, das heißt in Anspruch genommene, Kurzarbeit, werden mit einer Wartezeit von fünf Monaten veröffentlicht, da hiermit eine sichere Statistik auf vollzähliger Basis mit hoher Datenqualität gewährleistet ist. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis November 2020 zur Verfügung. 

So nahmen im Oktober 1.499 Betriebe für 10.026 Dortmunderinnen und Dortmunder konjunkturelles Kurzarbeitergeld in Anspruch. Damit sind die Zahlen weiter rückläufig. Im September 2020 wurde an 11.448 Personen in 1.608 Betrieben Kurzarbeit ausgezahlt. Den vorläufigen Höchststand erreichte die Kurzarbeit in Dortmund bisher im April 2020, wo knapp 37.816 Menschen in Kurzarbeit beschäftigt waren.

Der Ausbildungsmarkt gerät ins Stocken – „Mut zur Ausbildung ist gefragt“

Die anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen den Ausbildungsmarkt weiterhin auf die Probe. Das Ausbildungsrennen geht in diesem besonderen Jahr deutlich später auf die Zielgerade. Viele Jugendliche sind noch unentschlossen, zögern ihre Entscheidung weiter heraus. Auch Betriebe haben sich häufig noch nicht entschieden. Die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen seit Beginn des Berichtsjahres liegt Ende April bei 3.203. Dies sind im Vorjahresvergleich 77 Stellen weniger. 

Aktuell sind noch 1.894 offene Ausbildungsstellen zur Besetzung offen. Seit Oktober 2020 meldeten sich 3.039 Jugendliche bei der Berufsberatung als Bewerber. Das sind 73 Jugendliche oder 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Zum jetzigen Zeitpunkt sind davon noch 1.501 ohne Zusage. Weitere 496 haben sich schon eine Alternative gesucht, sind aber nach wie vor an Ausbildung interessiert.

„Jetzt ist Mut zur Ausbildung gefragt. Der Fachkräftebedarf ist weiterhin da, und er wird nach der Krise voll durchschlagen. Damit alle jungen Erwachsenen ihre Chance für einen guten Start in die berufliche Welt erhalten, bieten unsere Berufsberaterrinnen und Berater individuelle Unterstützung per Telefon, Videochat oder via Email an“, kommentiert Heike Bettermann die Situation auf dem Dortmunder Ausbildungsmarkt. Infos unter www.jugendberufshaus-dortmund.de

Hier gibt es alle Zahlen und Informationen zum Arbeitsmarkt als PDF zum Download: Arbeitsmarktreport_April_2021

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Arbeitsmarkt in Dortmund März 2021: Die Pandemie dämpft die Frühjahrsbelebung – aber die Arbeitslosigkeit sinkt

INTERVIEW: Jobcenter und Wohlfahrtsverbände in Dortmund (1): Arbeitsmarktpolitik, Hartz-IV-System, Aktivierungsquoten

INTERVIEW: Jobcenter und Wohlfahrtsverbände in Dortmund (2): Hartz-IV-Sanktionen, vulnerable Gruppen, Corona

„Mit einem blauen Auge davongekommen!“ – Arbeitsagentur Dortmund zur Lage auf dem Arbeitsmarkt 2020

 

 

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3 Gedanken über “Trotz Pandemie gibt es eine leichte Frühjahrsbelebung – Arbeitslosenquote im April in Dortmund bei 11,9 Prozent

  1. Berufsberatung im Erwerbsleben: Workshops zur beruflichen Neuorientierung und Qualifizierung (PM) Beitrags Autor

    Berufsberatung im Erwerbsleben: Workshops zur beruflichen Neuorientierung und Qualifizierung

    Berufsberatung für junge Menschen während der Schulzeit und vor Ausbildung oder Studium ist nicht neu. Aber seit Januar 2021 berät die Arbeitsagentur auch Menschen, die im Berufsleben stehen und sich neu orientieren oder verändern möchten Die so entstandene Lebensbegleitende Berufsberatung bietet Unterstützung entlang der gesamten Bildungs- und Erwerbsbiografie an.

    Berufsberater*innen im Erwerbsleben beraten Beschäftigte und Arbeitssuchende zur beruflichen Neuorientierung, zu Qualifizierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten oder zu Fördermöglichkeiten bei beruflicher Weiterbildung.

    Flankierend zur persönlichen Beratung finden digitale Berufsorientierungsveranstaltungen statt. Berufsberater*innen informieren Interessierte in einem circa einstündigen Online-Workshop über unterschiedliche Themen. Nach der Veranstaltung gibt es die Möglichkeit, mit den Berater*innen persönliche Anliegen kurz zu klären und/oder einen individuellen Beratungstermin zu vereinbaren.

    Eine Teilnahme ist mit PC oder Tablet mit stabiler Internetverbindung in einer ruhigen Umgebung problemlos möglich. Um den Einwahllink zu erhalten, ist eine Anmeldung per E-Mail an dortmund.berufsberatung-im-erwerbsleben@arbeitsagentur.de erforderlich.

    Termine im Mai 2021:
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    Montag, 03.05.2021 und 17.05.2021 – 16:00 Uhr
    Finanzierungsmöglichkeiten für berufliche Aus- und Weiterbildung
    Sie möchten sich beruflich (weiter)bilden? Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für welche Weiterbildungsformen? Wer kann Sie darüber beraten? Wo kann eine passende Förderung beantragt werden?
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    Montag, 10.05.2021, 16:00 Uhr
    Einstieg in die Pflegeberufe
    Die zukunftssichere Pflegebranche eröffnet vielfältige Beschäftigungs-, Weiterbildungs- sowie Aufstiegsmöglichkeiten. Wie der Einstieg funktionieren kann, zeigen wir Ihnen am Beispiel der Pflegeassistenten- und Pflegefachkraft-Tätigkeit.
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    Mittwoch, 12.05.2021, 16:00 Uhr
    Berufsabschluss erwerben. Veranstaltung für Beschäftigte
    Sie möchten einen (weiteren) Berufsabschluss erwerben? Welche Wege gibt es? Wie ist Ihr Vorhaben finanzierbar? Wie viel Zeit sollten Sie investieren? Welche Berufe sind aktuell gefragt?
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    Mittwoch, 12.05.2021, 09:00 Uhr
    Digitalisierung und weitere Entwicklungen in der Berufswelt
    Megatrends wie Digitalisierung oder die demographische Entwicklung verändern die Welt, in der wir leben, gravierend. Diese Veränderungen machen vor der Berufswelt nicht halt. Es ergeben sich Herausforderungen aber auch Chancen für Unternehmen und Arbeitnehmer. Der zweistündige Workshop gibt einen ersten Einblick hierzu. Anschließend ergibt sich die Möglichkeit zu einem kurzen Gespräch mit einer Berufsberaterin oder einem Berufsberater.  
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    Donnerstag, 20.05.2021, 16:00 Uhr
    Berufliche Neuorientierung – Wie kann sie gelingen?
    Sie möchten sich beruflich verändern? In unserer Veranstaltung erhalten Sie einen Überblick über die Gestaltung von beruflichen Veränderungsprozessen von der Entscheidungsfindung bis zur Umsetzung. Wir geben Ihnen gedankliche Impulse und praktische Hilfestellungen für Ihre berufliche Veränderung. Sie erfahren darüber hinaus wie die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Sie unterstützen kann und welche Finanzierungsmöglichkeiten für Qualifizierungen bestehen.
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    Donnerstag, 27.05.2021, 16:00 Uhr
    Chancen im Handwerk
    Welche Berufe sind im Handwerk aktuell gefragt, wo gibt es offene Stellen? Was sind die Tätigkeiten in ausgewählten Berufen, wie sind die Verdienstmöglichkeiten, wie kommen Sie in das Berufsfeld hinein und welche Weiterbildungsmöglichkeiten haben Sie?
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    Weitere Themen und Termine in der Veranstaltungsdatenbank unter http://www.arbeitsagentur.de

  2. Wohlberaten.de - Digitaler Tag der Gesundheit am 05. Mai: DASA und Jobcenter laden zur virtuellen Messe mit Live-Angeboten rund um Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung ein (PM) Beitrags Autor

    Wohlberaten.de – Digitaler Tag der Gesundheit am 05. Mai: DASA und Jobcenter laden zur virtuellen Messe mit Live-Angeboten rund um Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung ein

    Geschlossene Fitnessstudios, weniger soziale Kontakte, die Belastung durch Homeschooling oder öfter mal der Griff zu einem ungesunden Snack: Das sind nur einige der Gründe, weshalb sich die aktuelle Lockdown-Situation negativ auf das psychische und körperliche Wohlbefinden auswirken kann – das haben jüngste Studien bereits gezeigt.

    Wie es besser gelingen kann, sich in dieser Zeit fit zu halten, das wollen die Dortmunder Arbeitswelt Ausstellung DASA und das Jobcenter Dortmund in einem digitalen Live-Event vermitteln. Unter dem Namen „Wohlberaten 2021“ haben sie gemeinsam mit zahlreichen Partnern ein umfangreiches Programm rund um die Themen gesunde Ernährung, Bewegung, Stress und Entspannung sowie persönlicher Beratung zusammengestellt. Am 05. Mai ab 10:00 Uhr können die Interessenten unter http://www.wohlberaten.de den LiveStream direkt aus der DASA verfolgen und selbst einzelne Programmpunkte erforschen.

    In Live-Workshops, Videos und Podcasts gibt es praktische Empfehlungen für den Alltag, Übungen zum Mitmachen und Talkrunden mit Gesundheitscoaches. Im Chat oder in der digitalen Teebar können sich die Teilnehmer austauschen. Ob nur lauschen, live mitkochen oder die Yoga-Matte ausbreiten – das kann jeder für sich selbst entscheiden.

    Die Veranstaltung richtet sich besonders an Menschen, die aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen sind und ist so konzipiert, dass ein leichter Einstieg ohne Vorkenntnisse möglich ist. Die Teilnahme ist kostenfrei, ohne vorherige Anmeldung über Smartphone, Tablet, PC – auch ohne Kamera komplett anonym – möglich. Wer es an dem Tag nicht schafft, einzuschalten, kann die Inhalte auch über den 5. Mai hinaus, mindestens noch bis Ende Mai, einsehen.

    Gesundheitsförderung sind sowohl für die DASA als auch für das Jobcenter Dortmund zentrale Themen. Bereits 2018 und 2019 haben die beiden Intuitionen die Großveranstaltung ARBEIT (ER)LEBEN mit mehreren Tausend Besuchern in der DASA durchgeführt, bei der ebenfalls Gesundheit ein Schwerpunktthema war.

    „Gesundheit ist ein zentraler Wert der Arbeitswelt, den wir deshalb mit unserer Ausstellung immer wieder aufgreifen und verdeutlichen. Da unser Haus derzeit leider geschlossen ist, arbeiten wir an neuen Formaten, wir unsere Inhalte präsentieren können und freuen uns, gemeinsam mit dem Jobcenter und dem Wohlberaten Tag genau hier einen Beitrag leisten zu können“, sagt Marcus Starzinger, Leiter Bildung und Vermittlung in der DASA.

    Auch das Dortmunder Jobcenter hat sich seit einigen Jahren zur Aufgabe gemacht, die Gesundheit und damit die Arbeitsfähigkeit seiner Kunden zu fördern. „Es ist längst bekannt: Krankheit kann zu Arbeitslosigkeit führen und eine andauernde Arbeitslosigkeit kann eine Krankheit hervorrufen oder begünstigen – ein Teufelskreis also. Und aktuell kommt noch die Belastung durch die Pandemie hinzu. Man kann also sagen, dass unsere Kunden in gewisser Weise doppelt belastet sind: durch die prekäre Situation, arbeitslos zu sein und zusätzlich durch die Corona-Einschränkungen. Wir wollen unseren Kunden in dieser Zeit im Rahmen der Möglichkeiten zur Seite stehen und haben daher den digitalen Wohlberaten Tag ins Leben gerufen“, berichtet Eva Hüppen, Leiterin des Gesundheitshauses im Jobcenter Dortmund.

    Das Gesundheitshaus ist Anfang 2020 gegründet worden. Hier angesiedelt ist auch das Team Wohlberaten, unter dessen Fahne die Veranstaltung läuft. Das Team besteht aus fünf Gesundheitscoaches, die die Kunden des Jobcenters zu Fragen rund um das Thema Gesundheit beraten. Dazu gehören beispielsweise die Suche nach einem Therapieplatz, das Vermitteln geeigneter Gesundheitskurse oder auch das Erkennen möglicher Gesundheitsrisiken, wie einem Übergewicht oder dem Suchtmittelkonsum. Die Berater arbeiten eng mit Fachstellen und Gesundheitsakteuren zusammen und stellen im Bedarfsfall den Kontakt zu diesen her.

  3. Begeisterung wecken: Kampagne für duale Ausbildung in den sozialen Medien - Gemeinschaftsaktion des Arbeitskreises Arbeitsmarkt des Westfälischen Ruhrgebiets (PM) Beitrags Autor

    Begeisterung wecken: Kampagne für duale Ausbildung in den sozialen Medien
    Gemeinschaftsaktion des Arbeitskreises Arbeitsmarkt des Westfälischen Ruhrgebiets

    Junge Menschen für eine duale Berufsausbildung in den unterschiedlichsten Aktionsfeldern zu begeistern – das ist das erklärte Ziel einer Kampagne, die jetzt auf Initiative des Arbeitskreises Arbeitsmarkt des Westfälischen Ruhrgebiets gestartet wird. Vor dem Hintergrund anhaltender Rückgänge auf dem Ausbildungsmarkt in der Region, ganz besonders jetzt in der Pandemie, befassen sich die Mitglieder dieses Arbeitskreises mit den Auswirkungen, die die mangelnde Besetzung von freien Ausbildungsstellen mit sich bringt. Das betrifft im Besonderen den zunehmenden Fachkräftemangel, der in zahlreichen Unternehmen in Dortmund, Hamm und im Kreis Unna längst spürbar ist.

    Mit der Gemeinschaftsaktion wollen die Partner*innen ganz konkret und zielgruppengerecht auf die vielfältigen Chancen und Angebote zum passgenauen Start ins Berufsleben aufmerksam machen. Ähnlich bekannten Streaming-Diensten, die bei jungen Leuten hoch im Kurs stehen, hat das Bündnis eine Online-Kampagne gestartet, bei der freie Ausbildungsplätze und Karrieremöglichkeiten präsentiert werden. Über Social-Media-Kanäle wie Instagram und Facebook werden Bilder und Videos rund ums Thema Ausbildung gepostet, um auf Angebote, Aktionen und Events hinzuweisen.

    „Ob Kammern, Arbeitsagentur oder Wirtschaftsförderung: Wir haben alle das gleiche Ziel – für die jungen Menschen gute Perspektiven zu schaffen, und damit für die Betriebe in der Region. Nachwuchsgewinnung und Ausbildung junger Menschen sind optimale Voraussetzungen, um dem Fachkräftemangel erfolgreich entgegenzuwirken“, betonen die Mitglieder des Arbeitskreises. Ergänzend sollen im Rahmen der Kampagne unterschiedlichste Förderinstrumente, Projekte und Angebote vorgestellt werden, um potenzielle Ausbildungsplatzbewerber*innen, aber auch deren Lehrer*innen und Eltern bei der Berufsorientierung zu unterstützen.

    Die Gemeinschaftsaktion wird finanziert durch die Initiative „Ausbildung Jetzt!“ des Ausbildungskonsenses NRW sowie zusätzliche Mittel der Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet.

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