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Förderung in allen Bereichen: Dortmund will einen Masterplan für eine zukunftsorientierte Sportpolitik aufstellen

Kapazitätsengpässe im Hoeschpark bei den Sportvereinen. Der neue Kunstrasenplatz für die Fußballer

Investitionen in die Sportinfrastruktur sollen ebenfalls Bestandteil des Masterplans Sport werden.

530 Vereine, 46 Sportfachschaften, 155.000 Mitglieder allein im organisierten Bereich – der Sport ist in Dortmund eine wichtige Größe. Egal ob Vereinen oder privat organisiert – für alle Sporttreibenden will die Stadt auch in den nächsten 15 Jahren möglichst gute Rahmenbedingungen schaffen. Deshalb soll ein Masterplan Sport aufgestellt werden. Dieses Vorhaben hat der Verwaltungsvorstand auf den Weg gebracht.

Sportentwicklungsplanung als Grundlage für eine zukunftsorientierte Sportpolitik

„Das Ziel der Stadt ist es, den Breiten-, Leistungs-, Spitzen- und Schulsport bestmöglich zu unterstützen, zu fördern und gezielt weiter zu entwickeln“, sagt Sportdezernentin Birgit Zoerner. Die Sportentwicklungsplanung soll die Grundlagen für eine zukunftsorientierte Sportpolitik in Dortmund liefern.

Im Südbad richten der SV Westfalen Dortmund und der SV Derne 1949 Dortmund das 1. Internationale Dortmunder Beach Wasserball Turnier aus.Sie soll ein zielgerichtetes, problem- und lösungsorientiertes Vorgehen beschreiben, um lokale Rahmenbedingungen für Sportangebote und Sporträume zu schaffen und in einem Gesamtkonzept zu bündeln.

Der Masterplan soll eine Bestandsaufnahme zum derzeitigen Stand der Sportinfrastruktur liefern sowie Handlungsempfehlungen und Visionen für die nächsten 15 bis 20 Jahre aufzeigen. Die Vielfalt der sportlichen Aktivitäten stellt ein vielschichtiges und komplexes Aufgabenfeld dar. Dafür sollen die passenden, zeitgemäßen sowie zukunftsorientierten und finanzierbaren Sport- und Bewegungsangebote sowie Sporträume für möglichst alle Bevölkerungsgruppen in den zwölf Stadtbezirken geschaffen bzw. gesichert werden

Alle beteiligten und relevanten Akteure und Institutionen werden in den Prozess mit einbezogen. „Dem Sport kommt eine herausragende pädagogische und soziale Bedeutung zu. Der Sport in der Schule, im Sportverein und der selbst organisierte Sport sind in Dortmund wichtige Pfeiler der modernen Gesellschafts-, Bildungs- und Sozialpolitik“, betont Sportdezernentin Birgit Zoerner.

Zoerner: Der Sport hat vielfältige Wohlfahrtswirkungen

Der Sport besitzt einen wesentlichen Anteil an der Freizeitgestaltung und Bewegungskultur. Gesundheit, Wohlbefinden, Persönlichkeitsbildung, Gemeinschaftserlebnisse aber auch aktives, gesundheitsbewusstes Altern und die Integration von Menschen mit und ohne Behinderung werden durch den Sport positiv gefördert.

Durch den Sport werden Werte wie Fairness, Teamfähigkeit, Selbstvertrauen, Toleranz, Kreativität und Hilfsbereitschaft gelebt. Darüber hinaus bietet der Sport auch eine gute Möglichkeit zur Integration von Menschen verschiedener Kulturen und gesellschaftlicher Gruppen. „Sport hat vielfältige Wohlfahrtswirkungen“, so Zoerner.

Das neue Kleinspielfeld mit Kunstrasen am Big Tipi wurde mit einem Mini-Turnier eingeweiht.Allerdings ist die Arbeit ohne engagiertes Ehrenamt nicht denkbar. „Auch hier müssen wir die Frage stellen, wo man in Zukunft die ganzen Ehrenamtlichen noch herbekommt. Auch dazu wollen wir uns im Rahmen eines Masterplanes Gedanken machen“, betont die Sportdezernentin mit Blick auf die alternde Gesellschaft. 

Zudem schwebt Zoerner vor, ein „Haus der Verbände“ zu etablieren. Dadurch könnte die Schlagkraft erhöht werden. Im Masterplan sollen auch die zahlreichen Investitionen in die Infrastruktur abgebildetet werden – von den Kunstrasen-Plänen über die Bolzplatzinitiative bis hin zum Sanierungsprogramm für städtische Sporthallen. Für OB Ullrich Sierau sind Investitionen in den Sport Zukunftsinvestitionen. „Das ist gut investiertes Geld, eine Investition in die Zukunft der Gesellschaft.“ 

Dabei hat Sierau auch die LeistungssportlerInnen im Blick: Ihnen sollten neben dem Sport auch eine berufliche Ausbildung zukommen, damit „man nicht als gescheiterte Existenz als Betreiber einer Trinkhalle in Gelsenkirchen“ ende, sagte Sierau mit Blick auf das unrühmliche und perspektivlose Ende der Fußbal-Ikone Reinhard „Stan“ Libuda. 

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