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Damit es mit dem selbstständigen Lernen klappt: Projekt bietet Nachhilfe für das „Homeschooling“ in Dortmund an

v.l. Ricarda Erdmann, Valentina Dimovska und Elvedina Sabic unterstützen Eltern und Kinder beim digitalen Lernen. Sie geben sowohl hilfreiche technische Tipps, als auch Ratschläge zum Lernen daheim. Fotos: Susanne Schulte

„Homeschooling wird sicher das Unwort des Jahres bei allen Eltern“, sagt Elvedina Sabic und ihre Kolleg*innen aus den AWO-Migrationsdiensten können da nur zustimmen. Die drei Frauen wissen, wovon sie reden. Und so wissen sie auch, was in Familien los sein kann, wo weder die Sprachkenntnisse ausreichen, noch die technische Ausstattung vorhanden ist, um alle Vorgaben aus den digitalen Klassenzimmern zu verstehen und diesen nachzukommen. Ihr Angebot an all die Geplagten – Kinder wie Erwachsene: eine persönliche Nachhilfe für den Unterricht zu Hause, wie Homeschooling übersetzt heißt, und das kostenlos.

Terminsabsprache und das Tragen einer Schutzmaske sind zwingend erforderlich

Energetisch und brandschutztechnisch saniert - mit baulichem zweiten Rettungsweg - präsentiert sich der Blücherbunker.

Die Migrationsdienste der AWO sind in den frisch sanierten Blücherbunker zurückgekehrt. Foto: Alex Völkel

Auch Arbeitsblätter, von den Lehrer*innen ins Netz gestellt oder gemailt, können in den Büros ausgedruckt werden. Vor dieser Nachhilfestunde steht jedoch ein Telefongespräch an – dringend. Ohne Termin und Maske wird niemand in die zweite Etage gelassen.

Dort erklären dann mit der Arbeit am Computer versierte und maskierte Ehrenamtliche, meist Schüler*innen und Student*innen, den Kindern und Jugendlichen oder deren Eltern, wie es auch – mit Disziplin, Willen und ein paar Tricks – am Küchentisch oder im Kinderzimmer mit dem Lernen klappen kann.

Beratungen immer dienstags und donnerstags zwischen 13 und 15 Uhr möglich

Auch im Blücherbunker gilt selbstverständlich die Maskenpflicht.

Dieses Angebot ist noch keine Woche bekannt und schon sind die ersten Stunden belegt. „Die Beratung ist offen für alle. Wir hoffen jedoch, dass wir die Menschen erreichen, die es besonders schwer haben“, sagen die Frauen.

Sie denken da an Familien mit vielen Kindern, aber nur einem Computer; an Familien mit wenig Deutschkenntnissen; an Familien mit knappem Wohnraum; an Familien, die mit den Plattformen der einzelnen Schulen im Internet nicht klar kommen oder keinen Drucker haben. 

Erst vor allem für Kinder und junge Jugendliche gedacht, ist es auch ein Extraangebot für Berufskolleg-Schüler*innen in Vorbereitung. Die drei Frauen sind überzeugt, dass auch nach den Ferien noch kein Schluss ist mit dem Unterricht zu Hause.

Wer einen Termin verabreden möchte, ruft Valentina Dimovaska, Telefon 0231/982332-26, oder Elvedina Sabic, Telefon 0231/982332-11, an. Die Beratungen können für dienstags und donnerstags jeweils von 13 bis 15 Uhr ausgemacht werden. „Es geht ja nicht nur um Noten und Wissensdefizite. Es geht auch darum, zu lernen, wie man eigenständig lernt. Das fängt damit an, die Bleistifte anzuspitzen.“

 

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