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COVID-19: Kita-Schließungen vermeiden – Team von Expert*innen erstellt Leitfaden für Dortmund und Umgebung

Die Maskenpflicht für Kitas gilt nur für Erwachsene, nicht für die Kids. Foto: Alex Völkel

Sollte jedes nur leicht erkältete Kind zuhause bleiben? Was muss getan werden, sobald Fieber eintritt? Und wie ist die Vorgehensweise, wenn ein Corona-Abstrich positiv ausfällt? Ein Team von Expert*innen bestehend aus Kinder- und Jugendärzt*innen, Gesundheitsamt und FaBiDo (Familienergänzende Bildungseinrichtung für Kinder in Dortmund) hat pünktlich zum Start der Kita-Öffnungen ein Konzept erarbeitet, um Erzieher*innen und Eltern Orientierung zu bieten. Ziel ist vor allem, komplette Schließungen von Tagesstätten zu vermeiden. Prof. Dr. Dominik Schneider (Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Dortmund) hat den Leitfaden miterarbeitet und appelliert vor allem an eine gute Kommunikation zwischen Eltern, Erzieher*innen und Ärzt*innen.

Nicht bei allen Symptomen muss gleich der Kinderarzt aufgesucht werden

„Nicht jedes Kind mit laufender Nase braucht einen Corona-Abstrich“, sagt Prof. Schneider. Bei leichten Symptomen wie Schnupfen – also ohne Fieber – müsse man auch nicht gleich zum Arzt.

„Ist das Kind nach 24 Stunden wieder fit und treten keine weiteren Symptome auf, dann kann man den Nachwuchs ohne eine weitere ärztliche Abklärung wieder in die Kita-Gruppe schicken.“ ___STEADY_PAYWALL___

Falls doch Fieber auftritt, solle man sich vorerst telefonisch beim Kinderarzt melden. Telefonisch kann besprochen werden, ob und wann das Kind in die Praxis kommen sollte. Dort erhalte man auch Informationen darüber, ob ein Abstrich sinnvoll ist. „Wird ein Kind tatsächlich positiv getestet, ist das Gesundheitsamt zuständig für weitere Schritte wie etwa Testungen innerhalb der Familie sowie von Kontaktpersonen oder Quarantänemaßnahmen“, so Prof. Schneider.

Sie stehen nie am Anfang von Corona-Infektionsketten: Maskenpflicht gilt nicht für Kita-Kinder

Prof. Dr. Dominik Schneider, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Dortmund. Foto: Klinikum Dortmund

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin hat die Empfehlung ausgesprochen, dass Kita-Kinder keinen Mundnasenschutz tragen sollen und müssen – die Erwachsenen im Umgang untereinander hingegen schon. „Das Interessante ist ja, dass Kinder nie am Anfang von Infektionsketten stehen. Das sind eher die Erwachsenen“, so Prof. Schneider.

„Kinder sind auch keine sogenannten Superspreader, insbesondere Kleinkinder nicht.“ Daher würden z.B. bei internen Besprechungen der Erzieher*innen oder für Eltern bei Betreten der Tagesstätte weiterhin die Abstandsregelung und Mundschutz-Pflicht gelten.

Im direkten Umgang mit den Kindern müsse das erzieherische Personal allerdings keine Masken tragen, so Prof. Schneider. „Die Kinder brauchen Nähe zu ihren Bezugs- und Betreuungspersonen, und zwar ohne Maske. Der Mund-Nasen-Schutz und pädagogische Förderung in dem jungen Alter gehen nicht zusammen.“

Möglichst viele Aktivitäten an frischer Luft anbieten

Zusätzlich zu allen Vorsichtsmaßnahmen solle das Personal den Sommer nutzen und so viele Angebote wie möglich nach draußen verlagern, da das Infektionsrisiko dort am geringsten sei. „Falls sich die Infektionslage in Dortmund ändert,
kann es natürlich sein, dass auch unser Konzept angepasst werden muss“, so Prof. Schneider. Bei steigenden Infektionszahlen in Dortmund müssten beispielsweise wieder strenge Gruppenbildungen geplant werden. „Entscheidend ist aber schon jetzt und auch zukünftig eine gute Kommunikation zwischen Eltern, Erziehern und Ärzten“, erklärt Prof. Schneider.

Alle Infos auch als WhatsApp-Sprachnachricht erhältlich

Damit wichtige Informationen wie diese so leicht wie möglich verbreitet werden können, bietet das Klinikum Dortmund einen neuen WhatsApp-Service an: Die Sprachnachricht von Prof. Schneider zum Thema Kita-Öffnungen gibt es für alle kostenlos durch eine kurze Nachricht an 01522 2987675 oder auch alternativ auf der Homepage des Klinikums; hier.

 

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